Die 13 besten Sehenswürdigkeiten in Rio de Janeiro

Wer an Rio de Janeiro denkt, hat sofort zahlreiche Bilder im Kopf, ohne jemals dort gewesen zu sein. Karneval, Samba, Strand, gute Laune. Attraktionen wie die Christusstatue oder der Zuckerhut ziehen jährlich Millionen Besucher an. Rio de Janeiro ist eine der abwechslungsreichsten Städte Südamerikas und bietet neben seinen einzigartigen Sehenswürdigkeiten auch eine spektakuläre Natur, interessante Geschichte und ein aufregendes Nachtleben.

Top-Sehenswürdigkeiten in Rio de Janeiro im Überblick

Rio de Janeiro ist wohl eine der bekanntesten Städte Südamerikas. Mit rund 6,7 Millionen Einwohnern und über 12 Millionen Cariocas in der Metropolregion, wie die Einwohner Rios genannt werden, ist es außerdem eine der bevölkerungsreichsten. Rio de Janeiro verbinden viele mit Karneval und Samba. Doch die brasilianische Metropole hat noch weit mehr zu bieten: traumhafte Strände wie Copacabana und Ipanema, spektakuläre Aussichtspunkte wie Pedra Bonita und den Zuckerhut sowie eines der sieben neuen Weltwunder – die Christusstatue Cristo Redentor. Wer Unterhaltung sucht, kann sich ein Fußballspiel im legendären Maracanã-Stadion ansehen oder in Vierteln wie Lapa mit der berühmten Treppe Escadaria Selarón die Nacht zum Tag machen.

Wem das noch nicht genug ist, der kommt auch historisch und kulturell auf seine Kosten. Stadtviertel wie Santa Teresa oder Centro mit kolonialer Architektur und Museen oder die Arcos da Lapa sind geschichtlich wichtige Punkte von Rio de Janeiro und dürfen bei einem Besuch der „cidade maravilhosa“, wie Rio auch genannt wird, nicht fehlen. Das Klima der Stadt am Atlantik ist tropisch-warm und feucht mit ganzjährig hohen Temperaturen. Wer eine Reise plant, muss bedenken, dass der Sommer hier von Dezember bis Februar und der Winter von Juni bis August ist.
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#riodejaneiro #brasilien

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1. Cristo Redentor: Rios weltberühmte Christusstatue

©Nexa
Öffnungszeiten:Täglich von 8 bis 19 Uhr
Must-Do:Wanderung zur Statue
Besonderheit:1/7 neuen Weltwunder

Die Christusstatue ist eines der berühmtesten Wahrzeichen der Stadt und steht auf dem Morro do Corcovado mitten im Tijuca-Nationalpark. Die Idee für das 38 Meter hohe Weltwunder entstand bereits 1859. Baubeginn war jedoch erst 1926 und Fertigstellung fünf Jahre später. Die verschiedenen Künstler, die am Bau beteiligt waren, verzierten die Statue mit zahlreichen Speckstein-Plättchen. Weit geöffnete Arme symbolisieren Christus als Beschützer und eine Umarmung der Stadt Rio.

Die meisten Besucher benutzen die Straßenbahn, um die Christusstatue zu erreichen. Doch ist die Wanderung zum Cristo Redentor auf den Corcovado-Berg ebenfalls sehr empfehlenswert. Ab dem Parque Lage sind es 2,5 km und etwa 2 bis 3 Stunden Aufstieg durch den Tijuca-Nationalpark. Auf dem Weg begegnet man kleinen Affen, tropischen Vögeln und wunderschönen Schmetterlingen.

2. Zuckerhut (Pão de Açúcar): Eine der ältesten noch betriebenen Seilbahnen

©f11photo
Lage:Urca, Zona Sul
Höhe:396 Meter
Must-Do:DJ-Set zum Sonnenuntergang

Der Zuckerhut ist neben der Christusstatue das wohl bekannteste Wahrzeichen Rio de Janeiros. Vom Praia Vermelha erreicht man den Gipfel Pão de Açúcar über eine der ältesten noch betriebenen Seilbahnen der Welt, die Bondinho do Pão de Açúcar. Die erste Teilstrecke wurde 1912 eröffnet, die zweite folgte ein Jahr später und verband von nun an den Morro da Urca mit dem Pão de Açúcar. Vom Gipfel hat man einen spektakulären Ausblick auf den Atlantik, die Copacabana und das Zentrum Rios.

Ein Besuch ist insbesondere am späten Nachmittag empfehlenswert. Tipp: Auf dem Morro da Urca finden regelmäßig DJ-Sets zum Sonnenuntergang statt, die im Eintritt für die Seilbahn inbegriffen sind.

3. Copacabana: Herzstück von Rios Küste

©Ekaterina Belova

Auch interessant: Die schönsten Strände der Welt

Lage:Zona Sul
Länge:ca. 4 km
Beste Besuchszeit:Ganztägig

Einer der bekanntesten Strände der Welt ist die Praia de Copacabana mit seiner berühmten schwarz-weiß gefliesten Promenade Avenida Atlântica. Die Copacabana ist mehr als nur ein Ort zum Sonnenbaden: Rund um die Uhr findet man hier Jogger, Radfahrer, Straßenstände, Künstler, Surfer und natürlich Badegäste. Wer etwas Luxus bei einer Reise nach Rio möchte, kann im Belmond Copacabana Palace übernachten. Das historische Hotel wurde 1923 eröffnet und beherbergt internationale Prominenz, Politiker und Künstler. Doch auch ein Blick auf die Fassade ist bereits einen Besuch wert.

Wer gegen Jahresende nach Rio kommen möchte, den erwartet eine ganz besondere Atmosphäre: Insbesondere durch soziale Medien ist die sogenannte „Réveillon-Feier“ an Silvester bekannt geworden. Millionen Menschen in weißer Kleidung feiern bis tief in die Nacht hinein und begrüßen das neue Jahr mit einem der größten Silvesterfeste der Welt.

4. Escadaria Selarón: Rios buntes Mosaikkunstwerk

©rpbmedia
Lage:Zwischen Lapa u. Santa Teresa
Stufen:215
Beste Besuchszeit:Frühmorgens oder abends

Die bunte Treppe Escadaria Selarón ist eines der beliebtesten Fotomotive Rio de Janeiros. Der chilenische Künstler Jorge Selarón begann mit dem Projekt im Jahr 1990, damals mit der simplen Idee der Umgestaltung seiner Umgebung. Mit der Zeit wurde daraus jedoch ein lebenslanges und ständig veränderliches Kunstwerk mit Fließen aus aller Welt. Diese zeigen sowohl Flaggen, als auch Tiere, Menschen, politische Darstellungen oder Landschaften.

Während die farbenfrohen Treppen tagsüber zahlreiche Touristen für Bilder und Souvenirstände anziehen, verändert sich die Escadaria Selarón sobald es dunkel wird. Abends findet man hier viele Musiker und Tänzer, die gute Laune und brasilianischen Flair versprühen.

5. Maracanã-Stadion: Mehr als nur ein Fußballstadion

©marchello74
Eröffnung:16. Juni 1950
Kapazität:ca. 79.000 Zuschauer
WM-Finals:1950 & 2014

Wer die WM im Jahr 2014 mitverfolgte, dem ist auch das Maracanã-Stadion bereits bekannt: Hier traf die deutsche Nationalmannschaft auf Argentinien und erzielte nach 120 Minuten das entscheidende 1:0. Das Stadion ist eng mit der brasilianischen Sport- und Popkultur verbunden. Neben Fußballspielen finden hier regelmäßig Konzerte und Großveranstaltungen statt.

Brasilien ist ein Land des Fußballs, daher ist ein Besuch des legendären Stadions in Rio de Janeiro ein Must-Do. Fangesänge, Trommeln, riesige Fahnen, Feuerwerke: Die Atmosphäre während eines Spiels ist etwas ganz Besonderes. Wer kein Spiel besuchen möchte, kann stattdessen täglich eine Tour durch das Maracanã-Stadion unternehmen.

6. Arcos da Lapa: Historisches Aquädukt

©lazyllama
Fertigstellung:1750
Anzahl der Bögen:42
Must-Do:Fahrt mit Tram

Das heutige Fotomotiv Arcos da Lapa im gleichnamigen Stadtteil erfüllten während der Kolonialzeit einen wichtigen Zweck: Die Wasserversorgung der Stadt Rio de Janeiro. Diese war nämlich ein echtes Problem, für das der Aquädukt die Lösung war. Wasser konnte nun aus dem Fluss Rio Carioca weitergeleitet und schlussendlich der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden. Nachdem der Aquädukt nicht mehr benötigt wurde, wandelte man die Arcos kurzerhand in ein Viadukt für die Straßenbahn nach Santa Teresa um. Diese Funktion haben sie bis heute.

Wer die Arcos da Lapa abends besucht, lernt den Stadtteil mit der historischen Sehenswürdigkeit ganz anders kennen. Lapa ist eines der bekanntesten Kultur- und Ausgehviertel Rios. Nachts bietet Lapa zahlreiche Straßenstände mit Cocktails und Street Food und an jeder Ecke sieht man Menschen tanzen. Genau die Atmosphäre, die man mit Brasilien verbindet.

7. Jardim Botânico: Botanisches Paradies inmitten der Großstadt

Gesamtfläche:ca. 137 Hektar
Öffnungszeiten:Täglich von 8 bis 17 Uhr
Aufenthalt:2 bis 3 Stunden

Der Jardim Botânico liegt im gleichnamigen Stadtteil und wurde 1808 gegründet, nachdem die portugiesische Königsfamilie aufgrund der napoleonischen Invasion nach Brasilien geflogen war. Ursprünglich sollte hier der Anbau verschiedenster Gewürz- und Nutzpflanzen aus aller Welt erprobt werden, weshalb die Geschichte des Parks nicht nur eng mit der Kolonialgeschichte Brasiliens verbunden ist, sondern auch mit dem Transfer von Pflanzen aus anderen Kontinenten.

Das berühmteste Fotomotiv ist die sogenannte Palmeiras Imperiais: Eine Allee voller Kaiserpalmen, die besonders charakteristisch für den Jardim Botânico ist. Darüber hinaus finden Besucher ein Orchideenhaus, eine Kakteensammlung sowie verschiedenste Tiere, insbesondere kleine Affen, die durch die Bäume hüpfen.

8. Santa Teresa und Bonde: Mit der Tram durch Rio

©Mikolaj Niemczewski
Erste Strecke:1877
Must-Eat:Feijoada
Beste Besuchszeit:Vormittag bis früher Nachmittag

Santa Teresa ist ein Stadtviertel Rios mit besonderem Charme: Eine künstlerische Atmosphäre, koloniale Architektur und die historische gelbe Straßenbahn namens „Bonde“. Santa Teresas Straßen sind bunt: Hier findet man zahlreiche Street Art und Straßenstände, an denen Künstler ihre Werke verkaufen.

Wer mit der Bonde am Wochenende fahren möchte, muss mit Wartezeiten von bis zu 1,5 Stunden rechnen. Unter der Woche ist es meist „nur“ eine halbe Stunde. Wer vom Erkunden von Santa Teresa Hunger bekommt, sollte der Bar do Mineiro einen Besuch abstatten: Das Restaurant ist bekannt für dessen Feijoada, dem Nationalgericht Brasiliens.

9. Ipanema und Arpoador: Strand, Surfen und Sonnenuntergänge

Pedra do Arpoador ©@kireifotos
Lage:Zona Sul
Highlight:Pedra do Arpoador
Beste Besuchszeit:Frühmorgens und spätnachmittags

Ipanema gehört zu einem der berühmtesten Strände Rio de Janeiros und erstreckt sich über 2,6 km zwischen Arpoador im Osten und Leblon im Westen. Charakteristisch für Ipanema sind die sogenannten „postos“: Nummerierte Strandabschnitte, die als Orientierungspunkte dienen. Die Promenade von Ipanema eignet sich hervorragend für lange Spaziergänge, Radtouren oder als Teil der Joggingroute.

Darüber hinaus ist Ipanema ein beliebter Surfspot, genauer gesagt der Arpoador. Bereits in den 60er-Jahren entwickelte sich hier eine ausgeprägte Surfszene. Der Spot an den Felsen am Arpoador ist außerdem ein hervorragender Ort für Sonnenuntergänge.

10. Parque Lage: Rios grünes Juwel am Corcovado

Lage:Jardim Botânico
Must-Do:Foto des Palastes mit Corcovado
Öffnungszeiten:Täglich von 8 bis 18 Uhr

Der Parque Lage liegt am Fuß des Corcovado, dem Berg der Christusstatue. Wer den Park besucht, kommt um ein bestimmtes Fotomotiv nicht herum: Der Palacete mit offenem Innenhof und Pool mit dem Corcovado-Berg im Hintergrund. Das Gebäude wurde in den 1920er-Jahren von Henrique Lage umgestaltet, doch das heutige Bild des Palasts wurde primär vom italienischen Architekt Mario Vodret geprägt.

Die gesamte Anlage hat etwa 52 Hektar Park- und Waldfläche, die durch künstliche Seen und Inseln sowie Grotten und in die Wände eingelassene Aquarien verziert ist. Der Parque Lage ist zudem ein möglicher Ausgangspunkt für eine Wanderung zum Cristo Redentor.

11. Vista Chinesa: Historischer Aussichtspunkt im Regenwald

Lage:Parque Nacional da Tijuca
Höhe:380 Meter
Eintrittsgebühren:Kostenlos

Der 1903 als Hommage an die chinesischen Einwanderer und deren Tee-Anbau in Brasilien errichtete Pavillon liegt im Nationalpark Tijuca. Der Aussichtspunkt erinnert an eine Pagode, kann mit einer kleinen Wanderung erreicht werden und bietet einen außergewöhnlich guten Blick auf die bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Rio.

Die Vista Chinesa kann gut mit dem Mesa do Imperador, einem anderen Aussichtspunkt über Rio, verbunden werden. Von hier aus wandert man etwa 30 bis 40 Minuten zur Vista Chinesa durch den Tijuca-Wald. Die beste Zeit für einen Besuch ist entweder morgens oder am späten Nachmittag.

12. Pedra Bonita: Spektakuläre Aussicht über Rio

©jantima
Lage:Parque Nacional da Tijuca
Höhe:696 Meter
Eintritt:kostenlos

Wer Rio de Janeiro von oben erleben möchte, kommt um eine Wanderung auf die Pedra Bonita nicht herum. Der Aufstieg ist leicht bis moderat und wer nach 1,3 km den Gipfel erreicht, wird mit einer spektakulären Aussicht belohnt: Der Atlantik zur einen Seite und das Bergpanorama der Stadt Rio zur anderen.

Pedra Bonita bietet sich insbesondere für traumhafte Sonnenuntergänge an. Darüber hinaus ist Pedra Bonita einer der bekanntesten Ausgangspunkte für Hang Gliding und Paragliding in Rio. Wer also Adrenalin möchte, ist hier genau richtig.

13. Real Gabinete Português de Leitura: Rios märchenhafte Bibliothek

©Eric Akashi
Lage:Centro
Gründung:1837
Öffnungszeiten:Montags bis Freitag

Das Real Gabinete ist eine Bibliothek im Herzen Rio de Janeiros und diente ursprünglich portugiesischen Einwanderern als Zugang zu portugiesischer Literatur und Bildung. Das im Neomanuelinismus, eine Architekturströmung der portugiesischen Manuelinik, erbaute Gebäude wurde 1888 eröffnet und beherbergt einen beeindruckenden Lesesaal mit mehr als 200.000 Büchern in 50 riesigen Bücherregalen.

Das Real Gabinete Português de Leitura verbindet also sowohl Geschichte mit Architektur und ist definitiv einen Stopp bei einem Besuch in Rio wert. Wer möchte, kann gegen eine geringe Gebühr eine Führung des Gebäudes bekommen.

Weitere Reisetipps in Südamerika

Schon gewusst? Rio de Janeiro ist eine Stadt der Gegensätze. Weltberühmte Strände, Luxushotels und Karneval sind ein genauso fester Bestandteil des Stadtbildes wie dicht besiedelte Wohngebiete, die teilweise von kriminellen und bewaffneten Gruppen kontrolliert werden, sogenannte Favelas. Favelas entstanden durch die starke Urbanisierung Rios und den Zuzug von Menschen, die sich das Wohnen in den etablierten Stadtvierteln nicht leisten konnten. Da sich die Sicherheitslage kurzfristig verändern kann, sollte von spontanen Alleingängen abgesehen werden. Die bekannteste Favela in Rio ist Rocinha, die sich inzwischen zu einem echten Touristenmagneten entwickelt hat. Täglich werden hier Touren durch die ärmsten Teile Rios angeboten, um über Lebensbedingungen und Geschichte aufzuklären. Favelas sind eng mit der brasilianischen Musik- und Kulturgeschichte verbunden. Zahlreiche Sambaschulen haben ihre Wurzeln in diesen Communities. Auch heute entstehen in diesen Vierteln Musik, Tanz, Gastronomie und soziale Projekte.

Lage

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