Wir befinden uns im Schlosspark des Märchenkönigs. Hier bei Füssen im Ostallgäu starten wir auf eine tolle Wanderung über traumhafte Berge und vorbei an malerischen Seen. Die Tour führt im Süden Bayerns vom Tegelberg nach Füssen und verspricht königliche Aussichten auf Schloss Neuschwanstein und Hohenschwangau und jede Menge Geschichte(n).

Lohnt sich die Wanderung vom Tegelberg nach Füssen?

Die Wanderung startet direkt am Tegelberghaus, am Gipfel des Tegelbergs, oberhalb der Füssener Seen. Auf Bergfans wartet eine entspannte Route. Es geht fast immer bergab. Und immer wieder gibt es unglaubliche Aussichten. Auf die Schlösser, die Seen, die Marienbrücke oder auf Füssen. Ihr kommt an Schloss Neuschwanstein, an Schloss Hohenschangau, an Alpsee und Schwanensee vorbei und lauft am Ende über den Kalvarienberg nach Füssen.

Insgesamt ist die Strecke 11,5 Kilometer lang und ihr solltet mindestens 4 Stunden reine Gehzeit dafür einplanen. Wenn ihr aber immer wieder die Aussicht genießt und 1-2 längere Stopps machst oder sogar die Schlösser oder das Museum anschaut, dann definitiv den ganzen Tag einplanen.

Instatipp: Wir fanden es am besten, Schloss Neuschwanstein bereits von etwas oberhalb auf dem Gratweg zu fotografieren. Hier ist zum einen kaum etwas los (erst ab der Marienbrücke wird es voll) und der Spot bietet eine neue Perspektive, von der aus nicht viele das Schloss kennen.

Anreise zur Talstation der Tegelbergbahn

Startpunkt:Tegelberg – Bergstation
Länge:12 Kilometer
Dauer:ca. 4 Stunden
Bergbahnpreis: 17 Euro (Erwachsener/einfache Fahrt)
Beste Zeit:April-Oktober

Der einfachste und schnellste Weg nach Füssen ist via Zug. Vom Münchner Hauptbahnhof gibt es eine Direktverbindung, die stündlich fährt. Die Fahrt dauert ca. zwei Stunden. Von Füssen geht es mit dem Bus (rund 20 Minuten) zur Tegelberg Talstation.

Ansonsten ist Füssen auch über die Autobahn (A7) erreichbar und gut angebunden. Die Tegelbergtalstation hat einen großen Parkplatz, aber die Talstation ist auch zu Fuß gut erreichbar (ca. 5 Kilometer von Füssen).

Die Bergbahn bringt die Wanderer direkt nach oben zum Tegelberghaus. Wer möchte, kann natürlich auch nach oben wandern. Die Gehzeit beträgt ab der Talstation etwa 2,5 Stunden.

Vom Tegelberg durch die Pöllatschlucht zu den Königsschlössern

Vom Tegelberghaus geht es zunächst an der Bergbahnstation vorbei und stetig bergab Richtung Tal. Immer wieder bieten sich entlang des Grats Blicke auf Alpsee, Neuschwanstein und Forggensee. Einfach toll, wenn man dem Schloss immer näher kommt. Hier oben ist auch noch nicht viel los. Je näher wir dann dem Schloss kommen, desto voller wird es.

Tatsächlich sind die Ausblicke vom Weg oberhalb auf das Schloss wirklich fantastisch, wie es da eingebettet zwischen den Bäumen auf dem vorgelagerten Bergkamm liegt.

Am Ende des langen Abstiegs erreichen wir schließlich die Pöllatschlucht mit der Marienbrücke. Der Blick von hier auf Schloss Neuschwanstein ist nochmals besonders, denn man hat das Schloss in seiner vollen Schönheit vor sich, während sich dahinter der Forggensee in die Allgäuer Wiesen schmiegt. Und ihr seid zugleich echt nah dran. Wenn ihr dann weiter nach Schwangau absteigt, ist es wieder nicht so gut zu sehen. Denn von unten wird das Schloss durch den Berg und Bäume verdeckt.

Von der Brücke aus könnt ihr einen Abstecher zum Schloss Neuschwanstein machen oder direkt runter nach Schwangau, zum Alpsee und zum zweiten Schloss des Tages, zu Schloss Hohenschwangau, weiterwandern. Wir besuchen im Tal außerdem noch das Museum der bayerischen Könige, um mehr über die Geschichte der Königsfamilie in Füssen und Bayern zu lernen. Ein sehr spannendes und anschauliches Museum.

Vorbei am Schwansee nach Füssen

Nach dem Museum wandern wir entlang des Alpsees zügig weiter, um den Menschenmassen an den Schlössern zu entfliehen. Hier ist teilweise echt viel los. Da solltet ihr am besten außerhalb der Ferienzeiten und unter der Woche kommen.

So folgen wir dem Weg relativ eben durch den Wald Richtung Füssen. Vorbei geht es am wunderschönen Schwansee. Wir haben uns hier bildhaft vorgestellt, wie König Ludwig II. mit seinem schwanenförmigen Boot abends über den See gleitet. Der See ist wirklich romantisch. Normalerweise ist vor allem vorne am Alpsee in der Regel immer viel mehr los. Wir haben Glück und können die Idylle ganz alleine genießen.

Danach geht es hinauf auf den Kalvarienberg. Die kurze Anstrengung des Gipfelaufstiegs wird direkt belohnt. Denn hier oben eröffnet sich uns noch einmal eine tolle Panoramasicht auf Füssen, die Schlösser und auf den Schwanensee. Ein weiterer toller Aussichtspunkt entlang der Etappe, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Ein wundervoller Abschluss in Füssen

Dann ist es auch nicht mehr weit bis nach Füssen, die Stadt der Lautenbauer. Für uns ist es an diesem Tag die Stadt für das perfekte Wander-Abschluss-Eis. Es lohnt sich natürlich – mit dem Eis in der Hand – noch etwas zu bummeln, um noch ein paar Highlights von Füssen kennen zu lernen. Da warten zum Beispiel das Hohe Schloss mit fantastischen Fassadenmalereien, das Kloster St. Mang oder der schönen Marktplatz mit Markthalle. Empfehlenswert ist auch der sogenannte Magnusblick beim Lech. Da blicken wir rüber auf das Schloss oder ihr genießt die Aussicht vom Schloss-Turm über die gesamte Stadt.

Wir haben hier auch schon ein ganzes Wochenende verbracht, waren im Musical im Festspielhaus und haben einem echten Lauten- und Geigenbauer bei der Arbeit zugeschaut. Ein schöner Abschluss der Wanderung ist außerdem ein Abstecher zum Forggensee. Je weiter Du dich vom Südufer des Sees entfernst, desto besser wird der Blick auf Neuschwanstein, Hohenschwangau und die Füssener Stadtsilhouette. Im Hintergrund blicken wir auf das Alpenpanorama. Hier haben wir am Ende des Tages noch einen wunderschönen Sonnenuntergang erlebt. Absolut zu empfehlen!

Fazit

Unsere Highlights waren defintiv die unzähligen tollen Aussichts-Spots. Klar, zum einen auf die beiden Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Aber auch die Aussichten in alle anderen Richtungen haben uns sehr begeistert! 

Am wertvollsten war es bestimmt, dass wir uns den ganzen Tag Zeit genommen haben für diese ja eigentlich sehr kurze Wanderung. So konnten wir uns für jeden Blick, jedes Schloss und jede tolle Bank viel Zeit nehmen. Und auch der Abschluss in Füssen war auch nochmal ein Highlight!

Die Tour ist übrigens die Etappe 27 der Wandertrilogie Allgäu. Wenn Du noch mehr Lust auf tolle Touren im Allgäu hast, könntest du dir das mal anschauen.

Lage

Praktische Links

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