Tosendes Wasser und enge Felsspalten umgeben mich, während ich die ersten Meter durch die Rosengartenschlucht in Imst gehe. Ein gut ausgebauter Steig führt mich weiter durch die Schlucht, die zu den beeindruckendsten Naturdenkmälern Tirols gehört. Die Tour beginnt mitten in Imst und führt rund 1,5 Kilometer entlang des Schinderbachs – stets begleitet vom Rauschen des Wassers. Ideal für alle, die spektakuläre Wanderungen lieben und die Natur hautnah erleben möchten.
Lohnt sich die Wanderung durch die Rosengartenschlucht in Imst?






Die Rosengartenschlucht in Imst ist ein echtes Naturhighlight in Tirol und bestens erschlossen. Durch die Tiroler Schlucht führt ein Wanderweg, der in Hoch-Imst endet. Die Wanderung, die als Rundweg angelegt ist, verläuft über schmale Stege, vorbei an Wasserfällen und durch kühle Felsspalten.
Immer wieder bieten sich traumhaft schöne Ausblicke mit spektakulären Blicken auf das tosende Wasser. Der Einstieg zur Rosengartenschlucht und zur kurzen Wanderung befindet sich nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum Imst entfernt – die Tour ist damit perfekt für einen Halbtagesausflug mit viel Natur und Bewegung.
Fototipp: Der fotogenste Abschnitt befindet sich etwa auf halber Strecke: Hier fließt das Wasser in smaragdgrünen Becken durch eine enge Felsschlucht – das lässt sich perfekt aus der Vogelperspektive festhalten! Aber auch der Blick durch die enge Klamm, der sich an vielen Stellen bietet, ist ein Foto wert.
Anreise zur Rosengartenschlucht in Imst
| Strecke: | 5 km |
| Höhenmeter: | 300 hm |
| Gehzeit: | 2,5 Stunden |
| Einkehrmöglichkeit: | Restaurant Sonneck |
| Eintritt: | kostenlos |
Die Rosengartenschlucht startet direkt im Zentrum von Imst, am Johannesplatz – nur wenige Meter hinter der Pfarrkirche St. Johannes. Mehrere Schilder weisen den Weg zum Einstieg der Wanderung. Wer mit dem Auto anreist, findet in der Innenstadt von Imst mehrere kostenpflichtige Parkmöglichkeiten. Am besten wählt man den Parkplatz Rosengartenschlucht, der in direkter Nähe zum Eingang der Schlucht liegt.
Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Anreise problemlos möglich: Vom Bahnhof Imst-Pitztal bringt eine regelmäßige Busverbindung (z. B. Linie 4206) Besucher direkt ins Stadtzentrum von Imst. Von dort erreicht man den Einstieg zur Schlucht bequem zu Fuß in wenigen Minuten.
Wanderschuhe und GPS-Track reichen aus
Für die Wanderung durch die Rosengartenschlucht in Imst ist kein spezielles Equipment erforderlich, da es sich um eine einfache Wanderung durch leichtes Gelände handelt. Trotzdem solltest du ordentliche Wanderschuhe tragen, da die Wege aufgrund der Nähe zum Wasser rutschig sein können. Da nach der Hälfte der Tour ein Restaurant auf dich wartet, reicht es, wenn du im Rucksack ausreichend Getränke und ein paar kleine Snacks verstaust. Aber Achtung: Dienstags hat das Restaurant Ruhetag!
Auch wenn die Wegführung sehr einfach ist, lohnt es sich, vorab die GPS-Daten der Route herunterzuladen. Die Schlucht ist von Mai bis Oktober für Besucher geöffnet. Bei schlechtem Wetter würde ich dir jedoch von einem Besuch abraten, da die Wege dann sehr rutschig werden.
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Kristallklares Wasser und meterhohe Felsen
Der Eingang zur Rosengartenschlucht führt über einen eher unscheinbaren, geteerten Weg entlang des Schinderbachs. Kein Eintritt, kein Drehkreuz – so wie ich es von einigen anderen Klammen kenne. All das entfällt in der Imster Schlucht, genauso wie Touristenmassen oder Warteschlangen. Die auf den Boden gemalten Rosen zeigen mir jedoch schnell, dass ich hier richtig bin.
Nach wenigen Gehminuten kreuzt der Weg den Fluss, und ich stehe mitten in der Rosengartenschlucht: Der Steig schlängelt sich von nun an eng entlang des tosenden Schinderbachs – durchgehend gut abgesichert. Das Wasser ist so klar, dass man bis auf den Grund sehen kann. Umgeben von hohen, teils überhängenden Felswänden geht es über Brücken, Stufen und Steige immer tiefer in die Schlucht hinein.
Mein Highlight: Auf Holzstegen direkt an der Felswand wandern
Das absolute Highlight ist das mittlere Drittel der Rosengartenschlucht: Hier rückt der Fels ganz nah zusammen. Ich laufe auf schmalen Holzstegen direkt an der Felswand entlang, während das Wasser unter mir rauscht. Die Farben des Gesteins wechseln von Grau zu Ocker, das Wasser leuchtet türkis – ein faszinierendes Farbspiel.
Besonders beeindruckend ist, wie nah man dem Wasser kommt: Teilweise verläuft der Steig nur wenige Zentimeter vom Ufer entfernt. Immer wieder laden kleine Aussichtsplattformen zu einer kurzen Pause ein. Für mich ist es dieser ständige Wechsel aus Enge und Weite, der die Wanderung so abwechslungsreich macht. Wer die Augen offen hält, entdeckt unterwegs sogar Fossilien.
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Fazit
In Hoch-Imst angekommen, liegt die Hälfte der Strecke hinter mir. Zurück geht es durch bewaldetes Gebiet, aber auch hier warten immer wieder tolle Ausblicke. Ein kleiner Gipfel-Moment erwartet einen noch am sogenannten Wetterkreuz – der perfekte Spot für eine letzte kurze Pause mit Bergblick, bevor es zurück ins Stadtzentrum geht.
Die Wanderung durch die Rosengartenschlucht ist ein echtes kleines Abenteuer – und das direkt in Imst. Wer sich für Natur, abwechslungsreiche Wanderungen oder einfach spektakuläre Fotomotive begeistert, kommt hier voll auf seine Kosten. Die Tour ist technisch einfach, aber durch die vielen Stufen und leicht steilen Anstiege trotzdem ein kleines Workout. Mindestens einen halben Tag solltet ihr einplanen.
Wer möchte, kann die Tour in Hoch-Imst noch zu einer größeren Wanderung ausbauen und beispielsweise zur Untermarkter Alm wandern. Alternativ nimmt man die Bergbahn zur Untermarkter Alm und startet von dort aus eine alpinere Wanderung.
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