Wer die interessantesten Orte und Städte der USA besuchen möchte, sollte ein Reiseziel nicht verpassen: die Metropole Miami in Florida. Zu ihren Attraktionen zählen neben Traumstränden auch vielseitige, multikulturelle Stadtviertel. Doch auch Sehenswürdigkeiten wie einzigartige Museen überraschen und begeistern die Besucher. Ein Ausflugsziel vor den Toren der Stadt ist zudem einer der bekanntesten Nationalparks der USA. Im Folgenden verraten wir euch unsere besten Reisetipps für Miami.
Top-Sehenswürdigkeiten in Miami im Überblick
Miami ist nach Jacksonville die zweitgrößte Stadt Floridas und liegt an der Südostküste des US-Bundesstaats. Wer sie für eine Millionenstadt hält, irrt sich jedoch, denn sie zählt nur rund 460.000 Einwohner. In der Metropolregion hingegen leben etwa 5,5 Millionen Menschen. Dank ihrer Lage am Atlantik sowie an der Mündung des Miami River und der Biscayne Bay bietet Miami traumhafte Strände, Küstenabschnitte und Uferpromenaden. Dazu zählen der berühmte South Beach beziehungsweise der Ocean Drive und die Uferpromenade der Biscayne Bay. Bekannt ist Miami aber auch für seine abwechslungsreichen Viertel, vor allem das Miami Design District, das kubanische Viertel Little Havana und das offene Street-Art-Museum Wynwood Walls.
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#miami
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1. South Beach: Miamis berühmtester und hipper Strandabschnitt


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| Must-See: | Art-Déco-Gebäude |
| Bekannt für: | Nightlife |
| Tipp: | Art-Déco-Tour |
In South Beach erlebt ihr das Miami aus Film und Fernsehen: pastellfarbene Art-Déco-Fassaden, scheinbar endloser Sand und ein Beachwalk, auf dem es von früh bis spät pulsiert. South Beach ist auch einer der Nightlife-Hotspots der Stadt.
Entlang des Ocean Drive reihen sich Cafés, Bars und Restaurants, während der Lummus Park und der South Pointe Park perfekte Fotospots bieten. Zum Shoppen und People-Watching geht es zur Lincoln Road, Designfans zieht es ins Art-Déco Historic District. Mehr zur Architektur erfahrt ihr bei einer geführten Art-Déco-Tour ab dem Welcome Center.
2. Wynwood Walls: Offenes Street-Art-Museum voller Wandgemälde

| Eröffnet: | 2009 |
| Must-Do: | Bummel durch Murals |
| Wandfläche: | 7.400 m² |
Seit der Eröffnung im Jahr 2009 haben sich die Wynwood Walls zum bekanntesten Open-Air-Street-Art-Museum Miamis entwickelt. Hunderte Künstler aus über 20 Ländern haben inzwischen mehr als 7.400 m² Wandfläche gestaltet und das ehemalige Lagerhausviertel in ein kreatives Szenequartier verwandelt.
Die riesigen Wandgemälde zählen zu den meistbesuchten Fotospots der Stadt und sind ein Paradies für Street-Art-Fans. Beim Bummel entlang der NW 2nd Ave entdeckt ihr neben bunten Murals auch Galerien, Cafés, Bars und Boutiquen. Achtung: Die Tickets für die Wynwood Walls sind zeitgebunden – bucht sie am besten vorab online.
3. Villa Vizcaya: Historische Villa mit prächtigen Gärten

| Erbaut: | ab 1914 |
| Must-Do: | Besuch Innenräume |
| Must-See: | Garten am Vormittag |
Die Villa Vizcaya wurde ab 1914 von dem Industriellen James Deering als opulentes Winterdomizil erbaut und wirkt wie ein mediterraner Palazzo direkt an der Biscayne Bay. Im Inneren erwarten euch rund 70 Räume mit Kunst und Antiquitäten.
Draußen führen Wege durch prachtvolle, von Versailles inspirierte Gärten mit Pavillons, Statuen und Blick aufs Wasser. Das Anwesen im Stadtteil Coconut Grove zählt zu Miamis fotogensten Orten und ist heute ein Museum. Tipp: Am Vormittag ist das Licht im Garten besonders schön und ideal für gelungene Fotos.
4. Little Havana: Pulsierendes kubanisches Viertel

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| Must-See: | Walk of Fame |
| Must-Do: | Domino-Partie |
| Highlight: | Abendstimmung |
In Little Havana taucht ihr in die kubanische Kultur Miamis ein. Insbesondere entlang der lebhaften Calle Ocho erwarten euch Zigarrenläden, Salsaklänge, Rum-Bars, Street-Art und traditionelle Lokale. Im Domino Park verfolgen Einheimische hitzige Domino-Partien, während von den Ventanitas der Duft von starkem Cafecito herüberweht.
Ein Highlight ist der Walk of Fame, der lateinamerikanische Stars wie Celia Cruz ehrt. Dazu locken Galerien, Eisdielen und Mojito-Bars. Wer authentische Küche probieren will, bestellt ein kubanisches Sandwich oder Guavengebäck. Besonders stimmungsvoll wird es gegen Abend, wenn überall Live-Musik erklingt.
5. Bayside Marketplace: Lebhafte Uferpromenade Miamis

| Eröffnet: | 1987 |
| Must-Do: | Fahrt mit Skyviews Miami |
| Must-See: | ca. 70 Shops u.a. |
Direkt am Wasser der Biscayne Bay und im Herzen von Downtown Miami liegt das lebhafte Open-Air-Shopping- und Entertainment-Center Bayside Marketplace, das 1987 eröffnet wurde. Auf zwei Etagen findet ihr knapp 70 Shops, rund 30 Restaurants und als Highlight das Riesen-Aussichtsrad Skyviews Miami mit spektakulärem Blick auf die Skyline.
Auch Bootstouren mit Schnellbooten starten hier – ideal, wenn ihr eine Pause vom Bummeln braucht. Besonders schön ist ein Besuch am späten Nachmittag, wenn ihr das Shopping mit einem Fotoshooting in der Bucht verbinden könnt, die im warmen Abendlicht besonders malerisch wirkt.
6. Perez Art Museum Miami (PAMM): Modernes Kunstmuseum mit Wasserblick

| Eröffnet: | 2013 |
| Must-See: | Kunst 20./21. Jhd. |
| Must-Do: | Terrasse mit Weitblick |
Das Pérez Art Museum Miami, kurz PAMM, wurde 2013 eröffnet und ist in einem preisgekrönten Bau der Architekten Herzog & de Meuron untergebracht, mit hängenden Gärten, viel Glas und Blick auf die Biscayne Bay. Es zeigt zeitgenössische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, mit Fokus auf Lateinamerika, die Karibik und Miamis vielfältige Communities.
Nach dem Rundgang durch die großzügigen Galerien lockt die Terrasse am Wasser oder das Restaurant für eine Pause mit Aussicht. Im Museumsshop findet ihr Kunstbücher, Designobjekte und besondere Mitbringsel, die es nicht überall gibt.
7. Fairchild Tropical Botanic Garden: Traumhafte botanische Welten

| Lage: | Coral Gables |
| Gegründet: | 1938 |
| Must-See: | Schmetterlingshaus |
In Miamis Stadtteil Coral Gables erwartet euch der Fairchild Tropical Botanic Garden, ein 1938 gegründetes Tropenparadies mit ausgedehnten Wegen, Palmen, Orchideen, Schmetterlingen und seltenen Pflanzen aus aller Welt.
Auf einer Fläche von rund 83 Hektar finden sich Regenwaldabschnitte, Seenlandschaften und Themengärten, die das ganze Jahr über in sattem Grün leuchten. Neben Spazierwegen gibt es geführte Touren und ein Schmetterlingshaus. Wer mag, legt im Glasshouse Café eine Pause im Schatten ein. Besonders schön ist ein früher Besuch am Morgen, wenn Licht, Farben und Temperaturen am angenehmsten sind.
8. Biscayne Bay: Küstengewässer mit Blick auf die Skyline

| Länge: | ca. 80 km |
| Must-Do: | Spaziergang/Radtour |
| Must-See: | Sonnenuntergang |
Die Biscayne Bay ist eine flache Meeresbucht des Atlantiks vor Miami, rund 80 Kilometer lang und etwa 15 Kilometer breit, geschützt von vorgelagerten Inseln wie Miami Beach und Key Biscayne. Das ruhige Küstengewässer ist bekannt für seine Skyline-Blicke und die wohl spektakulärsten Sonnenuntergänge Miamis.
An der Uferpromenade könnt ihr flanieren, Rad fahren oder Bootstouren unternehmen – von Kajak bis Speedboot. Wer es ruhiger mag, erreicht über die Bucht Ziele wie Virginia Key oder Key Biscayne, wo ihr dem Trubel entkommt und die Natur noch intensiver erlebt.
9. Paradox Museum Miami: Interaktives Museum mit optischen Illusionen
| Lage: | Wynwood |
| Must-Do: | Fotoshooting |
| Eröffnet: | 2022 |
Das Paradox Museum Miami wurde 2022 in Wynwood, nördlich der Innenstadt, eröffnet und ist ein interaktives Illusionsmuseum mit mehr als 70 Installationen, die eure Wahrnehmung auf die Probe stellen. Von schiefen Räumen über Spiegelwelten bis zu „Kopf-steht“-Fotomotiven ist alles dabei.
Dort könnt ihr an Decken entlanglaufen, im Tunnel das Gleichgewicht verlieren oder in Szenen eintauchen, die perfekt für kreative Bilder sind. Die Indoor-Location eignet sich bei jedem Wetter und für jedes Alter. Plant genügend Zeit ein, denn das Fotografieren macht dort schnell süchtig, besonders wenn ihr gerne Instagram-Content sammelt.
Extra-Tipp: Airboat-Tour im Everglades-Nationalpark



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| Lage: | 80 km südwestl. v. Miami |
| Größe: | ca. 600.000 ha |
| Must-Do: | Airboat-Tour |
Nur rund 80 Kilometer südwestlich von Miami liegt der Everglades-Nationalpark, ein UNESCO-Weltnaturerbe und das größte subtropische Feuchtgebiet der USA. Auf über 600.000 Hektar leben zum Beispiel Alligatoren, Krokodile, Manatis, seltene Vögel und sogar der scheue Florida-Panther.
Erkunden könnt ihr das einzigartige „River of Grass“-Ökosystem per Airboat-Tour, auf Holzstegen wie dem Anhinga Trail, per Fahrrad im Shark Valley oder mit dem Kanu durch die Mangroven. Am besten startet ihr an einem Besucherzentrum, wo es unter anderem Kartenmaterial und Routentipps gibt. Das spart Zeit und hilft, die Natur besser zu verstehen.
Weitere Reisetipps in den USA
Schon gewusst? Für die Einreise in die USA benötigt ihr als EU-Bürger einen gültigen biometrischen Reisepass und eine ESTA-Genehmigung, die vorab online beantragt werden muss. In Miami wird viel Spanisch und „Spanglish“ gesprochen. Wundert euch also nicht, wenn ihr im Café statt „Hello“ ein „Hola“ hört.
Da öffentliche Verkehrsmittel nur begrenzt verfügbar sind, kommt ihr mit Uber oder Lyft oft am schnellsten von A nach B. Die Kriminalität in Miami ist vergleichbar mit der in anderen US-Großstädten. Achtet daher auf eure Wertsachen, besonders abends in Ausgehvierteln. Die Hurrikan- und Regenzeit dauert von Juni bis November. Zur Spring Break, meist Mitte März bis Anfang April, kann es zudem extrem voll und teuer werden.
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