Wenn ich etwas am Skifahren besonders liebe, dann sind es vorgeplante Skirunden. So kann man viel entspannter die Schönheit solcher unglaublichen Skigebiete wie am Arlberg erleben! Außerdem sieht man die schönsten Strecken und landschaftlichen Highlights eines Skigebiets. Ganz besonders liebe ich die Skirunde Der Weiße Ring am Arlberg in Österreich! Und obwohl die Route „nur“ 22 Kilometer hat, gibt es hier einiges zu beachten!
Lohnt sich die Skirunde „Weißer Ring“ am Arlberg?





Der Weiße Ring gilt als die legendärste Skirunde der Alpen und verbindet die Orte Lech, Zürs, Zug und Oberlech im Skigebiet am Arlberg. Dich erwarten ca. 22 Kilometer Strecke und 5.500 Höhenmeter. Die Route ist technisch nicht sehr anspruchsvoll und daher auch für mittlere Skifahrer gut machbar. Ein besonderes Highlight sind die Aussichtsplattformen am Rüfikopf und am Madloch. Dort befindet sich ein großer, markanter Kreis mit dem Schriftzug „Der Weiße Ring“ – ein perfekter Spot für ein Erinnerungsfoto!
In den Ring einsteigen könnt ihr fast überall in den Alpenorten Lech und Zürs. Meine Empfehlung ist der Einstieg an der Rüfikopfbahn in Lech, der Seekopf- oder Zürserseebahn in Zürs sowie der Zugerbergbahn in Zug. Dort befinden sich zusätzlich Starttafeln. Unterwegs müsst ihr nur auf die gut sichtbaren Aufkleber der Skirunde achten – und schon habt ihr etwa einen halben Tag puren Skispaß!
Pistenplan
Alle Abfahrten und Liftanlagen am Arlberg im Überblick. Zum Vergrößern des Pistenplans bitte auf das Bild klicken.
Fototipp: Unbedingt ein Foto an der Aussichtsplattform am Rüfikopf machen! Setzt euch auf die ausklappbare Stufe und hebt die Hände nach oben – so betont ihr perfekt den Schriftzug „Der Weiße Ring“ im Hintergrund. Ein absolutes Must-have für eure Skierinnerungen!
Anreise an den Arlberg
| Pistenkilometer: | 22 km |
| Höhenmeter: | 5.500 hm |
| Dauer: | ca. 4 Stunden |
| Event-Tipp: | Der weiße Ring – das Rennen |
| Streckenrekord: | 44:06:50 Minuten |
Die beste Möglichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arlberg zu reisen, ist über St. Anton. Der Ort verfügt über einen großen Bahnhof, und von München aus seid ihr in etwa 3,5 Stunden dort.
In die anderen Einstiegsorte des Weißen Rings ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu empfehlen. Falls ihr also nach Lech, Zürs oder Warth-Schröcken wollt, nehmt am besten das Auto. Mit dem Auto kommt man am besten über Imst und Innsbruck nach St. Anton. Die Fahrt dauert etwa 2,5 Stunden. Dort könnt ihr parken und direkt mit der ersten Gondel nach oben fahren.
Wer in Lech übernachten möchte, erreicht den Ort ab St. Anton über St. Christoph in rund 20 Minuten. Falls ihr aus der Bodensee-Region anreist, bietet sich der Einstieg in Warth-Schröcken an. Ab Bregenz seid ihr mit dem Auto etwa 1,5 Stunden unterwegs. Wichtig zu wissen: Lech und Warth sind im Winter nicht direkt mit dem Auto verbunden! Ihr müsst also unbedingt die Gondel rechtzeitig erwischen. Wer sie verpasst, muss den Umweg über Bludenz nehmen – und das bedeutet zwei Stunden mehr Fahrzeit.
Podcast-Tipp
Bucketlist – Dein Reisepodcast
Jetzt reinhören: In dieser Folge geht´s um Skifahren in St.Anton am Arlberg feat. Marius Quast.
#30 Skifahren in St. Anton am Arlberg feat. Marius Quast – Bucketlist – Dein Reisepodcast
Die ersten Schwünge im frischen Schnee ziehen
Wie ich dieses Gefühl liebe! Gerade noch saßen wir im warmen Auto, und jetzt weht uns die kühle Bergluft um die Nase. Ich stehe an der Galzigbahn in St. Anton, ziehe meine Skiklamotten an und lasse die Schnallen meiner Skischuhe einrasten. Die Vorfreude auf einen grandiosen Skitag steigt! Von oben aus steige ich direkt in die Vallugabahn um und stehe als einer der Ersten am höchsten Punkt des Skigebiets – auf 2.810 Metern!
Die erste Abfahrt ist einfach magisch. Ich liebe es, wie die frischen Rillen unter meinen Skikanten nachgeben. Jetzt heißt es, verschiedene Lifte nehmen und Pisten abfahren, bis ich meinen Einstieg in die schönste Skirunde der Alpen erreiche: den Weißen Ring.
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Von Zürs direkt in 22 km Pistenvergnügen
Mit den Skiern haben wir jetzt das gemütliche Alpendorf Zürs erreicht. Hier sehe ich bereits eine der groß ausgeschilderten Einstiegsstellen in den Weißen Ring. Mit der Zürserseebahn geht es nun nach oben. Kurz überlege ich, ob ich die Skirunde mit der Ski-Arlberg-App tracken soll, entscheide mich aber dagegen. Heute möchte ich einfach nur die Landschaft in aller Ruhe genießen.
Ein kleiner Tipp am Rande: Wer genauso früh dran ist wie wir, sollte sich noch das Kästle Mountain Museum in Lech am Startpunkt des Weißen Rings anschauen. Hier gibt es historisches Bildmaterial, alte Skimodelle und viele weitere spannende Ausstellungsstücke. Mit der Madlochbahn geht es weiter hinauf auf über 2.600 Höhenmeter! Oben angekommen, bin ich erneut überwältigt von dem atemberaubenden Panorama, das sich vor mir erstreckt.
Jetzt beginnt eine traumhafte Abfahrt, die mich ein wenig an Mario Kart erinnert. Hier fahre ich von links nach rechts über kleine Kuppen. Ein kleiner Abstecher zur ersten Aussichtsplattform des Weißen Rings, der Madloch-Plattform, lohnt sich auf jeden Fall! Macht hier unbedingt ein Foto – falls ihr später an der Rüfikopfbahn keines aus Zeitgründen machen könnt.
Über den Photopint an der Ehrentafel vorbei nach Lech
Okay – das war schon mal unglaublich! Diese Pisten sind so gut! Ich liebe es, wenn ein Skigebiet viele Pistenautobahnen hat und man sich voll und ganz auf das Panorama konzentrieren kann. Gleich konzentriere ich mich aber auch kurz auf mein Aussehen, denn am Kriegerhorn heißt es am Photopoint, ein Foto zu schießen.
Und schon geht es weiter hinunter nach Lech. Dort bestaunen wir die Ehrentafel, auf der alle Skifahrer verewigt sind, die das Weiße-Ring-Rennen gewonnen und Streckenrekorde aufgestellt haben!
Hier kommt meine absolute Lieblingspiste!
Wer noch nicht viele Skitage in den Beinen hat, wird spätestens in Lech die Schenkel spüren. Keine Sorge, die kommende Piste wird euch belohnen – meine absolute Lieblingspiste! Wir steigen in die große Gondel der Rüfikopfbahn, die uns auf über 2.300 Höhenmeter bringt. Oben angekommen, könnte man sich noch eine kurze Pause im Gipfelrestaurant gönnen – der Blick von der Dachterrasse ist einfach traumhaft! Von dort oben erspäht man auch schon das riesige kreisrunde Schild des Weißen Rings. Wer möchte, kann sich etwas hochkraxeln, auf den ausklappbaren Sitz setzen und ein grandioses Foto schießen – als Beweis, dass man den Weißen Ring gemeistert hat.
Aber keine Zeit verlieren, bevor die Pendelbahn die nächsten Skifahrer bringt – wir haben die Piste gerade für uns allein! Ich stoße mich ab und fahre durch die unberührte Berglandschaft. Super entspannt geht es mit nur wenig Steigung immer geradeaus, und ich habe jede Menge Zeit, die Natur zu genießen. Wenn es einen Himmel für Skifahrer gibt, dann sieht er genau so aus. Ich breite die Arme aus und schwinge von links nach rechts, aufrecht, ohne Hektik, ohne Stress.
Nach dem Fahrspaß erreichen wir einen Schlepplift, der uns zur nächsten Verbindungspiste bringt. Genau dieser Schüttbodenlift ist der Grund, warum meine Lieblingspiste am Rüfikopf fast immer leer ist – denn man muss danach erst wieder zurück nach Lech, um sie erneut fahren zu können. Es gibt keinen Lift, der einen direkt wieder auf den Rüfikopf bringt.
Der krönende Abschluss des Weißen Rings
Nach diesem Highlight nähern wir uns dem Ende des Weißen Rings – oder zumindest unserem persönlichen Finale. Wir fahren noch ein paar Pisten und erreichen schließlich Zürs, unseren Startpunkt des Skitags. Rund einen halben Tag waren wir unterwegs und freuen uns über die vielen gesammelten Eindrücke – und natürlich über das absolvierte Sportprogramm.
Von Zürs aus geht es nun wieder zurück nach St. Anton, wo für mich ein letzter Stopp fest eingeplant ist: die Après-Ski-Bar MooserWirt. Meiner Meinung nach gibt es hier den besten Après-Ski. Was für ein grandioser Skitag!
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Fazit
Der Weiße Ring ist ein absolutes Muss für sportliche Skifahrer, die am Arlberg unterwegs sind! Die Ausblicke auf die unglaubliche Bergwelt sind ein echtes Highlight, und die Pisten sind nicht nur wunderschön, sondern auch sportlich anspruchsvoll. Wusstet ihr übrigens, dass ihr mit der Ski-Arlberg-App ganz einfach euren Lauf tracken könnt?
Und als kleines Extra: Zweimal pro Woche gibt es sogar die Chance, einen Gürtel im Weißen-Ring-Design von Luis Trenker zu gewinnen! Ein weiteres Highlight ist das legendäre Rennen, das einmal im Jahr stattfindet: Der Weiße Ring – Das Rennen! Der Startpunkt liegt am Rüfikopf, wo sich Hunderte Skifahrer auf der Strecke messen. Seit 2024 hält Kilian Böck den Streckenrekord mit 44:06:50 Minuten. Würdest du es schaffen, diesen Rekord zu knacken?

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