Es ist einer der am dichtesten besiedelten Wohnkomplexe der Welt – das Monster Building in Hongkong. Hier drängen sich zahllose Wohnungen, Balkone, Klimaanlagen und Wäscheleinen auf engstem Raum. Der Gebäudekomplex steht sinnbildlich für Urbanisierung, Raumknappheit und den Überlebenswillen in der pulsierenden Megastadt Hongkong. Vielleicht hat sich dieser besondere Ort auch deshalb zu einer der Top-Sehenswürdigkeiten der Metropole etabliert.
Lohnt sich der Besuch am Monster Building in Hongkong?





Das Monster Building ist ein gewaltiger Wohnkomplex im Stadtteil Quarry Bay in Hongkong und gilt als Sinnbild für extreme Bevölkerungsdichte und Urbanisierung. Es wurde in den 1960er-Jahren erbaut und besteht aus fünf Blöcken mit jeweils 18 Stockwerken. Insgesamt beherbergt der Komplex, der auch als Yick Cheong Building bekannt ist, rund 10.000 Menschen, die sich auf 2.243 Wohneinheiten verteilen.
Aufgrund seiner Architektur zählt das Gebäude zu den beliebtesten kostenlosen Touristenattraktionen und ist ein Hotspot für Fotografen. Der Grund hierfür ist vor allem seine dramatische, fast surreale Fassadenstruktur, die häufig in Filmen und auf Social Media zu sehen ist.
Fototipp: Der bekannteste Ort, um Fotos vom Monster Building zu machen, ist der Innenhof des Komplexes. Im hinteren Bereich befindet sich eine Treppe, auf der der Fotograf ein paar Stufen hinabsteigen kann. Eine weitere Person kann sich oberhalb der Treppe positionieren – so hat der Fotograf die Person mit dem Gebäude im Hintergrund im Bild. Verzichtet aber auf Blitze, um möglichst niemanden zu stören.
Anreise zum Monster Building in Hongkong
| Lage: | Quarry Bay, Hongkong Island |
| Erbaut: | 1960er- Jahre |
| Bewohner: | knapp 10.000 Menschen |
| Wohnungen: | 2.243 |
| Foto-Spot: | Innenhof |
Das Monster Building befindet sich im Stadtteil Quarry Bay auf Hong Kong Island, rund 45 km vom Hong Kong International Airport (HKG) entfernt. Mit dem Taxi dauert die Fahrt je nach Verkehr etwa 45 Minuten und kostet rund 450 HKD (ca. 50 €), inklusive möglicher Mautgebühren.
Weniger komfortabel, aber deutlich günstiger ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Die nächstgelegene MTR-Station ist Tai Koo (Ausgang B), nur wenige Gehminuten vom Gebäude entfernt. Alternativ kann man auch an der Station Quarry Bay aussteigen.
Der Zugang zum bekannten Innenhof, dem beliebtesten Fotospot, ist nicht ausgeschildert. Man gelangt dorthin durch einen schmalen Durchgang neben kleinen Shops und Imbissen. Dabei wirkt der Eingang von außen eher unscheinbar.
Auch interessant: Die besten Sehenswürdigkeiten in Taiwan



Monster Building ist kein klassisches Touristenziel
Gar nicht mal so leicht, den Eingang zum Innenhof des Monster Buildings zu finden! Im Zweifel fragt einfach Einheimische, achtet aber darauf, eine respektvolle Haltung gegenüber den Anwohnern zu wahren. Am Ende ist das hier eben kein klassisches Touristenziel, sondern vor allem Wohn- und Lebensraum.
Ich betrete den Innenhof des Monster Buildings und fühle mich sofort erdrückt. Von allen vier Seiten ragen hohe, schmale Gebäude empor und lassen mich winzig erscheinen. Es sind nur wenige Touristen hier, die sich mit Kameras zwischen den Mauern verirrt haben. Der Ort wirkt gar nicht wie eine typische Sehenswürdigkeit, da um mich herum Eingänge zu Shops, Druckereien, Restaurants und sogar einem Friseur sind.
10.000 Menschen leben im Monster Building
Ich setze mich auf die untere Stufe der Treppe und lasse meinen Blick über die Balkone schweifen. Klimaanlagen hängen in chaotischen Reihen neben Wäscheleinen, die vom Regen durchnässt sind. Ich frage mich, wie viele Menschen auf so engem Raum leben – dicht aneinander, inmitten dieser urbanen Dichte. Später erfahre ich, dass rund 10.000 Menschen diesen Gebäudekomplex ihr Zuhause nennen.
Ein Foto darf natürlich nicht fehlen. Ich stelle mich so, dass ich vor der Treppe stehe, die hinabführt. Im Hintergrund erstrahlen die knallbunten Balkone in verschiedenen Farben. Auffällig sind auch die Hinweisschilder, die überall an den Wänden hängen und Verhaltensweisen einfordern – respektvoll zu sein, die Privatsphäre zu wahren und auf Lautstärke zu achten. Diese Schilder machen deutlich, dass hier Menschen leben und es sich nicht um einen gewöhnlichen touristischen Aussichtspunkt handelt.
Auch interessant: Die 50 gefährlichsten Städte der Welt
Fazit
Dieser Ort verkörpert viele Facetten von Hongkong und ist definitiv ein Must-see, wenn man mehr über die Menschen hier verstehen möchte – sofern man sich respektvoll verhält. Wer gerne fotografiert und urbane Motive liebt, wird das Monster Building definitiv auf seine Bucketlist packen müssen. Die dichte, symmetrische Struktur bietet beeindruckende Fotoperspektiven.
In Hongkong warten weitere Highlights, wie die anspruchsvolle Wanderung zum Suicide Cliff mit Panoramablick über die Stadt. Gemütlicher geht es bei einer Fahrt mit der historischen, doppelstöckigen Straßenbahn zu – ein echtes Hongkong-Erlebnis!
Schreibe einen Kommentar