Kampong Trach: Geheimnisvolle Höhlen in Kambodscha

Bist du bereit, eine unbekannte Seite Kambodschas zu entdecken? Im Süden des Landes wartet ein ganz besonderes Abenteuer auf dich: Kampong Trach. In diesem Karstberg findest du drei faszinierende Höhlen, die kaum jemand kennt. Hier verschmelzen Natur, Kultur und Abenteuer zu einem Erlebnis, das du nie vergessen wirst. Bist du bereit für ein Abenteuer in unterirdischen Wasserhöhlen und engen Felsspalten?

Lohnt sich der Besuch der Höhlen von Kampong Trach? 

Die Kampong-Trach-Höhlen liegen rund 40 Kilometer östlich von Kampot, nahe der vietnamesischen Grenze. Dieses Karsthöhlensystem beeindruckt mit wunderschönen Gesteinsformationen und alten buddhistischen Schreinen. Die Größe des Höhlensystems von Kampong Trach ist bislang kaum dokumentiert. Dennoch dienten die Höhlen einst als Zufluchtsort in Kriegszeiten und werden bis heute als heilige Stätte verehrt.

Besonders der Wat-Kiri-Sela-Tempel gilt als einzigartiger Pilgerort für viele einheimische Buddhisten. Wer also Kultur und Natur liebt, sollte dieses perfekte Abenteuer nicht verpassen. Mein persönliches Highlight: das Schwimmen in der Wasserhöhle.

Fototipp: Die Aussicht von der obersten Höhle raubt einem fast den Atem – ein absoluter Top-Fotospot. Wer außerdem eine Drohne hat, sollte unbedingt den Wat-Kiri-Sela-Tempel aus der Luft festhalten. Dieser Tempel ist wirklich einzigartig und bietet eine Aussicht, die vor allem aus der Vogelperspektive zum besonderen Highlight wird.

Anreise nach Kampong Trach

Lage:Kambodscha, Kampot
Anreise:Scooter/Tuk-Tuk
Must-See:Wat Kiri Sela (Tempel)
Wichtig:Lange Kleidung für die Tempel
Must-Do:Schwimmen in Wasserhöhle

Kampong Trach liegt in der Provinz Kampot, nahe der Stadt Kep im Südosten des Landes. Die meisten Reisenden übernachten in Kampot, da die Stadt ein idealer Ausgangspunkt ist, um viele Sehenswürdigkeiten in der Provinz zu erkunden. Wer Ruhe und Nähe zum Meer sucht, kann auch in Kep unterkommen. Dort sind die Unterkünfte jedoch meist etwas teurer.

Die Höhlen von Kampong Trach sind leicht erreichbar. Am flexibelsten bist du mit einem gemieteten Scooter – am besten direkt in Kampot mieten –, aber auch ein Tuk-Tuk ist eine gute Alternative, vor allem, wenn man nicht selbst fahren möchte. Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten von Kampot und 30 Minuten von Kep und führt durch eine wunderschöne Landschaft mit Reisfeldern, Karstbergen und kleinen Dörfern.

Eintritt und Parken sind kostenlos. Doch Vorsicht: Es kommt vor, dass Betrüger Eintritt verlangen. Zieh festes Schuhwerk an, denn in den Höhlen gibt es einige Kletterpassagen. Für den Tempel gilt: lange Kleidung mitbringen. Zu guter Letzt natürlich Badesachen und Kamera nicht vergessen!

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Die vergessenen Höhlen von Kampong Trach

Die erste Höhle übersieht man leicht, denn von außen wirkt sie eher wie ein unscheinbarer Steinhaufen. Der Abstieg ist ziemlich beschwerlich, doch genau das ist Teil des Abenteuers. Wir klettern weiter, und plötzlich eröffnet sich vor uns ein geheimer Naturpool, versteckt inmitten der steinernen Umarmung des Berges. Türkisblaues Wasser schimmert hinter den Felsen hervor.

Unten angekommen, springen wir ohne Zögern hinein. Das Wasser ist sauber und angenehm erfrischend. Zunächst teilen wir uns den Pool mit einheimischen Kindern. Wir spielen, machen Wasserbomben und lachen. Nach einer Weile haben wir die Wasserhöhle sogar ganz für uns allein. Direkt neben der Wasserhöhle gibt es eine steile Steintreppe, die zu einer weiteren Höhle führt. Der Weg ist kaum erkennbar, und stellenweise muss man sogar klettern. Am Eingang der Höhle angekommen, blicken wir auf ein Panorama, das uns den Atem verschlägt: saftig grüne Felder und Bäume umgeben die imposanten Karstberge. Einfach wow!

Durch einen schmalen Spalt gelangen wir in eine riesige Kammer. Gigantische Tropfsteine ragen aus den Wänden, der Kalkstein schimmert in allen Farben – von Orange bis Grün –, und das Echo unseres Staunens hallt von allen Ecken wider. Unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen.

Der verborgene Tempel Wat Kiri Sela

Unser Tag ist noch nicht vorbei. Auf der anderen Seite des Berges liegt eine weitere Höhle. Als wir ankommen, herrscht reges Treiben. Viele Einheimische scheinen auf einer Art Pilgerreise zu sein. In der Höhle befindet sich nämlich der Wat-Kiri-Sela-Tempel. Wir schließen uns an und folgen den Pilgern durch den dunklen Höhleneingang ins Innere des Berges. Plötzlich stehe ich in einer anderen Welt. Ich bin mitten im Berg, in einem riesigen Hohlraum und von hohen, mit Pflanzen überwucherten Felswänden umgeben. Bäume wachsen hier, und über mir erblicke ich den blauen Himmel. Bin ich in einer anderen Dimension gelandet?

Eigentlich handelt es sich hierbei um eine sogenannte Doline – eine trichterförmige Senke, die vor allem in Karstlandschaften entsteht. Also keine fremde Dimension, sondern Mutter Natur.
Die Doline öffnet sich zu einem Netzwerk kleinerer Höhlen, die sich wie ein verzweigtes Straßensystem in alle Richtungen ziehen. In jeder Kammer stoßen wir auf glänzende Buddha-Statuen und Opfergaben. Die Luft ist erfüllt von Räucherstäbchen, deren Rauchschwaden den Ort noch mystischer wirken lassen. Wir spüren sofort, dass dieser Ort voller Bedeutung ist. Für die Menschen hier ist es ein heiliger Rückzugsort, für uns ein magischer Moment, in dem wir nicht nur Zuschauer, sondern Teil von etwas Größerem sein dürfen.

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Fazit

Kambodscha hat unzählige wunderschöne Ecken, doch Kampong Trach ist einer meiner Lieblingsorte. Jede einzelne dieser Höhlen lädt zu einem komplett anderen Abenteuer ein. Meine Erwartungen wurden weit übertroffen.
Nicht nur die beeindruckende Landschaft und die vielseitige Natur, auch die kulturellen Eindrücke im Wat-Kiri-Sela-Tempel und die Begegnung mit den einheimischen Kindern in der Wasserhöhle machten diesen Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis. Daher würde ich diesen Ort jedem Reisenden ans Herz legen.

Ein weiteres meiner Highlights in Kampot ist die Green Cathedral – eine wunderschöne Wasserstraße, die mit dem Kajak erkundet werden kann. Hier fühlt man sich wie auf einer Entdeckungsreise durch den Amazonas. Definitiv das i-Tüpfelchen auf jeder Kampot-Reise.

Lage

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