Innsbrucker Klettersteig: Gratwanderung über die Nordkette

Der Innsbrucker Klettersteig gehört zu den schönsten, aber auch anspruchsvollsten Klettersteigen in den Ostalpen. Er führt über mehrere markante Gipfel der Nordkette und bietet spektakuläre Tiefblicke auf die „Hauptstadt der Alpen“ Innsbruck und das umliegende Karwendel. Doch für wen lohnt sich der Aufstieg wirklich – oder ist der Grat vielleicht doch nur etwas für eingefleischte Alpinisten?

Lohnt sich der Innsbrucker Klettersteig an der Nordkette?

Der Innsbrucker Klettersteig ist ein echter Klassiker im Karwendel und zählt zu den schönsten Gratklettereien der Ostalpen. Die Route verläuft direkt über die schroffen Zacken der Nordkette und verbindet insgesamt acht Gipfel miteinander – darunter die markanten Kaminspitzen und der 2.480 Meter hohe Kemacher. Mit dem Schwierigkeitsgrad C/D richtet sich der Steig an erfahrene Klettersteiggeher mit guter Kondition und Schwindelfreiheit.

Technisch anspruchsvolle Passagen wechseln sich mit kurzen Gehstrecken ab – immer in luftiger Höhe mit beeindruckender Aussicht auf Innsbruck und das Inntal. Durch die Nähe zur Stadt ist der Ausgangspunkt bequem mit der Seilbahn erreichbar. Das macht die Tour besonders reizvoll: Schon wenige Minuten nach dem Frühstück in der Stadt steht man mitten im hochalpinen Gelände – mit beeindruckenden Tiefblicken und einem Panorama, das man so schnell nicht vergisst.

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Fototipp: Wenn ihr die Hängebrücke erreicht, hebt die Arme in die Luft und lasst euch von hinten fotografieren – so blickt ihr auf Innsbruck und die schneebedeckten Berge! Ansonsten könnt ihr euch zwischendurch immer mal wieder in den Fels „hängen“, damit die Person vor euch ein Foto machen kann.

Anreise zur Nordkettenbahn in Innsbruck

Lage:Nordkette, Innsbruck
Schwierigkeit:mittel mit C/D-Stellen
Gehzeit:6:30 Stunden
Länge Klettersteig:ca. 2,5 Kilometer
Höhenmeter:ca. 500 hm im Klettersteig

Innsbruck selbst erreicht ihr mit dem Zug von München in rund 1,5 Stunden mit dem EuroCity (EC). Wer mit dem Auto kommt, kann in der Congressgarage direkt an der Talstation parken – für mehrere Euro pro Stunde.

Startpunkt der Tour ist dann eben die Talstation der Nordkettenbahn. Am besten gelangt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto zur Hungerburg. Von dort geht es mit der Seilbahn über die Seegrube bis zum Hafelekar auf rund 2.300 Metern Höhe. Wer den gesamten Klettersteig gehen möchte, sollte früh aufbrechen – die Tour ist durchaus lang.

Tipp: An der Seegrube ist ein spezielles Klettersteig-Ticket erhältlich, mit dem man morgens zur Hafelekarbahn hinauffahren und später zur Talfahrt zurückkehren kann.


Ausrüstung leihen an der Station Seegrube

Der Innsbrucker Klettersteig mag bequem mit der Bahn erreichbar sein – eine spontane Hauruck-Aktion ist er trotzdem nicht. Schon an der Talstation der Hungerburg lohnt sich ein kritischer Blick in den Himmel. Bei schlechtem Wetter oder tiefhängenden Wolken wird die Gratwanderung schnell zur Herausforderung: Nebel kann die Orientierung erschweren, und nach Regen sind die Felsen oft noch rutschig.

Wer kein eigenes Klettersteigset hat, kann an der Station Seegrube im Nordkette-Shop Klettergurte, Klettersteigset und Helme ausleihen. Aber Achtung: Die Leihausrüstung muss vorab online gebucht werden. Für alles zahlt ihr pro Tag knapp 25 Euro. Zur weiteren Grundausstattung gehören auf jeden Fall Handschuhe und festes Schuhwerk. Wer sich unsicher fühlt, nimmt zusätzlich eine Sicherungsschlinge mit.Und auch wenn die Sonne später zum Vorschein kommt: Wetterradar und Webcams vor dem Start zu checken, sollte zur Standardvorbereitung gehören.

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Scheitere ich am Innsbrucker Klettersteig schon gleich am Anfang?

Der Einstieg in den Innsbrucker Klettersteig liegt nur wenige Minuten von der Bergstation entfernt – und er hat es in sich. Schon die erste Passage verlangt Trittsicherheit und volle Konzentration. Die Route führt direkt in luftiges Gelände mit beeindruckenden Tiefblicken auf Innsbruck. Wer hier bereits zu kämpfen hat, sollte gut überlegen, ob der gesamte Steig machbar ist.

Der erste Teil dient gewissermaßen als Gradmesser – denn leichter wird’s nicht mehr. Doch wer sich sicher fühlt, wird schnell belohnt: Mit jedem Meter eröffnet sich ein weiteres Stück der beeindruckenden Gratlinie.

Panorama über Innsbruck zum Staunen

Kaum ein Klettersteig bietet so konstant spektakuläre Ausblicke wie dieser. Über schroffe Felsen, ausgesetzte Kletterpassagen und schmale Gratstücke führt der Steig von der Seegrubenspitze über mehrere Zwischenziele bis zum Kemacher (2.480 m). Besonders eindrucksvoll sind die sogenannten Kaminspitzen – steil, markant und teilweise sehr luftig.

Immer wieder wechseln sich kurze Gehpassagen mit versicherten Kletterpassagen der Schwierigkeit C und D ab. Es geht stetig auf und ab, und der Blick reicht dabei weit über das Inntal und tief hinein ins Karwendel. Für geübte Klettersteiggeher ist der technische Anspruch gut machbar – aber Ausdauer ist gefragt. Immerhin zieht sich der Steig über mehrere Stunden. Wer möchte, kann den Abstieg bereits am „Langen Sattel“ antreten. Wer weitergeht, erreicht schließlich die Frau-Hitt-Scharte – das offizielle Ende des Klettersteigs.

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Fazit

Wer die nötige Erfahrung mitbringt, wird mit einer der spektakulärsten Gratklettereien der Alpen belohnt. Der Mix aus alpiner Herausforderung und urbaner Nähe ist einzigartig: Während man mit Helm und Klettergurt über schroffe Grate turnt, liegt unten die Altstadt von Innsbruck – das ist wirklich etwas Besonderes!

Achtet aber unbedingt auf ideale Wetterbedingungen, wenn ihr die Tour machen wollt. Auch nach dem Klettersteig bietet sich Innsbruck als ideales Ziel für eine Verlängerung an. Schaut euch das Goldene Dachl und die Annasäule an – beide zählen in Innsbruck zu den Top-Sehenswürdigkeiten.

Lage

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