Hengifoss: Naturwunder und Wasserfall Islands

Der Hengifoss ist einer der höchsten Wasserfälle Islands und ein echtes Naturhighlight in Ostisland. Mit einer Fallhöhe von 128 Metern stürzt er in eine eindrucksvolle Schlucht oberhalb des Lagarfljótsees. Besonders markant sind die roten Tonlagen, die sich kontrastreich durch die dunklen Basaltsäulen im Hintergrund des Wasserfalls ziehen. Die Sehenswürdigkeit liegt abseits der bekannten Ringstraße und ist nur über einen Umweg erreichbar. Gerade weil die Region weniger besucht ist, erleben Reisende hier das ursprüngliche Island in beeindruckender Ruhe.

Lohnt sich die Tour zum Hengifoss-Wasserfall auf Island?

Der Hengifoss ist mit 128 Metern einer der höchsten Wasserfälle Islands und liegt malerisch oberhalb des Lagarfljótsees in Ostisland. Besonders eindrucksvoll sind die roten Ton- und Basaltschichten in den Felswänden, die dem Wasserfall eine einzigartige Kulisse verleihen. Ein gut ausgeschilderter, aber teilweise unbefestigter Wanderweg führt in etwa 1 bis 1,5 Stunden hinauf, vorbei am ebenfalls sehenswerten Litlanesfoss mit seinen markanten Basaltsäulen.

Die Strecke verläuft durch eine Schlucht, ist 4,7 Kilometer lang (Hin- und Rückweg) und in rund 1 Stunde und 45 Minuten zu bewältigen. Die Tour ist als mittelschwer einzustufen, da sie mit 338 Höhenmetern zwar stetig bergauf führt, aber nicht zu lang ist.

Fototipp: Vom Litlanesfoss aus hast du die Möglichkeit, beide Wasserfälle auf einem Foto festzuhalten. Die geradlinigen Basaltsäulen im Vordergrund sorgen dabei für eine spannende Bildkomposition. Am Ende des Weges kannst du deinen Standpunkt für ein Foto zwar kaum variieren, bekommst den Hengifoss dafür aber aus nächster Nähe vor die Linse.

Anreise zum Hengifoss Wasserfall auf Island

Strecke:4,7 km (Hin- und Rückweg)
Höhenmeter:338 hm
Gehzeit:1:45 Stunden
Fallhöhe:128 m
Besonderheit:zweit­höchster Wasserfall in Island

Vom internationalen Flughafen Keflavík bei Reykjavík (KEF) dauert die Fahrt zum Hengifoss etwa 9 Stunden. Die Strecke verläuft größtenteils über die südliche Ringstraße (Route 1), die ganzjährig befahrbar ist und keine Mautgebühren erfordert.

Ab Egilsstaðir führt eine gut ausgebaute Nebenstraße entlang des Lagarfljótsees bis zum Parkplatz am Startpunkt der Wanderung. Dort gibt es eine Infotafel, Toiletten und eine Parkgebühr von 1.000 ISK (ca. 7 €) pro Fahrzeug.

Öffentliche Verkehrsmittel fahren nicht bis zum Hengifoss. Wenn du ohne Mietwagen unterwegs bist, kannst du besonders in den Sommermonaten in Egilsstaðir an geführten Touren teilnehmen. Insgesamt empfehle ich jedoch die Anreise mit dem Mietwagen, um flexibel durch die abgelegene Region Ostislands zu reisen. Besonders im Frühling und Herbst solltest du dabei die aktuellen Straßenverhältnisse im Blick behalten.

Der frühe Vogel hat den Hengifoss für sich alleine

Ich stehe früh gegen 6:30 Uhr auf, um dem Besucheransturm zur Mittagszeit zuvorzukommen. Besonders in der Hochsaison von Mai bis September ist das ein echter Vorteil. Festes Schuhwerk ist Pflicht, da der Weg weitgehend unbefestigt und bei Nässe rutschig ist. Eine Windjacke schützt vor dem oft böigen Wind in der Schlucht.

Kamera und Weitwinkelobjektiv lohnen sich unbedingt – besonders am Aussichtspunkt, wenn du möglichst viel von der Schlucht auf dem Foto festhalten möchtest. Außerdem solltest du Trinkwasser nicht vergessen, da es unterwegs keine Versorgungsmöglichkeiten gibt.

Auch interessant: Die berühmte Ringstraße Nr. 1

Ein atemberaubender Blick auf den Hengifoss, den zweithöchsten Wasserfall Islands, der in eine beeindruckende Schlucht mit markanten roten und dunklen Gesteinsformationen stürzt.
©Martin Valigursky

Vom Parkplatz aus hinein in die Schlucht

Schon vom Parkplatz aus ist der Hengifoss in der Ferne zu erkennen, was direkt zum Loslaufen motiviert. Die ersten Höhenmeter sind dank stabiler Treppenstufen gut zu bewältigen. Danach wird der Weg unbefestigt, bleibt aber weitgehend frei von Hindernissen und ist klar ausgeschildert. Der Pfad führt stetig bergauf in eine beeindruckende Schlucht.

Dabei verläuft die Route immer auf der linken Seite des Flusses, der sich vom Wasserfall talwärts ergießt. Bereits nach kurzer Zeit öffnen sich rückblickend weite Ausblicke über das Tal und auf die markanten Basaltsäulen des Litlanesfoss. Schon aus der Ferne sind die typischen roten Gesteinsschichten im Hengifoss zu erkennen.

Der Hengifoss in seiner ganzen Pracht

Am Ende des Wanderwegs erreichst du eine hölzerne Aussichtsplattform am Fuße des Hengifoss. Sie bietet einen spektakulären Blick auf den Wasserfall, jedoch ohne direkten Zugang, da im Canyon Steinschlaggefahr besteht. Kurz vor dem Ziel verläuft der Weg teilweise über Holzbohlen, um die empfindliche Vegetation der Umgebung zu schützen. Besonders eindrucksvoll wirkt der Hengifoss, wenn die Sonne von hinten scheint und den Wasserfall in warmes Licht taucht. Die roten Tonlagen im dunklen Gestein leuchten dann besonders intensiv.

Die Plattform selbst bietet nur wenige Möglichkeiten für variierende Perspektiven – doch das Motiv ist eindrucksvoll genug. Ich habe mich auf das Holzgeländer gesetzt und das Zusammenspiel von Wasser und Licht beobachtet. Der Rückweg führt auf derselben Strecke zurück bergab.

Auch interessant: Islands verborgenes Wasserfall-Juwel

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Fazit

Der Besuch des Hengifoss lohnt sich absolut. Für mich war er nach zwei Monaten in Island sogar der beeindruckendste Wasserfall der gesamten Reise – und in Island gibt es viele davon! Besonders faszinieren mich die roten Gesteinsschichten, die sich kontrastreich durch die dunklen Basaltsäulen ziehen. Gerade für Fotografie-Fans bietet sich hier ein spektakuläres Motiv, das sich klar von anderen Wasserfällen im Land abhebt. Der Hengifoss liegt im ruhigeren Osten und ist deshalb noch nicht so überlaufen wie viele Highlights im Westen der Insel.

Wenn du im Osten unterwegs bist, solltest du mit einem Geländewagen unbedingt die Vulkanregion Askja besuchen und in Bakkagerði die Papageitaucherkolonie beobachten. Natürlich darf auch ein Besuch am Lake Mývatn nicht fehlen – ebenso wenig wie ein Abstecher zum wasserreichsten Wasserfall Europas, dem Dettifoss.

Lage

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