Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Saudi-Arabien

Saudi-Arabien öffnete sich erst 2019 als Reiseziel für den internationalen Tourismus. Der Gedanke, dieses touristische Neuland zu entdecken, ist für viele schon eine Attraktion an sich. Zwischen endlosen Wüsten, dem Roten Meer und dem Persischen Golf erwarten Reisende historische Sehenswürdigkeiten ebenso wie die futuristische Metropole Riad. Hinzu kommen einzigartige Ausflugsziele in der Natur, von Korallenriffen bis zu Vulkanlandschaften. Wir zeigen euch die interessantesten Orte des Königreichs: unsere Reisetipps für Saudi-Arabien.

Top-Sehenswürdigkeiten in Saudi-Arabien im Überblick

Lange war das Königreich Saudi-Arabien auf der Arabischen Halbinsel für Touristen unzugänglich. Es liegt südlich von Jordanien, Irak und Kuwait und nördlich von Jemen und Oman, zwischen dem Roten Meer und dem Persischen Golf. Im Osten schließen Bahrain, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate an Saudi-Arabien mit seinen knapp 38 Millionen Einwohnern an.

Das Land besteht überwiegend aus Wüste und hat ein kontinentales Wüstenklima. Dies bedeutet je nach Lage Sommer mit Temperaturen von über 40 Grad. Hauptstadt ist Riad, das neben seinem modernen Gesicht auch den historischen Stadtteil Diriyah beheimatet. Überall im Land verbergen sich historische Stätten, von den zum UNESCO-Welterbe zählenden Felsgräbern von Hegra bis nach Old Jeddah. Doch Saudi-Arabien steckt auch voller Naturwunder, seien es die Koralleninseln von Farasan oder der Heilige Berg Jabal al-Nour.
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#saudi-arabien

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1. Hegra (Mada’in Salih): UNESCO-Stätte mit beeindruckenden Felsgräbern

Felsformation mit antiken Gräbern in Hegra, Saudi-Arabien, umgeben von Wüste und klarem blauen Himmel.
©Nadine Wagner
Lage:bei AIUla
Must-Do:Geführte Tour
Felsgräber:+ 110

Hegra, auch Mada’in Salih genannt, liegt bei AlUla, rund 1.000 Kilometer nordwestlich von Riad, und war einst eine blühende Stadt am Weihrauchhandelsweg. 2008 wurde sie zur ersten UNESCO-Welterbestätte Saudi-Arabiens und zählt zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten des Landes.

Mehr als 110 Felsgräber der Nabatäer, darunter das imposante Grab von Lihyan, Sohn des Kuza, zeugen von hoher Handwerkskunst. Um Hegra zu erkunden, solltet ihr an einer organisierten Tour mit Jeep oder Bus ab AlUla teilnehmen, die euch zu Highlights wie Jabal al-Banat oder Jabal Ithlib führt.

2. Maraya: Spiegel-Wunderwerk in der Wüste Saudi-Arabiens

Lage:Nordwesten
Must-See:Spiegelgebäude
Eröffnet:2019

Mitten in der Wüste, rund 1.000 Kilometer nordwestlich von Riad, liegt Maraya, das größte verspiegelte Gebäude der Welt. Der 2019 eingeweihte Konzertsaal besteht aus 9.740 Glasplatten, die die umliegenden Sandsteinfelsen spiegeln und das Bauwerk beinahe unsichtbar erscheinen lassen.

Wie eine Fata Morgana verschmilzt es mit der Landschaft und schafft eine surreal wirkende Kulisse. Im Inneren erwarten euch Konzerte und Kulturveranstaltungen auf höchstem Niveau. Besonders lohnenswert ist ein Besuch im Herbst, wenn das Azimuth-Festival internationale Künstler in die Wüste bringt.

3. Edge of the World (Jebel Fihrayn): Dramatische Klippenränder über der Wüste

Lage:100 km nordwestl. von Riad
Must-See:Sonnenaufgang
Beste Reisezeit:Winterhalbjahr

Rund 100 Kilometer nordwestlich von Riad ragen die Klippen des Jebel Fihrayn, besser bekannt als Edge of the World, mehr als 1.100 Meter über die Wüste hinaus. Von dort eröffnet sich ein spektakulärer Weitblick über die karge Ebene. Die schönsten Fotos gelingen bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang.

Die Anfahrt erfolgt über unbefestigte Pisten, weshalb ein Geländewagen unverzichtbar ist. Ohne eigenen Mietwagen bucht ihr am besten eine geführte Tour. Vor Ort gibt es keine Infrastruktur, daher solltet ihr Wasser und Proviant mitnehmen und möglichst in der kühleren Winterzeit reisen.

4. Diriyah (At‑Turaif): Der historische Teil Riads

Luftansicht von Diriyah, einer historischen Stadt in Saudi-Arabien, umgeben von Wüste und Palmen, während die Sonne am Horizont untergeht.
©World Ai Image
Must-See:Salwa-Palast
Must-Do:Abendbesuch
Besonderheit:UNESCO-Welterbe

Am Rande der topmodernen Hauptstadt Riad liegt Diriyah mit dem historischen Viertel At-Turaif, bekannt als Wiege der saudischen Monarchie. Die UNESCO-Welterbestätte von 2010 beeindruckt mit restaurierten Lehmbauten im traditionellen Najdi-Stil, darunter Paläste, Moscheen und Festungen. Besonders eindrucksvoll ist der Salwa-Palast aus dem Jahr 1765, einst Sitz der ersten saudischen Herrscher.

Die Museen vor Ort geben Einblicke in das Alltagsleben und die Pferdekultur vergangener Zeiten. Heute ist Diriyah ein lebendiges Kulturviertel mit Cafés und Veranstaltungen. Abends könnt ihr erleben, wie Lichtinstallationen die Lehmarchitektur in ein orientalisches Märchen verwandeln.

5. Masmak Festung: Symbol der saudischen Staatsgründung

Die Masmak-Festung in Riad, Saudi-Arabien, beleuchtet bei Dämmerung mit einem faszinierenden blauen Licht, umgeben von Bäumen und modernen Stadtarchitekturen.
©Matyas Rehak
Lage:Riad Altstadt
Errichtet:19. Jhd.
Must-See:Museum

Im Herzen der Hauptstadt Riad, im alten Stadtviertel, erhebt sich die Masmak-Festung, ein mächtiger Lehmbau aus dem 19. Jahrhundert. Dort begann 1902 die Rückeroberung Riads von der Familie der Raschiden durch König Abdulaziz, womit die Gründung des saudischen Staates ihren Anfang nahm. Deshalb gilt die Festung bis heute als Symbol der saudischen Staatsgründung.

Als Zeugnis dieser Schlacht ist noch immer die Spitze eines Speers im schweren Holztor zu sehen. Im Inneren zeigt das Museum unter anderem Waffen, Karten und historische Fotos. Dabei taucht ihr tief in die Geschichte Saudi-Arabiens ein.

6. Ithra: Futuristisches Kulturzentrum

Futuristisches Gebäude des King Abdulaziz Center for World Culture in Dhahran, Saudi-Arabien, mit auffälliger Architektur und geschwungenen Formen.
©sashapritchard
Lage:Dhahran
Must-See:Museum
Eröffnet:2017

In Dhahran, im Osten Saudi-Arabiens, erwartet euch mit dem King Abdulaziz Center for World Culture, kurz Ithra, ein futuristisches Kulturzentrum von Weltrang. Das markante Gebäude wurde 2017 eröffnet und vereint Museum, Bibliothek, Theater und interaktive Ausstellungen unter einem Dach.

Dort finden internationale Festivals, Konzerte und Workshops zu Kunst, Literatur und Wissenschaft statt. Ihr könnt sowohl mehr über weltweite zeitgenössische Kunst als auch über das islamische Erbe und die Naturgeschichte der Region lernen. Für Familien mit Kindern gibt es sogar ein integriertes Kindermuseum.

7. Al‑Masjid an‑Nabawi: Die zweitheiligste Moschee des Islam

Blick auf die Al-Masjid an-Nabawi, die zweitgrößte Moschee des Islams in Medina, mit ihren markanten Minaretten und dem grünen Kuppeldach.
©Amine

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Lage:Medina
Gegründet:622
Zugang:nur für Muslime

In Medina steht mit Al-Masjid an-Nabawi eine der heiligsten Stätten des Islam, neben der Kaaba in Mekka. Die Moschee wurde im Jahr 622 vom Propheten Muhammad selbst gegründet und ist seine letzte Ruhestätte. Überragt vom berühmten grünen Dom, bietet sie Platz für mehr als eine Million Gläubige.

Besonders verehrt ist der Bereich Rawdah, der als „Garten des Paradieses“ gilt. Wichtig zu wissen: Nicht-Muslime dürfen das Stadtzentrum von Medina und die Moschee nicht betreten. Sie können lediglich die imposanten Minarette und den grünen Dom von bestimmten Straßen außerhalb des Sperrbereichs sehen.

8. Wadi Disah: Versteckte Schlucht mit grüner Oase

Eine beeindruckende Landschaft mit felsigen Klippen, umgeben von grünen Palmen in einer Wüstenumgebung.
©hyserb

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Lage:Nordwesten
Must-Do:Wandern/Campen
Must-Have:4×4 Fahrzeug

Im Tabuk-Gebiet im Nordwesten Saudi-Arabiens liegt Wadi Disah, eine versteckte Schlucht voller Kontraste: Rote Sandsteinfelsen ragen steil empor, während am Talboden Palmenhaine und Quellen eine grüne Oase bilden. Der Name bedeutet „Tal der Palmen“, was dieses Naturwunder treffend beschreibt. Dort könnt ihr wandern, picknicken und unter einem spektakulären Sternenhimmel zelten.

Besonders lohnenswert ist ein Besuch im Winter, wenn das Klima angenehm mild bleibt. Da es vor Ort kaum Infrastruktur gibt, solltet ihr ausreichend Proviant und Wasser mitnehmen und am besten ein geländegängiges Fahrzeug nutzen oder an einer geführten Tour teilnehmen.

9. Elephant Rock (Jabal Al-Fil): Felsformation, die wie ein Elefant aussieht

Naturaufnahme der massiven Felsformation Jabal Al-Fil, auch bekannt als Elephant Rock, in der Wüste Saudi-Arabiens. Die eindrucksvolle Steinformation hat die Form eines Elefanten und wird von warmen, goldenen Farben beleuchtet, während der Himmel in sanften Blautönen erscheint.
©NICOLA
Lage:bei AlUla
Must-See:Sonnenuntergang
Felsenhöhe:52 m

Unweit von AlUla erhebt sich mit Jabal Al-Fil, auch bekannt als Elephant Rock, eines der bekanntesten Naturwahrzeichen Saudi-Arabiens. Die 52 Meter hohe Sandsteinformation, die wie ein Elefant mit Rüssel wirkt, entstand durch Wind- und Wassererosion über Millionen von Jahren.

Besonders eindrucksvoll ist sie bei Sonnenuntergang, wenn das Gestein in tiefes Rot getaucht wird. Vor Ort laden Feuerstellen und Foodtrucks dazu ein, den Anblick bei Snacks oder Tee entspannt zu genießen. Der Felsen ist frei zugänglich und in wenigen Minuten mit dem Auto von AlUla aus erreichbar.

10. Al Wabah Crater: Riesiger vulkanischer Krater

Panoramablick auf den Al Wabah Krater in Saudi-Arabien, mit einem großen, runden Salzsee im Zentrum und steilen, felsigen Wänden, umgeben von der Wüstenlandschaft.
©Shakir

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Lage:bei Mekka
Kraterdurchmesser:ca. 3 km
Tiefe:380 m

Etwa 250 Kilometer östlich von Taif liegt der Al-Wabah-Krater, der größte vulkanische Krater Saudi-Arabiens. Taif selbst befindet sich südöstlich von Mekka auf 1.800 Metern Höhe und ist für sein mildes Klima und seine Rosenfelder bekannt – ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region.

Der Krater misst rund drei Kilometer im Durchmesser und 380 Meter in der Tiefe, am Grund liegt ein weißer Salzsee. Er ist über eine asphaltierte Straße erreichbar, ein geländegängiges Fahrzeug ist nicht nötig. Es gibt Aussichtspunkte und ein Besucherzentrum, in dem ihr weitere Informationen erhaltet.

Weitere Reisetipps auf der Arabischen Halbinsel

Schon gewusst? Für Saudi-Arabien benötigen deutsche Staatsangehörige ein E-Visum, das unkompliziert über ein Online-Portal beantragt werden kann. Es ist ein Jahr gültig und erlaubt auch Mehrfacheinreisen, solange ein Aufenthalt jeweils 90 Tage nicht überschreitet. Die Landeswährung ist der Saudi-Riyal (SAR), Kreditkarten sind weit verbreitet. Im Alltag gilt: zurückhaltende Kleidung ist angebracht, Alkohol und Drogen sind streng verboten. Während des Ramadan solltet ihr tagsüber nicht in der Öffentlichkeit essen oder trinken. Frauen tragen meist eine Abaya – ein langes, oft schwarzes Gewand mit Hijab –, auch wenn es keine gesetzliche Pflicht mehr ist.

Die Kriminalitätsrate ist sehr niedrig. Dennoch solltet ihr das Grenzgebiet zum Jemen meiden und in Städten wachsam bleiben, da die Terrorgefahr als erhöht gilt. Falls ihr ein Auto mieten möchtet: Es gibt Mautstraßen und teilweise sehr lange Distanzen ohne Tankstellen. Eine gute Routenplanung ist daher wichtig.

Lage

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