Mitten am Niederrhein, in Kamp-Lintfort, versteckt sich das Kloster Kamp. Seine barocken Terrassengärten würde man jedoch eher in Italien oder Frankreich vermuten als in Nordrhein-Westfalen. Symmetrische Wege, kunstvolle Beete und weitläufige Terrassen verleihen der historischen Gartenanlage ihren eigenen Charme. Doch lohnt sich ein Besuch wirklich oder sehen die Terrassengärten nur auf Fotos so beeindruckend aus?
Lohnt sich ein Besuch beim Kloster Kamp in Kamp-Lintfort?






Die Terrassengärten des Klosters Kamp zählen zu den bekanntesten historischen Gartenanlagen des Niederrheins und gehören zu den Highlights des ehemaligen Klosters in Kamp-Lintfort. Die barocke Gartenanlage wurde im 18. Jahrhundert angelegt und erstreckt sich auf mehreren Ebenen entlang eines Hanges. Mit ihren symmetrischen Wegen, geometrischen Beeten und der auffälligen Treppe erinnert sie eher an die Gärten von europäischen Schlössern als an ein Kloster.
Die heutige Gartenanlage wurde in den 1980er- und 1990er-Jahren nach historischen Vorlagen rekonstruiert und umfasst neben dem Terrassengarten auch einen Barockgarten, einen Alten Garten und einen Obstgarten.
Fototipp: Der schönste Fotospot befindet sich auf der oberen Terrasse. Von dort blickst du auf die gesamte Gartenanlage mit ihrer Symmetrie. Fotografiere am besten im Querformat, um alles perfekt aufs Bild zu bekommen.
Anreise zum Kloster Kamp
| Lage: | Kamp-Lintfort, NRW |
| Gründung des Klosters: | 1123 |
| Must-See: | Terrassengärten |
| Öffnungszeit der Gärten: | ab 8:00 Uhr bis Einbruch Dunkelheit |
| Eintritt: | kostenlos |
Das Kloster Kamp liegt im Stadtteil Kamp der Stadt Kamp-Lintfort und ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.
Wer mit dem Auto anreist, kann den kostenlosen „Parkplatz Terrassengarten“ an der Mittelstraße 1 nutzen. Von dort aus führt ein kurzer Fußweg direkt zur Gartenanlage. Kamp-Lintfort liegt am Ende der Ruhrgebiets-Autobahn A42. Von Süden oder Norden gelangt ihr über die A57 nach Kamp-Lintfort.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt man mit den Linien SB30 und 32 vom Duisburger Hauptbahnhof über Moers bis zur Haltestelle „Kamp-Lintfort Kloster Kamp“, die ebenfalls nur wenige Gehminuten von der Terrassenanlage entfernt ist.
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Rundgang durch die Gärten von Kloster Kamp
Bereits am Eingang eröffnet sich der Blick von oben auf die Terrassengärten. Von hier wirken die symmetrischen Beete und Wege fast wie eine kleine Miniaturanlage. Je weiter man die „Schöne Treppe“ hinuntergeht, desto mehr verändert sich der Eindruck und man nimmt die Anlage ganz anders wahr. Unten wirken die Gärten viel großräumiger und laden dazu ein, die einzelnen Gartenbereiche in Ruhe zu erkunden. Mit jedem Schritt entsteht mehr das Gefühl, durch einen historischen Schlosspark zu spazieren als durch eine ehemalige Klosteranlage am Niederrhein. Gerade diese Mischung aus Geschichte, Natur und Ruhe verleiht dem Ort einen ganz besonderen Charme.
Durch ein Tor gelangt man über einen Seitenweg in Richtung „Alter Garten“. Dieser zweite Garten wurde nach historischem Vorbild als Blumen- und Nutzgarten angelegt. Auch dieser ist symmetrisch aufgebaut, aber rein optisch weniger spektakulär als die Terrassengärten.
Terrassengärten des Klosters Kamp von oben
Das eigentliche Highlight der Terrassengärten ist der Blick von der oberen Terrasse. Erst von hier wird sichtbar, wie präzise die Wege, Beete und Hecken aufeinander abgestimmt sind. Die barocke Gartenanlage erinnert mit ihren klaren Linien und ihrer Symmetrie an die Schlossgärten in Frankreich oder Italien.
Von hier aus lässt sich die außergewöhnliche Symmetrie der gesamten Anlage erkennen. Was auffällt: Hier oben betrachtet man den Garten. Unten wird man zu einem Teil von ihm. Dieses Zusammenspiel von Wirkung und Perspektive lässt sich auf Fotos nur schwer festhalten. Erst vor Ort wird deutlich, wie unterschiedlich der Garten von unten und oben wirkt.
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Fazit
Viele kennen diesen Ort am Niederrhein noch gar nicht, doch das sollte sich ändern. Die Gartenanlage zählt zu den schönsten Anlagen ihrer Art in Nordrhein-Westfalen und begeistert mit ihrer außergewöhnlichen Symmetrie und der ruhigen Atmosphäre. Wer sich einmal wie in einem historischen Schlosspark fühlen möchte, sollte sich einen Besuch im Kloster Kamp nicht entgehen lassen.
Nach dem Spaziergang durch die Gärten lohnt sich außerdem ein Abstecher ins Spenden-Café auf dem Klostergelände. Hier lässt sich der Ausflugstag bei Kaffee und Kuchen entspannt ausklingen. Wer anschließend noch etwas Zeit mitbringt, kann zudem das Museum oder den Klosterladen auf dem Gelände besuchen. In Kamp-Lintfort lohnt sich außerdem der Besuch des Zechenparks.
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