Palmengarten: Frankfurts exotische Pflanzenwelten

Ich stehe in den Waldlandschaften des Tropicariums und möchte mich mit einer Machete durch die verschiedenen Waldtypen der Erde schlagen. Genau dieses Gefühl ist hier mitten im Großstadtdschungel Frankfurt am Main im Palmengarten möglich. Hier findet ihr ein sehenswertes Ausflugsziel mit einem weitläufigen Außengelände, vielen blühenden Pflanzen und sogar einem Teich zum Bootfahren. Dazu gibt es weitere Attraktionen wie riesige Gewächshäuser mit verschiedenen exotischen Waldtypen und ein Schmetterlingshaus mit vielen bunten Faltern.

Lohnt sich der Besuch im Palmengarten Frankfurt?

Der Palmengarten in Frankfurt am Main, 1871 gegründet, gehört zu den größten botanischen Gärten in Deutschland. Auf einer Fläche von etwa 20 Hektar bietet er eine vielfältige Sammlung an Pflanzenarten aus der ganzen Welt, einschließlich tropischer und subtropischer Gewächse. Besucher können Themengärten wie den Rosengarten oder den Steingarten erkunden. Besonders beeindruckend sind die Gewächshäuser, darunter das 5.000 m² große Tropicarium mit verschiedenen Waldtypen. Das Schmetterlingshaus, in dem im April und Oktober bunte Schmetterlinge umherfliegen, ist ein weiteres Highlight. Der Palmengarten bietet zudem regelmäßig kulturelle Veranstaltungen, darunter Konzerte und Vorträge.

Fototipp: Für die vielen Details wie Blüten, Dornen und Blattstrukturen benötigt man ein leichtes Teleobjektiv mit guter Naheinstellungsgrenze. Ein richtiges Makro-Objektiv wäre sogar am besten. Um die Schmetterlinge während der Flatterzeit zu fotografieren, hilft ebenfalls ein Teleobjektiv und viel Geduld. Ab und zu halten sie still.

Anreise zum Palmengarten in Frankfurt am Main

Lage:Frankfurt am Main
Geöffnet:ganzjährig
Anreise:ÖPNV
Tropicarium:5.000 m² großes Gewächshaus
Beste Reisezeit:Schmetterling »Flatterzeit« im April und Oktober

Vom Hauptbahnhof Frankfurt mit den Linien U4, U6, U7 bis zur Station Bockenheimer Warte fahren. Das dauert nur 3 Minuten. Von dort sind es noch etwa 400 Meter zu Fuß bis zum Eingang in der Palmengartenstraße. Die Buslinien M36, 50, 75 fahren auch zum Eingang Palmengartenstraße.

Für Autofahrer gibt es eine gebührenpflichtige Tiefgarage direkt unter dem Palmengarten. Die Adresse für das Navi lautet Parkhaus Palmengarten, Siesmayerstraße 63.

Weitläufiges Außengelände mit saisonalen Highlights

Das Außengelände im Palmengarten ist riesig. Weitläufige Wege, die entlang von botanischen Highlights führen, sind angelegt. Alle paar Meter gibt es etwas zu entdecken, von kleinen Bachläufen über ein kleines Bambus-Wäldchen bis hin zu Dahlien und exotischen Farnen.

Im hinteren Bereich gibt es ein Haus mit winterharten Pflanzen aus den alpinen Regionen. In kargen Steingärten wachsen Seidelbaste und Edelweiß. Von dort sieht man auch die Skyline von Frankfurt hinter den Bäumen hervorschauen. Es ist so grün überall, dass man fast vergessen könnte, sich mitten in einer Großstadt zu befinden.

Entlang der Wege stehen immer wieder, teilweise über 100 Jahre alte Bäume, imposante Eichen, Ahorne sowie seltene Koniferen. Je nach Jahreszeit gibt es saisonal unterschiedliche Höhepunkte. Für den Rosengarten komme ich jedoch etwas zu früh. Alles ist wunderschön angelegt, doch sie blühen noch nicht. Der große Brunnen mit den Wasserfontänen lädt erst einmal zu einer kurzen Pause ein.

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Die magische »Flatterzeit« im Schmetterlingshaus

Im Blüten- und Schmetterlingshaus ist es sehr warm. Auch die Luftfeuchtigkeit scheint hoch zu sein, denn nach ein paar Minuten kommt man ins Schwitzen. Hier gibt es das ganze Jahr über viele Blütenpflanzen zu sehen.

Ein Besuch im April und Oktober lohnt sich besonders, denn dann ist die „Flatterzeit“. Scheinbar tausende bunte Falter fliegen durch das Gewächshaus. Ein absolut verzaubernder Anblick – man kann es kaum glauben.

Die blauen Falter sind am größten. Mit schätzungsweise 10–15 cm Spannweite fliegen sie den Besuchern um die Köpfe. Mit etwas Beobachtungsgabe findet man heraus, wo sie am liebsten sitzen, und kann sich in Position für ein Foto bringen. Dafür benötigt man aber etwas Geduld. Das Spiel der Schmetterlinge ist faszinierend; alleine hier könnte man Stunden verbringen.

Palmengarten

Ein paar Eindrücke aus dem Frankfurter Palmengarten. Hört ihr die Vögel zwitschern?

Tropicarium: Eine Weltreise durch die Wälder dieser Erde

Das Highlight für mich ist das Tropicarium. In den 14 zusammenhängenden Gewächshäusern werden Pflanzen aus aller Welt in ihrer natürlichen Umgebung gezeigt. Innerhalb kürzester Zeit erlebt man eine Reise von immergrünen Tieflandregenwäldern über Mangroven zu Trockenwäldern und Savannen.

Staunend steht man vor riesigen Palmblättern, Kakaobäumen und Bananenpflanzen. Üppige, fleischige Blätter ragen in die Wege hinein. Mimosen ziehen sich beim Anfassen zurück, und Kakteen strecken sich mehr als 5 Meter hoch in die Höhe.

In jedem der Häuser herrscht ein anderes Klima, von trocken und heiß bis feucht und etwas kälter. Hier kommt man sich wirklich vor wie in einer anderen Welt und fühlt sich fast wie im Dschungel.

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Fazit

Den grünen Palmengarten mit seinen exotischen Gewächsen und dem weitläufigen Außengelände würde man in einer Großstadt kaum vermuten. Toll angelegte Themengärten faszinieren mit einer imposanten Blütenpracht und, je nach Saison, mit wechselnden Highlights. Die „Flatterzeit“ der Schmetterlinge im April und Oktober ist ein Spektakel für sich und ein absolut bezauberndes Erlebnis. Hier gibt es so viel zu entdecken, dass man locker einen halben Tag verbringen kann, ohne dass es langweilig wird.

Also eine absolute Empfehlung für alle, die eine grüne Oase suchen und sich von Schmetterlingen und üppigen Pflanzenwelten verzaubern lassen wollen. An Wochenenden ist hier natürlich viel los. Für Kinder gibt es im hinteren Teil einen Spielplatz und im Sommer auch einen Wasserspielplatz.

Wer noch mehr Pflanzen sehen möchte, kann in den Botanischen Garten gegenüber gehen. Der Eintritt ist frei. Dort gibt es verschiedene Biotop-Anlagen, in denen Pflanzen in natürlichen Pflanzengemeinschaften gezeigt werden, sowie ein Naturklo.

Lage

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