Suicide Cliff: Dramatischer Felsvorsprung in Hongkong

Hoch über den Dächern der Millionenstadt Hongkong liegt ein Ort, der zugleich atemberaubend schön und furchteinflößend ist: die Suicide Cliff. Auf einem schmalen Grat, direkt über der pulsierenden Metropole, stehst du vor einem tiefen Abgrund – ohne Sicherung. Der Weg dorthin ist eine echte Abenteuerwanderung, voller steiler Anstiege und schmaler Pfade. Doch wenn du ihn gemeistert hast, erwartet dich ein Panoramablick, der dir den Atem raubt, dir ein Gefühl von Freiheit gibt und der aller Tragik des Ortes trotzt.

Lohnt sich die Wanderung zum Suicide Cliff in Hongkong?

Die Suicide Cliff befindet sich an der Südspitze vom Kowloon Peak in Hongkong und ragt rund 593 Meter über der Stadt auf. Ihren Namen verdankt sie der steilen Felswand und mehreren tragischen Vorfällen und dem Umstand, dass der Aufstieg „einem Selbstmord“ gleicht. Der beliebteste und zugleich schnellste Aufstieg beginnt am Friedhof Pak Fa Lam.

Die Strecke, die überwiegend aus Treppenstufen besteht, ist zwar nur etwa 1 km lang, aber mit 260 Höhenmetern äußerst steil und herausfordernd. Wenn du den schmalen Pfad meisterst, wirst du mit einem spektakulären Blick auf die Skyline belohnt. Die Tour ist nichts für Anfänger – Trittsicherheit, gute Kondition und Vorsicht sind ein Muss.

Fototipp: Für das ikonische Foto an der Suicide Cliff solltest du den Weitwinkelmodus deines Smartphones nutzen. So lassen sich sowohl die markante Klippe als auch die Skyline von Hongkong einfangen. Stell dich nicht direkt an den Rand – auch leicht zurückgesetzt wirkt das Bild spektakulär und ist deutlich sicherer. Der Fotograf sollte entweder ein paar Meter hinter dir auf der Klippe stehen oder etwa 40 Meter zurück, um die gesamte Szene mit der steilen Felskante und der Stadt im Hintergrund ins Bild zu bekommen.

Anreise zum Friedhof Pak Fa Lam

Strecke:2 km
Höhenmeter:380 hm
Gehzeit:1:25 Stunden
Höhe:593 Meter
Anreise:Bus (besser Uber)

Dein Abenteuer zur Suicide Cliff beginnt am Friedhof Pak Fa Lam im Osten von Hongkong. Vom Hong Kong International Airport (HKG) sind es etwa 40 Kilometer bis zum Startpunkt. Wenn du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährst, solltest du mindestens 1,5 Stunden inklusive Umstiegen einplanen. Die nächstgelegene Bushaltestelle ist Anderson Road, die von den Linien 91 und 92 angesteuert wird.

Am unkompliziertesten erreichst du den Ort per Uber oder Mietwagen. Es gibt kaum Parkplätze direkt am Friedhof, weshalb eine Abholung per App definitiv die bequemere Wahl ist. Da die Wanderung zur Suicide Cliff relativ kurz ist, braucht es keine große Vorbereitung. Gute, rutschfeste Wanderschuhe sind bei feuchtem Untergrund aber unerlässlich. Unterwegs gibt es übrigens keine Versorgungsmöglichkeiten.

Steiler Aufstieg über Treppen

Die Treppen beginnen direkt an der Straße, und schon bald zwingt mich die Anstrengung dazu, die erste Jacke auszuziehen. Dichter Nebel liegt über den Bäumen und Sträuchern, die neben dem Weg stehen. Die Stufen sind stellenweise in schlechtem Zustand, daher ist Trittsicherheit unbedingt erforderlich.

Nach etwa zwei Dritteln der Strecke ist der anstrengendste Teil geschafft, und auf dem Gipfel ragen Telefon- und Radioantennen durch den Nebel. Direkt daneben befindet sich ein Helikopterlandeplatz, von dem ein leicht abschüssiger Pfad in wenigen Hundert Metern zur Suicide Cliff führt. Und dann taucht sie vor uns auf – doch an eine Aussicht ist bei der dichten Wolkendecke noch nicht zu denken. Zeit, kurz durchzuatmen!

Auch am Abend ein echtes Highlight: Das Suicide Cliff am Kowloon Peak ©Oliver

Der beste Aussichtspunkt in Hongkong

Oben auf der Suicide Cliff stehe ich mitten in den Wolken. Der Regen hat nachgelassen, doch dichte Nebelschwaden hängen immer noch tief über der Stadt. Die Sicht beträgt kaum zehn Meter. Du solltest hier vorsichtig sein, da der rutschige Felsvorsprung ungesichert ist und es direkt steil in die Tiefe geht.

Langsam beginnt sich der Nebel zu lichten, und die Wolken geben den Blick auf Hongkong frei. Minuten später liegen die ersten Hochhäuser unter mir, und in der Ferne glitzern weitere Gebäude um die Wette. Dabei sind die Kontraste gewaltig: Dschungelgrün neben Glasfassaden und völlige Ruhe auf dem Berg neben dem Lärm der Millionenstadt.

Auch interessant: Monster Building in Hongkong

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Fazit

Die Wanderung zur Suicide Cliff ist körperlich fordernd, steil und nicht geeignet für Menschen mit Höhenangst. Wer trittsicher ist und keine Probleme mit unbefestigten Passagen hat, wird mit einem einzigartigen Blick über Hongkong belohnt.

Nach dem Abstieg lohnt sich ein Besuch des berühmten Monster Building mit seiner markanten Architektur. Du kannst außerdem eine Fahrt mit der historischen Tramway unternehmen oder den Victoria Peak ansteuern. Dort erwartet dich eine ähnlich spektakuläre Aussicht – ganz ohne die Anstrengung des Aufstiegs.

Lage

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