Felsenstadt Petra in Jordanien: Ein jahrtausendealter Traum

Eingebettet in die roten Sandsteinfelsen der jordanischen Wüste liegt Petra – eine jahrtausendealte Stadt der Nabatäer und eines der sieben neuen Weltwunder. Wer durch die schmale Schlucht Siq tritt und plötzlich vor dem weltberühmten Schatzhaus steht, versteht sofort, warum Petra auf so vielen Bucketlists ganz oben steht. Doch lohnt sich die oft mühsame Anreise in den Nahen Osten wirklich?

Lohnt sich der Besuch der Felsenstadt Petra in Jordanien?

Petra liegt im Süden Jordaniens und wurde im 4. bis 5. Jahrhundert v. Chr. von den Nabatäern gegründet. Die antike Felsenstadt war über Jahrhunderte ein bedeutendes Handelszentrum zwischen Arabien, Ägypten und Syrien. Heute erstreckt sich das UNESCO-Weltkulturerbe über eine Fläche von rund 264 Quadratkilometern. In und um Petra sind knapp 800 Baudenkmäler und Opferplätze erhalten geblieben.

Zu den bekanntesten Bauwerken zählen das Schatzhaus (al-Khazne), das Kloster (ad-Deir), die Königsgräber und der Hohe Opferplatz. Charakteristisch sind die monumentalen Fassaden, die direkt in den roten Sandstein geschlagen wurden, sowie das ausgeklügelte System aus Wasserleitungen und Zisternen. Seit 2007 gehört Petra zu den „Sieben neuen Weltwundern“ und zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Nahen Ostens.

Fototipp: Ein lohnenswerter Fotospot ist der Aufstieg zum Treasury Viewpoint quasi oberhalb des Schatzhauses. Von dort bietet sich eine klare Sicht auf „The Treasury“ und die umliegenden Felsen. Besonders in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag wirkt das Licht weicher, sodass Details der Fassade gut zur Geltung kommen.

Anreise zur Felsenstadt Petra in Jordanien

Lage:Wadi Musa, Jordanien
Anreise:Mietwagen/Bus
Geöffnet:täglich ab 6:00 Uhr
Must-See:Schatzhaus
Besonderheit:UNESCO-Weltkulturerbe

Die Anreise nach Petra erfolgt in der Regel von Aqaba oder Amman, den beiden größten Städten mit internationalen Flughäfen. Für die Einreise benötigt ihr ein Visum. Kann vorher beantragt werden oder „on arrival“ direkt am Flughafen.

Von Aqaba (ca. 126 km) dauert die Fahrt rund zwei Stunden, von Amman (ca. 250 km) etwa drei bis vier Stunden. Am flexibelsten ist die Anreise mit einem Mietwagen: Die Straßen sind gut ausgebaut und ausgeschildert, sodass sich Petra gut in eine Rundreise durch Jordanien integrieren lässt.

Alternativ fahren auch Busse direkt nach Wadi Musa, der Stadt am Eingang zu Petra. Von Amman aus dauert die Fahrt etwa vier bis fünf Stunden, von Aqaba rund zwei Stunden. Die Busse verkehren meist einmal täglich und sind eine günstige Möglichkeit für Individualreisende, erfordern aber etwas mehr Planung.

Tickets für Petra vorher online buchen

Tickets für Petra erhältst du direkt am Visitor Center in Wadi Musa oder vorab über die offizielle Plattform PetraPass. Die Preise starten bei etwa 50 JOD für einen Tag, 55 JOD für zwei Tage und 60 JOD für drei Tage. Wer nur für einen Tagesausflug ohne Übernachtung anreist, zahlt rund 90 JOD. Kinder unter 12 Jahren haben übrigens freien Eintritt.

Sparen könnt ihr außerdem mit dem Jordan Pass: Er umfasst den Zutritt zu Petra sowie zu zahlreichen weiteren Sehenswürdigkeiten in Jordanien und ersetzt zugleich praktischerweise das Touristenvisum (bei mindestens drei Übernachtungen). Für das sehenswerte Abendprogramm Petra by Night ist ein separates Ticket nötig, das vor Ort oder in Hotels in Wadi Musa erhältlich ist.

Durch Siq zum Schatzhaus der Felsenstadt Petra

Der Weg nach Petra führt durch den Siq, eine enge Schlucht, deren Felswände bis zu 80 Meter hoch aufragen. Überreste alter Wasserleitungen erinnern daran, wie raffiniert die Nabatäer ihre Stadt einst versorgten.

Mit jedem Schritt wird die Spannung größer – bis sich die Passage plötzlich öffnet und der Blick auf das Schatzhaus (al-Khazne) fällt. Die monumentale Fassade, direkt in den roten Sandstein gemeißelt, ist das berühmteste Bauwerk Petras und für viele der Moment, auf den sie die ganze Anreise gewartet haben.

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Ungewohnte Perspektive am Treasury Viewpoint

Das Schatzhaus ist das unangefochtene Wahrzeichen Petras und wirkt aus der Enge des Siq besonders eindrucksvoll, wenn die ersten Säulen und Ornamente im Tageslicht erscheinen. Doch es gibt noch eine zweite Perspektive, die viele Besucher nicht verpassen sollten: den Treasury Viewpoint.

Der Aufstieg dorthin dauert rund 45 Minuten und führt über schmale, teils unübersichtliche Wege. Alleine ist der Pfad schwer zu finden – oft zeigen Beduinen den Weg oder bieten gegen ein kleines Trinkgeld ihre Begleitung an. Oben angekommen eröffnet sich dann ein völlig neuer Blick: Aus der Vogelperspektive lässt sich das Schatzhaus in seiner gesamten Einbettung in die Felsen betrachten.

Zum Ausblick erwartet euch eine Tasse süßer Beduinentee. Der Rückweg führt auf demselben Weg zurück, insgesamt solltest du für die Tour etwa zwei Stunden einplanen. Im Anschluss solltet ihr euch auf jeden Fall noch das Kloster (Ad-Deir) anschauen, das über ca. 800 Stufen erreichbar ist und mit seiner schieren Größe beeindruckt, sowie die monumentalen Königsgräber, die die Felswände oberhalb des Haupttals prägen.

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Fazit

„Petra ist der herrlichste Ort der Welt!“, so beschrieb es einst Lawrence von Arabien, und nach einem Tag voller Entdeckungen stimmt wohl jeder diesem Satz voll und ganz zu. Die Kombination aus Geschichte, Natur und der herzlichen Gastfreundschaft der Beduinen macht einen Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

In Jordanien lohnt sich außerdem ein Abstecher zum Toten Meer. Außerdem solltest du die großen Felsbögen und spektakulären Wüstenlandschaften im beeindruckenden Wadi Rum erkunden.

Lage

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