Tiefblaues Wasser, schroffe Felsen und ein Gletscherblick, der sprachlos macht – der Schwarzsee bei Sölden ist ein echtes Highlight im hinteren Ötztal. Auf fast 3.000 Metern bringt euch diese Wanderung in eine andere Welt der Ötztaler Alpen, die aus einer unfassbar imposanten Natur besteht – Abkühlung inklusive! Und das Beste: Man startet entspannt mit der Langeggbahn in Sölden.
Lohnt sich die Wanderung zum Schwarzsee im Ötztal?






Die Wanderung zum Schwarzsee (2.959 m) zählt zu den schönsten Seilbahnwanderungen rund um Sölden. Dank der Auffahrt mit der Langeggbahn lässt sich diese Tour ganz entspannt starten. Ohne große Anstrengung gelangst du auf fast 3.000 Meter Seehöhe und befindest dich plötzlich in einer völlig anderen Welt.
Schroffe Gipfel, grüne Wiesen und tiefblaue Bergseen bilden hier eine eindrucksvolle Kulisse. Besonders der Schwarzsee ist durch seine abgeschiedene Lage und intensive Farbe ein echtes Naturjuwel – perfekt für eine kurze, aber spektakuläre Auszeit in den Alpen.
Fototipp: Den besten Blick auf den See bekommst du vom höchsten Punkt der Tour. Wenn du am linken Ufer ein paar Höhenmeter weiter aufsteigst, eröffnet sich ein traumhaftes Panorama. Von dort siehst du nicht nur den Schwarzsee von oben, sondern hast gleichzeitig den Rotkogl im Bild.
Anreise zum Ausgangspunkt der Tour
| Strecke: | 4 km |
| Höhenmeter: | 310 hm |
| Gehzeit: | 2,5 Stunden |
| Höchster Punkt: | 2.959 m |
| Berg- und Talfahrt: | gratis mit Summer-Card |
Um zum Ausgangspunkt der Tour zu gelangen, startest du aus Sölden am besten mit dem Auto. Dieses kannst du direkt oberhalb von Sölden nahe der Langeggbahn parken.
Von dort erreichst du den Einstieg bequem per Sessellift. Die Auffahrt ist Teil der Ötztal Summer Card, die bei vielen Unterkünften kostenlos erhältlich ist. Alternativ kannst du zu dem Lift natürlich auch mit einem E-Bike rauffahren und dich damit für die Wanderung schon mal ein wenig warm machen. Auf der Strecke legst du 3,5 Kilometer und knapp 600 Höhenmeter zurück.
Wer lieber mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, fährt mit dem Bus zur Giggijochbahn. Auch diese ist in der Summer Card enthalten. Von dort musst du allerdings mit rund einer Stunde zusätzlicher Gehzeit rechnen, bis du den ursprünglichen Ausgangspunkt erreichst. Egal, für welche Variante du dich entscheidest – oben angekommen, beginnt die eigentliche Tour mit traumhaften Aussichten und alpinem Feeling an der Rotkoglhütte.
Vorbereitung für die Wanderung zum Schwarzsee
Da es sich bei der Tour um eine kurze und eher einfache Wanderung handelt, musst du für die Wanderung nicht extra früh starten. Begrenzt ist die Zeit für die Wanderung lediglich durch die Liftbetriebszeiten von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr.
Zur Pflichtausrüstung zählen richtige Wanderschuhe und wärmere Wanderklamotten. Denn nicht unterschätzen: Auch wenn du im Tal bei 20 Grad startest, sieht die Temperatur auf fast 3.000 Höhenmetern nochmal ganz anders aus!
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Schroffe Felsen, blaue Bergseen
Schon der erste Blick nach dem Ausstieg aus dem Sessellift ist besonders: Links türmen sich graue Felswände, während direkt vor mir Schafe auf grünen Almwiesen grasen. Nur wenige Minuten später erreichst du einen türkisblauen Speichersee, der mit seiner intensiven Farbe sofort ins Auge sticht. Der Pfad führt sanft ansteigend weiter bis zum Schwarzsee. Die Umgebung wirkt fast surreal – so stark sind die Kontraste zwischen dem Blau des Sees, dem Grün der Wiesen und den imposant aufragenden Felsen.
Die letzten Meter geht es über steileres, gerölliges Gelände nach oben. Nach einer halben Stunde Aufstieg stehst du plötzlich vor einem der höchstgelegenen Bergseen der Alpen – tiefblau, spiegelglatt und von massiven Gipfeln eingerahmt. Die Höhe macht sich bemerkbar: Die Luft ist klar und kühl, genauso wie das Wasser des Sees. Der Schwarzsee liegt ruhig eingebettet zwischen den steilen Felsflanken des Schwarzkogls und des Rotkogls. Ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst.
Beeindruckende Tour auf fast 3.000 Metern
Am Seeufer ist die Tour noch nicht zu Ende. So schön der Blick von dort auf den Schwarzsee auch ist, das eigentliche Highlight wartet ein paar Meter weiter oben. Links neben dem Ufer führt ein Pfad über große Felsbrocken, die noch leicht mit Schnee bedeckt sind, hinauf zu einem schottrigen Wanderweg. Der Weg steigt steil an und nach einigen Höhenmetern teilt er sich – hier ist der Wendepunkt der Tour, bevor es wieder zurückgeht.
Wenn du dich an dieser Stelle umdrehst und den Blick zurück auf den See wirfst, möchtest du am liebsten gar nicht mehr weg. Von hier oben eröffnet sich eine völlig neue Perspektive: Die Farben des Sees wirken noch intensiver, die umliegenden Gipfel erscheinen noch massiver und imposanter.
Wer möchte, kann von hier noch den Gipfel des Schwarzkogls anhängen. Für alle anderen geht es auf demselben Weg zurück. Vor dem Abstieg lohnt sich eine kurze Pause am Ufer des Sees. Auf einer der Bänke kannst du dich ausruhen – oder die Füße ins eiskalte (!) Wasser halten, wenn du mutig bist.
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Fazit
Diese Tour ist ideal für alle, die in kurzer Zeit und auf einer eher leichten Wanderung viel erleben möchten. Die Kombination aus Seilbahnfahrt, angenehmem Aufstieg und spektakulärem Panorama macht den Schwarzsee zu einem echten Highlight im Ötztal. Besonders die landschaftliche Vielfalt entlang der Strecke – von blühenden Almwiesen bis hin zu steinigen Hochgebirgslandschaften – sorgt für jede Menge Abwechslung.
Wer noch genügend Kondition und Zeit hat, kann den zusätzlichen Anstieg zum Gipfel des Schwarzkogls in Angriff nehmen. Doch auch ohne Gipfelerlebnis bietet die kurze Wanderung so viele Eindrücke, dass die Kamera am Ende garantiert gut gefüllt ist.
Generell hat das hintere Ötztal eine Menge zu bieten – von entspannten Wanderungen über Klettersteige bis hin zu anspruchsvollen alpinen Touren. Für alle, die die Berge lieben, lohnt sich ein Besuch also nicht nur im Winter. Auch ein Sommer im Ötztal ist absolut empfehlenswert.
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