Das Trusetal in Thüringen überrascht mit einem besonderen Ausflugsziel: dem beeindruckenden Trusetaler Wasserfall. Auf der langen, steilen Treppe komme ich dem Wasserfall ganz nahe und höre aus unmittelbarer Entfernung das Donnern des Wassers, wenn es aus 58 Metern Höhe in die Tiefe stürzt. Ein kurzer Spaziergang, kühle Wassergischt und ein toller Fotospot machen den Abstecher vielleicht sogar zu einem perfekten Kurztrip in Thüringen.
Lohnt sich der Ausflug zum Trusetaler Wasserfall?









Der Trusetaler Wasserfall in Thüringen ist ein künstlich angelegter Wasserfall im Thüringer Wald. Er wurde 1865 zur touristischen Belebung der Region von Bergarbeitern erbaut und speist sich aus dem Fluss Truse. Über einen 3,5 Kilometer langen künstlichen Zufluss wird das Wasser zum 58 Meter hohen Wasserfall geleitet, der sich über mehrere Kaskaden in die Tiefe stürzt.
Von April bis Oktober ist der Wasserfall in Betrieb. Ein steiler Pfad mit über 200 Stufen führt direkt am Wasser entlang und bietet eindrucksvolle Ausblicke auf das Naturschauspiel. Im Winter wird der Zulauf abgestellt, um Frostschäden zu vermeiden; gelegentlich finden auch Wartungsarbeiten statt.
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#thüringen
Fototipp: Den Wasserfall fotografiert man am besten von der kleinen Brücke direkt am Fuße des Falls. Dafür eignen sich ein starkes Weitwinkelobjektiv und ein Stativ für Langzeitbelichtungen. Manche Smartphones ermöglichen solche Aufnahmen auch ohne Stativ. Einen besonderen Standort findet man auf halber Höhe des Hangs auf der gegenüberliegenden Talseite. Dorthin führt ein normaler Forstweg, etwa 500 Meter in den Wald hinein. Von dort aus sieht man die gesamte Höhe des Wasserfalls frontal durch die Bäume.
Anreise zum Trusetaler Wasserfall
| Lage: | Trusetal bei Bad Salzungen |
| Höhe: | 58 Meter |
| gebaut: | 1865 von Bergarbeitern |
| Betriebszeit: | April bis Oktober |
| Eintritt: | kostenlos |
Am einfachsten erreicht man den Trusetaler Wasserfall mit dem Auto. Aus Erfurt dauert die Fahrt beispielsweise rund eine Stunde. Vor Ort gibt es zwei große kostenpflichtige Parkplätze in unmittelbarer Nähe; vier Stunden kosten 3,00 €. Der Parkplatz direkt am Wasserfall ist besonders praktisch.
Zwar gibt es die Bushaltestelle „Abzweig Laudenbach Trusetaler Wasserfall“, doch die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist eher beschwerlich. Selbst aus dem nahegelegenen Bad Salzungen dauert allein die Busfahrt rund 1 Stunde 15 Minuten.
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Steile Stufen und stürzendes Wasser
Bereits von der Landstraße aus ist der Trusetaler Wasserfall in seiner vollen Pracht zu sehen. Zu Fuß kommt man dann ganz nah heran. Auf einer kleinen Brücke streckt man den Kopf nach oben und bewundert den künstlich angelegten Wasserfall. Die Bauherren haben sich die perfekte Stelle ausgesucht: Aus über 50 Metern fällt das Wasser in mehreren Kaskaden auf den blanken Fels.
Über eine Holzfassung wird es auf die größte Kaskade geleitet, wodurch noch mehr Höhe gewonnen wird und die Wassermassen zusätzliche Wucht aufbauen. An der linken Seite geht es nun auf einer Steintreppe nach oben.
Lautes Getöse auf der Treppe direkt am Trusetaler Wasserfall
Über 200 Stufen führen direkt am Wasserfall nach oben, teilweise wirklich steil. Etwa auf halber Höhe steht man nur wenige Meter von den tobenden Wassermassen entfernt. Die Gischt macht mein Gesicht nass, und das Getöse dröhnt in meinen Ohren. Wow – dafür lohnt es sich, die Treppen zu gehen! Einige Stufen sind rutschig, also schnell weiter nach oben zur Spitze des Trusetaler Wasserfalls.
Dort, wo man von unten bereits die Holzfassung gesehen hat, endet die Treppe. Von hier blickt man übrigens senkrecht nach unten in die Tiefe. Sobald die Treppe überwunden ist, wird der Weg flach und führt am künstlich angelegten Zulauf entlang weiter durch den Wald. Nach kurzer Zeit bringt der kleine Rundweg einen wieder zurück zum Parkplatz.
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Fazit
Der Trusetaler Wasserfall ist ein ideales Ziel für einen kurzen Ausflug in den Süden Thüringens. Einfach mit dem Auto erreichbar, kostenlos zugänglich und ohne großen Zeitaufwand erlebbar, bietet er ein eindrucksvolles Naturerlebnis. Von der Brücke am Fuße des Wasserfalls oder von einem versteckteren Spot im Wald gelingen beeindruckende Fotos. Die steile Treppe sorgt für ein bisschen Abenteuer, ohne zu überfordern. Wer eine kleine Pause in der Natur sucht, wird hier definitiv fündig – mit Gischt im Gesicht und Rauschen in den Ohren.
Im fußläufig erreichbaren Klangpfad können sich vor allem Kinder noch weiter beschäftigen. Alternativ bietet sich der 4 Kilometer lange Rundweg „Trusetaler Wahrzeichentour“ an, um sich die Füße zu vertreten.
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