Die 7 besten Sehenswürdigkeiten in Saale-Unstrut

Mitten in Deutschland wartet Saale-Unstrut als echtes Hidden Gem: eine Wein- und Flusslandschaft, in der Burgen über Reben wachen und Domtürme am Ufer glänzen. Zwischen Saale und Unstrut reiht sich eine Attraktion an die nächste – von geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten bis zu genussvollen Weingütern. Entdeckt interessante Orte, charmante Ausflugsziele und meine besten Reisetipps für eure Reiseziele in Saale-Unstrut!

Top-Sehenswürdigkeiten in Saale-Unstrut im Überblick

Saale-Unstrut – zwischen südlichem Sachsen-Anhalt und nordöstlichem Thüringen – folgt den Flussbändern von Saale und Unstrut (dazu Weiße Elster und Ilm) und ist vor allem eins: Weinland. In sonnigen Steillagen reifen seit über 1.000 Jahren Reben; terrassenförmige Hänge mit Weinberghäuschen prägen das Bild, und als nördlichstes Qualitäts-Weinanbaugebiet Deutschlands gelingen hier sogar rare Eisweine.

Kultur-Highlights liegen wie Perlen am Ufer: der Naumburger Dom mit der berühmten „Uta“, Freyburg mit Neuenburg und Rotkäppchen-Sektkellerei, die Arche Nebra zur Himmelsscheibe – und als Aussichtsthron die Leuchtenburg hoch über der Saale. Wer langsam reist, nimmt die Unstrutbahn durchs Unstruttal.
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#saale-unstrut

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1. Naumburger Dom: UNESCO-Welterbe und Disney-Vorbild

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Lage:Naumburg
Historie:über 700 Jahre alt
Ausgezeichnet:UNESCO-Welterbe

Der Naumburger Dom ist für mich das zentrale Highlight der Stadt und einer der besten Gründe, Naumburg als Basis für Saale-Unstrut zu wählen. Über 700 Jahre Geschichte stecken in diesem Meisterwerk des Hochmittelalters, das seit 2018 UNESCO-Welterbe ist. Schon der Weg dorthin hat etwas Magisches: Durch eine schmale Gasse nähert man sich, bis plötzlich die mächtigen Türme vor einem aufragen.

Besichtigen könnt ihr den Dom mit Führung oder Audioguide, dessen Geschichten ich wirklich spannend fand. Berühmt ist der Dom für seine Stiftsfiguren: mittelalterliche Persönlichkeiten, erstaunlich lebendig und emotional in Stein gemeißelt. Besonders faszinierend ist Uta von Naumburg, oft als „schönste Frau des Mittelalters“ bezeichnet. Und ja, die Ähnlichkeit ist verblüffend: Angeblich ließ sich Walt Disney für die Bösekönigin in Schneewittchen (1937) von Uta inspirieren.

Übernachtungs-Tipp
in Naumburg

Mitten in der Naumburger Altstadt liegt das Domizil Naumburg in einem kleinen Altstadthaus und ihr steht nach dem Aufschließen praktisch direkt in der Fußgängerzone. Es gibt zwei sehr stylische Apartments: eins mit einem Schlafzimmer, das andere mit zwei Schlafzimmern und damit ideal für Paare, Freunde oder Familien.

Gesponsert von Saale-Unstrut Tourismus

2. Herzogstuhl: Geheimnisvoller Fachwerk-Bau im Wald

Lage:Waldgebiet Rieseneck
Innenbereich:Nur selten zugänglich
Rundwanderweg:Jagdfieber

Der Herzogstuhl bei Hummelshain ist so ein Ort, der sofort ein bisschen geheimnisvoll wirkt: ein einsam im Wald stehender, turmartiger Bau, den Herzog Ernst II. von Sachsen-Altenburg errichten ließ. Weil früher nicht jeder Zugang bekam, ranken sich bis heute Geschichten um geheime Treffen, auch wenn es laut Überlieferung wohl eher um Ruhe und Rückzug ging.

Reingehen könnt ihr nur selten, denn ein Förderverein öffnet die Tür einmal im Jahr zum Muttertag. Vorbeischauen lohnt sich trotzdem jederzeit: Der Rundwanderweg „Jagdfieber“ führt direkt daran vorbei, mit Rastplatz am Fuß des Turms und der Lenzborn-Quelle ganz in der Nähe.

3. Altstadt Naumburg: Autofreie Fußgängerzone

Lage:Naumburg
Café-Tipp:Café Kurt
Must-See:Weihnachtsmarkt

Die Altstadt von Naumburg ist wie gemacht fürs gemütliche Rumtingeln: eine photogene Fußgängerzone ganz ohne Autos, dazu historische Fassaden, kleine Plätze und überall Lokale, in die man spontan reinschneit. Beim Schlendern entdeckt ihr liebevoll geführte Shops mit Keramik, lokalem Schmuck und vielen kleinen Besonderheiten, die sich nicht nach Souvenir, sondern nach echter Kleinstadt anfühlen.

Besonders empfehle ich Naumburg auch im Dezember: Der Weihnachtsmarkt ist richtig stimmungsvoll, und das Kettenkarussell ist ein Highlight, weil es für Weihnachtsmärkte eher ungewöhnlich ist und einfach Spaß macht. Man kann sogar rückwärts fahren. Und ja, kulinarisch hat mich Naumburg immer wieder überrascht: schicke Cafés und richtig gute Restaurants gibt’s hier mehr, als man erwartet.

4. Gradierwerk „Louise“: Solenebel & Holzduft in Bad Sulza

Lage:Bad Sulza
Must-See:Zerstäuberhalle
Event-Tipp:Weinzerstäubung im Sommer

Für eine wohltuende Pause vom Sightseeing lohnt das Gradierwerk „Louise“ in Bad Sulza, nur etwa 15 km von Naumburg entfernt. Im rund 140 Meter langen Wandelgang rieselt Sole über dunkle Zweige, es duftet nach Holz und Salz, und schon nach ein paar Minuten fühlt sich alles entschleunigt an.

Das intensivste Erlebnis ist die Zerstäuberhalle: Mit einem weißen Umhang hinein, Tür auf und plötzlich steht ihr in dichtem Solenebel wie bei einem kleinen „Tag am Meer“. Etwa 15 Minuten tief durchatmen, dann noch gemütlich den Gang entlangschlendern. Im Sommer gibt es besondere Events wie Weinzerstäubung und sogar ein Dinner im Wandelgang.

Wenn ihr nach dem Gradierwerk noch einkehren wollt, ist die Thüringer Weinstube ein super Tipp: direkt an der Saale mit kleiner Terrasse, sogar per Kanu erreichbar, dazu regionale Küche und Weine aus dem angeschlossenen lokalen Weingut.

Restaurant-Tipp

Wenn ihr euch in Naumburg abends etwas richtig Besonderes gönnen wollt, reserviert im Gasthof Zufriedenheit (inkl. Hotel).

Kulinarisch ist das gehoben und preislich eher im oberen Bereich, aber dafür bekommt ihr ein echtes Erlebnis: regionale Zutaten, fein abgestimmte Aromen und Teller, die wie kleine Zauberwerke wirken,
so kunstvoll angerichtet sind sie.

Gesponsert von Saale-Unstrut Tourismus

5. Leuchtenburg: Skywalk und Thüringer Porzellan

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Lage:Seitenroda
Historie:über 800 Jahre
Must-Do:Skywalk der Wünsche

Die Leuchtenburg in Seitenroda wird nicht umsonst „Königin des Saaletals“ genannt: Schon die Auffahrt über die kleine Landstraße wirkt majestätisch, oben wartet dann ein echtes Erlebnis aus Burgkulisse, weitem Naturblick und modernem Museum.

In den interaktiven Ausstellungen dreht sich vieles um Thüringer Porzellan und die über 800-jährige Burggeschichte, inklusive Superlativen wie der 8 Meter hohen Riesen-Vase und der winzigen Kaffeekanne (3 mm), die man erst mit Lupe erkennt. Mutige gehen auf den „Skywalk der Wünsche“, eine Plattform über dem Tal. Für den Besuch solltet ihr mindestens zwei Stunden einplanen.

6. Rotkäppchen Erlebniswelt in Freyburg: Interaktive Sektgeschichte

Lage:Freyburg
Must-See:Rotkäppchenbadewanne
Beste Reisezeit:Sektflasche köpfen

In Freyburg wartet mit der Rotkäppchen Erlebniswelt ein Ausflugsziel, das mich echt überrascht hat: Aus einem Sekt, den in Deutschland gefühlt jeder kennt, wurde hier eine komplett interaktive Attraktion. Ihr taucht in die Geschichte der Kellerei ein, versteht den Herstellungsprozess spielerisch und könnt sogar in ein riesiges Weinfass hineinsteigen. Besonders witzig ist das Spiel zum Flaschenrütteln, bei dem ihr gegeneinander antretet.

Das Beste: Ihr könnt alles auch alkoholfrei erleben, niemand muss etwas trinken. Wer noch mehr Action will, bucht eine Tour und darf beim Säbeln eine Sektflasche köpfen. Dazu kommen große Fotospots wie die Rotkäppchen Badewanne. Perfekt, wenn das Wetter mal nicht mitspielt.

7. Burg Schönburg: Top-Aussicht auf Saale-Unstrut

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Lage:Schönburg
Event-Tipp:Glühweinwandern
Must-See:Bergfried (besteigbar)

Nur rund fünf Kilometer von Naumburg entfernt thront Burg Schönburg hoch über der Saale und ist genau so ein Ort, bei dem man automatisch die Kamera zückt. Der Ausblick von der Höhenburg ist grandios und reicht weit über das ganze Saaletal, besonders schön bei klarer Luft oder goldenem Abendlicht.

Auch innen lohnt sich der Abstecher für alle, die historische Mauern lieben: festungsartige Anlagen, Gewölbe, große Gemälde und Geschichten über die adeligen Bewohner. Der Burghof ist frei zugänglich, für den Innenbereich braucht ihr ein Ticket. Und ganz nebenbei zeigt Schönburg, wie beeindruckend hoch die Burgendichte in Saale-Unstrut ist.

Weitere Reisetipps von melinda.helen

Schon gewusst? Saale und Unstrut haben sich über Millionen Jahre durch mineralstoffreiche Gesteinsschichten gearbeitet und damit genau die Hänge geschaffen, auf denen heute die Reben stehen. In den sonnigen Steillagen gedeihen hier seit über 1.000 Jahren Weinreben, und Saale-Unstrut gilt sogar als nördlichstes Qualitätsweinanbaugebiet Europas. Dazu kommen Muschelkalk- und Buntsandsteinböden, rund 1.600 Sonnenstunden und nur etwa 500 mm Niederschlag im Jahr. Ergebnis: feine, duftige, elegant leichte Weine und über 60 Rebsorten, inklusive der Rarität „Roter André“, die nur hier wächst.

Lage

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