Das Adrenalin schießt mir in die Adern! Damit habe ich heute bei meiner klassischen Touri-Schlossberg-Erkundung in der österreichischen UNESCO-Welterbestadt Graz wirklich nicht gerechnet. Direkt neben dem Uhrturm am Schlossberg wartet mit „The Slide“ die längste Indoor-Rutsche der Welt – 64 Meter hoch, 175 Meter lang, voller Kurven, Speed und Überraschungen. Statt Grazer Stadtpanorama und steirischer Gemütlichkeit gibt’s also Adrenalinrausch und Nervenkitzel. Und ganz ehrlich: So wild rutscht man sonst normalerweise nicht durch einen historischen Berg.
Lohnt sich die Abfahrt auf der Schlossbergrutsche „The Slide“ in Graz?



„The Slide“ ist mit einer Länge von 175 Metern und einer Höhendifferenz von 64 Metern die längste Indoor-Rutsche der Welt. Sie befindet sich im Schlossberg in Graz, direkt unter dem bekannten Uhrturm, und wurde im Jahr 2019 eröffnet. Der Rutschvorgang dauert rund 40 Sekunden, dabei erreicht man eine Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h.
Startpunkt ist ein gewölbeartiger Einstieg im Inneren des Schlossbergs. Die Erlebnisrutsche zählt zu den außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und verbindet auf originelle Weise Sightseeing mit Action und Nervenkitzel. Wer Lust auf einen Adrenalinkick hat, sollte sich das nicht entgehen lassen!
Fototipp: Wenn du mit dem gläsernen Schlossberglift hinauffährst, kannst du die Rutsche in voller Pracht sehen – ein echtes Highlight schon vor dem Start. Erinnerungsfotos von der wilden Rutschpartie werden vom Veranstalter direkt im unteren Drittel der Strecke geschossen. Mein persönlicher Tipp: Augen weit aufreißen und fett grinsen – ob ihr euch das Adrenalin-Gesicht danach wirklich kaufen wollt, ist natürlich ganz euch überlassen.
Anreise zur Schlossbergrutsche in Graz
| Lage: | Schlossberg Graz |
| Anreise: | Schlossbergbahn, Lift oder zu Fuß |
| Länge: | 170 Meter |
| Geschwindigkeit: | bis zu 25 km/h |
| Höhe: | 64 Meter |
Graz ist als Landeshauptstadt der Steiermark hervorragend ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Ab Wien ist man in etwa 2,5 Stunden dort, ab München geht’s mit einer Direktverbindung in rund 6 Stunden zum Grazer Hauptbahnhof.
Vor Ort kommt man mit Bus, Straßenbahn oder dem sehr gut ausgebauten Radwegenetz bequem ins Stadtzentrum – ideal also auch für einen autofreien Ausflug. Der Schlossberg liegt mitten in der Altstadt.
Um zum Einstieg der Rutsche zu gelangen, gibt es mehrere Optionen: Direkt vom Schlossbergplatz führt ein steiler Treppenweg hinauf – da verdient man sich die spaßige Abfahrt definitiv. Alternativ geht’s mit dem gläsernen Schlossberglift oder der Schlossberg-Standseilbahn auf den Stadtberg. Kleiner Tipp: Die Standseilbahn ist Teil des öffentlichen Verkehrs. Falls ihr euch also sowieso schon Stundentickets für Bus oder Straßenbahn gekauft habt, werden diese regulären Tickets der Grazer Linien hier akzeptiert. Tickets für die Schlossbergrutsche „The Slide“ gibt’s vor Ort oder online – sogar mit vorab Platzreservierung.
Mit der Standseilbahn auf den Schlossberg
Für einen Besuch der Schlossbergrutsche braucht man nicht viel – außer Lust auf ein bisschen Action! Alles, was man beim Rutschen nicht verlieren will, sollte gut verstaut sein. Rucksäcke oder kleinere Taschen darf man übrigens einfach mit in die Rutsche nehmen – kein Stress also mit Schließfächern oder Ähnlichem.
Da wir ohnehin ein Tagesticket der Grazer Linien gekauft haben, fahren wir mit der Standseilbahn auf den Schlossberg. Beim Spaziergang über den Dächern von Graz wusste ich noch nicht, was mich nur wenige Minuten später erwartet.
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Neben dem Uhrturm lauert der Nervenkitzel
Ich mache gerade noch ein klassisches Foto vom Uhrturm und schmunzle über die vertauschten Zeiger. Kleiner Fun-Fact: Der kleine Zeiger des Uhrturms zeigt die Minuten an, der große die Stunden. Da sticht mir direkt daneben das Schild mit der Aufschrift „Schlossbergrutsche“ ins Auge.
Ein paar steile Treppen führen hinunter in ein gewölbeartiges Untergeschoss, das fast ein bisschen geheimnisvoll wirkt. Meine Neugier ist sofort geweckt. Als ich dann auch noch lese: „Längste Indoor-Rutsche der Welt“, ist mir klar: Da muss ich runter! Ich bin leicht nervös und freue mich gleichzeitig wie ein kleines Kind. Der angedachte gemütliche Stadtbummel wird also jetzt richtig spannend!
175 Meter pures Rutschvergnügen
Ich greife mir eine Matte vom Stapel und stelle mich gespannt in die Reihe. Kurze Zeit später legt ein Mitarbeiter die Matte an den Start der dunklen Röhre, ich stecke meine Füße in die vordere Tasche der Matte. Hände fest am Haltegriff, kurz durchatmen – dann wird die Ampel grün: Los geht’s! Die ersten Meter auf der Schlossbergrutsche sind zwar dunkel, aber noch eher harmlos. Doch dann nimmt das Ganze Fahrt auf. Die Kurven kommen schneller als gedacht, und plötzlich wird es richtig intensiv.
Ich spüre förmlich, wie ich die Augen aufreiße und gleichzeitig grinse. Der Tunnel ist teilweise beleuchtet, teilweise pechschwarz, was die Überraschungsmomente noch verstärkt. Nach etwa 40 Sekunden bremst die Matte sanft ab, ich komme unten an – und habe ein Kribbeln im Bauch, das man sonst von der Achterbahn kennt. Wer hätte gedacht, dass man mitten in Graz so viel Adrenalin tanken kann?
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Fazit
Die Schlossbergrutsche in Graz ist zwar schnell vorbei – aber bleibt mir lange im Gedächtnis. Wenn es euch wie mir geht und ihr beim Sightseeing Lust auf etwas Unerwartetes habt, werdet ihr hier definitiv fündig. Die Kombination aus charmantem Stadtpanorama und plötzlichem Adrenalinkick ist einzigartig. Für mich war es das Highlight des Tages – gerade weil ich nicht damit gerechnet hatte.
Danach kann man entspannt weiter durch die Altstadt schlendern oder z. B. zur schwimmenden Murinsel auf einen Kaffee. Wer mehr erleben will: Die Lurgrotte, Österreichs größte Tropfsteinhöhle, oder der Grazer Hausberg Schöckl bieten Natur, Ruhe und neue Perspektiven – ganz nah an der Stadt.
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