Wer schon einmal über den Fernpass gefahren ist, hat sie schon gesehen: die Highline 179, die sich hoch oben zwischen zwei Bergen spannt. Selbst vom Auto aus wirkt sie beeindruckend – ein filigraner Streifen Stahl zwischen Himmel und Fels. Die Highline 179 bei Reutte in Tirol verbindet in schwindelerregender Höhe die Burgruine Ehrenberg mit dem Fort Claudia – und das 114 Meter über dem Boden! Wer sich über das schwankende Gitterrost wagt, wird mit einem atemberaubenden Ausblick auf das Tiroler Alpenvorland belohnt. Nervenkitzel garantiert! Doch bist du mutig genug?
Lohnt sich der Besuch auf der Highline 179 bei Reutte?







Die Highline 179 bei Reutte in Tirol zählt mit 406 Metern Länge zu den längsten Fußgängerhängebrücken der Welt im „Tibet Style“. Seit 2014 verbindet sie die Burgruine Ehrenberg mit dem Fort Claudia – 114 Meter über dem Boden! Unter ihr verläuft die Fernpassstraße B179, die der Brücke ihren Namen gab. Der schmale Gitterrostboden sorgt für Nervenkitzel und erlaubt freie Sicht in die Tiefe.
Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zur Zugspitze und über das grüne Lechtal. Der Aufstieg beginnt am Besucherzentrum der Burgenwelt Ehrenberg; wahlweise zu Fuß (ca. 20 Minuten) oder mit dem Schrägaufzug „Top-Liner“. Die Brücke ist täglich von 8 bis 22 Uhr geöffnet (witterungsabhängig). Tickets kosten 10 € und sind vor Ort erhältlich.
Fototipp: Das beste Bild macht ihr mitten auf der Brücke – mit der Burgruine Ehrenberg im Hintergrund. Besonders stimmungsvoll ist die Aussicht bei Sonnenuntergang!
Anreise zur Burgenwelt Ehrenberg
| Höhe der Brücke: | Über 114 Meter |
| Brückenlänge: | 406 Meter |
| Geöffnet: | ganzjährig von 8 bis 22 Uhr |
| Eintritt: | ab 10€ |
| Besonderheit: | Barrierefrei erlebbar |
Von München aus erreicht ihr die Highline 179 in etwa 1,5 Stunden mit dem Auto über die A95 und B179 Richtung Reutte in Tirol. Der große Besucherparkplatz der Burgenwelt Ehrenberg liegt direkt an der Fernpassstraße – von hier startet der gut ausgeschilderte Fußweg zur Brücke. Der Aufstieg dauert rund 20 bis 30 Minuten. Die Gehstrecke beträgt etwa 1,2 Kilometer und führt stetig bergauf. Die Tagesgebühr fürs Parken liegt bei 5 Euro.
Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Highline 179 gut erreichbar: Nehmt den Zug bis Reutte in Tirol und steigt dort in den Regionalbus 120 Richtung Oberjoch Iselerbahn oder 150 Richtung Biberwier Silberleiten. Die Haltestelle „Ehrenberg Klause“ liegt direkt am Besucherzentrum.
Alternative zur Wanderung: Schrägaufzug Ehrenberg Liner
Wer nicht hochwandern möchte oder mobilitätseingeschränkt ist, kann den Schrägaufzug „Ehrenberg Liner“ nutzen, um zur Highline 179 zu gelangen. In nur 2,5 Minuten bringt euch der spektakuläre Aufzug nach oben. Ein weiterer Schrägaufzug, der „Top Liner“, führt noch weiter hinauf zum Schlosskopf (1.270 m) – einer weiteren historischen Verteidigungsanlage der Hauptburg Ehrenberg hier bei Reutte in Tirol. Heute könnt ihr dort alte Mauerreste und wechselnde Kunstausstellungen bestaunen.
Die Fahrten kosten jeweils 9 Euro. Besonders cool: Von hier oben könnt ihr per Zipline – der „Dragon Fly“ – zurück ins Tal sausen. Die Strecke ist rund 600 Meter lang und gilt als Europas erste Zipline für Rollstuhlfahrer!
Vorbei an der imposanten Burgruine zum Eingang der Brücke
Wir entscheiden uns für den Aufstieg zur Highline 179 vom Parkplatz der Burgenwelt Ehrenberg bei Reutte in Tirol. Ein breiter Schotterweg führt entspannt bergauf. Nach kurzer Zeit erblicken wir bereits die Mauern der imposanten Burgruine Ehrenberg! Die um 1296 erbaute Festung thront eindrucksvoll auf 1.105 Metern Höhe über dem Tal und war einst Teil einer der wichtigsten Verteidigungsanlagen Mitteleuropas. Richtig cool, hier in vergangene Zeiten abzutauchen!
Nach insgesamt 20 Minuten erreichen wir den Brückeneingang. Wir scannen unser Ticket – und dann beginnt schon der Nervenkitzel: Ich setze den ersten Fuß auf das Gitterrost …
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Gigantische Highline – Mutprobe in luftiger Höhe!
Mein Herz schlägt schneller. Unter mir: 114 Meter freier Fall – tief im Tal rauschen die Autos vorbei. Von unten wirkt die Tiroler Highline 179 schon beeindruckend, aber sobald man den ersten Schritt auf die schmale Hängebrücke setzt, bekommt man garantiert wacklige Knie. Das Gitterrost lässt den Blick ungehindert in die Tiefe fallen. Bei jedem Schritt schwingt die Brücke leicht mit! Ich bleibe kurz stehen und lasse den Ausblick auf mich wirken: hinter mir die Ruine Ehrenberg, vor mir der Aussichtspunkt hin zum Fort Claudia auf dem Falkenberg. 406 Meter voller Nervenkitzel!
Auf der anderen Seite angekommen, wandern wir noch ein kurzes Stück weiter und erkunden das Fort Claudia – ebenfalls eine alte Burg, die zur Verteidigung der Hauptburg errichtet wurde. Der Rückweg führt dann erneut über die Brücke: noch einmal über das Gitter, noch einmal Herzklopfen. Unvergesslich! Wer möchte, kann alternativ auch über einen Wanderweg zurück zum Parkplatz bei Reutte gehen.
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Fazit
Die Highline 179 ist weit mehr als nur eine Hängebrücke – sie verbindet Natur, Geschichte und Nervenkitzel zu einem einzigartigen Ausflugserlebnis in Tirol. Ob beim Spaziergang über das schwankende Gitterrost in 114 Metern Höhe, beim Erkunden der alten Festungsanlagen oder bei der rasanten Rückfahrt mit der Zipline: Hier bei Reutte kommt garantiert keine Langeweile auf.
Dank Schrägaufzügen und barrierefreier Zugänge ist das Erlebnis auch für mobilitätseingeschränkte Besucher möglich. Zwar nicht ganz günstig, aber definitiv jeden Euro wert. Mein Tipp: Unter der Woche und zum Sonnenuntergang besuchen – dann ist die Aussicht besonders schön und es ist weniger los.
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