Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Panama

„Oh, wie schön ist Panama“ ist nicht nur der Titel einer Kindergeschichte von Janosch – er beschreibt das Reiseziel in Zentralamerika auch sehr treffend. Mit der weltberühmten Attraktion Panamakanal und Ausflugszielen, die von Trauminseln und -stränden bis zu Regenwäldern reichen, ist Panama ein besonders vielseitiger Reisetipp. Hinzu kommen interessante Orte der Kultur und Geschichte, wie etwa historische Festungen. Wir zeigen dir, welche die besten Sehenswürdigkeiten in Panama sind.

Top-Sehenswürdigkeiten in Panama im Überblick

Panama mit der Hauptstadt Panama City liegt in Zentralamerika, zwischen Costa Rica und Kolumbien. Wahrzeichen des Landes mit rund 4,5 Millionen Einwohnern – und weltberühmt – ist der Panamakanal, ein Wunder der Ingenieurbaukunst. Wie seine Nachbarländer erstreckt sich auch Panama zwischen der Küste des Pazifiks und des Karibischen Meeres, was Reisenden besonders abwechslungsreiche Stranderlebnisse bietet.

Panama wartet mit Traumstränden und -inseln auf, seien es die von Ureinwohnern bewohnten San-Blas-Inseln oder das Bocas-del-Toro-Archipel, wahre Karibikidyllen. In Santa Catalina am Pazifik ist dagegen Surfen angesagt. Darüber hinaus bietet Panama viel Regenwald, unter anderem im Soberanía-Nationalpark. Aber auch historische Stätten wie Portobelo und die San-Lorenzo-Forts sind einen Besuch wert.
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#panama

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1. San-Blas-Inseln (Guna Yala): Wunderschöne Karibikinseln mit indigener Kultur

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Lage:Karibisches Meer
Must-Do:Insel-hopping
Anzahl:ca. 378 kleine Inseln

Die San-Blas-Inseln – offiziell Guna Yala – sind ein Paradies aus rund 378 kleinen Karibikinseln im Norden Panamas, von denen nur 49 bewohnt sind. Weiße Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und die Kultur der indigenen Guna prägen dieses geschützte, autonome Gebiet.

Massentourismus ist dort tabu, denn die Guna bewahren ihre Natur und Traditionen. Ihr könnt per Boot oder Segel von Insel zu Insel hüpfen, frisch gefangenen Hummer am Strand genießen, in einfachen Hütten oder Hängematten schlafen und nachts absolute Stille erleben. Die Anreise mit Geländewagen plus Boot ist ab Panama City buchbar.

2. Panama-Kanal: Ingenieurwunder mit Aussichtsplattformen

Lage:zw. Panama City & Colón
Eröffnet:1914
Must-See:Agua-Clara-Schleusen

Der weltberühmte Panamakanal ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst, das Menschen aus aller Welt seit seiner Eröffnung im Jahr 1914 fasziniert.

In den Besucherzentren von Miraflores (15 Minuten von Panama City entfernt) und Agua Clara (nahe Colón) könnt ihr die gewaltigen Schleusen aus nächster Nähe erleben, große Frachtschiffe live auf ihrer Reise beobachten und Einblicke in die Geschichte gewinnen – inklusive IMAX-Film. Die Agua-Clara-Schleusen auf der Karibikseite gehören zur jüngsten Erweiterung von 2016 und sind die größten des Kanals. Daneben bieten Bootstouren über den Kanal eine ganz andere Perspektive.

3. Casco Viejo: UNESCO-Weltkulturerbe der Hauptstadt aus kolonialer Zeit

Lage:Panama City
Gegründet:1673
Must-See:Coca-Cola Café

Casco Viejo, auch Casco Antiguo genannt, ist ein historisches Viertel in Panama City, das seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Es wurde 1673 gegründet, nachdem Piraten die ursprüngliche Siedlung Panama Viejo zerstört hatten.

Beim Bummel durch die kopfsteingepflasterten Gassen entdeckt ihr eine Mischung aus spanischer und französischer Kolonialarchitektur. Von der Plaza Santa Ana mit dem legendären Coca-Cola-Café geht es über die Plaza Herrera und das Museum La Mola bis zur Plaza de Francia mit Panoramablick auf Bucht und Skyline. Dort findet ihr die schönsten Fotospots zum Sonnenuntergang.

4. Bocas del Toro Archipelago: Karibikidylle mit Surf- und Schnorchelspots

Tropischer Strand mit klarem Wasser, umgeben von grünem Dschungel und Palmen in Panama.
Red Frog Beach ©Daniel

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Lage:Nordwestküste
Hauptinseln:9
Must-Do:Surfen/Strandbesuche

Das Bocas-del-Toro-Archipel an der Karibikküste im Nordwesten Panamas bezaubert mit bunten Holzhäusern, türkisfarbenem Wasser und einer entspannten Mischung aus Surf-, Tauch- und Schnorchelspots.

Nur 45 Minuten Flug von Panama-Stadt entfernt, erwarten euch neun Hauptinseln und zahllose kleine Eilande – ideal zum Inselhopping. Als lebendiges Zentrum mit Hotels und Nachtleben gilt Isla Colón, während Isla Carenero Surfspots für jedes Niveau bietet. Wer unberührte Strände sucht, sollte Isla Bastimentos besuchen. Dort befindet sich auch der erste Meeresnationalpark Panamas. Die Bocas stehen zudem für afrokari­bische Kultur, Korallenriffe und Mangroven.

5. Volcán Barú: Der höchste Punkt Panamas

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Lage:Provinz Chiriquí
Höhe:3.474 m
Wanderung:ca. 6-8 Std.

Der Volcán Barú ragt mit 3.474 Metern als höchster Punkt Panamas aus den Nebelwäldern der Provinz Chiriquí im Westen des Landes empor. An klaren Tagen könnt ihr von dort sowohl den Pazifik als auch die Karibik gleichzeitig sehen.

Der Barú-Nationalpark umfasst fünf verschiedene Ökosysteme, geformt durch uralte Vulkanausbrüche. Die Region ist berühmt für ihren hochwertigen Geisha-Kaffee, der auf fruchtbarem Vulkanboden gedeiht. Gipfelstürmer erreichen den Kraterrand zu Fuß auf anspruchsvollen Routen – je nach Strecke solltet ihr mindestens sechs bis acht Stunden einplanen.

6. Coiba National Park: UNESCO-Meeres-Nationalpark und Tauch-Hotspot

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Lage:Coiba Insel, Pazifikküste
Must-Do:Tauchen Bahia-Damas-Riff
Must-See:Walhaie (Dez.-April)

Der Coiba-Nationalpark, seit 2005 UNESCO-Welterbe, liegt auf der Insel Coiba vor der Pazifikküste Panamas im Golf von Chiriquí. Die Insel war einst Strafkolonie, weshalb ihre Natur weitgehend unberührt blieb.

Heute zählt das Gebiet zu den artenreichsten marinen Ökosystemen der Welt. Wer gerne taucht, findet hier Weltklasse-Spots wie das Bahia-Damas-Riff – Heimat von Mantarochen, Hammerhaien, Walen und, zwischen Dezember und April, Walhaien. Außerdem locken Walbeobachtungen, Regenwaldwanderungen und Vogelbeobachtungen mit über 147 Arten. Die Anreise erfolgt per Boot, am schnellsten in etwa 75 Minuten ab Santa Catalina – mit vorheriger Genehmigung.

7. El Valle de Antón: Kraterstadt im ehemaligen Vulkankessel

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Lage:129 km v. Panama City
Must-Do:Wanderung „India Dormida“
Must-See:Gipfel El Gaital

Die Kleinstadt El Valle de Antón liegt malerisch im Krater eines erloschenen Vulkans in der Provinz Coclé und wurde 2024 von der UNWTO als eines der „Best Tourism Villages“ ausgezeichnet.

Das milde Klima, üppige Gärten und umgebende Berge – dazu Wasserfälle und Thermalquellen – machen den Ort zum Wanderparadies. Zu den schönsten Strecken gehören die „India Dormida“ und der 1.000 Meter hohe El Gaital. Ziplining, Rappelling und Radstrecken sorgen ebenfalls für Action, während ihr auf Märkten in den lokalen Alltag eintaucht. Die Anreise dauert etwa 2,5 Stunden ab Panama City.

8. Biomuseo Frank Gehry Museum: Architektonisches Highlight am Amador Causeway

Luftaufnahme des farbenfrohen Biomuseums am Amador Causeway in Panama, umgeben von Wasser und kleinen Booten.
Calzada de Amador ©Jair
Lage:bei Panama City
Must-See:„Living Web“-Sculpture
Eröffnet:2014

Am Amador Causeway – einem etwa sechs Kilometer langen Damm, der Panama City mit vier kleinen Pazifikinseln verbindet – ragt das farbenfrohe Biomuseo hervor. Es wurde vom Stararchitekten Frank Gehry entworfen, bekannt für das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Es ist sein einziges Werk in Lateinamerika und widmet sich Panamas einzigartiger Rolle in der Erdgeschichte: Vor rund drei Millionen Jahren verband der Isthmus zwei Kontinente, trennte zwei Ozeane und veränderte Klima und Artenvielfalt weltweit. Acht interaktive Galerien erzählen diese Geschichte – vom 3D-Erlebnis „Panamarama“ bis zur 15 Meter hohen Skulptur „Living Web“.

9. Portobelo & San Lorenzo Forts: Historische Festungen am karibischen Strand

Lage:ca. 48 km von Colón
Erbaut:16.-18. Jhd.
Besonderheit:UNESCO-Weltkulturerbe

Portobelo und das Fort San Lorenzo bilden gemeinsam die „Fortifications on the Caribbean Side of Panama“, die seit 1980 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Diese imposanten Verteidigungsanlagen wurden zwischen dem späten 16. und dem 18. Jahrhundert errichtet, um die spanischen Schätze aus Südamerika vor Piraten zu schützen.

In Portobelo könnt ihr das Castillo de San Felipe und das Castillo Santiago de la Gloria mit ihren gut erhaltenen Kanonen besichtigen. San Lorenzo thront strategisch an der Mündung des Río Chagres. Neben der kolonialen Geschichte prägt die lebendige Congo-Kultur mit Musik, Tanz und farbenfrohen Kostümen das Städtchen.

10. Soberanía National Park: Regenwald mit Vogelparadies nahe Panama City

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Lage:bei Panama City
Must-See:Pipeline Road
Must-Do:Aussichtsturm besteigen

Der Soberanía-Nationalpark liegt nur 30 Minuten von Panama City entfernt und bietet auf 22.000 Hektar einen tropischen Regenwald – ideal für Natur- und Tierfotografie. Weltberühmt ist die „Pipeline Road“, auf der innerhalb von 24 Stunden bereits 357 Vogelarten gesichtet wurden, darunter Tukane, Trogone und die seltene Harpyie.

Das Panama Rainforest Discovery Center mit seinem 32 Meter hohen Aussichtsturm bietet euch den schönsten Weitblick. Weitere Highlights sind der historische Camino de Cruces aus dem 16. Jahrhundert, der Plantation Trail mit Wasserfällen und tropischen Pflanzen sowie El Charco mit Naturpools und Picknickplätzen.

Weitere Reisetipps in Mittelamerika

Schon gewusst? Für die Einreise nach Panama reicht für deutsche Staatsangehörige ein Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist. Bis zu 90 Tage Aufenthalt sind visafrei. Die Währung ist der US-Dollar, die Landessprache Spanisch. Generell gilt Panama als sicheres Reiseland. In Panama City kommt es jedoch häufig zu Taschendiebstählen und ähnlichen Delikten. In einigen Vierteln ist besondere Vorsicht geboten, und nachts sollte man besser auf Spaziergänge verzichten sowie ausschließlich registrierte Taxis oder gebuchte Fahrdienste nutzen. Das Grenzgebiet zu Kolumbien in der Provinz Darién sollten Reisende meiden – dort herrscht ein hohes Sicherheitsrisiko. Die Infrastruktur ist recht gut; es gibt zahlreiche Busverbindungen von Panama City in alle Landesteile. Die beste Reisezeit für Panama ist die Trockenzeit von Dezember bis April.

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