Feuerland ist ein einzigartiges Reiseziel am gefühlten „Ende der Welt“. Genauer gesagt bezeichnet es eine Inselgruppe an der Südspitze Südamerikas, zwischen Argentinien und Chile. Feuerlands Attraktionen reichen von faszinierenden Regenwäldern bis hin zu Halbwüsten. Diese spektakulären Landschaften begeistern Abenteurer und bieten Sehenswürdigkeiten, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Wir verraten euch die besten Reisetipps für Feuerland.
Top-Sehenswürdigkeiten in Feuerland im Überblick
Feuerland, auf Spanisch „Tierra del Fuego“, ist der Name einer Inselgruppe an der Südspitze Südamerikas, die sowohl zu Argentinien als auch zu Chile gehört. Die Inseln sind durch die Meerenge „Magellanstraße“ vom Festland getrennt. Die Hauptinsel heißt Isla Grande de Tierra del Fuego und umfasst etwa 47.000 km².
Dort befindet sich auch die Hauptstadt Feuerlands: das argentinische Ushuaia, bekannt als „südlichste Stadt der Welt“, mit rund 80.000 Einwohnern. Die Stadt beheimatet Touristenattraktionen wie das Museo Marítimo de Ushuaia. Einzigartig auf Feuerland ist die wilde Natur, insbesondere der knapp 69.000 Hektar umfassende Nationalpark Tierra del Fuego. Zu dessen Highlights zählen die Bahía Lapataia sowie das Torfmoor Laguna Negra.
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1. Nationalpark Tierra del Fuego: Wilde und vielseitige Natur Feuerlands

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| Lage: | 12 km westl. von Ushuaia |
| Must-Do: | Wandern |
| Besonderheit: | Zutritt kostenpflichtig |
Der Tierra-del-Fuego-Nationalpark ist der südlichste Nationalpark Argentiniens und erstreckt sich über eine Fläche von 68.909 Hektar. Ihr erreicht ihn etwa 12 km westlich von Ushuaia. Kein anderer Nationalpark in Argentinien vereint eine so große natürliche Vielfalt – von Bergen und Gletscherlandschaften bis hin zu marinen und waldreichen Gebieten.
Gut ausgeschilderte Wanderwege unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade führen durch den Park. Ihr könnt die Natur aber auch mit dem Kajak oder Kanu erkunden, entweder auf eigene Faust oder im Rahmen geführter Touren. Der Eintritt in den Nationalpark ist kostenpflichtig.
2. Beagle-Kanal: Imposanter Hotspot zur Tierbeobachtung

| Lage: | Südspitze Feuerlands |
| Must-Do: | Bootstour |
| Must-See: | Seelöwen, Pinguine, Seevögel |
Der Beagle-Kanal im Süden Feuerlands ist eine Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik. Er bildet eine natürliche Grenze zwischen der Isla Grande de Tierra del Fuego und den vorgelagerten Inseln.
Am besten erkundet ihr ihn bei einer Bootstour ab Ushuaia. Dabei stehen die Chancen gut, die für die Region typischen Tiere zu sichten – darunter Seelöwen (z. B. auf der Isla de los Lobos), Magellan-Pinguine (z. B. auf der Isla Martillo) sowie verschiedene Seevögel wie Kormorane. Zudem lässt sich der Leuchtturm Les Eclaireurs bestaunen, das Wahrzeichen des Kanals.
3. Laguna Esmeralda: Der smaragdgrüne Gletschersee

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| Lage: | 18 km nordöstl. von Ushuaia |
| Must-Do: | Wanderung |
| Strecke: | ca. 9,5 km |
Die Laguna Esmeralda liegt etwa 18 Kilometer nordöstlich von Ushuaia und gilt als eines der Top-Wanderziele Feuerlands. Der Ausgangspunkt der Wanderung befindet sich an der Nationalstraße Ruta 3. Von dort sind es hin und zurück rund 9,5 Kilometer, für die ihr drei bis vier Stunden einplanen solltet.
Der Weg führt durch dichte Wälder, moorige Ebenen und vorbei an klaren Bächen. Die Laguna Esmeralda liegt auf 420 Metern über dem Meeresspiegel und leuchtet tatsächlich in einem beeindruckenden Smaragdgrün. Doch sie ist nicht das einzige Highlight: Von hier aus habt ihr auch einen fantastischen Blick auf den Albino-Gletscher.
4. Estancia Harberton: Feuerlands älteste Farm mit Museum

| Lage: | ca. 82 km östl. von Ushuaia |
| Must-Do: | Besichtigung Anwesen |
| Must-See: | Blick auf Beagle-Kanal |
Die Estancia Harberton ist die älteste Farm auf Feuerland und wurde 1886 von dem Missionar Thomas Bridges gegründet. Sie liegt etwa 82 Kilometer östlich von Ushuaia am Ufer des Beagle-Kanals. Ihr erreicht sie sowohl mit dem Auto über die Ruta J als auch per Boot.
Das historische Anwesen kann besichtigt werden, wobei ihr mehr über die ersten europäischen Siedler der Region erfahrt. Auch das Acatushún-Museum mit seiner Sammlung an Meeressäugerskeletten ist einen Besuch wert. Ein weiteres Highlight ist das Restaurant mit Blick auf den Beagle-Kanal.
5. Faro Les Eclaireurs: Der ikonische Leuchtturm im Beagle-Kanal

| Lage: | 5 km südöstl. v. Ushuaia |
| Errichtet: | 1920 |
| Höhe: | 11 m |
Der Leuchtturm Faro Les Éclaireurs ist ein echtes Highlight der Bootsfahrt durch den Beagle-Kanal. Er steht auf der nordöstlichsten Insel der gleichnamigen Inselgruppe, etwa 5 Kilometer südöstlich von Ushuaia. Sein Name bedeutet übersetzt „Pfadfinder“, und er wurde 1920 errichtet.
Der 11 Meter hohe Leuchtturm fällt durch seine roten und weißen Streifen auf und dient noch heute als Navigationshilfe für Schiffe. Während der Bootstour kommt ihr so nah an die Klippen der Insel heran, dass ihr die dort lebenden Magellan-Pinguine und Kormorane wunderbar beobachten könnt.
6. Museo Marítimo de Ushuaia: Museum im ehemaligen Gefängnis


| Eröffnet: | 1995 |
| Nutzung als Gefängnis: | 1902-1947 |
| Besonderheit: | 4 Museen |
Das Museo Marítimo de Ushuaia befindet sich in dem auffälligsten Gebäude der Stadt – dem ehemaligen Gefängnis! Dieses war von 1902 bis 1947 in Betrieb, und erst 1995 wurde das heutige Museum eröffnet.
Dabei handelt es sich nicht nur um ein einzelnes Museum, sondern um vier: das Maritime Museum, das Gefängnismuseum, das Antarktis-Museum und das Marine-Kunstmuseum. Ihr könnt also sowohl in die Geschichte der Seefahrt der Region eintauchen als auch mehr über Antarktis-Expeditionen erfahren – bevor ihr durch die Geschichte des Gefängnisses spaziert und Kunstwerke mit maritimer Thematik bewundert.
7. Parque Pingüino Rey: Naturschutzgebiet für Königspinguine in Chile


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| Lage: | Chile, 115 von Porvenir |
| Must-Do: | geführte Tour |
| Highlight: | Königspinguin-Kolonie |
Der Parque Pingüino Rey ist ein Naturschutzgebiet auf der Isla Grande de Tierra del Fuego – allerdings auf der chilenischen Seite. Er liegt etwa 115 Kilometer südöstlich der Stadt Porvenir und ist von dort gut mit dem Auto erreichbar.
In dem Park lebt die vermutlich einzige Königspinguin-Kolonie auf dem südamerikanischen Kontinent – die zweitgrößte Pinguinart der Welt nach den Kaiserpinguinen. Am besten lernt ihr diese beeindruckenden Tiere bei einer geführten Tour kennen. Dabei könnt ihr sie aus respektvoller Distanz beobachten und erfahrt gleichzeitig mehr über ihre Lebens- und Verhaltensweisen.
8. Bahía Lapataia: Bucht am Ende der Panamericana


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| Lage: | 17 km westl. v. Ushuaia |
| Must-Do: | Wanderung |
| Must-See: | Blick über die Bucht |
Die Bahía Lapataia liegt im Nationalpark Tierra del Fuego, etwa 17 Kilometer westlich von Ushuaia. Sie ist bekannt als offizielles südliches Ende der Panamericana – der mit rund 48.000 Kilometern „längsten Traumstraße der Welt“, die Alaska mit Feuerland verbindet.
Doch auch wenn ihr nicht auf der Panamericana gereist seid, lohnt sich ein Besuch der pittoresken Bucht. Dort gibt es gut markierte Wanderwege, zahlreiche Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung und traumhafte Panoramablicke. Ein besonderes Highlight ist der Wanderweg „Senda Costera“ zur Bahía Ensenada. Auf dieser Strecke erlebt ihr eine faszinierende Kombination aus Berg- und Küstenlandschaften sowie dichten Wäldern.
Weitere Reisetipps in Südamerika
Schon gewusst? Die Anreise nach Feuerland erfolgt meist per Flug nach Ushuaia (Argentinien) oder Punta Arenas (Chile). Ab Punta Arenas ist die Überfahrt über die Magellanstraße, die das Festland von Feuerland trennt, die schönste Art, die große Insel zu erreichen. Da die Distanzen auf Feuerland groß sind, könnt ihr entweder an einer Gruppenreise mit Transport teilnehmen oder euch einen Mietwagen nehmen – idealerweise mit Allradantrieb.
Fest steht: Feuerland ist ein echtes Abenteuerziel! Die Region ist besonders für ihr extrem wechselhaftes Wetter bekannt – Sonne, Regen und starker Wind an einem einzigen Tag sind keine Seltenheit. Und das selbst im Sommer auf der Südhalbkugel (Dezember bis Februar)! Für eure Reise solltet ihr daher sowohl warme Winterkleidung als auch Regen- und leichtere Kleidung mitnehmen.
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