Behringer Heide: Geheimtipp in der Lüneburger Heide

Unbekannte Pfade in der Lüneburger Heide? Kaum zu glauben, aber ja, die gibt es! Mit ihren offenen, lilafarbenen Heideflächen und urigen Wacholderbüschen verzaubert die Behringer Heide jeden, der durch sie schlendert. Neben eindrucksvollen Highlights findet man hier eine unglaubliche Ruhe, um fernab der bekannten Orte wie dem Wilseder Berg zu entspannen und auf einsamen Wanderwegen zu wandern. Ich nehme euch mit auf einen 6 Kilometer langen Rundweg und zeige euch, was ihr auf dieser weiten Heidefläche erleben könnt.

Lohnt sich ein Besuch der Behringer Heide?

Die Behringer Heide befindet sich in Niedersachsen nahe Bispingen und ist Teil des Naturschutzgebiets Lüneburger Heide. Bis 1994 diente sie als kleiner Teil des Manövergebiets englischer Truppen, die seit 1963 im Rahmen des Soltau-Lüneburg-Abkommens in Niedersachsen stationiert waren. Anschließend wurde das Heidegebiet renaturiert und durch das sogenannte regelmäßige „Entkusseln“ vor dem Ausbreiten von Kiefern und Birken bewahrt.

Die Lüneburger Heide wurde 1921 als erster Naturpark in Deutschland gegründet und umfasst die größten zusammenhängenden Heideflächen Mitteleuropas zwischen der Elbe und der Aller. Heutzutage ist die Behringer Heide für die weiten Wanderwege und die lilafarbene Heideblütenzeit beliebt, doch auch außerhalb dieser Saison bietet sie ein außergewöhnliches Ausflugsziel. Neben dem typischen Heidekraut wachsen in der Behringer Heide Wacholdersträucher und Birken, die die Landschaft harmonisch abrunden. Entlang der Behringer Heide verläuft der 223 Kilometer lange Heidschnuckenweg.

Fototipp: Um die beste Stimmung der Heideblüte einzufangen, empfiehlt es sich, den Besuch auf den frühen Morgen oder den späten Nachmittag zu legen, wenn das Licht weich und schräg einfällt. So lassen sich die lilafarbenen Blüten der Heide besonders intensiv einfangen, und der Morgennebel kreiert eine mystische Stimmung.

Anreise zur Behringer Heide

Lage:Zentral in Lüneburger Heide, Nahe der A7
Anreise:Pkw/ÖPNV
Must-Do:Rundwanderung
Gut zu wissen:Ehemaliges Manövergebiet
Beste Reisezeit:Lila Heideblüte im Sommer

Die Behringer Heide ist sowohl mit dem Auto als auch öffentlichen Verkehrsmitteln an der Haverbecker Straße erreichbar. Mit dem Auto gelangt man über die A7 (Abfahrt Soltau-Ost) in etwa einer Stunde von Hamburg oder Hannover zur Behringer Heide. Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Wanderparkplatz, der direkten Zugang zur Behringer Heide bietet.

Wer ohne Auto anreist, kann mit dem Zug nach Soltau fahren und von dort aus den saisonalen Heide-Shuttle (Achtung, nur in den Sommermonaten!) nutzen. Die Busse sind oft mit Fahrradanhängern ausgestattet, was es ermöglicht, die Heide auch per Rad zu erkunden.

Idyllische Aussichtspunkte und imposanter Schafstall 

Wir starten unsere 6 Kilometer lange Rundtour am Vormittag durch die Behringer Heide vom Wanderparkplatz aus und tauchen sofort in eine ruhige Stille ein. Sobald man die ersten Schritte auf den sandigen Wegen macht, fühlt man sich wie in eine andere Welt versetzt – fernab vom Stadtlärm und der Hektik des Alltags.

Während wir entlang der lilafarbenen Sträucher schlendern, machen wir Stopps an Picknickbänken, Bienenkörben und kleinen Aussichtspunkten über die weite Landschaft. Schließlich entdecken wir einen imposanten Schafstall – den Bockelmann’s Schafstall – der ein tolles Fotomotiv bietet. Er dient als Stall für Heidschnucken, die täglich als Landschaftspfleger in der Heide unterwegs sind. In der Ferne können wir bereits ein weiteres interessantes Gebäude sehen, auf das wir zusteuern.

Von der Behringer Heide auf den Heidschnuckenweg

Besonders cool finde ich, dass man bei diesem Rundweg den bekannten Heidschnuckenweg, einen der schönsten Wanderwege Deutschlands, kreuzt und einige Meter auf ihm spazieren kann. Während ich das idyllische Landschaftsbild und die Ruhe genieße, kommen wir an ursprünglichen Heideflächen vorbei und unterhalten uns darüber, welche Arbeit hinter den typischen Heideflächen und dem „Entkusseln“ steckt. Kussel sind junge Hölzer, die dabei aus der Heide entfernt werden.

Freudig erreichen wir eine alte Moorkirche, die mitten in der Landschaft auftaucht und in die wir neugierig hineinschauen. Auch die kleinen Naturseen, die wir im hinteren Teil des Rundwegs entdecken, machen diesen Ausflug zu etwas ganz Besonderem. Entspannt kehren wir zum Wanderparkplatz zurück, und ich möchte unbedingt wiederkommen – denn in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden, wenn der Nebel über der Heide schwebt, ergibt die Kulisse ein atemberaubendes Bild, das ich einfangen möchte.

Auch interessant: Wilseder Berg – Wanderung ins Herz der Lüneburger Heide

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Lüneburger Heide (Region) (@lueneburgerheide)

Fazit

Die Behringer Heide ist mit ihren weiten Heideflächen, den typischen Wacholdersträuchern und malerischen Wanderwegen ein tolles Ausflugsziel. Bei einem Besuch in der Behringer Heide erwarten dich Ruhe und Entspannung. Besonders beeindruckend sind die idyllische alte Moorkirche und Bockelmann’s Schafstall, die ihr im Naturschutzgebiet der Lüneburger Heide entdecken könnt.

Egal, ob für eine ausgedehnte Wanderung oder einen kurzen Spaziergang – die Behringer Heide ist immer eine Reise wert. Um den Besuch in der Lüneburger Heide zu erweitern, empfehle ich außerdem, den Wilseder Berg und den Baumwipfelpfad Heide Himmel zu erkunden.

Lage

Praktische Links

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Auch interessant

Wir benachrichtigen dich, sobald neue Beiträge erscheinen!

Entdecke mehr von HOME of TRAVEL

Wir benachrichtigen dich, sobald neue Beiträge erscheinen!

Weiterlesen