Geisleralm: Panorama-Wanderung im Villnösstal in Südtirol

Schroffe Felszacken ragen in den Himmel, davor blühende Almwiesen mit ruhig darauf grasenden Kühen. Der Adolf-Munkel-Weg an der Geisleralm ist einer dieser seltenen Pfade, die gleichzeitig einfach zu begehen und atemberaubend schön sind. Die Wanderung durch das Villnösstal im Norden der Dolomiten führt durch schattige Lärchenwälder, vorbei an urigen Südtiroler Berghütten wie der Geisleralm – stets mit den mächtigen Geislerspitzen in greifbarer Nähe.

Lohnt sich die Wanderung zur Geisleralm im Villnösstal?

Diese Rundwanderung am Fuße der Geislerspitzen (auf Italienisch: Gruppo delle Odle) zählt zu den schönsten Panoramastrecken Südtirols. Zwischen Lärchenwäldern, Zwergstrauchheiden und Alpenblumenwiesen führt der Weg über gut markierte Pfade, vorbei an urigen Almhütten, glasklaren Bächen und wilden Blumen. Der Blick auf die gewaltigen Kalktürme von Sass Rigais, Furchetta und Tullen ist allgegenwärtig – ein Kontrast zur friedlichen Landschaft im Tal.

Besonders eindrucksvoll: Die Perspektiven wechseln ständig, sodass die Bergkette immer wieder in neuem Licht erscheint. Der Adolf-Munkel-Weg verläuft in einem leichten bis mittelschweren Rundkurs. Start- und Zielpunkt ist meist die Zanser Alm. Diese ist freilich nicht die einzige Alm auf dieser Strecke: Erfrischungen, alpine Schmankerl und den in Italien obligatorischen Aperol Spritz gibt es unter anderem in der Gschnagenhardtalm und der Geisleralm – in letzterer mit „Geisler-Kino“.

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Wer war Adolf Munkel?

Der Dresdner Alpinist Adolf Munkel lebte Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Er war der Gründer des Dresdner Alpenvereins, dem er 30 Jahre lang als Sektionsführer vorstand. Munkel setzte sich für die Erschließung und Markierung von Wanderwegen in den Dolomiten ein – unter anderem hier im Villnösstal.

Fototipp: Die spektakulärste Kulisse bietet sich kurz hinter der Geisleralm. Hier kann man die Spiegelung in einem kleinen Teich nutzen, um das Panorama eindrucksvoll einzufangen. Am besten kommt es am frühen Vormittag zur Geltung, wenn die Sonne von Osten auf die Felsen fällt und deren Struktur besonders betont.

Anreise zur Zanser Alm

Strecke:8,7 km
Höhenmeter:377 hm
Gehzeit:3,5 Stunden
Einkehrtipp:Geisleralm
Besonderheit:leichter Weg

Startpunkt ist der Parkplatz an der Zanser Alm im Villnösstal, etwa 45 Minuten von Brixen entfernt. Die Anreise mit dem Auto erfolgt über die A22 (Ausfahrt Klausen), anschließend weiter ins Villnösstal in Richtung Zans.

Alternativ bringt euch ein öffentlicher Bus aus Brixen oder Klausen direkt zur Alm. Wer früh startet, findet meist problemlos einen Parkplatz – dieser ist jedoch gebührenpflichtig.

Leichter Weg, leichtes Gepäck

Ich starte mit leichtem Gepäck: eine volle Trinkflasche, Basecap, Sonnencreme und ein paar Snacks. Dazu leichte Trekkingschuhe – denn hoch hinaus geht es heute nicht. Den Adolf-Munkel-Weg gehe ich im Uhrzeigersinn. Der Weg ist gut ausgeschildert, und wie bei so vielen Alpentouren führt er zunächst durch den Wald.

Nach etwa einer halben Stunde lichten sich die Bäume, und schon bin ich mittendrin im Dolomitenpanorama: links die majestätischen Geislerspitzen, rechts Wiesen, auf denen Kühe weiden. Der Weg ist gut begehbar und abwechslungsreich – weiche Waldpfade, offene Almmatten, ein kleiner Steig hier und da.

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Geisleralm: Almküche & Kino der Dolomiten

Ich erreiche die Gschnagenhardtalm – ein uriges Holzhaus mit grünen Fensterläden, direkt am Fuße der Geislergruppe gelegen. Die Aussicht genießt man am besten bei hausgemachtem Kuchen und einem Aperol Spritz. Vorbei an einem riesigen Abenteuerspielplatz, bei dem man wirklich gern wieder Kind wäre, geht es weiter zur Geisleralm.

Eine besonders schicke Almhütte mit großer Sonnenterrasse und üppiger Speisekarte. Die Auswahl geht über die übliche Almküche hinaus: Hier gibt’s auch Rippchen für Fleischfans und ein Käseomelett für Vegetarier, die nach einer Woche Bergurlaub mal ein bisschen gesünder einkehren möchten. Ein besonderes Highlight ist das „Geislerkino“ – auf einer Anhöhe aufgestellte Holzliegen, die den perfekten Blick auf die Dolomitenzacken bieten.

Rundtour für Tierfreunde

Nach der Pause führt der Weg weiter zur Glatschalm, wo die Geisler wie eine Naturkathedrale über dem Tal thronen. Hungrig bin ich längst nicht mehr – anders als die beiden Ziegen vor der Hütte, deren irre lange Hörner sie daran hindern, ihre Köpfe durch das Gatter zu stecken. Wer noch auf eine alpine Steinbock-Begegnung wartet, bekommt hier immerhin einen Ersatz.

Sowieso ist der Adolf-Munkel-Weg etwas für Tierfreunde: Die Kühe habe ich ja schon erwähnt – sie grasen überall. Aber auch Pferde sind unterwegs. Und als die Dämmerung einbricht, ertönt in der Ferne das Pfeifen von Murmeltieren. Zurück geht’s durch lichte Lärchenwälder und über Holzbrücken, die kleine Gebirgsbäche queren.

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Fazit

Der Adolf-Munkel-Weg ist eine der eindrucksvollsten Panorama-Wanderungen der Dolomiten – ideal für alle, die spektakuläre Kulissen ohne alpine Herausforderungen suchen. Zwischen lieblichen Almen und zackigen Felsen wirkt die Natur wie ein sorgfältig arrangiertes Bühnenbild. Mit viel Genuss lässt sich hier von Hütte zu Hütte wandern und die Aussicht auf sich wirken. Besonders im Herbst, wenn sich das Laub goldgelb färbt, wird diese Strecke zu einem Farbenrausch.

Wer noch Energie hat, kann unterwegs auf höhergelegene Pfade abzweigen oder umliegende Almen und kleine Gipfel erkunden. Auch kürzere Varianten oder ein Abstecher zur Brogleshütte bieten sich an – der Weg ist so vielseitig wie die Landschaft selbst.

Lage

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