Wanderung zum idyllischen Prinzensee am Hochkönig

So fühlt es sich also an, wenn man einen sogenannten Kraftplatz findet. Der Prinzensee am Hochkönig ist einer dieser Orte, an denen ich sofort entspannen kann, das Panorama auf mich wirken lasse und vielleicht bin ich sogar kurz auf einer der geschwungenen Holzbänke eingeschlafen. Die Wanderung hierher ist kurz und vor allem bei Familien sehr beliebt. Ich blicke über das glasklare Wasser auf das mächtige Hochkönigmassiv und warte, bis die Sonne untergeht und die Gipfel in warmen Orange- und Rottönen leuchten. Gleich geht das Spektakel los!

Lohnt sich die Wanderung zum Prinzensee am Hochkönig?

Die Wanderung zum Prinzensee kann von zwei Ausgangspunkten in Maria Alm aus gestartet werden. Wer vom Parkplatz an der Jufenalm startet, erreicht den See in rund 30 Minuten. Alternativ kann man die Tour mit ähnlicher Gehzeit und Schwierigkeit auch von der Bergstation der Natrunbahn aus beginnen. Auf der gesamten, gut vier Kilometer langen Runde sind es dann etwa 180 Höhenmeter im Auf- und Abstieg.

Der auf einem kleinen Hochplateau gelegene Speichersee bietet einen grandiosen Ausblick auf die Gebirgskette des Hochkönigs sowie die sanften Gipfel der Pinzgauer Grasberge auf der gegenüberliegenden Seite. An windstillen Tagen spiegeln sich die Berge in der Wasseroberfläche, ein Anblick, der nicht nur Fotografen begeistert.

Fototipp: Bei Windstille spiegelt sich die Bergkulisse des Hochkönigs perfekt im Prinzensee. Geht also nicht zu nah mit eurer Kamera ans Wasser, damit euch diese tolle Perspektive erhalten bleibt. Der Steg mit den Kronenzacken ist ebenfalls ein toller Fotospot. Zentriert diesen am besten im Bild, dann habt ihr eine stimmige Bildkomposition mit dem Bergpanorama im Hintergrund.

Anreise nach Maria Alm am Hochkönig

Ausgangspunkt:Jufenalm oder Natrunbahn
Strecke:4,1 km
Höhenmeter:180 hm
Gehzeit:1,5 Std.
Schwierigkeit:einfach

Von München aus erreicht man Maria Alm am Hochkönig mit dem Auto in etwa 2,5 Stunden. Man fährt auf der A8 bis Rosenheim und verlässt die Autobahn kurz nach der Grenze zu Österreich bei der Ausfahrt Oberaudorf. Über die Orte Kössen und Waidring geht es auf der Bundesstraße weiter nach Lofer und dann nach Saalfelden. Diese Route kommt ohne österreichische Vignette aus. Von dort aus sind es nur wenige Minuten nach Maria Alm und zur Talstation der Natrunbahn. Wählt man den Ausgangspunkt wie wir an der Jufenalm, fährt man noch weitere zehn Minuten über eine steile Bergstraße hinauf zum kostenlosen Parkplatz direkt bei der Alm.

Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Hochkönigregion ist ebenfalls sehr gut möglich. Züge fahren mehrmals täglich von München nach Wörgl, von dort mit einem Umstieg weiter nach Saalfelden. Der Regionalbus 620 verkehrt im Stundentakt zwischen Saalfelden und Maria Alm.

Mit leichtem Gepäck zum Prinzensee

Für diese kurze Wanderung reicht ein kleiner Tagesrucksack völlig aus. Feste Schuhe sind dennoch empfehlenswert, da die Wege nach Regen stellenweise rutschig sein können. Direkt am Prinzensee gibt es keine Einkehrmöglichkeiten, aber am Start- beziehungsweise Endpunkt. Wir haben unser Abendessen eingepackt, denn wir wollen am See picknicken.

Wer den Sonnenuntergang erleben möchte, sollte am besten auch eine Jacke oder einen Pullover sowie eine Stirnlampe für den Abstieg einpacken. Kamera oder Smartphone dürfen ebenfalls nicht fehlen, denn die Spiegelung des Hochkönigs im glasklaren Wasser ist zu schön, um sie nur im Kopf zu behalten. Wir starten am frühen Abend vom Parkplatz und wandern den ersten halben Kilometer auf einer breiten Forststraße leicht ansteigend bergauf.

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Kraftplatz & Logenplatz zugleich

Nicht einmal 30 Minuten später sind wir am Prinzensee angekommen. Der künstlich angelegte Speichersee liegt auf 1.253 Metern Höhe wie auf einer kleinen Hochebene. Zwar ist der Wasserspiegel durch etwas Wind nicht ganz spiegelglatt, aber trotzdem strahlt der Ort eine angenehme Ruhe aus. Eine der hölzernen Liegen am Ufer ist gerade frei geworden.

Mein Blick schweift über den Prinzensee zu den dahinter aufragenden, schroffen Berggipfeln, und ich fühle mich, als säße ich in einer Loge mit bester Aussicht auf ein Naturkino. Genau hier möchte ich bleiben und auf den Sonnenuntergang warten. Jetzt weiß ich, wie es ist, einen sogenannten Kraftplatz zu finden.

Glühende Berggipfel spiegeln sich im Prinzensee

Das Abendessen nach hier oben als Picknick zu verlegen, ist übrigens eine richtig feine Idee. Kann ich sehr empfehlen! Kurz vor 21 Uhr ist es dann so weit: Die Sonne senkt sich langsam hinter die Leoganger Steinberge. Das Abendlicht taucht das Hochkönigmassiv in warme Orange- und Rottöne, sodass die Felswände zu glühen beginnen.

Im Wasser des Prinzensees spiegelt sich dieses Farbenspiel, leicht verzerrt durch kleine Wellen, aber trotzdem magisch. Ich kann kaum wegsehen, so schön ist dieser Moment. Der Wind wird weniger, und für ein paar Augenblicke liegt der Prinzensee spiegelglatt da. Über uns färbt sich der Himmel mit ein paar kleinen Wolken zartrosa. Ein Sonnenuntergang, der sich tief ins Gedächtnis einbrennt.

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Fazit

Was für ein Tagesabschluss! Die Wanderung zum Prinzensee ist perfekt für alle, die eine kurze, entspannte Tour mit spektakulärem Panorama suchen. Der Ausflug ist familienfreundlich und dank der Bergbahnen mit wenig Aufwand zu bewältigen.

Ihr verbringt mehrere Tage in der Region? Von Kräuterwanderungen über Gipfelbesteigungen bis hin zu anspruchsvollen Klettersteigen findet hier jeder seine Outdoor-Aktivität. Meine Lieblingsbergtouren hier führen auf die Taghaube und den Klingspitz sowie über den Königsjodler-Klettersteig auf den Hauptgipfel des Hochkönigs. Besonders schön und einzigartig ist auch das Gipfelkreuz auf der Schönfeldspitze. Langweilig wird euch hier garantiert nicht!

Lage

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