Die 13 besten Sehenswürdigkeiten in Augsburg

Mit Attraktionen außergewöhnlich gesegnet ist die Stadt am Lech: Während der Renaissance erlangte Augsburg zu großem Ruhm und Reichtum, das seht ihr an den herrlichen Sehenswürdigkeiten in dieser bezaubernden schwäbischen Stadt in Bayern. Ein Städtetrip zu diesem besonderen Ausflugsziel lohnt sich unbedingt, unsere Reisetipps führen euch zu den interessanten Orten in Augsburg und Umgebung.

Top-Sehenswürdigkeiten in Augsburg im Überblick

Augsburg besitzt ein beinahe südländisches Flair. Sitzt ihr an der Maximilianstraße, umgeben von der majestätischen Basilika St. Ulrich und Afra und vom unangefochtenen Wahrzeichen Augsburgs, dem Renaissance-Rathaus mit dem grandiosen Perlachturm, dann seid ihr endlich in einer der schönsten Städte Deutschlands angekommen. Begebt euch auf die Spur von Bertolt Brecht: Das Brechthaus im malerischen Lechviertel ist das Geburtshaus des großen Autors.

Doch ihr steht auch in der Heimatstadt des reichsten Menschen seiner Zeit: Jakob Fugger. Verpasst nicht die Fuggerei und sein prachtvolles Grabmal in der Fuggerkapelle. All der Ruhm hätte nie existiert, wenn Augsburg mit seinen heute 308 000 Einwohnern nicht über eine einzigartige Wasserkunst verfügen würde. Die erlebt ihr am besten beim Hochablass oder bei den historischen Wassertürmen.
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#augsburg #bayern

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1. Fuggerei: Originale Sozialsiedlung aus der Renaissance

©Konstantin Yolshin
Gelbe Häuser:67
Erbaut:1516-1523
Miete:0,88 €/Jahr plus 3 Gebete/Tag

Jakob Fugger der Reiche wollte etwas für die Armen und für sein Seelenheil tun. So stiftete er im Jahre 1521 eine Sozialsiedlung für in Not geratene Augsburger. Sie besteht bis heute und wird auch immer noch bewohnt.

Ein wahres Idyll und ein kleines Städtchen in der Stadt, inklusive 67 gelben Reihenhäuschen, engen Gassen, verwunschenen Gärten, einem schönen Brunnen und einer Kirche, das ist die Fuggerei. Eine Schauwohnung, die wie im 16. Jahrhundert eingerichtet ist, könnt ihr besichtigen. Verschiedene Museen geben Einblick in das Leben der weltweit ältesten noch existierenden Sozialsiedlung. 

2. Rathaus mit Goldenem Saal und Perlachturm: Wahrzeichen Augsburgs

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Errichtet:1615 bis 1624
Goldener Saal:Rekonstruiert 1980er Jahre
Perlachturm:Höhe 70 m

Elias Holl heißt der Baumeister eines der schönsten Rathäuser aus der Zeit der Renaissance. Die ästhetisch einzigartig gelungene Fassade mit dem von zwei Zwiebeltürmen flankierten Giebel gilt als absolutes Meisterwerk. Das sehenswerte Innere des Augsburger Rathauses wird vom Goldenen Saal dominiert, der seinen Namen von der vergoldeten Kassettendecke hat.

In den 1980er Jahren wurde das historische Innere nach Kriegszerstörungen samt Deckenmalereien und vergoldeten Portalen rekonstruiert. Zusammen mit dem Perlachturm nebenan gilt das Rathaus als Wahrzeichen der stolzen Stadt Augsburg. Dieser schlanke Turm gehörte einst zur Stadtbefestigung und ist 70 m hoch.

3. Lechviertel mit Lechkanälen: Altes Handwerkerviertel

Kanäle:Vorderer-, Mittlerer & Hinterer Lech
Must-See:Alte Silberschmiede
Einwohner:ca. 4000 

Große Teile Augsburgs blieben trotz der Bombardements des Zweiten Weltkriegs erhalten. Besonders schön ist das Altstadtviertel rund um den vorderen, mittleren und hinteren Lech. Schmale Gassen, kleine Brücken und offene Wasserläufe bieten malerische Ausblicke.

Hier lebten und arbeiteten jahrhundertelang Handwerker, die das fließende Wasser zu nutzen wussten. Weber, Gerber, Gold- und Silberschmiede waren hier zu Hause, bevor das Viertel einen Abstieg erlebte und beinahe abgerissen worden wäre. Heute ist das Lechviertel mit seinen verwinkelten Gassen und alten Häusern ein Schmuckstück und geschmackvolle Restaurants, Cafés und Geschäfte haben sich hier angesiedelt.

4. Augsburger Puppenkiste: Legendäres Marionettentheater

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Bekannt für:Jim Knopf, Urmel aus dem Eis u.w.
Must-See:Theateraufführung
Gegründet:1948

Bald 80 Jahre alt ist die Augsburger Puppenkiste: Dieses berühmte Marionettentheater haben Generationen von Kindern im Fernsehen gesehen. 1948 gegründet, befindet sich die Augsburger Puppenkiste im Heilig-Geist-Spital in der Altstadt. Die Figuren werden im Familienbetrieb handgeschnitzt: Jim Knopf oder “Urmel aus dem Eis”, der Räuber Hotzenplotz oder die Kleine Hexe gehören zu den beliebtesten Kinderstücken.

Doch auch Erwachsenen-Stücke werden in der Augsburger Puppenkiste aufgeführt, wie z.B. “Der kleine Prinz” oder Bertolt Brechts Dreigroschenoper. Besucht unbedingt eine Aufführung und “Die Kiste – Das Augsburger Puppentheatermuseum” im Obergeschoss.

5. Historische Wassertürme am Roten Tor: Wasserkunst am Lech

©pwmotion
Wasserversorgung:1416 bis 1879
Must-See:Brunnenmeisterhof
Besonderheit:UNESCO-Weltkulturerbe

Die Augsburger Wassertürme sind UNESCO-Welterbe als Teil des “Augsburger Wassermanagement-Systems”. Verschiedene Quellbäche aus dem Lech-Auwald vereinigen sich zum Brunnenbach, der seit Jahrhunderten die Augsburger mit Trinkwasser versorgt. In mehreren Wassertürmen wurde dieses Trinkwasser aufbewahrt.

Geradezu malerisch sieht das historische Wasserwerk am Roten Tor mit seinen drei erhaltenen Wassertürmen aus. Sie heißen Großer und Kleiner Wasserturm sowie Kasten- bzw. Spitalturm und stammen aus dem 16. bzw. 17. Jahrhundert. Zusammen mit den Brunnenmeisterhäusern bilden die Wassertürme ein einzigartiges Ensemble.

6. Augsburger Dom St. Maria: Bischofskirche aus der Romanik

©pusteflower9024

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Baubeginn:995
Must-See:Südportal
Höhe der Türme:62 m

Der “Hohe Dom Mariae Heimsuchung zu Augsburg”, die Kathedrale des Bistums besitzt noch original erhaltene Bauteile aus der Zeit der Romanik. Die Türme wurden ebenfalls im romanischen Stil erhöht und zwar zu einer Zeit, als längst die zum Himmel strebende Gotik der aktuelle Baustil war.

Insgesamt zeigt der Dom ein romanisches wie gotisches Gesicht. Die Bischofskirche wurde im Zweiten Weltkrieg kaum zerstört, und so ist das Innere ebenfalls sehr sehenswert: Mittelalterliche Glasmalereien, Hochaltäre, meisterhafte Skulpturen, ein feines Chorgestühl und die Krypta lohnen den genauen Blick. 

7. Schaezlerpalais: Rokoko vom Feinsten

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Must-See:Rokokogarten
Errichtet:1765 bis 1770
Berühmter Gast:Prinzessin Marie Antoinette

Sogar Prinzessin Marie Antoinette, die spätere französische Königin war zugegen: 1770 wurden die prächtigen Innenräume des neu errichteten Schaezlerpalais eingeweiht. Der Legende nach soll sie ihre roten Schuhe durchgetanzt haben: kein Wunder in diesem glanzvollen, mit Malereien und Stuck geschmückten Festsaal, der bis heute erhalten ist.

Im faszinierenden Stadtpalais des Bankiers Benedikt Adam Freiherr von Liebert ist heute unter anderem die “Deutsche Barockgalerie” untergebracht. Zu sehen sind Meisterwerke von Künstlern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Auch der rekonstruierte Rokokogarten wirkt wie ein fein ziseliertes Gedicht aus grün bewachsenen Rocaille-Formen.

8. Maximilianstraße: Prachtstraße mit spektakulären Brunnen

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Lage:Altstadt
Must-See:Herkulesbrunnen
Benannt:Heute nach Kaiser Maximilian I.

Die historische Hauptachse der Altstadt heißt Maximilianstraße und wird von Renaissancefassaden, Stadtpalästen, alten Marktplätzen und Kirchen gesäumt. Nicht zufällig hat man die monumentalen Brunnen nach antiken Gestalten benannt: Der Augustusbrunnen erinnert an den römischen Kaiser, während der Merkurbrunnen nach dem antiken Götterboten benannt ist.

Auch der Herkulesbrunnen stammt aus der Zeit der späten Renaissance und beruft sich auf das antike römische Weltreich, mit dessen Reichtum sich Augsburg messen wollte. Die Maximilianstraße führt am Rathaus vorbei zur Basilika St. Ulrich und Afra.

9. Basilika St. Ulrich und Afra: Beeindruckende Spätgotik mit Zwiebelturm

©rudi1976
Errichtet:Ab 1467 
Must-See:Simpertkapelle
Turmhöhe:93 m 

Majestätisch überragt die Basilika St. Ulrich und Afra mit ihrem eleganten Zwiebelturm die südliche Altstadt Augsburgs. Strahlend weiß kündet die Wallfahrtskirche vom Reichtum der Stadt. Im Inneren könnt ihr raffinierte Stern- und Netzgewölbe sowie den prächtigen Hochaltar bewundern, der zwar noch im Geist der Spätrenaissance entstand, aber schon an die Barockzeit erinnert. Mehrere der prunkvollen Seitenkapellen wurden von der Fugger-Dynastie gestiftet.

Der 93 m hohe Afra-Turm mit seiner zwiebelförmigen Kuppel war Vorbild für zahlreiche Kirchen in Schwaben und Bayern. Zusammen mit der wunderschönen Barockfassade der evangelischen St. Ulrichskirche bildet die Basilika ein einzigartiges Ensemble.

10. Brechthaus: Geburtshaus Bertolt Brechts

©ArTo
Geburtsjahr:1898
Must-Do:Brecht lesen
Besonderheit:Alte Feilenhauerei

Umgeben von zwei Lechkanälen im Augsburger Lechviertel steht das “Brechthaus”. Hier wurde der weltberühmte Dramatiker Bertolt Brecht 1898 geboren. Jahrzehntelang ungeliebtes Kind der Stadt, wird dem Autor der “Dreigroschenoper” und von “Mutter Courage und ihre Kinder” im Brechthaus gebührend gedacht.

Dass der spätere Kommunist hier nur seine ersten beiden Lebensjahre verbrachte, hatte seinen Grund: Im Erdgeschoss befand sich eine Feilenhauerei. Das unablässige Hämmern war wohl so laut, dass seine Familie auszog. Erstausgaben, Bühnenbildentwürfe, Fotografien, Lebend- und Totenmasken sowie das erhaltene Schlafzimmer seiner Mutter lassen Brechts Lebensweg anschaulich werden. 

11. St. Anna mit Fuggerkapelle: Grablege der Fugger

©Martin
St. Anna-Kirche:Errichtet ab 1461
Fuggerkapelle:Errichtet 1509 bis 1512
Besonderheit:Übernachtung Martin Luthers

Anfang des 16. Jahrhunderts ließen sich die Brüder Georg, Jakob und Ulrich Fugger eine standesgemäße Begräbniskapelle errichten. Die Grablege der Fugger gilt mit dem einzigartigen Gewölbe, den Rundbögen, Marmor-Fußböden und lebensechten Reliefs als eines der ersten Renaissance-Bauwerke auf deutschem Boden. Vielleicht war der von Italien faszinierte Albrecht Dürer der Architekt, aber genau weiß man es nicht.

Die katholische Fuggerkapelle mit ihrem im Renaissance-Stil rekonstruierten Orgelprospekt ist als Westchor in die evangelische Kirche St. Anna integriert. Diese stammt ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert, enthält aber nicht nur gotische, sondern auch klassizistische Elemente. 

12. Fugger und Welser Erlebnismuseum: Historische Zeitreise

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Art:Interaktives Museum
Must-See:Virtuelle „Goldene Schreibstube”
Ort:Wieselhaus von 1530

Wie wurden die Fugger und Welser zu den mächtigsten Kaufmannsfamilien ihrer Zeit? Im Fugger und Welser Erlebnismuseum landet ihr dank moderner Technik im 16. Jahrhundert. Ihr lauscht den Gesprächen von Jakob Fugger und Bartholomäus Welser in der “Goldenen Schreibstube” und entdeckt Handelswege, Bergbau und frühe Globalisierung. Patriziergemälde und Ansichten des alten Augsburg erwachen zum Leben. Reich wurden die Familien durch Fernhandel, Kredite und Metallgeschäfte.

Die Kehrseite: In den Bergwerken schufteten auch Frauen und Kinder unter extrem harten Bedingungen. Die Geschäfte waren verflochten mit Versklavung und Kolonialisierung. Das Museum verschweigt diese Schattenseiten nicht und schlägt Brücken zur Gegenwart.

13. Hochablass am Lech: Gebirgswasser für Augsburg

©Kurt Rabe
Lage:Südosten Augsburgs
Must-See:Wassermassen
Erbaut:1911

Es ist faszinierend, wie die Wassermassen des Lechs am Hochablass in die Tiefe rauschen. Nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt wird hier das klare Gebirgswasser in den Stadtbach und die Lechkanäle geleitet. Das Herzstück des UNESCO-Welterbes „Augsburger Wassermanagement-System“ ist Jahrhunderte alt, das Stauwehr mit seinem markanten Glockenturm entstand jedoch erst 1911.

Sein Vorgänger war einem verheerenden Hochwasser zum Opfer gefallen. Zwei Skulpturen erinnern an die Bedeutung des Lechs für Augsburg: Der Flößer steht für den einst bedeutenden Holztransport über den Fluss, die Spinnerin für Augsburgs wassergetriebene Textilindustrie.

Weitere Reisetipps in Bayern

Schon gewusst? Von Modular bis Mozart bietet Augsburg das ganze Jahr über herausragende Festivals. Während sich das Modular Festival im Frühjahr der Jugendkultur und der Pop- und Rockmusik widmet, sorgt das Mozartfest im Mai für fabelhafte Klangerlebnisse im Zeichen der klassischen Musik. Doch es gibt auch La Strada im September, das Festival für Straßentheater und Jonglage oder das Brechtfestival im Februar, wo ihr den Werken des Arbeiterdichters und Schriftstellers ganz nahe kommen könnt. Der Augsburger Christkindlesmarkt hat eine Tradition, die schon 500 Jahre zurückreicht. Doch auch außerhalb der Festivalzeit lohnt sich ein Besuch Augsburgs, also nix wie hin!

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