Das Land der Kiwis lockt mit einer absolut sehenswerten Natur aus tief eingeschnittenen Fjorden und hoch aufragende Alpen mit gigantischen Gletschern. Im wildromantischen Landesinneren könnt ihr majestätische Vulkane mit türkisfarbenen Seen entdecken. Wir haben eine Auswahl mit interessanten Orten zusammengestellt und geben euch einen Überblick zu den besten Sehenswürdigkeiten in Neuseeland.

Die besten Sehenswürdigkeiten im Überblick

Auf dem Inselstaat Neuseeland im Südpazifik verteilen sich ca. 4,9 Millionen Einwohner auf knapp 270.000 Quadratkilometer. Auckland heißt die Metropole, Wellington die Hauptstadt. Queenstown ist das Mekka der Outdoor-Abenteuer. Faszinierende Nationalparks warten mit zerklüfteten Küsten, gigantischen Bergen und Vulkanen auf eure Entdeckung.

Auch die einzigartige Filmkulisse von „Der Herr der Ringe“ könnt ihr auf dem Tongariro Alpine Crossing bestaunen. Weltweit einzigartige Tier- und Pflanzenarten entwickelten sich auf den beiden Hauptinseln südöstlich von Australien. Die stolzen Maori bewahren eine beeindruckende Kultur. Da Neuseeland mit seinem maritimen Klima auf der Südhalbkugel liegt, reist ihr im Winter in den Sommer – und umgekehrt.

#neuseeland

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1. Abel-Tasman-Nationalpark: Naturjuwel auf der Südinsel

© Christoph
Fläche:225,3 km²
Must-Do:Abel-Tasman-Track
Beste Reisezeit:Januar bis April

Im Jahre 1642 erblickte der niederländische Entdecker Abel Tasman die Nordküste von South Island.  Doch schon viele Jahrhunderte früher siedelten hier die Maori. Der kleinste Nationalpark birgt einige der größten Naturschönheiten: Traumhafte Sandbuchten werden von vorspringenden Landzungen und Granitfelsen unterbrochen. Im Hinterland breiten sich Dschungel und Buschland aus. Auf dem Abel-Tasman-Track könnt ihr die Küste entlang wandern oder mit dem Kajak von Strand zu Strand paddeln. Auf euren Wegen werden euch vielleicht Zwergpinguine oder Korimakos begegnen.

2. Auckland: Pulsierende Metropole Neuseelands

© Fyle
Einwohner:Ca. 1,7 Millionen
Must-Do:Bungee Jumping
Beste Reisezeit:November bis Mai

An der schmalsten Stelle der Nordinsel hat sich Auckland, die einzige Millionenstadt Neuseelands breitgemacht. Ca. 1,7 Millionen Menschen leben hier zwischen erloschenen Vulkanen. Einen hervorragenden Überblick über die Stadt verschafft ihr euch vom 312 Meter hohen Sky Tower aus. Von diesem höchsten Turm der Südhalbkugel dürft ihr sogar springen – per Bungee Jumping natürlich. Cooles Nachtleben ist in Auckland angesagt. Tagsüber könnt ihr mit der Fähre zum Takapuna Beach übersetzen. An diesem familienfreundlichen Strand habt ihr ein tolles Panorama auf den Hauraki Gulf. Ihr könnt schwimmen, paddeln oder surfen.

3. Fiordland Nationalpark: Überwältigende Wildnis am Milford Sound

© Ueli
Fläche:12.570 km²
Must-See:Milford Sound
Beste Reisezeit:November bis April

Beinahe senkrecht thront der Mitre Peak 1.692 Meter über dem berühmtesten Fjord Neuseelands, dem Milford Sound. Diese grandiose Aussicht, die sich mal hinter Regenwolken versteckt, mal von einem Regenbogen bekrönt wird, gehört zu den Sehnsuchtszielen aller Neuseeland-Reisenden. Der Fiordland-Nationalpark auf der Südinsel bietet noch viele weitere Fjorde, zerklüftete Gebirgszüge und eine von Regenwäldern geprägte Natur. Trekking-Routen wie der Milford Track lassen euch tief in die Landschaften eintauchen. Am Lake Te Anau könnt ihr seltene flugunfähige Vögel wie den Takahe bestaunen.

4. Franz-Josef-Gletscher: Alpengletscher auf der Südhalbkugel

© Andi Härer
Länge:Ca. 10 km
Must-Do:Gletschertrekking
Beste Reisezeit:Juni bis Oktober

Nach dem österreichischen Kaiser Franz Josef wurde dieser 10 Kilometer lange Gletscher benannt. Immer in Bewegung, fließt er mit der rasanten Geschwindigkeit von 180 Metern pro Jahr die steile Westflanke der neuseeländischen Südalpen hinab. Dabei erreicht er tiefe Landbereiche mit gemäßigtem Klima und ist von Wald umgeben. Ihr könnt also ohne größere Probleme an den Flüssen entlang bis zum Gletscher hinauf laufen. Atemberaubende Ausblicke auf die bläulich schimmernden Eisriesen bieten sich euch bei geführten Gletschertouren.

5. Tongariro Alpine Crossing: Auf den Spuren der Herr der Ringe

© romanslavik.com
Länge:Ca. 19,4 km
Must-See:Emerald Lakes
Beste Reisezeit:Januar bis März

Fantastische Landschaften rücken bei dem Film „Der Herr der Ringe“ ins Bild, die man nur auf Neuseeland finden kann. Bei dem knapp 20 km langen Tongariro Alpine Crossing könnt ihr diese einzigartige Filmkulisse hautnah entdecken. So spielte beispielsweise der Mount Ngauruhoe die Rolle als „Schicksalsberg“. Außerdem kommt ihr an den wunderschönen Emerald Lakes vorbei. Drei kleine Kraterseen auf 1.700 m Höhe. 200 Kilometer nördlich liegt übrigens „Hobbiton“ im „Auenland“. Das Filmset für Hobbiton könnt ihr in Matamata besuchen, umgeben von der zerklüfteten Kaimai Range.

6. Cape Reinga: Nördliche Landspitze Neuseelands

© Dmitry Pichugin
Höhe:157 m
Must-See:Aupōuri Peninsula
Beste Reisezeit:November bis Mai

Die Aupōuri Peninsula ragt 82 Kilometer weit ins Meer. Ein Leuchtturm krönt Cape Reinga im äußersten Nordwesten des Landes. Hier bekommt ihr eine Ahnung von der gewaltigen Kraft der Natur. Die Tasmanische See und der Pazifik treffen vor dieser Klippe aufeinander. Das erzeugt widerstreitende Strömungen und sprudelndes Wasser. Kein Wunder, dass die Maori hier den Eingang nach Hawaiki verorten, das mythische Land ihrer Herkunft. Die Verstorbenen lassen sich an den Wurzeln eines 800 Jahre alten, heiligen Pohutukawa-Baumes hinab gleiten, so der Glaube.

7. Queenstown: Adrenalin-Kick in allen Variationen

© sangkhom
Einwohner:Ca. 13.000
Must-Do:Fallschirmspringen
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Queenstown ist die Königin der Adventure-Events. Eine faszinierende Landschaft mit der steil aufragenden Schlucht des Shotover River und dem kristallklaren Lake Wakatipu umgibt die „Global Adventure Capital“ auf South Island. Ihr habt die Wahl zwischen Bungee Jumping in allen Variationen, Wildwasser-Rafting, Fallschirmspringen, Gleitschirmfliegen, Jetboot fahren, Montainbiken, Klettern oder Goldwaschen. Im Winter kommen noch Ski- oder Snowboard fahren dazu. Natürlich könnt ihr auch einfach nur wandern und die wunderbare Natur genießen. Abends ist Party oder gepflegtes Chillen angesagt. Bevor am nächsten Tag ein neuer Kick ruft!

8. Ninety Mile Beach: Surfen im Meer umgeben von Dünen

© Patricia
Länge:90 km
Must-Do:Surfen
Beste Reisezeit:Dezember bis März

Dieser sagenhafte Sandstrand mit seinen hohen Dünen und prächtigen Wellen erstreckt sich an der Westküste der Aupouri Peninsula. Eigentlich ist er „nur“ 90 Kilometer lang und der Traum eines jeden ambitionierten Surfers. Aber ihr könnt euch auch per Bodysurfing von den Dünen stürzen oder angeln, schwimmen und den Strand entlang wandern. Im Hinterland lockt der Schatten des Waldes. Autos mit Allradantrieb brausen hier hindurch, aber Vorsicht: Bleibt das Gefährt stecken, gibt es keine Hilfe und die nächste Flut kommt bestimmt!

9. Rotorua: Heiße Quellen und Geysire

© donvictori0
Fläche:2.615 km²
Must-See:Pohuto-Geysir
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Habt ihr Lust auf den Geruch von faulen Eiern, dann müsst ihr nach Rotorua kommen. Dieser „Duft“ wird von Schwefeldämpfen erzeugt, die die einzigartige vulkanische Landschaft auf der Nordinsel umwabern. Heiße Quellen treten aus dem Erdinneren hervor, Geysire spritzen bis zu 30 Meter hoch und schlammige Tümpel blubbern um die Wette. In den Thermalgebieten von Te Pui oder Whakarewarewa könnt ihr baden oder den Pohuto-Geysir bestaunen. Auf Festen und Begrüßungszeremonien der Maori erlebt ihr, wie man seine Nasen aneinander reibt, um den Atem zu teilen.

10. Waipu Caves: Von Glühwürmchen erleuchtete Höhle

© Marcel
Länge:2 km
Must-See:Pohuto-Waipu Caves Track
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Auf der Halbinsel Northland führt euch ein Spaziergang zu den Waipu Caves. Ihr kommt durch ein verwunschenes Naturschutzgebiet, bevor ihr die Tropfsteinhöhlen mit beeindruckenden Stalagtiten und Stalagmiten betreten könnt. Nehmt eine Taschenlampe und festes Schuhwerk mit! Ein Innehalten in der Dunkelheit lohnt sich, denn zahllose Glühwürmchen im Larvenstadium, die in Fäden von den Höhlen herabhängen, erzeugen eine märchenhafte Atmosphäre. Einen Sternenhimmel vortäuschend, locken sie Fliegen an, die an den Fangfäden kleben bleiben.

11. Mount Taranaki: Heiliger Berg und schneebedeckter Vulkan

© M
Höchster Punkt:2.518 m
Must-Do:Vulkanbesteigung
Beste Reisezeit:Januar bis März

Der Mount Taranaki sieht dem Fuji verblüffend ähnlich. Wie dieser ist er ein isoliert stehender, großartiger Bergkegel mit mehr oder weniger schneebedeckter Spitze. Ein Vulkan wie aus dem Bilderbuch, der bei keiner Neuseeland-Reise fehlen sollte! Kein Wunder, dass hier 2003 „Last Samurai“ gedreht wurde. Der 2.518 Meter aufragende Bergriese befindet sich im Egmont-Nationalpark auf der Nordinsel. Er kann umwandert und ohne spezielle Ausrüstung sogar bestiegen werden. Allerdings solltet ihr erfahrene Bergwanderer sein. Egal, ob von nah oder von fern, sein Anblick ist phänomenal!

12. Lake Tekapo: Unvergesslicher Blick auf den Mount Cook

© Dmitry Pichugin
Fläche:95 km²
Must-See:Church of the Good Sheperd
Beste Reisezeit:Dezember bis März

Auf der Südinsel erstrecken sich die überwältigenden Southern Alps. Türkisblaue Stauseen entstanden hier. Vom Lake Tekapo oder Lake Pukaki aus habt ihr ein sagenhaftes Bergpanorama mit dem höchsten Berg Neuseelands, dem Mount Cook als Superstar. In 3.724 Metern Höhe thront er beinahe überirdisch und von gleißendem Schnee bedeckt. Verpasst nicht den Blick in die Church of the Good Sheperd, die Kirche des guten Hirten. Anstatt eines Altars ziert ein riesiges Panoramafenster die kleine Kapelle mit einer fantastischen Aussicht auf den Lake Tekapo.

13. Hot Water Beach in Coromandel: Heiße Naturpools buddeln

© baoyan
Fläche:Ca. 12 km
Must-Do:Baden
Beste Reisezeit:Januar bis März

Die Coromandel-Halbinsel erstreckt sich östlich von Auckland auf der Nordinsel. Hier könnt ihr, wenn ihr Glück habt, die letzten wild lebenden Exemplare der Kiwis beobachten oder euch ein eigenes Thermalbecken erschaffen. Denn am Hot Water Beach lohnt es sich, eine Schaufel mitzunehmen: Grabt ihr ein Loch, blubbert das heiße Wasser nach oben. Weiter nördlich lockt das Cathedral Cove Marine Reserve. Schnorchelnd oder tauchend könnt ihr hier bezaubernde Unterwasserlandschaften erkunden. Eine spektakuläre Brandungshöhle verbindet zwei Sandstrände miteinander. Schroffe Kalksteinfelsen umrahmen diese magische Szenerie.

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Schon gewusst? Kiwis, so heißen nicht nur leckere Früchte, sondern auch flugunfähige Vögel, die nur in Neuseeland vorkommen. Das ozeanische Land gehört zum British Commonwealth, die Queen ist Staatsoberhaupt. Einen Direktflug hierher gibt es nicht, die reine Flugzeit beträgt 24 Stunden. Ein Reisepass ist erforderlich. Mit einem Visum des „Working Holiday Scheme“ könnt ihr länger im Land bleiben und auch arbeiten. Am einfachsten seid ihr per Auto oder Wohnmobil unterwegs. Corona-Sonderregelungen beachten!

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