Tarifa: Weltberühmtes Kite-Paradies Spaniens

Was für eine geniale Kitesurf-Session! Geschafft, aber glücklich lege ich das Board beiseite. Das spanische Tarifa verspricht ein echtes Paradies für Kitesurf-Profis. Am Playa de Los Lances pfeift der Wind so heftig, dass hier sogar regelmäßig Weltmeisterschaften stattfinden. Doch auch Anfänger finden an einigen Spots sowie in zahlreichen Kiteschulen und Kitecamps super Bedingungen. Hohe Wellen, entspannte Vibes und ein lebendiges Nachtleben – ist der Hype um die kleine Stadt am Atlantik berechtigt?

Lohnt sich Kitesurfen am Strand von Tarifa?

Tarifa ist eine Kleinstadt an der Südspitze Spaniens, direkt an der Straße von Gibraltar. Die Bedingungen sind ideal für Wassersport, was sich auch an den zahlreichen Kite- und Surfshops zeigt. Das Städtchen bietet außerdem ein lebendiges Nachtleben, und bis weit in die Nacht hinein könnt ihr in den kleinen spanischen Tapas-Bars den Vibe der Stadt aufsaugen.

Dank der geografischen Lage zwischen Atlantik und Mittelmeer herrschen hier ganzjährig stabile Windverhältnisse. Besonders der Levante ist bekannt für seinen stetigen, starken Wind. Nur fünf Minuten außerhalb der Stadt liegt der Spot Playa de Los Lances – ein breiter Sandstrand, der als einer der besten Kitesurf-Spots Europas gilt. Internationale Wettkämpfe finden hier regelmäßig statt, entsprechend richtet sich der Spot eher an fortgeschrittene Kiter. Übernachten könnt ihr in einem der zahlreichen Kitecamps.

Fototipp: Wenn du ein cooles Foto von dir selbst am Kite-Spot möchtest, geh am besten kurz vor Sonnenuntergang an den Playa – das warme Licht sorgt für eine richtig schöne Stimmung!

Anreise nach Tarifa

Lage:Süd-Spanien
Beste Reisezeit:April bis Oktober
Windtypen:Levante & Poniente
Level:Fortgeschritten bis Profi
Anfänger:zahlreiche Kiteschulen

Die Anreise nach Tarifa ist sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto gut möglich. Wer mit dem Flugzeug nach Spanien anreist, wählt am besten die Flughäfen Málaga (ca. 150 km) oder Gibraltar (ca. 45 km). Von dort fahren regelmäßig Fernbusse und Shuttles nach Tarifa – besonders gut vernetzt ist der Busbahnhof in Algeciras, von dem aus es mehrmals täglich Verbindungen gibt.

Mit dem Auto erreichst du Tarifa über die gut ausgebaute Autobahn A-7, gefolgt von der N-340 entlang der Küste. Maut fällt auf der Strecke in der Regel nicht an. Vor Ort lohnt sich ein Mietwagen vor allem dann, wenn du flexibel verschiedene Kitespots oder Wandergebiete in der Umgebung erkunden möchtest. Parkplätze gibt es in und um Tarifa; in der Hauptsaison solltest du aber früh dran sein, um einen Platz in Strandnähe zu ergattern.

Auch erfahrene Kitesurfer besser mit Coach zu Beginn

Wir sind ganz entspannt in den Tag gestartet – ohne eigenes Kite-Equipment, denn vor Ort lässt sich alles bequem bei einer der vielen Kiteschulen ausleihen. Neoprenanzug, Kiteschirm, Harness und Board bekommen wir direkt von unserem Kiteguide.

Wichtig zu wissen: Der Levante-Wind ist nicht nur extrem stark, sondern auch ablandig und häufig böig. Deshalb empfehle ich selbst erfahrenen Kitern mindestens eine supervised Session, bei der jemand dich im Blick hat – und im Notfall mit dem Boot einspringt, wenn du abtreibst oder dein Board nicht mehr erreichst. Wer sich noch nicht ganz sicher fühlt, sollte unbedingt eine Lesson bei lokalen Kitesurf-Guides buchen. Der Spot kann definitiv seine Tücken haben.

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Jede Menge Wind zur Begrüßung

Schon beim Verlassen des Kitecamps spüren wir, was uns gleich am Playa de Los Lances erwartet: Wind. Und zwar richtig viel davon! Die Haare wehen mir um die Ohren, und der Sand tut schon fast weh auf der Haut. Aber deshalb sind wir ja hier – viel Wind an einem der besten Kitesurfspots der Welt. Wir laufen die wenigen Minuten zum Strand, und sobald wir das geschützte Pinienwäldchen verlassen, werden meine Augen geblendet vom weiten, weißen Sandstrand.

Der Atlantik glitzert in der Sonne, der Himmel ist tiefblau. Am Rand stehen zahlreiche Camper, mit Surfboards an der Seite festgezurrt, und am Strand pumpen die ersten Kiter schon die Schirme auf. Wir treffen unseren Kitelehrer, der uns zuerst den Spot erklärt: ablandiger Wind, starke Böen, volle Konzentration gefragt. Dann geht’s los – mit dem Kite unterm Arm, ab ins Wasser. Bin schon etwas aufgeregt…

Allein auf dem Atlantischen Ozean

Konzentriert ziehe ich den Schirm auf 12 Uhr, steige aufs Brett und lenke meinen Kite ins Windfenster. Zack – der Wind zieht mich nach vorne und ich gleite übers Wasser. Was für ein Gefühl: Vor mir nur das blaue Meer – und ich mittendrin! Der Wind ist genial, und ich kann nach einigen Wendungen zum Aufwärmen schon gleich daran gehen, meine Sprünge zu üben. Der Wind ist stark genug, um mich einige Meter in die Lüfte zu befördern.

Ich trage einen Helm, an dem ein Walkie-Talkie festgemacht ist, über das mir der Kitelehrer Tipps gibt, damit die Sprünge besser klappen. Und er gibt mir auch Tipps, wenn der Wind gegen Mittag etwas ungemütlicher wird. Denn sobald der Levante etwas nachlässt, kommt er in Böen und ist ziemlich gusty. Bei diesen Windbedingungen musst du wissen, wie du den Kite steuerst, damit er nicht vom Himmel fällt. Deshalb auch meine Empfehlung: von Anfang an den Kitetag mit Profis verbringen.

Nach ein paar Runs bin ich ziemlich fertig und brauche eine Pause am Ufer. Ich setze mich in den warmen Sand und beobachte die anderen Kiter. Die Profis sind einfach unglaublich! Beim nächsten Mal will ich mir unbedingt eine Kitemeisterschaft anschauen, die hier regelmäßig stattfindet.

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Fazit

Kitesurfen in Tarifa ist absolut empfehlenswert! Die Natur ist wunderschön, der Strand bietet feinen, weichen Sand, und der Wind weht konstant – perfekt für Fortgeschrittene. Für Anfänger gibt es ruhigere Spots. Wegen des ablandigen Winds rate ich zu einer Kiteschule oder dem Üben mit erfahrenen Kitern.

Am Abend lohnt sich ein Abstecher ins nahegelegene Tarifa: Tapas essen, Musik genießen und den Erzählungen anderer Surfer lauschen. Nicht verpassen: den Aussichtspunkt, an dem sich Mittelmeer und Atlantik treffen – ein faszinierender Anblick!

Lage

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