Zwischen den mächtigen Felsen des Elbsandsteingebirges öffnet sich plötzlich die Teufelsgrundschlucht. Fünfhundert Meter lang hat sie sich durch den Stein gefressen. Wer die Arme auseinanderstreckt, berührt den nackten Fels hier in der Sächsischen Schweiz. Die geheimnisvolle Wanderung schlängelt sich durch eine Landschaft aus moosbewachsenen Sandsteinwänden, engen Felsspalten und plätschernden Bächen. Wenn das Sonnenlicht durch das bunte Blätterdach fällt, wirkt der Ort beinahe magisch, und die Wanderung wird zu einem besonders idyllischen Naturerlebnis.
Lohnt sich die Rundwanderung zur Teufelsgrund-Schlucht?





Die Teufelsgrundschlucht liegt südlich von Bad Schandau im Elbsandsteingebirge und gehört zur Sächsischen Schweiz, einem Nationalpark mit markanter Sandsteinlandschaft. Der rund acht Kilometer lange Rundwanderweg startet und endet in Uttewalde. Die Route führt zunächst durch die Schleifgrundschlucht, dann durch die Uttewalder Grundschlucht, zur Teufelskammerschlucht und zur Teufelskammerpassage, bevor man den Teufelsgrund erreicht.
Von dort geht es schließlich wieder zurück nach Uttewalde. Die Wanderung bietet beeindruckende Ausblicke auf die bizarren Felsformationen, die über Millionen Jahre durch Erosion und Verwitterung entstanden sind. Teilweise verläuft der abwechslungsreiche Weg über Stufen und Treppen, entlang von Bächen oder durch enge Felsspalten.

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Fototipp: Ein gutes Fotomotiv bieten die steilen, moosbewachsenen Felswände entlang des Weges – besonders vor den Eisentreppen, die durch eine Art Steintor hindurchführen. Wenn im Herbst das Licht durch die bunten Blätter fällt, lässt sich die Landschaft im Weitwinkelmodus besonders gut einfangen.
Anreise nach Uttewalde
| Ausgangspunkt: | Bushaltestelle Uttewalde |
| Strecke: | 8 km |
| Höhenmeter: | 170 hm |
| Gehzeit: | 2,5 Stunden |
| Länge der Schlucht: | 500 Meter |
Der Rundwanderweg startet und endet direkt an der Bushaltestelle „Bruno-Barthel-Stein“ in Uttewalde. Wenn ihr mit dem Auto anreist, nehmt die A 17 bis zur Ausfahrt Pirna und folgt dann der B 172 in Richtung Lohmen bis nach Uttewalde.
Direkt in der Nähe der Bushaltestelle gibt es einen Wanderparkplatz, der zu bestimmten Zeiten allerdings gebührenpflichtig ist. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man bequem mit der S-Bahn-Linie S1 bis zum Bahnhof Pirna. Vom ZOB Pirna fährt der Bus der Linie 238 bzw. 239 in Richtung Lohmen und bringt einen direkt zur Bushaltestelle „Bruno-Barthel-Stein“. Von hier aus startet dann die Wanderung zum Teufelsgrund.
Feste Schuhe für rutschige Wege sind ein Muss
Wenn ihr die Wanderung so wie ich im Herbst machen möchtet, startet am besten schon am Vormittag, denn in der Schlucht verschwindet die Sonne recht schnell. Idealerweise sollte es vorher nicht geregnet haben, da manche Abschnitte des Weges sehr schlammig werden können. Zieht unbedingt feste Wanderschuhe an, um sicher über die rutschigen Stufen zu gelangen.
Da es zwischen den Felswänden häufig keinen Empfang gibt, sollte die Wanderroute vorher heruntergeladen werden. Denkt auch an Getränke und Verpflegung, da die Gaststätte „Waldidylle“ als Einkehroption auf dem Weg nicht immer geöffnet ist.
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Zwischen den mächtigen Felsen herrscht auf einmal Stille
Die Wanderroute, die ich mir ausgesucht hatte, ist Teil eines weitverzweigten Wandernetzes mit zahlreichen Routen. So richtig beginnt die Tour für mich, als ich die steilen Stufen in die Schlucht hinabsteige. Hier, zwischen den mächtigen, hohen Felsen, ist es auf einmal ganz still. Und auch in mir kehrt Ruhe ein.
Die Luft ist angenehm kühl, der Boden leicht feucht, und es riecht nach Wald. Ich weiß nicht genau, ob es an der Präsenz der Sandsteinfelsen liegt, aber ich wandere nun sehr ehrfürchtig und ganz aufmerksam durch die Schleifgrundschlucht, achte auf jedes Detail auf dem Weg.
Mystische Atmosphäre zwischen moosbewachsenen Felsen
Im weiteren Verlauf wird die Wanderung abenteuerlicher und sehr abwechslungsreich. Immer wieder gibt es kleinere Hürden zu überwinden. Steile, rutschige Stufen führen zunächst in die Schlucht. Dann folge ich eine Weile dem Weg, der sich zwischen den steilen Felswänden der Teufelsgrundschlucht und der Teufelskammerschlucht hindurchschlängelt.
Die ganze Atmosphäre ist wie magisch aufgeladen, vor allem wenn das Sonnenlicht durch die Blätter bricht und die moosbewachsenen Felsen mystisch beleuchtet. Wie ein abenteuerlustiger Entdecker komme ich mir vor, wenn ich teilweise auf allen Vieren durch enge Felsspalten krabble oder versteckte Treppen emporklettere. Wirklich wundervoll hier!
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Fazit
Die Wanderung durch die Teufelskammerschlucht und die Teufelsgrundschlucht eignet sich besonders für abenteuerlustige Wanderer mit guter Grundkondition und Trittsicherheit, da einige Passagen über Stufen oder durch enge Felsspalten führen. Auch im Sommer ist die abwechslungsreiche Tour in der Sächsischen Schweiz lohnenswert, da die engen Schluchten für angenehme Kühle sorgen.
In der Nähe von Uttewalde gibt es zudem weitere sehenswerte Ausflugsziele, zum Beispiel die Lohmener Klamm, die Festung Königsstein oder den Elberadweg. Auch Pirna mit seinen Fachwerkhäusern ist einen Abstecher wert.
Lage
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