Die Grachten, das Rijksmuseum und das Anne-Frank-Haus. Amsterdam hat seine weltweit bekannten Sehenswürdigkeiten, vor denen täglich hunderte Touristen Schlange stehen. Es gibt aber auch interessante Orte in Amsterdam, die bisher von Touristen noch unentdeckt sind. Wir zeigen dir, welche Sehenswürdigkeiten sich zum Sightseeing in der Hauptstadt der Niederlande lohnen und welche du nicht unbedingt sehen musst. Außerdem geben wir dir Tipps, wie du in Amsterdam auch noch Geld sparen kannst.

1. Grachten: Bootstour und Grachtenfahrt durch Amsterdam

Grachtenfahrt
(c) Nikolay Nachev

Sie sind aus Amsterdams Straßen- (oder in dem Fall Kanal-) Bild gar nicht mehr wegzudenken. Die großen Touristenboote in allen Farben, die funktionieren wie Hop-on-Hop-off-Busse. Intimer sind dagegen örtliche Anbieter, die private Touren mit einem kleinen Boot mit individuellen Informationen offerieren. Wer möchte, kann auch ein Tretboot ausleihen und selbst durch die Kanäle fahren. Wichtig: Bitte GPS dabeihaben, sonst wird der Rückweg eine Herausforderung, denn für das ungeschulte Auge sehen die Grachten am Ende doch alle gleich aus.

#grachtenfahrt

2. Anne-Frank-Haus: Besichtigung des berühmten Museums

Ihre Geschichte ist untrennbar mit Amsterdam verbunden und die Aufzeichnungen in ihrem Tagebuch gingen um die Welt. Deswegen besuchen tägliche tausende Touristen das Anne-Frank-Haus. Wer nicht anstehen will (und das kann wirklich Stunden dauern), reserviert ein Ticket online. Ich persönlich bin aber kein Fan vom Anne-Frank-Haus. Das Gebäude ist leer, bis auf eine unmögliche Anzahl von Touristen. Eine Atmosphäre wirst du kaum fühlen. Ich bin der Meinung, wer das Buch dieser beschämend talentierten Autorin liest, lernt deutlich mehr.

#amsterdam

3. Heineken Experience: Führung durch die Brauerei

Heineken
(c) Boris Trost

Die Niederländer sind sehr stolz auf ihre Braukunst und auf ihr Heineken. Der Rest der Welt fragt sich allerdings sehr oft, warum das so ist? Die Antwort gibt es in der Heineken Experience. Das interaktive Museum mit Besichtigung der Brauerei ist ein echter Klassiker – aber eben auch ein wirklich typisches Touristen-Ding.

#amsterdam

4. Vondelpark: Fahrradfahren im bekanntesten Stadtpark

Vondelpark
(c) Kirk Fisher

Im Vondelpark treffen sich alle: Touristen, die Amsterdam per Fahrrad erkunden, Einheimische, Künstler, Sportler etc. Deswegen kann es in dem Park manchmal unangenehm voll werden. Mein Alternativtipp: Flevopark. Ruhig im Osten der Stadt gelegen kann man von der Wiese aus den Segelbooten zuschauen.

#amsterdam

5. De Wallen: Ausflug ins Rotlichtviertel von Amsterdam

DeWallen
(c) PublicDomainPictures

Amsterdam ohne seine rot erleuchteten Fenster und leichtbekleideten Damen wäre wohl nicht Amsterdam. Hier wird das Geschäft mit dem Sex gemacht, auch wenn meist außer Gucken nicht viel passiert.

#rotlichtviertel

Instatipp: Vorsicht! Im Rotlichtviertel bitte keine Fotos von den Frauen machen (eigentlich versteht sich das ja von selbst, oder?). Sonst kann es nämlich passieren, dass das Handy in die Gracht fliegt.

6. Bloemenmarkt: Farbenfrohe Attraktion für Besucher

Bloemenmarkt
(c) OshDesign

Ebenfalls als eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Amsterdam gilt der Blumenmarkt, wobei ich mich ehrlich gesagt frage, warum. Es gibt die typischen Souvenirs und ein paar Tulpen, die bereits so lange zum Verkauf daliegen, dass sie sicher nicht mehr blühen werden. Ebenfalls beliebt: Das Cannabis Starter Kit. Touristen sollten hierbei allerdings beachten, dass die Freude daran nur sehr kurz währen wird, weil die Einfuhr in andere EU-Länder möglicherweise untersagt ist. Das Gleiche gilt übrigens für Weed-Lollis und ähnliches.

#amsterdam

7. Rijksmuseum: Rundgang durchs Nationalmuseum der Niederlande

RijksmuseumAmsterdam
(c) Abhishek Baadkar

Das Rijksmuseum in Amsterdam ist ein Gigant in Sachen Kunstgeschichte. Für dieses riesige Bauwerk und die umfassenden Ausstellungen sollten Besucher locker einen ganzen Tag einplanen. Am besten vorher das Ticket online kaufen, das spart Zeit, und dann mit dem Audio Guide durch die Jahrhunderte schlendern.

#amsterdam

8. Rembrandtplein: Selfies mit den Nachtwache-Statuen machen

Nachtwache
(c) WeltraumReporter

Der Rembrandtplein, benannt nach dem berühmten Maler, ist ebenfalls ein typischer Touristen-Hotspot. Der Platz liegt in der Mitte der Stadt. Hier machen Touristen Selfies mit den Statuen der Nachtwache oder konsumieren ziemlich überteuerte Getränke in den umliegenden Bars und Clubs. Tipp: In einer der Seitenstraßen befindet sich das Café Bolle Jan. Am Abend werden hier holländische Schlager gesungen.

#amsterdam

9. Dam: Berühmter Platz am Königlichen Palast

Dam
(c) Nick Fisher

Der Königspalast ist kaum zu übersehen und ist sicher einen Besuch wert. Denn auch, wenn das Äußere etwas schmucklos wirkt, ist das Innere mit wunderschönen Details gestaltet. Auf dem Dam-Platz finden täglich Demos, Kundgebungen und künstlerische Vorführungen statt.

#amsterdam

10. NDSM-Werft: Mit der gratis Fähre zur Künstlergemeinde

Auch die NDSM-Werft ist auf dem Weg zu einem weiteren typischen Touristenort, aber noch geht es. Neben Streetart ist dort auch der monatlich stattfindende größte Flohmarkt Europas zu empfehlen. Dort gibt es alles von Fahrrädern über Möbel, Kleidung und Instrumente.

#ndsmwerft

11. Albert Cuypmarkt: Einkaufen mit Amsterdamer Atmosphäre

Was einmal ein ganz normaler Wochenmarkt war, ist eine Touristenattraktion geworden, die schnelles Vorwärtskommen fast unmöglich macht. Auf dem Markt wird geschoben, typische Mitbringsel werden angeboten und die obligatorischen Matjes haben natürlich auch ihre Daseinsberechtigung.

#amsterdam

12. Van-Gogh-Museum: Die größte Sammlung mit Werken des Malers

VanGoghMuseum
(c) España

Van Gogh ist einer der berühmtesten Maler der Geschichte – nicht nur wegen der Sache mit dem Ohr. Seine Werke können und sollten in Amsterdam bewundert werden. Auch hier lieber online schon Tickets kaufen, ansonsten können die Wartezeiten unangenehm lang werden.

#amsterdam

Spartipp: Wer zwei oder drei Museen besucht, sollte sich die Museumkaart kaufen. Die Karte ist 1 Jahr gültig und ermöglicht den kostenlosen Zutritt.

13. A’DAM Toren: Panoramablick von der Aussichtsterrasse am IJ

Ein Blick über die Stadt mit ihrem Fahrradverkehr und ihren Grachten gibt es von der Aussichtsplattform A’DAM Toren. Auf dem Gebäude befindet sich auch eine Schaukle, mit der man über dem Abgrund baumelt. Wer Geld sparen will, geht ein paar Schritte weiter und nutzt die kostenlose Dachterrasse des Nemo Science Museums.

#amsterdam

14. Jordaan: Spaziergang durch ein typisches Stadtviertel

Amsterdam wie aus dem Bilderbuch! Grachtenhäuser, Blumen und schmale Gassen voller Fahrräder. Jordaan ist ein urtypisches und zugegeben ziemlich reiches Amsterdamer Viertel. Ein Spaziergang lohnt sich sicher. Gerne auch verbunden mit einem Besuch des Noordermarkts.

#amsterdam

15. Amsterdam Schiphol: Einer der größten Flughäfen der Welt

Wer schon einmal in Amsterdam vom Gate zur Ankunftshalle gelaufen ist, der kann sich die Ausmaße des Flughafens vorstellen. Schiphol ist einer der größten Flughäfen der Welt und eine wahnsinnige Logistikleistung. Für Fans der Luftfahrt sicher sehenswert.

#amsterdam

Instatipp: Ganz nah dran an den startenden und landenden Flugzeugen in Schiphol seid ihr an den sogenannten Spottersplekken an der Polderbaan und an der Buitenveldertbaan bei McDonalds.

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

Die Niederlande haben noch mehr zu bieten als nur die Hauptstadt. Ebenso beliebt im Frühling ist die weltweit bekannte Tulpen-Ausstellung Keukenhof. Hier empfehlen wir, weit im Voraus ein Tagesticket zu reservieren, da der Andrang riesig sein kann. Beschaulicher geht es da schon in den Städten Utrecht und Haarlem zu. Diese befinden sich nur eine knapp 30-minütige Zugfahrt von Amsterdam entfernt und sind das, was Amsterdam mal war, bevor die Touristen eingefallen sind. Süße Grachten, hübsche kleine Häuser, schmale Straßen, Fahrräder und holländisches Lebensgefühl. Wer mehr Zeit hat, besucht auch Rotterdam und Den Haag und staunt, dass der Unterschied zu Amsterdam kaum größer sein könnte.

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