Hier hat sich ein barocker Fürst seinen Traum verwirklicht: Durch den einzigartigen Stadtgrundriss als Fächerstadt ist Karlsruhe unverwechselbar. Begebt euch zu den schönsten Attraktionen in der Hauptstadt des ehemaligen Bundeslandes Baden, nur einen Katzensprung von Frankreich entfernt. Viele der Sehenswürdigkeiten befinden sich im Stadtzentrum, das direkt an einen Wald grenzt. Die interessanten Orte Karlsruhes verteilen sich über das ganze Stadtgebiet. Zeit für einen Städtetrip nach Karlsruhe. Die Stadt ist ein absolut lohnenswertes Ausflugsziel. Unsere Reisetipps helfen euch dabei.
Top-Sehenswürdigkeiten in Karlsruhe im Überblick
Seit jeher ist das Schloss der unumstrittene Mittelpunkt Karlsruhes. Neun Straßen führen wie Sonnenstrahlen vom Schlossturm Richtung Stadt. In Sichtweite liegt der Marktplatz mit der Pyramide, dem Karlsruher Wahrzeichen. Die drittgrößte Stadt Baden-Württembergs punktet durch ihre besonderen Parkanlagen: Schlosspark und Botanischer Garten befinden sich mitten im Zentrum, und die Günther-Klotz-Anlage ist eine weitläufige Parklandschaft im Südwesten.
Die Staatliche Kunsthalle mit der Orangerie besitzt zahllose hochkarätige Kunstwerke aus vielen Jahrhunderten, während sich das ZKM mit Hingabe der Medienkunst widmet. Karlsruhe ist nicht nur wegen seines zarten Alters von etwas über 300 Jahren die jüngste deutsche Großstadt. Was wäre die renommierte Universitätsstadt ohne ihre Studierenden? Lasst euch von der badischen Gemütlichkeit der 309.000 Einwohner anstecken.
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#karlsruhe
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1. Schloss Karlsruhe & Schlossgarten: Grandioser Mittelpunkt der Stadt



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| Stadtgründung: | 1715 |
| Must-Do: | Schlossgartenbahn-Fahrt |
| Sanierung: | Aktuell geschlossen |
Als Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach nach seiner Jagd im Hardtwald ein Nickerchen machte, hatte er einen Traum: Er solle genau hier seine Residenz bauen. Auf diese Gründungslegende geht die Stadt Karlsruhe zurück. Bis heute richtet sich der gesamte Grundriss der barocken Planstadt nach dem Schloss aus. Die erhaltene Schlossfassade mit ihren anmutigen Verzierungen, Figuren und Reliefs stammt von seinem Nachfolger und Enkel Karl Friedrich.
Das Innere des Schlosses ist modern und beherbergt das Badische Landesmuseum mit seiner reichen kulturhistorischen Sammlung. Der Schlosspark ist ein wunderbar großer englischer Landschaftsgarten mit altem Baumbestand. Hier trifft sich die Jugend der Stadt.
2. ZKM | Zentrum für Kunst und Medien: Medienkunst vom Feinsten


| Lage: | Lorenzstraße |
| Must-See: | ZKM Gameplay |
| Gegründet: | 1989 |
Im Hallenbau einer riesigen ehemaligen Waffen- und Munitionsfabrik hat die vielleicht bedeutendste Institution für internationale Medienkunst ihr Domizil gefunden. Mehr als jeder andere Ort in Karlsruhe ist das ZKM am Puls der Zeit.
Wer sich für Videokunst, interaktive Kunst, Computerkunst, Fotografie oder historische Video- und Computerspiele interessiert, ist im Zentrum für Kunst und Medien genau richtig. In den nächsten paar Jahren werden die Highlights der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe im ZKM gezeigt. Auch das Kunstmuseum Karlsruhe befindet sich im Hallenbau.
3. Botanischer Garten: Exotischer Park in Karlsruhe

| Lage: | Westlich des Schlosses |
| Must-Do: | Schaugewächshäuser besuchen |
| Architekt: | Heinrich Hübsch |
Eine Oase der Ruhe am Rande des hektischen Treibens einer Großstadt, das ist der Botanische Garten von Karlsruhe. Hierher zieht es Bewohner und Besucherinnen, um herrliche Blüten, stattliche exotische Bäume und das Ensemble von plätschernden Brunnen, gusseisernen Skulpturen und gläsernen Gewächshäusern auf sich wirken zu lassen.
In der Orangerie mit ihrer anmutigen Kuppel wurden früher die Orangen- und Zitronenbäumchen vor der Winterkälte geschützt. Der Name des Architekten ist Programm: Mitte des 19. Jahrhunderts hat Heinrich Hübsch die klassizistisch-historistischen Bauwerke rund um den Botanischen Garten als Gesamtkunstwerk konzipiert. Einen modernen Akzent setzen die Bauten des Bundesverfassungsgerichts.
4. Karlsruher Pyramide: Wahrzeichen der Stadt am Marktplatz

| Pyramide: | Errichtet 1823 bis 1825 |
| Must-See: | Evangelische Stadtkirche |
| Besonderheit: | Grabmal des Stadtgründers |
Markgraf Karl Wilhelm war den weltlichen Genüssen nicht abgeneigt. Das forderte seinen Tribut. 1738 starb er im Alter von 59 Jahren und wurde in einer Gruft unter der Konkordienkirche bestattet. Zur Zeit des großen klassizistischen Baumeisters Friedrich Weinbrenner entschied man jedoch, die Stadt nach Süden hin zu erweitern, und riss die Kirche ab.
Der Bezug zu altägyptischen und römischen Grabmälern ist unverkennbar: Weinbrenner errichtete eine Pyramide, unter der der Stadtgründer seine letzte Ruhe fand. Das klassizistische Ensemble am Marktplatz wird durch die wunderschöne Evangelische Stadtkirche und das Rathaus vervollständigt.
5. Durlacher Altstadt: Ehemalige Residenzstadt


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| Lage: | Lage: 5 km östlich der Kernstadt |
| Must-See: | Pfinzgau-Museum |
| Einwohner: | ca. 30.000 |
Viel älter als Karlsruhe ist der Stadtteil Durlach. Hier befand sich bis 1718 die Residenz der Markgrafen von Baden-Durlach. Bis heute steht mit dem Prinzessinnenbau als Teil der Karlsburg ein Rest des alten Residenzschlosses.
Die Stadt wurde 1689 von den Truppen des französischen Königs niedergebrannt. So prägen vor allem Bauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert die Altstadt von Durlach. Die Bomber des Zweiten Weltkriegs richteten hier nur wenig Schaden an. Das Basler Tor gehörte einst zur mittelalterlichen Stadtbefestigung. Gotische Spitzbögen kennzeichnen die Durlacher Stadtkirche, ihr Turm erhielt im 18. Jahrhundert eine anmutige barocke Haube.
6. Turmberg: Ältestes Bauwerk mit Blick auf die Stadt


| Turmberg: | 256 m |
| Turm: | 32 m |
| Must-Do: | Ausblick genießen |
Der Turmberg ist der Hausberg Karlsruhes mit einem einzigartigen Blick auf das Rheintal, die alte Residenzstadt Durlach und die moderne Großstadt Karlsruhe. Schon von weitem ist der Turmberg durch den trutzigen Festungsturm aus dem 11. Jahrhundert zu erkennen.
Auf den Bergfried der ehemaligen Burg Hohenberg könnt ihr hinaufsteigen und ein sagenhaftes Panorama bis hinüber zu den Pfälzer Bergen und den Vogesen genießen. Auf dem Turmberg wird sogar Wein angebaut, es gibt Restaurants, Spielplätze und Orte zum Entschleunigen. Die Turmbergbahn galt als älteste Standseilbahn Deutschlands. Sie wird in den nächsten Jahren umfassend erneuert.
7. Staatliche Kunsthalle Karlsruhe: Kunstwerke vom Mittelalter bis zur Gegenwart


| Erbaut: | 1836 bis 1846 |
| Für Familien: | Junge Kunsthalle |
| Zu beachten: | Hauptgebäude z.Zt. geschlossen |
Markgräfin Caroline Luise, Ehefrau des aufgeklärten Fürsten Karl Friedrich, legte den Grundstein für die phänomenale Sammlung der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Ihre Kunstagenten erwarben besonders niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts, darunter Werke von Rembrandt. Das Hauptgebäude der Kunsthalle mit seinen wunderschönen Wandmalereien und historischen Sälen wird derzeit umfassend renoviert.
Die faszinierenden Werke von Dürer, Grünewald, Rubens, Gauguin, Max Ernst oder Otto Dix gehören zu den Highlights der Sammlung und werden im ZKM gezeigt. In der Orangerie und der Jungen Kunsthalle finden Sonderausstellungen statt.
8. Günther-Klotz-Anlage: Weitläufiger Park an der Alb

| Lage: | Südweststadt |
| Must-Do: | Relaxen |
| Das Fest: | Jedes Jahr Ende Juli |
Viel Leben spielt sich ab in diesem riesigen Park, der sich entlang der Alb von der Europahalle bis in Richtung Rhein erstreckt. Naturnahe Ufer des aus dem Schwarzwald kommenden Flusses, von Enten und Nutrias bevölkerte Teiche und weitläufige Wiesen mit Sport- und Spielplätzen lassen vergessen, dass man sich inmitten einer Großstadt befindet, wäre nicht das moderate Rauschen der Südtangente in der Nähe.
Seit der Eröffnung des Parks 1985 spielt der Mount Klotz, der künstlich aufgeschüttete Berg, einmal im Jahr eine ganz besondere Rolle: „Das Fest“ in der Günther-Klotz-Anlage präsentiert auf mehreren Bühnen namhafte Künstler.
9. Schloss Gottesaue: Musikhochschule im Lustschloss

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| Lage: | Oststadt |
| Erstmals errichtet: | 1588 bis 1597 |
| Wiederaufbau: | Ab 1982 |
Ein rekonstruiertes Schmuckstück der Renaissance ist das Schloss Gottesaue, das sich auf dem Gelände einer ehemaligen Klosteranlage befindet und heute die Musikhochschule Karlsruhe beherbergt.
Im Krieg zerstört und als Ruine noch jahrzehntelang im Stadtbild präsent, wurde das alte Lustschloss Gottesaue in den 1980er Jahren mit modernem Innenleben wieder aufgebaut. Heute ragt die fein strukturierte Schlossfassade mit ihren fünf Türmen über den Otto-Dullenkopf-Park hinaus. Neben dem Schloss befindet sich ein Konzertsaal, in dem Darbietungen klassischer und Neuer Musik zu erleben sind.
10. Alter Schlachthof: Kreativpark mit Ateliers, Bars, Konzerten

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| Schlachthof: | 1887 bis 2006 |
| Kreativpark: | Seit 2007 |
| Lage: | Oststadt |
Dem Schloss Gottesaue benachbart befand sich bis 2006 auf einem weitläufigen Gelände der Städtische Schlachthof und verströmte seinen charakteristischen süßlichen Geruch. Danach wurde vieles umgebaut, renoviert und Karlsruher Kulturschaffenden zur Nutzung überlassen.
Heute ist der alte Schlachthof ein Kreativpark, in dem sich Kulturvereine, Künstler, Restaurants und Konzertveranstalter niedergelassen haben. Architekturbüros, Design-Ateliers, Start-ups und IT-Betriebe erinnern an den Geist des frühen Silicon Valley. Namen wie Schweinemarkthalle, Schlachthalle oder Alte Hackerei (heute eine Punk-Bar) lassen noch die Schlachthofzeiten erahnen. Überregional bekannt sind das Tollhaus oder das Substage, wo Rock- und Popkonzerte sowie Kulturveranstaltungen und Partys stattfinden.
Weitere Reisetipps in Baden-Württemberg
Schon gewusst? Mit seinen Hofsängerinnen hatte der Stadtgründer über 20 uneheliche Kinder, die alle mit Zweitnamen Karoline oder Karl hießen. Ein Grund, warum seine Ehefrau, Markgräfin Magdalena Wilhelmine, das Treiben lieber aus der Ferne, von Durlach aus betrachtete. Seit dem Bau der U-Strab, der Karlsruher U-Bahn, geht es in der unterirdischen Nachbarschaft seines Grabmals unter der Pyramide nicht mehr ganz so ruhig zu.
Karlsruhe war bis 1952 Hauptstadt des Bundeslandes Baden, bis heute besteht zu den württembergischen Nachbarn eine liebevoll gepflegte Rivalität. Die Nähe zum Elsass und zum Schwarzwald macht Karlsruhe zu einem idealen Zwischenstopp, doch auch für eine mehrtägige Städtereise gibt es hier genug zu sehen und zu tun.Seid ihr im Sommer hier, dann verpasst nicht das berühmte “Fest” in der Günter-Klotz-Anlage. Jedes Jahr aufs Neue werden bei konkurrenzlos niedrigen Ticketpreisen absolut hochkarätige Top Acts an Land gezogen. Deshalb so früh buchen wie möglich!


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