Weite Wälder, tiefblaue Seen, schroffe Berge, endlose Prärie, arktische Eisflächen … das ist Kanada. Ein Land, das für seine wilde Natur bekannt ist. Aber auch ein Land, das so riesig ist, dass man mit einer Reise wohl kaum alle Attraktionen sehen kann. Damit ihr euch eure Reiseroute anhand möglichst vieler interessanter Orte zusammenstellen könnt, zeigen wir einige der besten Sehenswürdigkeiten in Kanada.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Kanada im Überblick

Kanada liegt in Nordamerika und ist nach Russland flächenmäßig das zweitgrößte Land der Erde. Insgesamt leben rund 36,5 Millionen Menschen in Kanada. Das ist nicht mal die Hälfte der Einwohnerzahl Deutschlands. Dementsprechend gibt es viele unbesiedelte, natürliche Landstriche. Um die zu erhalten, sind große Teile auch zum Nationalpark ausgerufen. Insgesamt 37 Nationalparks gibt es in Kanada. 15 weitere sind in Planung. Übrigens gibt es in Kanada zwei Amtssprachen: Englisch und Französisch. Letzteres wird vor allem in den südöstlichen Regionen gesprochen.

#kanada

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1. Niagarafälle: Die bekanntesten Wasserfälle der Welt

© Canadian Tourism

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Höhe:54 Meter
Must-Do:MistRider-Zipline
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Die Niagarafälle liegen im Grenzgebiet zwischen dem US-Bundesstaat New York und dem kanadischen Ontario. Auf der kanadischen Seite stürzen die Wassermassen über die Horseshoe-Falls 54 Meter in die Tiefe. In Amerika gibt es die American Falls und den Bridal Veil.

Allerdings sind es nicht nur Höhe und Breite, die beeindrucken, sondern vor allem die Wassermassen, die dort runterfallen. Fast 3.000 Kubikmeter Wasser donnern pro Sekunde in die Tiefe. Das sind fast 3 Millionen Liter. Ein besonderes Erlebnis ist die MistRider-Zipline, über die ihr mit perfektem Blick auf die Horseshoe Falls über das Wasser saust.

2. Lake Moraine: Der schönste Bergsee im Banff-Nationalpark

© Johan Lolos

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Lage:Alberta
Must-Do:Sonnenaufgang
Beste Reisezeit:Mai bis September

Im Sommer ist der tiefblaue Lake Moraine, der in den Rocky Mountains in der Nähe von Lake Louise liegt, ein beliebtes Ausflugsziel. Den Weg zum See könnt ihr wandernd oder mit dem Auto zurücklegen. Für fußläufige Abenteuer solltet ihr allerdings besser ein Bärenspray einpacken.

Umgeben von 10 Berggipfeln im Valley of 10 Peaks liegt der faszinierende See eingebettet in die Berglandschaft. Der Blick vom Rockpile, dem etwas erhöhten Aussichtspunkt, ist zu jeder Tageszeit ein Highlight. Bei Sonnenaufgang lohnt es sich jedoch besonders. Im Winter ist die Zufahrt gesperrt. Dann führt eine gespurte Loipe zum See.

3. Columbia Icefield: Riesige Eisfläche im Jasper-Nationalpark

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Lage:Alberta
Must-Do:Icefields Parkway
Beste Reisezeit:Juni bis September

Der Athabasca-Gletscher ist eine von sechs Gletscherzungen im Columbia-Eisfeld in den Rocky Mountains. Es erstreckt sich im Grenzgebiet zwischen dem Jasper- und dem Banff-Nationalpark. Wer mit dem Auto über den Icefields Parkway von Jasper aus ankommt, kann die riesigen Gletscherflächen schon von Weitem sehen.

Im Sommer werden vom Besucherzentrum am Fuße des Eisfelds geführte Touren per Bus und zu Fuß über die Gletscherflächen angeboten. Im Winter gibt es keine Führungen, dafür staunt ihr über die Bergwelt fast alleine, weil deutlich weniger Andrang herrscht.

4. Vancouver: Die lässigste Stadt in Kanada

Einwohner:ca. 630.000
Must-Do:Bridge Park
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Im Südwesten von British Columbia liegt die Stadt Vancouver. Eine der Top-Attraktionen der Stadt ist der Capilano Suspension Bridge Park. Dort gibt es zahlreiche Brücken zwischen den Baumwipfeln, die teilweise wild nach rechts und links schaukeln.

Eine tolle Erfahrung ist auch der Flug mit einem Wasserflugzeug vor der Kulisse von Vancouver Downtown und über die Lions Gate Bridge hinweg. Wenn ihr nicht abheben, die Aussicht aber trotzdem von oben genießen wollt, lohnt sich der Besuch des Lookouts. Mit einem gläsernen Aufzug geht’s hinauf zur Aussichtsplattform des Turms.

5. Bay of Fundy: Die extremsten Gezeiten der Welt

© Tourism New Brunswick
Höchste Flut:21,5 Meter
Must-Do:Kajakfahren
Beste Reisezeit:April bis August

Zweimal täglich strömen um die 160 Milliarden Tonnen Wasser in die 220 km lange und 60 km breite Bay of Fundy im Südosten des Landes. Dabei steigt das Wasser im Normalfall auf 13 Meter an. Mindestens genauso beeindruckend sind neben der mächtigen Flut die Hopewell Rocks.

Die durch die Gezeiten und Erosion entstandenen Felstürme liegen bei Ebbe vollständig frei. Dann lohnt sich eine Wanderung am Grund. Ansonsten entdeckt ihr die Bay of Fundy am besten per Boot und beobachtet dabei mit etwas Glück Wale, Delfine oder Papageientaucher.

6. Mount Logan: Der höchste Berg in Kanada

© Rich Stapleton
Höhe:5.959 m
Must-Do:Flightseeing
Beste Reisezeit:Mai bis September

Der Mount Logan liegt im Kluane National Park im Westen des Landes nahe der Grenze zu Alaska im Territorium Yukon. Mit 5.959 m ist er der höchste Berg Kanadas. Mittlerweile gibt es 13 verschiedene Routen zum Gipfel, aber er gilt nach wie vor als einer der schwierigsten Berge Nordamerikas.

Auch abseits des Mount Logan gilt der Kluane National Park als Paradies für Wanderer und Rafting-Touren auf dem Tatshenshini River. Außerdem gibt es im Nationalpark das größte nicht-polare Eisfeld der Welt. Das solltet ihr von oben bei einem „Flightseeing-Flug“ besichtigen.

7. Ottawa: Die Hauptstadt von Kanada

Einwohner:ca. 883.000
Must-See:Parliament Hill
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Ottawa liegt in der Provinz Ontario und ist die Hauptstadt Kanadas. Am besten erkundet ihr die Stadt auf dem Fahrrad. Ein guter Einstieg ist zum Beispiel die extra ausgewiesene Sightseeing-Route. Besonders imposant ist Parliament Hill, das kanadische Parlament. Morgens könnt ihr vor dem schmuckvollen Gebäude die Wachablösung beobachten, abends über Lichtshows staunen.

Auch der Rideau-Kanal ist einen Besuch wert. Im Winter friert er zu und wird zur städtischen Eislaufbahn. Wenn ihr noch mehr Action sucht, könnt ihr euch von Rafting-Guides bei einem Wildwasser-Abenteuer begeistern lassen oder vom höchsten Bungee-Turm Nordamerikas springen.

8. Vancouver Island: Surfen und Wale beobachten

© Brian Caissie

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Lage:British Columbia
Must-Do:Walbeobachtung
Beste Reisezeit:Juni bis September

Der wohl bekannteste Ort auf Vancouver Island ist Tofino – ein kleines Städtchen mit nur knapp 2.000 Einwohnern. Vor allem im Sommer ist die Region sehr belebt. Dann nämlich treffen sich am Meer Surfer aller Könnerstufen. In den stilleren Bereichen paddeln Kajakfahrer, am Strand flanieren Ausflugsgäste und weiter draußen finden Walbeobachtungen statt.

Außerdem ist Tofino ein guter Ausgangspunkt, um den Pacific-Rim-Nationalpark zu besuchen. Denn es gibt rund um Tofino mehr als nur Küste. Stattdessen gilt es etwas abseits Mammutbäume zu bestaunen und dicht bewaldete Berghänge zu erkunden. Die Gegend auf Vancouver Island ist ein Paradies für Naturliebhaber.

9. Whistler: Das größte Skigebiet in Nordamerika

© Chad Chomlack

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Lage:British Columbia
Must-Do:Skifahren
Beste Reisezeit:Nov. bis April

Bei Whistler wartet im Winter mit Whistler Blackcomb das größte Skigebiet Nordamerikas auf euch. Dort könnt ihr auch eine Seilbahn der Superlative kennenlernen. Denn die Peak-to-Peak Gondel verbindet über 4,4 km zwei Berge und schwebt dabei bis zu 436 m über dem Boden.

Auch abseits der Piste könnt ihr in Whistler, das etwa 120 Kilometer nördlich von Vancouver liegt, aktiv sein. Als Co-Pilot im Eiskanal vom Whistler Sliding Center zum Beispiel. Oder beim Paddeln im Kanu auf dem Lost Lake und beim Wandern auf den umliegenden Bergen.

10. Tablelands in Neufundland: Karge Felsen, Fjorde und Strände

© Newfoundland and Labrador Tourism

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Lage:Neufundland
Must-See:Western Brooke Pond
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Der Gros-Morne-Nationalpark liegt in Neufundland und wirkt wie aus einer anderen Welt. Es ist eine Mischung aus Gebirgstälern, Sumpflandschaften, Gletscherseen und Sandstränden. Besonders beeindruckend wirken die Table Lands. Die roten, kargen Felsen erinnern an eine Mondlandschaft.

Im Kontrast zu den Table Lands stehen die artenreichen, dicht bewachsenen Green Gardens, die unmittelbar an die Region anschließen. Auch sehenswert ist der Western Brooke Pond mit seiner herrlichen Aussicht auf den gleichnamigen Fjord.

11. Prärie von Saskatchewan: Der Wilde Westen in Kanada

Dichte:1,9 Pers./km²
Must-Do:Rodeo anschauen
Beste Reisezeit:April bis September

Keine Berge, keine Wälder, einsame Siedlungen, kanadische Cowboys beim Rodeo und Highways, die schnurgerade bis zum Horizont führen. Wer den Wilden Westen spüren möchte, der macht Urlaub in Saskatchewan. Die Provinz gehört zu den am dünnsten besiedelten Regionen in Kanada und ist geprägt von vielen Farmen und Ranches. Insgesamt sind es rund 40.000 Stück.

Nirgendwo sonst im Land wird mehr Getreide produziert. Ein Besuch lohnt sich im Grasslands-Nationalpark im Süden der Provinz. Dort wachsen rund 70 unterschiedliche Arten von Gras. Im Norden von Saskatchewan gibt es hingegen unzählige Seen, die zum Raften und Kanufahren einladen.

12. Churchill: Wo die Eisbären auf Robbenjagd gehen

© Frontiers North Adventures

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Lage:Manitoba
Must-Do:Eisbären beobachten
Beste Reisezeit:September bis November

Churchill liegt an der Hudson Bay im Norden von Kanada in der Provinz Manitoba. Der Ort ist der perfekte Ausgangspunkt, um Eisbären in freier Wildbahn zu beobachten. Denn vor allem im Herbst wandern die Eisbären zur Küste, um in der Umgebung von Churchill Jagd auf Robben zu machen.

Gut gesichert in Spezialbussen, bekannt als Tundra Buggys, können Touristen die Tiere aus der Nähe bewundern. Ein weiteres Highlight sind die Polarlichter, die man im Winter in dieser Gegend gut beobachten kann. Die Anreise nach Churchill ist übrigens nur per Flugzeug oder Bahn möglich.

Weitere Reisetipps für Kanada

TOP 20 SEHENSWÜRDIGKEITEN
13. Notre-Dame de Montréal
14. CN Tower in Toronto
15. Trans Canada Trail
16. Indianer in Haida Gwaii
17. Johnston Canyon
18. Virginia Falls
19. Canadian Badlands
20. Arktische Baffininsel

Die Liste der besten Sehenswürdigkeiten in Kanada wird von uns regelmäßig erweitert. Ob es eine Attraktion in das Ranking schafft, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits beurteilen wir die Beliebtheit, andererseits finden sich auch Geheimtipps und trendige Instagram-Hotspots in der Auswahl. Eines haben alle Sehenswürdigkeiten in Kanada gemeinsam: Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Wenn ihr nach Kanada einreisen wollt, benötigt ihr nicht nur einen deutschen Reisepass, sondern auch eine elektronische Einreisegenehmigung, die eTA. Die Beantragung kostet ca. 5 Euro und kann online erfolgen. Durch die Größe des Landes variiert übrigens auch die Zeitumstellung je nachdem, wo ihr den Urlaub verbringt. Insgesamt gibt es in Kanada sechs verschiedene Zeitzonen.

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