Nicht ohne Grund nennen viele das kleinste Land Zentralamerikas El Salvador auch das Land der Vulkane: 20 sind es an der Zahl, davon 6 sogar aktiv. Der beliebteste und gleichzeitig höchste Vulkan El Salvadors der ist der Vulkan Ilamatepec, auch Santa Ana Vulkan genannt. Bekannt ist er vor allem für seinen türkisfarbenen Kratersee auf dem Gipfel, der auf Fotos leuchtend grün strahlt. Doch kann der Vulkan Ilamatepec tatsächlich mit den Fotos mithalten?
Lohnt sich die Wanderung auf den Vulkan Ilamatepec in El Salvador?






Der Vulkan Ilamatepec, auch Santa Ana Vulkan genannt, bedeutet aus der indigenen Sprache Nahuat übersetzt so viel wie „Berg der alten Frau“ und ist mit 2.381 Metern der höchste Vulkan El Salvadors. Er liegt im Los Volcanes National Park und ist eines der beliebtesten und bekanntesten Wanderzielen des Landes.
Highlight ist der türkisfarbene Kratersee auf dem Gipfel des Vulkans, der je nach Lichteinstrahlung die Farbe verändert. Die Wanderung zum Kraterrand ist einfach bis moderat und dauert in etwa 1,5 bis 2 Stunden. Dabei werden ca. 600 Höhenmeter zurückgelegt. Allerdings müsst ihr die Tour mit einem lokalen Guide machen.
Fototipp: Spektakuläre Fotos sind insbesondere in Kraternähe mit gesamter Sicht über den Kratersee möglich. Hier müsst ihr natürlich Vorsicht sein. Abrutschen wäre lebensgefährlich.
Anreise nach Santa Ana
| Lage: | Santa Ana, El Salvador |
| Höhe: | 2.381 Meter |
| Gehzeit: | knapp 2 Stunden |
| Schwierigkeit: | Einfach bis moderat |
| Beste Reisezeit: | November bis April |
Der Vulkan Santa Ana liegt, wie der Name bereits vermuten lässt, in der Nähe von Santa Ana im Nordwesten El Salvadors. Die Anreise kann entweder selbst organisiert oder über einen Touranbieter durchgeführt werden.
Wer sich für öffentliche Verkehrsmittel entscheidet, für den steht täglich der Bus 248 ab der Station Sala de Espera y Abordaje zur Verfügung. Empfehlenswert ist die Verbindung um 7:30 Uhr, um nach der Wanderung den letzten Bus Richtung Santa Ana um 13:00 Uhr zu erwischen. Die Fahrt dauert nämlich etwa 2 Stunden.
Spanischkenntnisse sind Aufstieg von Vorteil
Im Nationalpark angekommen, müssen wir erstmal eine kleine Gebühr bezahlen.Da der Vulkan Ilamatepec nicht auf eigene Faust erkundet werden darf, stehen ämtliche Guides auf bereits auf dem Parkplatz Spalier. Für ein paar Dollar bringen sie euch in Richtung Krater. Spezielle Ausrüstung wird keine benötigt.
Und dann beginnt auch schon der Aufstieg: In einer Gruppe von etwa 15 Personen führt uns die Wanderung zunächst durch einige schattige Waldabschnitte. Regelmäßig versorgt uns der Guide mit Informationen zum Vulkan sowie der Landschaft um uns herum. Leider jedoch nur auf Spanisch, wer also lediglich rudimentäre Sprachkenntnisse hat, wird nicht sonderlich viel verstehen. Mit zunehmenden Höhenmetern ändert sich auch Flora und Fauna. Von Waldabschnitten geht es über Vulkanlandschaft bis hin zum eigentlichen Highlight, dem Kraterrand.
Eine Kugel Eis am türkisfarbenen Kratersee
Oben angekommen führt uns unsere Neugier natürlich direkt zum Kraterrand. Und tatsächlich: Der Ausblick enttäuscht nicht. Ein türkisfarbener See im Kraterinneren strahlt uns leuchtend entgegen. Der Geruch von fauligen Eiern kitzelt unsere Nase: Schwefel. Dampf steigt aus dem See empor und ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Neben des beeindruckenden Naturspektakels aus Kratersee und Vulkanlandschaft zieht noch etwas anderes unsere Aufmerksamkeit auf sich: Ein Eisverkäufer. Dieser sitzt hier täglich zuverlässig am Kraterrand und verkauft eine süße Abkühlung an die Wanderer. Ein wirklich absurdes Bild. Von Kokosnuss über Erdbeere hin zu Banane hat er sämtliche Geschmacksrichtungen in petto. Ich entscheide mich für eine schokolierte Banane mit Erdnüssen, ein typisch salvadorianisches Dessert. Mit Ausblick auf den türkisfarbenen Kratersee lasse ich mir mein Eis schmecken. Ein einzigartiger Moment auf dieser Wanderung.
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Fazit
Die An- und Abreise zum Vulkan Ilamatepec zieht sich mit insgesamt 4 Stunden natürlich etwas, ist es aber definitiv wert. Die Wanderung ist gut machbar und die Landschaft recht abwechslungsreich, weshalb auch der Aufstieg großen Spaß macht. Wer Spanisch spricht, bekommt außerdem zahlreiche interessante Informationen von den Guides. Der Ausblick auf den türkisfarbenen Kratersee ist wirklich einzigartig und atemberaubend – ein absolutes Muss auf einer Reise nach El Salvador.
Auf dem Rückweg nach Santa Ana besteht die Möglichkeit eines Besuchs des Lake Coatepeque. Ein weiterer türkisfarbener Kratersee, der jedoch auch zum Schwimmen oder Kajaken einlädt. Hier kann man entspannt Mittagessen oder eine Bootstour unternehmen.
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