Kaiser-Max-Grotte: Über Hängebrücke zur Höhle bei Innsbruck

Der Grottensteig in Zirl zählt zu den spektakulärsten Kurzwanderungen bei Innsbruck. Ziel ist die eindrucksvolle Kaiser-Max-Grotte. Die geheimnisvolle Naturhöhle mitten in der steilen Martinswand ließ schon den Namensgeber Kaiser Maximilian erstaunen. Der schmale, gut gesicherte Steig führt immer am Fels entlang und belohnt Schwindelfreie mit atemberaubenden Ausblicken ins Inntal. Mittendrin wartet ein weiteres Highlight: eine Hängebrücke. Traust du dich, sie zu überqueren?

Lohnt sich die Tour zur Kaiser-Max-Grotte in Zirl bei Innsbruck?

Die Kaiser-Max-Grotte (auch Maximiliansgrotte genannt) thront rund 200 Meter über dem Inntalboden in der steilen Martinswand bei Zirl – nur etwa 15 Minuten von Innsbruck entfernt. Sie ist über den kurzen, aber sehr eindrucksvollen Grottensteig erreichbar. Startpunkt ist der kostenpflichtige Parkplatz am Roten Kreuz in Zirl. Von dort führt ein etwa 1,5 Kilometer langer Weg immer eng am Fels entlang und oberhalb des Steinbruchs hinauf zur Naturhöhle.

Benannt ist die Höhle nach Kaiser Maximilian I., der im 15. Jahrhundert häufig zur Jagd in der Region unterwegs war. Der „letzte Ritter“ soll die markante Grotte als Rastplatz genutzt haben. Informationstafeln entlang des Weges erzählen dir mehr über den geschichtlichen Hintergrund und die Umgebung. Der gesamte Steig wurde 2015 saniert und mit einem stabilen Metallgeländer gesichert. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und festes Schuhwerk sind unerlässlich. Aufgrund möglicher Steinschläge wird zudem das Tragen eines Helms empfohlen.

Fototipp: Gleich zwei Spots bieten sich perfekt für beeindruckende Fotos an: die Hängebrücke und die Höhle selbst! Mit dem Weitwinkelmodus auf dem Handy lässt sich die imposante Dimension der Kaiser-Max-Grotte besonders gut einfangen.

Anreise zum Grottensteig in Zirl

Strecke:ca. 3,4 km (hin & zurück)
Höhenmeter:ca. 256 hm
Gehzeit:ca. 1 – 2 Stunden
SchwierigkeitMittel
Eintrittkostenlos

Der Ausgangspunkt des Grottensteigs ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar: Ab dem Innsbrucker Marktplatz oder Hauptbahnhof verkehren regelmäßig Busse in Richtung Zirl – mit Haltestellen in der Nähe des Parkplatzes am Roten Kreuz. Alternativ bringt euch die S4 (Richtung Telfs-Pfaffenhofen) in nur 13 Minuten zum Bahnhof Zirl. Von dort erreicht ihr den Startpunkt der Wanderung zu Fuß in etwa 20 Minuten.

Mit dem Auto seid ihr von Innsbruck aus in etwa 15 Minuten vor Ort. Die Route führt über die Inntalautobahn bis zur Ausfahrt Zirl-Ost, von dort weiter Richtung Rot-Kreuz. Dort befindet sich ein kostenpflichtiger Parkplatz. Ab hier ist der Steig bereits ausgeschildert.

Wanderung hoch über dem Steinbruch von Zirl

Die Wanderung beginnt entspannt auf einem Forstweg. Nach etwa 15 Minuten erreichen wir eine Treppe mit zwei großen Schildern: „Trittsicherheit/Schwindelfreiheit erforderlich“ und „Steinschlaggefahr“. Der Grottensteig ist zwar gesichert, dennoch können sich Steine von der überhängenden Felswand lösen. Wir steigen die kurze Treppe hinauf, dann geht es ein Stück durch lichten Wald. Nach wenigen Minuten öffnet sich die Landschaft.

Vor mir leuchtet der weiße Fels der Martinswand – und man sieht schon den schmalen Pfad, der sich oberhalb des Steinbruchs am Hang entlangzieht! Ich bin sehr dankbar für das Geländer, denn rechts geht es steil hinunter. Der Ausblick ist genial: Tief unter uns das sattgrüne Inntal, und in der Ferne ragen beeindruckende Berge auf. Schon hier wird klar: Diese Tour ist zwar kurz, aber dafür umso eindrucksvoller.

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Die Hängebrücke bringt selbst sichere Beine ins Wanken

Nach rund 20 Minuten auf dem schmalen Steig entlang des Felsens taucht sie vor uns auf: mein zweites persönliches Highlight neben der Grotte – die etwa fünf Meter lange Hängebrücke. Als ich den ersten Fuß auf das Gitter setze, wird mir leicht schwummrig. Obwohl sie aus massivem Metall besteht, schwingt sie bei jedem Schritt leicht mit. Tieeef unter uns: der Steinbruch – Adrenalinschub garantiert!

Auf der anderen Seite angekommen, hast du wieder festen Boden unter den Füßen. Jetzt führt der Weg über einen lose befestigten Anstieg. Ihr solltet vorsichtig gehen, um nicht auszurutschen. Anschließend geht es wieder am Fels entlang. Als wir um die Ecke eines Felsvorsprungs biegen, liegt sie plötzlich direkt vor uns: ein mächtiges Loch im Gestein – die Maximiliansgrotte! Der Anblick ist wirklich imposant. Im Fels sind Treppenstufen eingelassen, die wir noch hinaufsteigen – und schon stehen wir mitten in der Höhle. Bereit für den Ausblick?

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Die Grotte – gewaltig, still und voller Ausblick

Die Dimensionen sind beeindruckend: Die Grotte ist rund 26 Meter breit und 19 Meter hoch. An der Höhlenwand hängt ein großes Holzkruzifix, und direkt vor dem Abgrund steht ein weiteres, imposantes Kreuz. Dahinter eröffnet sich der Blick ins Inntal – mit einem herrlichen Bergpanorama im Hintergrund. Besonders markant: die zackigen Kalkkögel, auch bekannt als die „Dolomiten Nordtirols“. Ich setze mich für einen Moment auf die Bank und genieße den Ausblick.

In der Höhle wird es recht schnell kühl – also mache ich mich wieder auf den Rückweg. Der verläuft auf der gleichen Route wie der Aufstieg, wirkt aber ganz anders. Aus der neuen Perspektive fallen mir viele Details in der Landschaft auf, die mir vorher entgangen sind. Nach insgesamt knapp zwei Stunden, inklusive der Pause in der Höhle, bin ich zurück am Parkplatz. Ein wirklich schönes Ausflugsziel!

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Fazit

Der Grottensteig zur Kaiser-Max-Grotte ist für mich das perfekte Ausflugsziel in der Nähe von Innsbruck. Die Tour ist nicht besonders lang und damit konditionell gut machbar – vorausgesetzt, man ist trittsicher, schwindelfrei und sich möglicher Steinschläge bewusst. Ansonsten ist der Weg gut gesichert und auch für Familien mit bergaffinen Kindern geeignet. Highlights wie die Hängebrücke, der schmale Steig direkt am Fels und natürlich die beeindruckende Grotte machen die kurze Wanderung zu einem echten Erlebnis. Packt was zu essen ein, denn eine Hütte gibt es hier nicht.

Zur Grotte führt auch ein Klettersteig. Er zählt zu den schwierigeren Routen (ab Schwierigkeitsgrad D) und ist nur etwas für wirklich erfahrene und sportliche Kletterer. Wer nach der Grotte noch Lust auf mehr Natur hat: Die nahegelegene Ehnbachklamm ist definitiv einen Abstecher wert. Viel Spaß!

Lage

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