Die Sonne steht tief über Seoul, während die Abenddämmerung den Gyeongbokgung-Palast in warme Farben taucht. Die verzierten Holzbalken und bunten Dächer erinnern an eine vergangene Zeit, als hier Könige über das Land herrschten. Ich schlendere durch das imposante Eingangstor Gwanghwamun, umgeben von Touristen in traditionellen koreanischen Trachten wie den farbenprächtigen Hanboks. Wer den Palastkomplex besucht, spürt die lebendige Atmosphäre dieses über 600 Jahre alten Ortes.
Lohnt sich der Besuch im Gyeongbokgung-Palast in Südkorea?





Der Gyeongbokgung-Palast entsteht 1395 als Hauptresidenz der Joseon-Dynastie und zählt bis heute zu den bedeutendsten Wahrzeichen der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Er wird im Laufe der Jahrhunderte mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, zuletzt im 19. Jahrhundert.
Auf dem weitläufigen Gelände stehen rund 330 Gebäude, darunter der prachtvolle Thronsaal Geunjeongjeon und der Pavillon Gyeonghoeru mit Blick auf den Lotusteich. Zweimal täglich findet die traditionelle Wachablösung statt – eine eindrucksvolle Gelegenheit, um in die Geschichte Koreas einzutauchen.
Fototipp: Das beste Fotomotiv findest du vor dem Thronsaal Geunjeongjeon, wenige Hundert Meter hinter dem Eingangstor Gwanghwamun. Hier sind auch die meisten Touristen unterwegs, die sich in (meist geliehener) koreanischer Tracht fotografieren lassen. Die beste Zeit für Fotos ist kurz vor Sonnenuntergang, was je nach Jahreszeit kurz vor der Schließung der Anlage liegt.
Anreise zum Gyeongbokgung-Palast
| Lage: | Seoul, Südkorea |
| Anreise: | 60 km östlich vom Flughafen ICN |
| Ruhetag: | Dienstag |
| Eintrittspreis: | 3.000 Won ( etwa 1,80€) |
| Erbaut: | 1395 als Hauptresidenz |
Der Gyeongbokgung-Palast liegt rund 60 Kilometer vom internationalen Flughafen Incheon (ICN) entfernt. Mit dem Auto oder Taxi dauert die Fahrt je nach Verkehr etwa eine Stunde bis zum Palast. Ein Taxi oder privater Transfer ist die komfortabelste Option – besonders, wenn du mit Gepäck unterwegs bist.
Wenn du öffentliche Verkehrsmittel bevorzugst, ist der Bus 6002 eine gute Alternative. Er fährt ohne Umsteigen direkt vom Flughafen zur Haltestelle Gwanghwamun. Die Fahrt dauert rund eine Stunde und 42 Minuten. Unterwegs kannst du entspannt sitzen und den Blick auf die Stadt genießen. Von der Haltestelle sind es nur etwa 600 Meter zu Fuß bis zum Eingang des Gyeongbokgung-Palasts.
Wachablösung im Gyeongbokgung-Palast einplanen
Für deinen Besuch im Gyeongbokgung-Palast solltest du gutes Schuhwerk tragen, da die weitläufige Anlage etwa ein bis zwei Stunden zum Erkunden benötigt. Den Eintritt von rund 3000 Won (1,80 €) kannst du in bar oder mit Kreditkarte bezahlen. Dienstags ist Ruhetag, die Anlage ist geschlossen. Besonders empfehlenswert ist die traditionelle Wachablösung, die täglich außer dienstags um 10:00 und 14:00 Uhr stattfindet.
Sie ist bereits im Ticketpreis enthalten und wird am Haupteingang Gwanghwamun durchgeführt. Am besten kommst du mindestens 15 Minuten vor Beginn, um dir einen guten Platz zu sichern. Die Zeremonie beginnt mit einem Gong und dauert etwa 20 Minuten. So kannst du das farbenfrohe Spektakel in Ruhe erleben und die historische Atmosphäre des Palastes voll auskosten.
Auch interessant: Die besten Sehenswürdigkeiten in Japan



Erster Blick auf Kaiserreich und Architektur
Ich trete durch das Eingangstor Gwanghwamun in den weitläufigen Hof des Gyeongbokgung-Palasts, des größten der fünf Königspaläste der Joseon-Dynastie. Vor mir erstrecken sich restaurierte Dächer und kunstvoll bemalte Holzbalken, die das königliche Ambiente eindrucksvoll vermitteln. Wachsoldaten in historischen Gewändern positionieren sich am Tor, während viele Besucher in bunten Hanboks vor ihren Smartphones posieren.
Ihre Fotos spiegeln Vergangenheit und Gegenwart wider. Trotz der Menschenmenge strahlt der Ort Ruhe und Harmonie aus – durch klare Linien und die durchdachte Anordnung der Gebäude. Weiter geht es durch das Tor Geunjeongmun zu einem der abdoluten Highlights der Anlage.
Zwischen Menschenmengen und ruhigen Höfen
Am Thronsaal Geunjeongjeon herrscht reges Treiben. Das Gebäude selbst ist höchst imposant: hohe rote Säulen, kunstvoll bemalte Balken in Blau, Grün und Gold sowie zwei geschwungene Dächer mit verzierten Kanten. Eine grüne Außenverkleidung und ein roter Zaun versperren den Weg ins Innere. Ich mache einige Fotos, und beim Blick hinter das Gebäude erkenne ich die weitläufige Anlage dahinter. Auf den meisten Durchgängen stehen koreanische Schriftzeichen, die ich nicht entziffern kann. Langsam gehe ich weiter und entdecke ruhigere Bereiche, die nicht weniger spektakulär sind.
Ich passiere verzierte kleinere Gebäude ohne Touristen, die sich authentisch in die Parkanlage einfügen. Auch hier sind die Innenräume meist abgesperrt, wobei verschiedene Einrichtungsgegenstände wie Stühle oder Tische mich näher in die Zeit versetzen, als die Gebäude noch zum Regieren und Wohnen genutzt wurden. Mein Blick schweift über Steinwege, gepflegte Gärten und historische Hallen. Ich passiere einen Teich, in dem sich die Gebäude spiegeln, und genieße die friedliche Atmosphäre. Auf den Bänken sitzen Einheimische, die sich in den idyllischen hinteren Bereich der Anlage zurückgezogen haben. Schließlich verlasse ich die Anlage auf der Rückseite, neben dem Nationalmuseum von Korea.
Auch interessant: Mount Fuji-Blick vom Arakurayama Sengen Park in Japan
Fazit
Der Besuch des Gyeongbokgung-Palasts ist absolut lohnenswert und ein Muss bei einem Aufenthalt in der südkoreanischen Hauptstadt. Hier wird Geschichte spürbar: restaurierte Gebäude, kunstvolle Dächer und weitläufige Höfe vermitteln ein lebendiges Bild der Joseon-Dynastie. Die Kombination aus Architektur, farbenprächtigen Hanboks und ruhigen Bereichen bietet viele Fotomotive. Jeder Schritt durch den Palast lässt dich die vergangene Zeit spüren und verbindet dich direkt mit der Kultur Koreas.
Außerdem empfehle ich dir, in Seoul unbedingt Streetfood zu probieren – etwa Tteokbokki oder Hotteok. Fahre mit der Gondel zum Fernsehturm für eine beeindruckende Skyline-Perspektive und besuche das traditionelle Bukchon Hanok Village mit seinen alten Häusern und engen Gassen.
Schreibe einen Kommentar