Türkisblaues Meer und weißer Sandstrand soweit das Auge reicht. Hier und da tummeln sich ein paar Delfine oder Seebären im Wasser. Auf der anderen Seite werden die malerischen Buchten von sattgrüneeem Buschland gesäumt. Die Naturidylle im Abel Tasman Nationalpark auf der Südinsel Neuseelands ist atemberaubend.

Lohnt sich ein Besuch im Abel Tasman Nationalpark?

Der Abel Tasman National Park an der Nordküste der neuseeländischen Südinsel ist der kleinste der neuseeländischen Nationalparks und schützt ca 225 km² Küstenidylle inklusive des vorgelagerten Meeresgebietes. Dieses ist Heimat für viele Tierarten und mindestens 70 verschiedenen Vogelarten wie zum Beispiel Tui’s oder Zwergpinguine.

Mit knapp 2.500 Sonnenstunden im Jahr zählt die Region zu den sonnigsten des Landes, die zahlreichen weißsandigen kleinen Buchten und die traumhaften Strände locken jährlich über 250.000 Besucher an. Man kann hier wunderbar entspannen und einen gemütlichen Tag in einer der Buchten genießen. Oder man begibt sich auf den 3 bis 5 Tage langen Coast Track, der zu den neun besten Wanderwegen Neuseelands zählt.

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Insta-Tipp: Ein wunderschönes Fotomotiv wartet nur wenige hundert Meter nach dem Eingang in den Park bei Marahau. In der Tinline Bay wächst ein einsamer Baum auf einem kleinen Felsen mitten im seichten Wasser.

Anreise zum Abel Tasman Nationalpark

Nächste Stadt:Nelson
Länge Track:60 km
Empfohlene Reisedauer:2-5 Tage
Beste Etappe:Medlands Beach – Anchorage
Beste Reisezeit:November – Februar

Die nächstgrößere Stadt zum Abel Tasman Nationalpark ist Nelson. Dort gibt es einen Flughafen. Dieser wird allerdings nur von privaten internationalen Fluglinien angeflogen und dient hauptsächlich dem nationalen Flugnetz.

Die nächsten internationalen Flughäfen für Flüge aus Europa sind Wellington auf der Nordinsel und Christchurch auf der Südinsel. Wer von der Nordinsel kommt, kann in etwa 3,5 Stunden mit der Fähre auf die Südinsel übersetzen, oder eben alternativ nach Nelson fliegen. Ihr könnt dann am Hafen oder Flughafen ein Auto oder einen Camper mieten.

Von Picton, wo die Fähre auf der Südinsel anlegt, dauert die Fahrt zum Abel Tasman Nationalpark dann noch knapp 3 Stunden. Vom Flughafen in Christchurch ist etwa mit 6 bis 7 Stunden Autofahrt zu rechnen. Öffentliche Verkehrsmittel sind auf diese Distanzen in Neuseeland eher problematisch und mit vielen Umständen verbunden, die Zeit kann sich hier schnell mal verdoppeln.

Für einen längeren Aufenthalt in der Region empfehle ich die Übernachtung in Kaiteriteri oder Marahau, den Dörfern in direkter Nähe des Nationalparks. Wer den Park nur für einen Tag besuchen will, hat die Möglichkeit von Kaiteriteri ein Wassertaxi direkt in den Park zu nehmen. Von Marahau ist der Park auch zu Fuß schnell erreichbar. Die ersten paar Kilometer zählen allerdings nicht zu den spektakulärsten des Abel Tasman Nationalparks.

Der Abel Tasman Coast Track

Wer den gesamten Nationalparks erkunden möchte, dem empfehle ich eine drei- bis fünftägige Wanderung über den sogenannten Abel-Tasman-Coast-Track. Für viele ist dieser 60 Kilometer lange Küsten-Wanderweg von Marahau im Süden nach Wainui Bay im Norden das Highlight einer Neuseeland Reise. Vom Meeresspiegel geht es auf maximal 180 Meter Höhe, hier ist also sogar ausnahmsweise das Wandern in Turnschuhen mit guter Profilsohle möglich.

Bei der Planung der Tagesetappen solltet ihr unbedingt Ebbe und Flut mit einberechnen. Ebenso wenn ihr zu einer bestimmten Uhrzeit ein Taxi erreichen müsst. Sind die Buchten geflutet kann man sie nicht wie bei Ebbe einfach durch den Sand queren, sondern muss außen herum laufen. Das bedeutet teilweise einige Extra-Kilometer. Die Awaroa Bucht kann sogar nur bei Ebbe durchquert werden. Ansonsten ist der Weg gut ausgebaut und noch besser beschildert und somit einer der leichtesten Great Walks Neuseelands.

Die Great Walks sind die schönsten Mehrtages-Wanderwege im Kiwiland. Sie gelten als besonders spektakulär und haben eine atemberaubende und einzigartige Landschaft zu bieten. Die Wege verfügen über eine gute touristische Infrastruktur und in den meisten Fällen sogar Übernachtungsmöglichkeiten. Es gibt 9 Great Walks in Neuseeland, der Abel Tasman Coast Track ist einer davon.

Übernachtungen unbedingt im Voraus planen

Da genau diese 9 Wanderungen so populär sind, braucht es vorab eine Genehmigung vom DOC. Über ein Buchungssystem werden die Besucherzahlen der Übernachtungsgäste reglementiert. Das Department of Conservation ist die Umweltbehörde Neuseelands, die alle natürlichen Sehenswürdigkeiten pflegt und verwaltet und dabei zum Schutz der neuseeländischen Biodiversität akribisch genau auf die Einhaltung der Gesetze achtet. Die Übernachtungsmöglichkeiten im Nationalpark sind entsprechend begrenzt und teurer als in anderen Wanderregionen. Denn man will nicht, dass die Parks überrannt werden.

Wer versucht diese Regeln zu umgehen, muss mit hohen Strafen rechnen. Und glaubt mir, mit dem DOC ist definitiv nicht zu spaßen in Neuseeland, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Es gibt zwar einige Campingmöglichkeiten, hier ist die Zahl der Zelte und der Besucher jedoch genau vorgeschrieben. Man darf meistens maximal 2 Nächste am selben Spot übernachten. Ein Platz, an dem 15 Zelte aufgestellt werden dürfen oder 30 Personen übernachten können ist schon groß. Es gibt auch kleinere Spots mit einer Erlaubnis für nur 3 Zelte und 6 Leute. Nur in Anchorage und Awaroa gibt es auch kleine Eco Lodges zum Übernachten, diese sind aber nicht günstig und vor allem ein gutes Stück im Voraus zu buchen. Die Distanz zwischen Anchorage und Awaroa wäre außerdem eine sehr sportliche Tagesetappe.

Wer übernachten will, dem würde ich also definitiv zum Campen raten. Die Campingausrüstung müsst ihr selbst mitbringen. Diese wird übrigens schon am Flughafen bei der Einreise nach Neuseeland genau überprüft, damit keine fremde Erde oder sonstige Keime nach Neuseeland gelangen und das empfindliche Ökosystem verunreinigen. Toiletten sind auf den Plätzen nur teilweise vorhanden. Denkt neben der Camping- und Wanderausrüstung auch an Bikini, Badehose und Sonnencreme.

Südseeidylle soweit das Auge reicht

Im Abel Tasman Nationalpark folgt eine schöne Bucht der nächsten. Bei meinem ersten Besuch des Parks lässt sich das Ausmaß dieser Idylle kaum erdenken. Zum Glück hatte ich schon mehrmals die Gelegenheit, den Park zu besuchen. So geht es diesmal für mich nur auf einen Abschnitt des Abel-Tasman-Coast-Tracks. Mit dem Wassertaxi lasse ich mich von Kaiteriteri nach Medlands Beach bringen, um von dort aus nach Anchorage zu wandern. Allein für diesen kleinen Abschnitt, der eigentlich mit 4 Stunden (bei Flut, Ebbe etwa 3 Stunden) angegeben wird, brauche ich schon deutlich mehr Zeit als geplant. Denn hier jagt ein Fotomotiv das nächste und man will am liebsten in jeder Bucht anhalten und ein erfrischendes Bad nehmen.

Diese Etappe zwischen Medlands Beach und Anchorage beinhaltet viele Highlights des Nationalparks und ist deshalb auch der meistbesuchte Abschnitt des Küstenwanderwegs. Entlang der Strecke kommt ihr an sehr vielen traumhafte Buchten vorbei. So passiert ihr unter anderem die Sandfly Bay. Da ist der Name Programm. Denn hier tummeln sich oftmals sehr viele Sandfliegen.

Die abenteuerlichste Bucht ist in meinen Augen die Torrent Bay. Denn diese kann nur bei Ebbe gequert werden. Allerdings lohnt sich die Torrent Bay vor allem auch auf dem langen Weg. Dort kann man wiederum einen Abstecher zum Cleopatra’s Pool machen, einem kleinen Wasserfall mit Naturpool aus Steinen mitten im Dschungel.

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Außerdem gibt es auf diesem Abschnitt viele tolle Aussichtspunkte und sogar eine Hängebrücke über den Falls River zu überqueren. Anchorage, mein Tagesziel, ist eine pittoreske Bucht, die einfach zum Verweilen einlädt. Von hier geht es mit dem Wassertaxi zurück nach Kaiteriteri. Alternativ kann man auch noch weitere 4 Stunden nach Marahau wandern.

Fazit

In Neuseeland ist Sommer, wenn bei uns Winter ist. Wir entfliehen der Kälte und die Kiwis machen Sommerurlaub und alles trifft sich in Kaiteriteri, denn die Neuseeländer lieben ihre Parks ebenso wie die Touristen. Wem kann man das hier verübeln? Der Abel Tasman Park bietet Südseefeeling pur. Für alle die sich an Strand und Buchten freuen, ist das der perfekte Ort zum Verweilen und das Paradies zu genießen.

Der Abel Tasman Coast Track ist nicht sonderlich anspruchsvoll, abgesehen von der Hitze im Sommer. Wer gerne mehr Action hat und lieber Berge in seine Wanderung mit einbaut, der ist hier auf diesem Küstentrack allerdings falsch. Dann lohnt sich hier her aber immer noch ein Tagesausflug. So könnt ihr zum Beispiel die Etappe nachgehen, die ich gegangen bin und euch von der Natur verzaubern lassen.

Ansonsten gibt es für aktivere Wanderer noch eine Alternative im Inland, die bergigere Passagen bietet. Auf diesem Weg kann man die Touristenmassen des Great Walks umgehen und den Park in Ruhe genießen. Der 41 Kilometer lange Inland Track ist deutlich anspruchsvoller. Allerdings gibt es hier nicht so tolle Ausblicke auf die Südeseebuchten.

Wenn ihr mehr Zeit mitbringt, etwa 6 bis 7 Tage, könntet ihr die beiden Wege, den Coast und den Inlands Track auch zu einem Rundweg kombinieren und so wirklich alles sehen was der Park zu bieten hat: Vom Buschland, über neuseeländischen Dschungel zu den paradiesischen Sandstränden ist hier dann wirklich alles dabei.

Natürlich kann man im Park auch noch andere Aktivitäten machen wie Kajaken entlang der Flüsse oder Buchten, schnorcheln oder einfach relaxen und die Natur genießen.

Lage

Praktische Links

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