Plaza de España: Architektonisches Wahrzeichen Sevillas

Gerade bin ich noch durch den weitläufigen María-Luisa-Park spaziert, vorbei an Palmen und Orangenbäumen, da öffnet sich plötzlich eine gewaltige Kulisse vor mir: die Plaza de España. Ein halbkreisförmiger Palast zieht sich entlang eines Kanals, über den elegante Brücken führen. Zwischen all den kunstvollen Verzierungen faszinieren mich besonders die bunten Keramikfliesen, die die verschiedenen Regionen Spaniens zeigen. Und das Beste: Bei dieser Sehenswürdigkeit muss man nicht lesen, keinen Audioguide anhören und auch nichts vorreservieren. Eine Attraktion zum Entspannen!

Lohnt sich der Besuch des Plaza de España in Sevilla?

Die Plaza de España gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Spaniens und ist das architektonische Wahrzeichen Sevillas. Sie wurde für die Iberoamerikanische Ausstellung von 1929 erbaut, bei der Spanien seine kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zu den Ländern Lateinamerikas präsentieren wollte. Das Herzstück bildet ein riesiger halbkreisförmiger Gebäudekomplex, der einen weitläufigen Platz umschließt.

Der Architekt Aníbal González verband Elemente des spanischen Barock, der Renaissance und des Mudéjar-Stils zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk. Davor verläuft ein Kanal mit vier Brücken, die die historischen Königreiche Spaniens symbolisieren. Besonders berühmt sind die farbenfrohen Keramikbänke entlang der Fassade, die jeweils einer spanischen Provinz gewidmet sind. Heute kommen Touristen und Einheimische hier zusammen, um sich zu treffen und die Seele baumeln zu lassen.

Fototipp: Die schönsten Fotos entstehen auf einer der Brücken über dem Kanal. Von hier aus habt ihr die perfekte Perspektive auf den gesamten halbkreisförmigen Gebäudekomplex mit seinen Türmen, Arkaden und Wasserflächen. Besonders eindrucksvoll wirkt die Plaza de España kurz vor Sonnenuntergang.

Anreise zur Plaza de España

Erbaut:1929
Lage:südlich der Altstadt
Anreise:zu Fuß, mit Tram oder Bus
Eintritt:kostenlos
Must-Do:Picknick auf der Bank

Die Plaza de España liegt südlich der Altstadt von Sevilla und ist von vielen anderen Sehenswürdigkeiten aus leicht zu Fuß erreichbar. Vom historischen Zentrum rund um die Kathedrale und den Alcázar benötigt man etwa 15 bis 20 Minuten durch breite Alleen und schattige Parkanlagen. Besonders schön ist der Weg durch den angrenzenden María-Luisa-Park, der bereits auf die beeindruckende Kulisse einstimmt.

Wer öffentliche Verkehrsmittel nutzt, kann mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle Prado de San Sebastián fahren. Von dort sind es nur wenige Gehminuten bis zum Platz. Auch mehrere Buslinien halten in unmittelbarer Nähe. Und auch Radfahrer finden in Sevilla viele Fahrradwege, unter anderem bis zur Plaza. Da der Eintritt frei ist, lohnt sich ein Besuch zu verschiedenen Tageszeiten. Früh am Morgen erlebt ihr den Platz noch relativ ruhig, während am Abend die tief stehende Sonne die Backsteinfassaden in warmes Gold taucht und eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre schafft.

Azulejos zeigen spanische Regionen

Schon beim Betreten der Plaza de España wird schnell klar, warum dieser Ort zu den berühmtesten Wahrzeichen Andalusiens gehört. Hinter den Bäumen des María-Luisa-Parks öffnet sich plötzlich ein riesiger Platz, dessen Dimensionen selbst auf Fotos kaum zu erfassen sind. Der halbkreisförmige Gebäudekomplex umarmt den Besucher regelrecht.

Vor allem faszinieren mich die berühmten Keramikbänke. Entlang der gesamten Fassade befinden sich kunstvolle Azulejos, die die verschiedenen spanischen Provinzen darstellen. Die farbenfrohen Fliesen zeigen historische Ereignisse, Wappen und Landkarten und machen die Plaza gleichzeitig zu einem riesigen Freilichtmuseum.

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Brücken, Türme und der Zauber am Abend

Während ich langsam über eine der kunstvollen Brücken gehe, entdecke ich überall neue Details: reich verzierte Balustraden, farbenfrohe Keramikarbeiten und kunstvolle Türmchen. Selbst nach längerer Zeit ist es unmöglich, jedes Detail dieses Bauwerks zu erfassen. Aber man sollte eh eine Weile hier verbringen und den Wechsel des Lichts beobachten.

Keine Sorge: Obwohl die Plaza zu den meistbesuchten Orten Sevillas gehört, wirkt sie nicht hektisch. Die Besucher sitzen auf den Bänken am Wasser, machen Selfies oder spazieren einfach nur umher, so wie ich. Besonders viel Zeit verbringe ich damit, die zahlreichen süßen Entenfamilien zu beobachten, die ohne jede Scheu vor den Menschen in den Kanälen umherschwimmen.

Am eindrucksvollsten fand ich die Plaza de España übrigens in der Abenddämmerung. Das Licht wird weicher, die Schatten länger und die Fassaden beginnen in warmen Gold- und Orangetönen zu leuchten. Jetzt zeigt sich die ganze Schönheit des Platzes.

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Fazit

Die Plaza de España ist auf jeden Fall ein Must-see in Sevilla, vor allem wenn ihr euch für Architektur und spanische Geschichte interessiert. Ob ihr die kunstvollen Keramikarbeiten bewundert, unter den Arkaden spaziert oder einfach die Seele baumeln lasst, überall gibt es neue Details zu entdecken. Plant euren Besuch möglichst am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn die Temperaturen angenehmer sind und das Licht besonders schön ist.

Kombinieren lässt sich die Plaza ideal mit einem Spaziergang durch den angrenzenden Parque de María Luisa. Ebenfalls lohnenswert sind der prachtvolle Real Alcázar de Sevilla und die imposante Kathedrale von Sevilla.

Lage

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