Bei unglaublichem Wetter mit wolkenlosem Himmel beginnt die heutige Gipfel-Tour für mich in Leutasch in Österreich in der Region Seefeld – Tirols Hochplateau. Gestärkt für den bevorstehenden Tag mache ich mich auf in Richtung meines heutigen Zieles: die Gehrenspitze. Es warten atemberaubende Aussichten auf das umliegende Gebirge. Eine völlig neue Erfahrung für mich ist dabei die Kombination aus Wandern und E-Mountainbike.

Lohnt sich eine Bike and Hike Tour auf die Gehrenspitze?

Die Gehrenspitze (2.367 m) zeichnet sich als südlicher Vorposten des Wettersteingebirges mit wunderschönen Aussichten und zahllosen landschaftlichen Höhepunkten aus. Von der Bergspitze könnt ihr bis ins Karwendel- und Inntal blicken und auch mein heutiger Startort Leutasch ist zu sehen. Die Erlebnismöglichkeiten sind hier geradezu endlos, denn selbstverständlich kann diese Tour nicht nur mit dem Mountainbike, sondern auch zu Fuß bestritten werden. Die idyllischen und beinahe endlos wirkenden Hügel, Ebenen und Berge sind mit zahllosen Wanderwegen durchzogen und bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich die wunderschöne Gegend anzuschauen.

Fototipp: Auf dem Gipfel der Gehrenspitze entfaltet sich die ganze Welt vor euren Füßen, hier gibt es mit dem Gebirge oder einer Stadt im Hintergrund mehr als nur eine Möglichkeit für ein tolles Foto.

Anreise in die Region Seefeld – Tirols Hochplateau

Startpunkt:Leutasch
Länge:25 km
Höhenmeter:1.200 hm
Dauer:5 bis 6 Stunden
Hoteltipp:Leutascher Hof

Leutasch erweist sich für meine bevorstehende Tour als hervorragender Ausgangspunkt, nicht zuletzt, weil die Anreise so unkompliziert ist. Die Region Seefeld mit ihren fünf Orten Reith, Mösern, Scharnitz, Seefeld und Leutasch ist gut mit dem Zug erreichbar, was selbstverständlich nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für euren Geldbeutel ist. Direkt zum Seefelder Bahnhof fährt ein ICE.

Auch das Leihen der E-Mountainbikes funktioniert reibungslos. Es gibt mehrere Fachgeschäfte vor Ort, ihr habt also eine breite Auswahl und so findet dort jeder etwas Passendes. Bevor ihr euch aber auf euer Bike schwingt, um in Richtung Wangalm zu radeln, ist die richtige Ausrüstung nötig. Wenn ihr mit dem Mountainbike im Sommer unterwegs seid, solltet ihr relativ fit sein, denn vor allem bei Hitze ist der Trail anspruchsvoll (hier empfiehlt sich natürlich das E-MTB). Etwas zu Essen schadet natürlich auch nie, obwohl es euch weder bei einer Pause auf der Wettersteinhütte noch auf der Wangalm an Verpflegung mangeln wird!

Start durch das Leutaschtal

Nach meinem Aufbruch und einem kurzen Weg durch den Ort, geht es über Schotter durch das Leutaschtal, immer entlang am gleichnamigen Fluss. Doch lang bleibt der Weg nicht eben, denn ich habe schließlich eine Strecke zurückzulegen: 700 Höhenmeter mit dem Bike und weitere 600 zu Fuß, bis ich an der Spitze mit dem atemberaubenden Ausblick belohnt werde! Immer weiter bergauf geht es bei knapp 30 °C und strahlendem Sonnenschein. Hier war das E-MTB auf jeden Fall die richtige Entscheidung, denn bei dieser Steigung und natürlich der Hitze ist es sehr angenehm, die Höhenmeter mit ein wenig Unterstützung zu erklimmen. Die Umgebung ist bereits jetzt wunderschön, immer wieder erblicke ich durch die Bäume die umliegenden Berge.

Mit dem Bike bis zur Wangalm

Im Laufe der Zeit wird auch immer eindeutiger, wie vielfältig sich der Aufstieg hier gestalten lässt. Immer wieder zweigen Wanderwege ab und es eröffnen sich viele Möglichkeiten, auch hier das geliehene Bike anzuschließen und einen größeren Anteil des Weges zu Fuß zurückzulegen. Mein Weg führt mich weiter über die Forststraße in Richtung der Wangalm, welche in 1.751 m Höhe die letzte Möglichkeit ist, die Bikes abzustellen und zur Spitze des Berges zu wandern.

Auf der Wangalm und der nah gelegenen Wettersteinhütte habt ihr die Möglichkeit, euch auf dem Weg nach oben zu stärken, oder euch nach erfolgreicher Tour auf dem Weg zurück zu belohnen. Für mich ist dies aber vor allem der Punkt, ab dem es für den Rest des Weges zu Fuß weitergeht. Auf dieser Höhe ist dann auch die Baumgrenze erreicht und ich werde hier nicht nur mit einem kalten Getränk, sondern auch mit einem wundervollen Panorama belohnt.

Weiter zu Fuß bis zur Gehrenspitze

Die letzten 600 Höhenmeter gilt es jetzt zu Fuß zu erklimmen. Der Weg beginnt relativ steil bergauf in Richtung Scharnitz-Tal, bei diesen Temperaturen ein Weg, für den ihr wirklich genug Zeit und Kraft einplanen solltet. Nach einer kurzen Rast auf einer Schattenbank geht es weiter bis aufs Scharnitzjoch, wo ich mit der Aussicht in das vorher verborgene Puittal belohnt werde. Bereits von hier kann ich den schmalen Grat erkennen, über welchen ich schließlich die Gipfelspitze und das dort stehende Kreuz erreiche. Auf 2.367 Höhenmetern angekommen, eröffnet sich mir ein atemberaubender 360° Ausblick. Sichtbar ist von hier oben nicht nur die Leutascher Dreitorspitze, sondern auch die Ausläufer des Karwendelgebirges und zahllose weitere Bergketten.

Fazit

Nachdem ich mich im Gipfelbuch eingetragen habe, geht es zu Fuß zügig zurück zur Wangalm und von dort aus weiter mit dem Mountainbike. Wieder in Leutasch angekommen, besuche ich dort zum Abschluss der Tour noch einen kleinen Hofladen, in dem sich von Sirup bis zu frischem Fleisch und Eiern alles finden lässt, was das regionale Herz begehrt.

Mit einem weitreichenden Ausblick über Seefeld endet die heutige Tour für mich. Die Kombination aus E-MTB und Wandern ermöglicht hier neue Möglichkeiten, vor allem da ihr den Anteil der Strecke, den ihr zu Fuß zurücklegen wollt, selbst bestimmen könnt. Der grandiose Ausblick auf der Gehrenspitze ist die Mühe ohne Frage wert und die gut ausgebauten Anbindungsmöglichkeiten in Form von ICE und Zugverbindungen machen diese Tour und den Besuch von Leutasch sehr leicht.

Natürlich könnt ihr hier nicht nur Wandern, Biken und anderweitig Sport treiben. Die Region Seefeld bietet mit seiner malerischen Umgebung viele Möglichkeiten, einen Tagestrip oder ganzen Urlaub zu verbringen. Ein Besuch der Leutascher Geisterklamm und deren Wasserfall lohnt sich mit Sicherheit. Und wer im Sommer einen Tag zur Entspannung braucht, wird im Alpenbad fündig. Für mich wird das definitiv nicht die letzte Tour in dieser wunderschönen Region gewesen sein.

Lage

Praktische Links

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