Direttissima: Steilste Piste in Serfaus-Fiss-Ladis

Wow, einfach nur krass! Selbst als geübte Skifahrerin bleibt mir kurz die Luft weg. Vor mir liegt die Direttissima, die steilste Piste in Serfaus-Fiss-Ladis, mit einem atemberaubenden 70 % Gefälle. Das Schild „Only Experts“ ist keine Übertreibung – hier geht es fast senkrecht in die Tiefe. Kein Spielraum für Fehler, keine zweite Chance. Also tief durchatmen, abstoßen, die Kanten setzen – und los! Der Adrenalinkick ist unbeschreiblich!

Lohnt sich die Abfahrt auf der Direttissima in Serfaus-Fiss-Ladis?

Eine besondere Herausforderung erwartet erfahrene Skifahrer im Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol: die Direttissima (italienisch für „die direkteste Verbindung“). Diese Piste trägt ihren Namen zu Recht, denn sie führt nahezu senkrecht bergab und gilt mit einer Neigung von bis zu 70 % als die steilste Abfahrt in Serfaus-Fiss-Ladis.

Der Startpunkt liegt auf über 2.600 Metern Höhe, direkt neben dem markanten Crystal Cube – einer gläsernen Aussichtsplattform mit spektakulärem Blick auf die Tiroler Alpen. Doch wer sich hier auf die Ski stellt, hat kaum Zeit, das Panorama zu genießen. Die Direttissima fordert volle Konzentration und exzellente Technik, um die steile Herausforderung sicher zu meistern. Eine absolute Grundvoraussetzung: präziser Kurzschwung und scharfe Kanten.

Pistenplan


Alle Abfahrten und Liftanlagen in Serfaus-Fiss-Ladis im Überblick. Zum Vergrößern des Pistenplans bitte auf das Bild klicken.

Pistenplan des Skigebiets Serfaus-Fiss-Ladis

Fototipp: Der Crystal Cube am Start der Direttissima in Serfaus-Fiss-Ladis ist ein einzigartiger Fotospot mit atemberaubendem Alpenpanorama. Die gläserne Fassade sorgt für beeindruckende Spiegelungen – besonders im Morgen- oder Abendlicht. Tipp: Stellt euch davor und fangt das spektakuläre Spiel aus Licht, Glas und Bergen in eurem Foto ein!

Anreise nach Serfaus-Fiss-Ladis

Direttissima – Start:Zwölferkopf (2.596 Meter)
Höhenmeter:ca. 450 hm
Länge:ca. 1,5 km
Schwierigkeit:schwer (schwarz)
Gefälle:70 %

Es gibt drei Einstiegspunkte ins Skigebiet: die Bergdörfer Serfaus, Fiss und Ladis. Die Anreise ist sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto gut machbar.

Von München dauert die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwa 4,5 bis 5 Stunden. Über Innsbruck gelangt man mit dem Zug nach Landeck-Zams, von wo aus Skibusse ins Skigebiet fahren. Mit dem Auto beträgt die Fahrzeit von München etwa 3 bis 3,5 Stunden. Die Route führt entweder über Garmisch und den Fernpass oder über die Inntalautobahn nach Ried im Oberinntal, von wo aus eine Bergstraße nach Serfaus, Fiss und Ladis führt. Vom Allgäu (Fahrzeit: 2,5 bis 3 Stunden) gibt es verschiedene Anfahrtswege über den Fernpass oder den Bodensee.

In Serfaus muss das Auto außerhalb des Ortskerns geparkt werden, während in Fiss und Ladis Parkmöglichkeiten direkt an den Talstationen vorhanden sind. Der Startpunkt der Direttissima (Piste 56) liegt am Zwölferkopf auf 2.596 Metern. Am schnellsten erreicht ihr ihn von Fiss aus: Zuerst mit der Schönjochbahn 1 und 2 nach oben, dann über die rote Piste 21 bis zur äußeren Almbahn – und schon seid ihr da.

Start am Zwölferkopf auf fast 2.600 Metern

Schon beim ersten Blick wird klar: Die nächsten Pistenmeter haben es in sich. Direttissima – aus dem Italienischen für „direkteste Verbindung“ – beschreibt diese Abfahrt perfekt. Steil, kompromisslos und definitiv nichts für schwache Nerven!

Wir stehen am Zwölferkopf auf fast 2.600 Metern Höhe. Ein eisiger Wind pfeift uns um die Ohren, während unten im Tal ein sonniger, windstiller Skitag lockt. Vor uns ragen die majestätischen Gipfel der Samnaungruppe auf, das 360-Grad-Panorama ist schlicht atemberaubend.

Doch selbst, wer sich die steilste Piste des Skigebiets (noch) nicht zutraut, sollte den Gipfel nicht verpassen. Hier wartet nicht nur eine spektakuläre Aussichtsplattform, sondern auch der beeindruckende Crystal Cube. Der riesige, gläserne Würfel thront fast provokant in der verschneiten Landschaft – perfekt für eine Pause, bevor es ins 70 % Gefälle der Direttissima geht!

Podcast-Tipp


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Jetzt reinhören: In dieser Folge geht´s um das Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis in Österreich.

#11 Serfaus-Fiss-Ladis: Familien-Skigebiet Nr.1 in Tirol feat. Marius Quast Bucketlist – Dein Reisepodcast

Hier bekommen auch erfahrene Skifahrer weiche Knie

Genug Zeit geschunden. Jetzt führt kein Weg mehr an der schwarzen Piste vorbei. Und ehrlich gesagt, freue ich mich richtig darauf, dem Berg die Kante zu geben! Vor mir prangt das schwarze Schild mit der Aufschrift „Only Experts“. Kein Scherz – hier sollten wirklich nur erfahrene Skifahrer runter. Die steilste Piste von Serfaus-Fiss-Ladis trägt hier die Nummer 56.

Ich stehe an der Kante und blicke auf den fast senkrechten Hang unter mir. Wahnsinn, was wir mit zwei Brettern an den Füßen meistern können – dass wir hier tatsächlich runterfahren! Ich stoße mich ab und setze sofort meine erste Kante in den griffigen Schnee. Zack – Richtungswechsel! Gleich wieder die nächste Kante präzise in den Hang setzen. So geht es weiter, bis ich nach der steilsten Passage kurz stehen bleibe.

Boah, ganz schön heftig! Ich stehe breitbeinig in der Steigung, um nicht abzurutschen, und blicke nach oben. Der Hang türmt sich steil hinter mir auf. Krass – und da bin ich gerade runtergefahren? Ich atme tief die kalte Bergluft ein, ehe ich mich wieder abstoße und feste Schwünge in den Schnee ziehe. Zum Glück habe ich meine Kanten vorher geschärft!

Noch ein paar Schwünge, dann ist es geschafft: Nach 450 Höhenmetern und 1,5 Kilometern Abfahrt erreiche ich wieder die Ebene. Von hier geht es entspannter weiter zur Einmündung in die Kerbbodenabfahrt Nr. 60. Wer möchte, fährt weiter ins Tal. Aber nicht ich – ich biege gleich wieder rechts ab. Zurück auf den Zwölferkopf, um die Direttissima noch einmal zu bezwingen. Let’s go!

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Fazit

Die steilste Piste des Skigebiets, die Direttissima, ist ein absolutes Muss! Wer sportlich fährt, seine zwei Bretter sicher beherrscht und Lust auf eine ordentliche Portion Adrenalin hat, ist hier – auf durchschnittlich 70 % Gefälle – bestens aufgehoben! Doch nicht nur der Ausblick auf die Bergwelt ist atemberaubend. Besonders beeindruckend ist die hervorragende Schneequalität auf dieser fast senkrechten Abfahrt. Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie viel Aufwand es erfordert, sie so perfekt zu präparieren. Also los – Kanten schleifen und ab auf die Direttissima!

Lage

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