Königstour in Seefeld: Gratwanderung der Extraklasse

Vom Seefelder Joch auf über 2.000 Metern Höhe eröffnet sich ein atemberaubender Blick: Unter dir das Seefelder Plateau, um dich herum die schroffen Gipfel des Karwendels. Genau hier startet unsere Gratwanderung. Die Seefelder Spitze ist schnell erreicht – doch danach wird es sportlich und anspruchsvoll: Über eine lange Leiter kraxeln wir auf den nächsten Gipfel. Von oben erspähen wir schon unser Ziel, die Nördlinger Hütte. Trägt die Königstour-Wanderung ihren Namen zu Recht?

Lohnt sich die Königstour in Seefeld?

Startpunkt der Königstour ist an der Talstation der Bergbahnen Rosshütte. Wer mag, kann von hier aus zum Seefelder Joch aufsteigen – wir sind heute gemütlicher unterwegs und entscheiden uns für die pinke Standseilbahn. Hoch geht es dann auf 2.064 Meter. Direkt an der Bergstation gibt’s das erste beeindruckende Panorama: das sonnenverwöhnte Seefelder Plateau, dahinter türmen sich Karwendel, Wetterstein und Mieminger Kette in den Himmel auf.

Die Wanderung startet schließlich an der Bergstation Richtung Seefelder Spitze (2.220 m). Der Weg über den Grat ist traumhaft! Insgesamt führt die rund 5 Kilometer lange Strecke etwa 500 Höhenmeter auch über schmale, teils ausgesetzte und felsige Pfade mit kleineren Kletterpassagen – alpine Erfahrung und Trittsicherheit sind daher unbedingt erforderlich. Highlights der Tour sind vor allem der markante Gipfel der Reither Spitze (2.373 m) und die wohlverdiente Einkehr in der Nördlinger Hütte (2.230 m). Die reine Gehzeit beträgt etwa 3 Stunden.

Fototipp: Der beste Spot für ein Foto liegt auf dem Grat zwischen Seefelder Joch und Seefelder Spitze. Nutzt das Weitwinkel und lasst euch am besten auf der Leiter fotografieren.

Anreise nach Seefeld in Tirol

Ausgangspunkt:Seefelder Joch
Strecke:ca. 5 km
Höhenmeter: 500 hm
Gehzeit:ca. 3 Stunden
Einkehr:Nördlinger Hütte (2.230 m)

Der Ausgangspunkt der Tour liegt an der Talstation der Bergbahnen Rosshütte in Seefeld in Tirol. Wer mit dem Auto anreist, folgt der A12 Inntalautobahn bis zur Ausfahrt Zirl-Ost oder Telfs-Ost und fährt dann weiter Richtung Seefeld. Von Deutschland aus ist keine Vignette nötig, solange man über Garmisch-Partenkirchen kommt. Direkt bei der Talstation befindet sich der Parkplatz P19 – dort stehen kostenpflichtige Stellplätze zur Verfügung.

Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Anreise unkompliziert: Der Bahnhof Seefeld in Tirol liegt rund 15 Gehminuten von der Bergbahn entfernt und ist regelmäßig per Regionalzug von Innsbruck oder Garmisch erreichbar. Zusätzlich verkehrt ein Ortsbus, der bis zur Talstation fährt.

Panorama-Auffahrt zum Seefelder Joch

Wir parken unser Auto an der Talstation der Bergbahnen Rosshütte und nehmen die pinke Standseilbahn hinauf zum Seefelder Joch. Diese bringt uns in wenigen Minuten auf über 2.000 Meter! Schon während der Fahrt eröffnet sich uns ein beeindruckender Blick über das Seefelder Plateau.

Oben angekommen, weht uns die klare Bergluft um die Nase. Vor uns liegt der schmale Grat hin zur Seefelder Spitze, dahinter ragen Karwendel, Wetterstein und das Inntal in die Höhe – ein richtiges Postkartenpanorama!

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Über den Grat zur Seefelder Spitze

Der Wanderweg steigt gleich an und führt uns immer am Grat entlang in Richtung des ersten Gipfels. Der Steig ist gut markiert und technisch gut machbar. Ich liebe ja solche Wege, auf denen man auf einem Bergrücken entlangwandert!

Rechts liegt Seefeld, links haben wir freien Blick in die Berge der Karwendelregion. Hier wird die Tour schon ihrem Namen gerecht – wir fühlen uns wie Könige, als wir am Gipfelkreuz der Seefelder Spitze stehen. Aber es wird sogar noch besser!

Zustieg zur Reither Spitze hat es in sich

Während der Weg bis hierhin auch gut für weniger alpin-erfahrene Wanderer machbar war, sollten spätestens jetzt nur geübte und gut ausgerüstete Bergwanderer weitergehen. Der Weg wird zunehmend anspruchsvoller: Zunächst geht es weiter über den Grat, anschließend über schmale Geröllfelder bis zum Bergsattel. Hier könnten wir eine Kletterpassage zur Reither Spitze wählen, entscheiden uns aber für die leichtere Variante. Doch auch die hat es in sich.

Wir krempeln die Ärmel hoch, nehmen die Hände zur Hilfe und ziehen uns an den kalten Felsen nach oben. Und dann taucht sie plötzlich auf: die metallene Leiter! Definitiv ein weiteres Highlight auf der Königstour. Rund 10 Meter überwinden wir auf ihr den Höhenunterschied – und erreichen schließlich das Gipfelkreuz der Reither Spitze, geschmückt mit bunten Gebetsfahnen. Von hier aus genießen wir einen beeindruckenden 360-Grad-Rundumblick und erspähen schon unser nächstes Ziel: die Nördlinger Hütte. Bei Kaspressknödeln und Bergblick lassen wir es uns dort später gutgehen.

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Fazit

Nach der Einkehr geht’s entspannt zurück: In etwa einer Stunde wandern wir von der Nördlinger Hütte zur Bergstation der Härmelekopfbahn. Wer möchte, kann auch diesen letzten Abschnitt zu Fuß zurücklegen – oder die gemütliche Fahrt mit der Pendelbahn genießen. Unten steigen wir wieder in die Standseilbahn, die uns bequem zum Parkplatz bringt.

Die Königstour zählt wohl zu den eindrucksvollsten Wanderungen bei Seefeld in Tirol. Die Gratwanderung von der Bergstation der Rosshütte über die Reither Spitze bis zur Härmelekopfbahn ist einfach genial! Wer trittsicher ist, alpine Erfahrung mitbringt und keine Höhenangst hat, wird mit grandiosen Ausblicken belohnt.

Wir haben zwei Bergbahnen als Aufstiegshilfe genutzt – wer mehr Zeit mitbringt, kann die Tour natürlich auch komplett zu Fuß gehen. In der Umgebung warten noch viele weitere lohnenswerte Ausflugsziele. Wie wär’s zum Beispiel mit entspannter Erholung im Olympiabad Seefeld und den dortigen Saunen?

Lage

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