Der Antelope Canyon in Arizona fühlt sich an wie der Eingang in eine andere Welt, mitten im wilden Westen der USA. Hier zeigt Amerika eine seiner spektakulärsten Landschaften. Zwischen den orangeroten Felswänden fühle ich mich miniklein. Wenn ich den Kopf in den Nacken lege, blicke ich in den blauen Himmel über mir, der noch einmal für einen wundervollen farblichen Kontrast sorgt. Und wenn dann noch Sonnenstrahlen zu uns hineindringen, beginnt die Umgebung regelrecht zu leuchten. Doch das ist nur der Anfang – denn ganz in der Nähe wartet ein weiterer Canyon, der nach oben hin so schmal wird, dass kaum noch Licht hereinkommt!
Lohnt sich der Besuch des Antelope Canyons in Arizona?





Der Antelope Canyon liegt ganz in der Nähe der kleinen Stadt Page am Lake Powell. Tief im Navajo-Gebiet hat sich der Antelope Creek über Jahrtausende in den weichen Sandstein gefressen und einen der berühmtesten Slot Canyons der Welt geschaffen. In der Wüste regnet es zwar nicht viel, aber wenn, dann kommt es oft zu mächtigen Sturzfluten. Mit jedem Mal wurde der Canyon weiter ausgeformt. Die Färbung entsteht durch Eisenverbindungen, die im Sandstein vorhanden sind. Wenn diese oxidieren, dann „rostet“ der Fels quasi.
Besucher können die Schlucht ausschließlich im Rahmen geführter Touren betreten, meist durch den Upper oder den Lower Antelope Canyon. Während der Upper Canyon breiter und zugänglicher ist, führt der Lower über Leitern, schmale Passagen und kleine Stufen tiefer ins Herz der Felsformation hinein. Auch der nahegelegene Canyon X kann mit Führung besichtigt werden. Letzterer ist noch ein kleiner Geheimtipp, denn hier geht es in der Regel noch ruhiger zu, und mit etwas Glück schlendert ihr alleine durch die Gänge an den geschwungenen Felswänden vorbei.
Fototipp: Wenn ihr euch zum Fotografieren Zeit lassen möchtet, empfehle ich, eine Fototour zu buchen. Im Rahmen der normalen Führung wird man nämlich ziemlich schnell durchgeleitet, weil direkt weitere Gruppen nachrücken. Gut zu wissen: Filmen ist immer verboten.
Anreise nach Page in Arizona
| Lage: | Page, Arizona |
| Besichtigung: | Nur mit Führung |
| Höhe: | ca. 37 m |
| Breite: | teils nur 1 Meter |
| Gut zu wissen: | Filmen verboten |
Wir möchten gleich zwei verschiedene Schluchten besuchen: den Upper Antelope Canyon und den Canyon X. Beide liegen unweit von Page im Norden Arizonas, an der Grenze zu Utah. Von Las Vegas düsen wir mit dem Mietwagen rund 270 Meilen und etwas mehr als vier Stunden zum Ausgangspunkt. Unterwegs kommt ihr quasi direkt am Grand Canyon vorbei – hier könnte man also noch einen Stopp einlegen.
Es ist übrigens ratsam, in den USA auf einen Mietwagen zu setzen. Der öffentliche Verkehr ist außerhalb der Städte nicht gut ausgebaut, und gerade lange Überlandfahrten sind kaum mit Bus und Bahn zu bewältigen. Dafür ist Benzin verhältnismäßig günstig, und die Parkplätze vor Ort sind kostenlos.
Führung frühzeitig buchen
Gerade im Upper und im Lower Antelope Canyon ist viel los. Um den Canyon sicher zu besichtigen, solltet ihr rechtzeitig eine Führung buchen. Das könnt ihr bereits im Vorhinein online machen, am besten direkt über die Veranstalter selbst. Denn bei externen Plattformen sind die Tickets manchmal sogar doppelt so teuer. Wir sind im Herbst vor Ort. Da ist es schon etwas ruhiger als in der Hauptsaison, und auch die Temperaturen schwanken etwas mehr.
Denkt daran, dass ihr während der Führung ausschließlich im Schatten, tief unten in der Felsspalte spaziert. Hier ist es zwar windgeschützt, aber eben auch etwas kühler als in der Sonne draußen. Feste Schuhe sind empfehlenswert, und große Rucksäcke und Taschen dürfen nicht mitgeführt werden.
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Canyons mit Wow-Effekt
Als wir über die große Leiter ins Innere des Upper Antelope Canyons steigen, bin ich direkt fasziniert. Es fühlt sich an, als steige ich in eine andere Welt hinab. Die Farben sind superintensiv, alles um mich herum leuchtet. Und ich fühle mich zwischen den bis zu 40 Meter hohen Felswänden miniklein. Der Fels ist glatt, und die orange Färbung ändert sich je nach Sonneneinstrahlung. Mal ist sie intensiver rötlich, dann wieder geht sie eher in eine sandig-gelbliche Farbe über.
Mein Tipp: Lasst euch den Canyon X nicht entgehen. Der Eingang befindet sich nur wenige Meter entfernt. Hier könnt ihr gleich in zwei Slot-Canyons eintauchen – in einen A-förmigen, der nach oben hin enger wird und in dem man kaum den blauen Himmel erkennen kann, und in einen V-förmigen, der nach oben hin breiter wird. Beide sind sehr beeindruckend.
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Fazit
Der Antelope Canyon zählt wohl zu den schönsten Orten, die ich bisher gesehen habe. Auch wenn die Führungen nicht ganz günstig sind, lohnt es sich, zumindest eine der Schluchten einmal zu besichtigen. Während der Führung bekommt ihr außerdem allerlei interessante Infos, und die Guides halten zusätzliche Fototipps bereit und weisen auf spezielle Motive hin.
Anschließend ist es nicht weit bis zum Horseshoe Bend. Der Colorado River schlängelt sich in einer akkuraten Flussschleife durch das rötliche Gestein. Hoch oben auf den Steilklippen könnt ihr den Sonnenuntergang genießen.
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