Die sieben Wasserfälle in El Salvador liegen an der Ruta de las Flores, einer malerischen Straße entlang farbenfroher Dörfer, Kaffeeplantagen und lokaler Märkte. Sie zählen zu den spektakulärsten Abenteuern im Land der Vulkane: Las Siete Cascadas, wie sie auch genannt werden, sind eine Mischung aus Wandern, Klettern, Flussdurchquerungen und Wasserfällen, was sie zu einem einzigartigen Outdoor-Erlebnis macht. Doch ist die Wasserfallwanderung auch tatsächlich sicher?
Lohnt sich der Besuch der „Las Siete Cascadas“?





Die sieben Wasserfälle liegen in der Nähe von Juayúa im Nordwesten El Salvadors. Die Wanderung durch die sieben Wasserfälle dauert etwa 2 Stunden, mit An- und Abreise sowie einem Mittagessen in Juayúa insgesamt etwa 6 Stunden. Da an einigen Stellen der Wanderung Klettern erforderlich ist, ist die Abenteuerwanderung teilweise eher anspruchsvoll. Es werden lediglich 270 Höhenmeter zurückgelegt, doch die Strömung des Wassers sowie die Steigung an den Felsen machen das Klettern zu einer Herausforderung für die Nerven sowie die Arm- und Beinmuskulatur.
Bei Las Siete Cascadas ist die Buchung über einen Touranbieter empfehlenswert, da hier neben einem Guide auch der Transport, Helme, Seile für den Kletterteil und Drybags bereitgestellt werden.
Fototipp: Die Wasserfälle sind zwar aus jeglichem Winkel spektakulär. Wer jedoch eine besonders schöne Perspektive auf die Größe der Wasserfälle haben möchte, sollte aus der Froschperspektive fotografieren, also in der Hocke mit einem Fotowinkel von unten nach oben.
Anreise zu den sieben Wasserfällen
| Lage: | Juayúa, El Salvador |
| Anreise: | mit Touranbieter |
| Dauer: | ca. 2 Stunden |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel bis anspruchsvoll |
| Ausrüstung: | Wasserschuhe |
Wir entscheiden uns für einen Touranbieter, da die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln eher kompliziert ist. Alternativ können die sieben Wasserfälle mit einem Mietwagen erreicht werden. Touren werden täglich ab Santa Ana oder Juayúa angeboten. Wir entscheiden uns für eine Tour über ein Hostel, die sowohl den Transport als auch einen Helm und einen Drybag inkludiert. Touren beginnen ab 25 Dollar.
Die Tour ab Santa Ana startet um 8 Uhr morgens. Die Anreise dauert etwa eine Stunde und ist bereits ein kleines Abenteuer für sich: Wir werden mit einem Pick-up gefahren und sitzen auf dessen Ladefläche. Unser Guide drückt uns eine Musikbox in die Hand und der Tag kann losgehen.
Zwischen Felsen, Flüssen und Wasserfällen
Die ersten 20 Minuten führen uns bergab durch einen Waldabschnitt, bis wir den ersten Fluss erreichen und damit auch die erste Herausforderung. Die Steine sind rutschig, das Wasser ist kalt. In meiner Gruppe tragen alle Turnschuhe für die Wanderung. Ich trage Wasserschuhe und würde das wirklich allen empfehlen. Festes Schuhwerk mit Profil ist nicht unbedingt notwendig. Natürlich sind die Steine rutschig, hierfür war ich jedoch mit Wasserschuhen besser ausgestattet als die anderen mit Wander- oder Turnschuhen.
Unser Weg führt uns durch Flussabschnitte und an zahlreichen Wasserfällen vorbei. Die Sonne strahlt durch die Baumzweige hindurch und das kühle Nass ist eine willkommene Erfrischung. Dann folgt die erste Herausforderung: Unser Guide klettert ein paar rutschige Felsen hinauf und befestigt ein Seil für uns als Kletterhilfe. Den zweiten Teil, der deutlich steiler ist, müssen wir ohne Kletterhilfe schaffen. Die Wanderung ist eine Mischung aus mentaler und körperlicher Challenge und erfordert definitiv einiges an Konzentration. Ich habe mich jedoch stets sicher gefühlt. Wer auf die Anweisungen des Guides hört und sich Zeit für den Aufstieg nimmt, sollte nichts zu befürchten haben. Die Wasserfälle sind anschließend Belohnung genug. Einer ist schöner als der andere und wir freuen uns über die Abkühlung.
Die sieben Wasserfälle
Der Kletterteil macht mir tatsächlich großen Spaß und ist eines meiner persönlichen Highlights. Konzentration, Koordination und ein kühler Kopf sind gefragt. Kühl ist auch das Wasser, was die Wanderung zu einer hervorragenden Aktivität für heiße Tage macht. Die Wanderung heißt natürlich nicht ohne Grund „Las Siete Cascadas“ oder „Wanderung durch die sieben Wasserfälle“: Ein Wasserfall folgt dem nächsten.
Highlight Nummer 2 ist für mich auch Wasserfall Nummer 2: Umgeben von einem Vorhang aus sattem Grün rauscht das Wasser einige Meter in die Tiefe. Wir stellen uns darunter und genießen die kalte Erfrischung. Zudem ist es ein perfekter Spot, um auf einem Felsen posierend ein paar Andenken an die Reise zu knipsen.
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Fazit
Lohnt sich nun die Wanderung zu den sieben Wasserfällen in Juayúa? Meiner Meinung nach absolut, denn sie ist ein Highlight El Salvadors. Sie ist perfekt für heiße Tage, bietet wunderschöne Wasserfälle und eine kleine Kletterchallenge. Wer jedoch Probleme mit steilen Passagen oder mit der Höhe hat, sollte sich zweimal überlegen, ob er oder sie die Wanderung tatsächlich machen möchte. Insbesondere der Kletterteil ohne Seilhilfe ist recht herausfordernd und kann einem leicht Angst machen. Wer sich jedoch an die Wanderung traut, wird nicht enttäuscht: Las Siete Cascadas ist meiner Meinung nach ein unglaubliches Naturspektakel und ein Muss bei einem Besuch im Land der Vulkane.
Wem nach der Wanderung der Magen knurrt, kann auf dem Rückweg einen Stopp in Juayúa einlegen. Hier gibt es zahlreiche Restaurants mit typisch salvadorianischem Essen. Wer Las Siete Cascadas an einem Samstag oder Sonntag besucht, kann außerdem das bekannte Food-Festival in Juayúa erleben, das jedes Wochenende stattfindet.
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