Mount Fuji-Blick vom Arakurayama Sengen Park in Japan

Kaum ein Ort verkörpert den japanischen Frühling so sehr wie der Arakurayama Sengen Park. Der Anblick blühender Kirschbäume vor der Chureito-Pagode mit dem Mount Fuji im Hintergrund garantiert Gänsehaut. Die Kombination aus diesen drei Elementen lockt Besucher aus aller Welt an. Doch am Ende wartet eben eine lange Warteschlange mit Hunderten von Touristen. Lohnt sich der Besuch dennoch?

Lohnt sich der Besuch im Arakurayama Sengen Park in Japan?

Die Chureito-Pagode im Arakurayama Sengen Park in Fujiyoshida wurde 1963 als Friedensdenkmal erbaut und ist etwa 20 Meter hoch. Weltberühmt wurde sie durch den Aussichtspunkt oberhalb der Pagode, von dem aus man einen einzigartigen Blick auf die Pagode, die Stadt und den Mount Fuji genießt. Mit rund 3776 Metern ist er der höchste Berg Japans.

Der Weg zum Aussichtspunkt dauert etwa 10 bis 15 Minuten und führt über 398 Stufen. Die Strecke misst insgesamt rund einen Kilometer für Hin- und Rückweg. Die beste Reisezeit ist im Frühling zur Kirschblüte oder im Herbst, wenn das bunte Laub die Szenerie besonders eindrucksvoll macht.

Fototipp: Oben am Aussichtspunkt gibt es eine Plattform, von der aus du das beste Foto von der Chureito-Pagode, den blühenden Kirschbäumen und dem Mount Fuji machen kannst. Während der Kirschblütenzeit sind Wächter vor Ort, die jeweils etwa 80 Touristen gleichzeitig für fünf Minuten auf die Plattform lassen. Die Wartezeit kann dabei mehr als 90 Minuten betragen.

Anreise zum Arakurayama Sengen Park

Lage:Fujiyoshida, Japan
Beste Reisezeit:Frühling/Herbst
Eintritt:kostenlos
Must-See:Blick auf den Mount Fuji
Wartezeit:bis zu 90 Minuten und mehr

Der Arakurayama Sengen Park liegt in Fujiyoshida, rund 120 Kilometer südwestlich vom Flughafen Haneda (HND) entfernt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert die Anreise etwa zweieinhalb bis drei Stunden.

Am besten nimmst du zunächst einen Zug in Richtung Shinjuku im Westen Tokios. Von dort geht es mit der Chuo-Linie weiter bis Otsuki. Anschließend steigst du in die Fuji Kyuko Line und fährst bis zur Station Shimoyoshida. Ab hier erreichst du das Eingangstor, den Arakura Sengen Shrine, in etwa zehn Gehminuten. Die Fahrt bietet bereits unterwegs großartige Ausblicke auf den Fuji. Der öffentliche Nahverkehr in Japan ist zuverlässig, sicher, günstig und gut ausgeschildert, also ideal für Individualreisende.

Drohnen im Arakurayama Sengen Park verboten

Das Schöne an diesem Highlight: Der anstrengendste Teil liegt bereits hinter dir, sobald du am Arakurayama Sengen Park ankommst. Die Anreise aus dem geschäftigen Tokio kann durchaus kräftezehrend sein, besonders in einer so riesigen Metropole. Doch vor Ort ist alles angenehm unkompliziert.

Es wird kein Eintritt verlangt, spezielle Ausrüstung ist nicht nötig und die gut ausgebauten Treppen lassen sich mit nahezu jedem Schuhwerk problemlos bewältigen. Auch für den kleinen Hunger ist gesorgt, da zahlreiche Essensstände am Eingang liegen. Deine Drohne kannst du übrigens getrost im Hotel lassen, denn das Fliegen ist hier nicht erlaubt.

Eine spirituelle Welt liegt hinter dem roten Torii-Tor

Beim Betreten des Parks fällt mir sofort das lebendige Treiben ins Auge: Überall stehen abgestellte Fahrräder von Besuchern, die vom nahegelegenen Kawaguchi-See hergeradelt sind. Am Eingang reihen sich bunte Essensbuden aneinander, aus denen Düfte nach frisch gegrilltem Yakitori und dampfendem Matcha-Tee strömen. Direkt daneben erhebt sich ein imposantes rotes Torii, ein markantes Symbol, das den Übergang in eine spirituelle Welt ankündigt.

Dahinter beginnen die ersten der 398 Treppenstufen, die sich steil durch den Wald in Richtung Gipfel winden. Von hier aus ist die Pagode noch nicht zu sehen. Schon am Vormittag Mitte April ist der Ort gut besucht: Touristen mit schweren Kameras und erwartungsvollen Blicken strömen hinauf, angezogen von der Kirschblüte und dem ikonischen Aussichtspunkt.

Nur 5 Minuten Zeit am Aussichtspunkt im Arakurayama Sengen Park

Nach 90 Minuten ist es endlich so weit. Jetzt, in der Frühlingszeit, stehen Wächter an der Aussichtsplattform und haben ein fünfminütiges Rotationssystem etabliert. Mit ungefähr 80 anderen Touristen werde ich auf die hölzerne Plattform gelassen. Die Zeit wird streng eingehalten, und jeder steht dicht gedrängt an der Absperrung, um das perfekte Foto zu schießen. Ich nutze die ersten zwei Minuten, um ein paar Fotos und Selfies als Andenken zu machen. Dabei ist die Kombination aus der leuchtend roten Pagode, dem noch schneebedeckten Gipfel des Fuji und der strahlenden Sonne wirklich magisch.

Ich packe mein Handy weg und genieße die Atmosphäre um mich herum. Das geschäftige Treiben der anderen Touristen steht im Gegensatz zum sonst so entspannten Japan. An diesem fast wolkenlosen Tag strahlt der Fuji in voller Pracht, und die Pagode scheint regelrecht zu leuchten. Diese fünf Minuten sind kurz, aber intensiv. Ein Moment, den ich so schnell nicht vergessen werde.

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Fazit

Der Besuch der Chureito-Pagode im Arakurayama Sengen Park lohnt sich absolut für jeden Japan-Reisenden, der das perfekte Foto mit dem Mount Fuji und den Kirschblüten machen möchte. Trotz der oft langen Wartezeiten ist der Ausblick unvergesslich und einzigartig. Außerhalb der Kirschblütenzeit sind übrigens deutlich weniger Touristen unterwegs, sodass die Wartezeit entsprechend kürzer ausfällt.

Für alle, die den Trubel vermeiden wollen, ist der weniger bekannte Aussichtspunkt Obuchi Sasaba eine tolle Alternative. Hier hast du einen seltenen Blick auf den Fuji mit Teeplantagen im Vordergrund. Außerdem empfehle ich einen Tagesausflug zum nahegelegenen Kawaguchi-See.

Lage

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