Die 9 besten Sehenswürdigkeiten in Bozen

Bozen ist Südtirols Hauptstadt und ein spannendes Reiseziel. Deshalb lohnt es sich, dort vor der Weiterreise zu weiteren interessanten Orten wie den Dolomiten genügend Zeit einzuplanen. Euch erwarten neben bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Waltherplatz und den Lauben weitere Reiseziele, darunter sogar eine Top-Attraktion: Ötzi, Europas berühmteste Gletschermumie. Von Museen bis zu Schlössern ist die Auswahl an Ausflugszielen in und rund um Bozen groß. Wir erleichtern euch die Auswahl und verraten unsere schönsten Reisetipps.

Top-Sehenswürdigkeiten in Bozen im Überblick

Bozen (auf Italienisch Bolzano) ist sowohl die Hauptstadt als auch größte Stadt von Südtirol, Italiens nördlichster Provinz. Sie zählt etwa 107.000 Einwohner und ist zweisprachig geprägt, wobei knapp 75 % der italienischen und rund 25 % der deutschen Sprachgruppe angehören. Die Stadt gilt als „Tor zu den Dolomiten“ und liegt am Rand der Berge. Bis ins Herz der Dolomiten, nach Cortina d’Ampezzo, sind es nur rund 110 km.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören der pittoreske Waltherplatz mit Dom ebenso wie die Bozner Lauben. Darüber hinaus beheimatet Bozen einen ganz besonderen Bewohner: Ötzi, Europas berühmteste Gletschermumie, die ihr im Südtiroler Archäologiemuseum bewundern könnt. Auch Schloss-Fans dürfen sich freuen, denn neben Schloss Runkelstein ist auch Schloss Maretsch schnell erreicht.
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1. Bozner Dom: Top-Fotomotiv der Stadt am Waltherplatz

©murasal

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Platz entstanden:1808
Dom errichtet:ab 13. Jhd.
Turmhöhe:65 m

Mitten in der Altstadt liegt der Waltherplatz, die sogenannte „Gute Stube“ Bozens und eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt. Der 1808 angelegte Platz trägt seit 1901 den Namen des mittelalterlichen Dichters Walther von der Vogelweide, dessen Denkmal aus weißem Marmor die Platzmitte schmückt.

Direkt daneben erhebt sich der gotische Dom Maria Himmelfahrt, dessen heutige Gestalt zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert entstand. Besonders markant ist der 65 Meter hohe Turm mit seinem filigranen, durchbrochenen Helm aus Sandstein. Auch ein Blick ins Innere lohnt sich: Zu den Highlights zählen die spätgotische Kanzel, der barocke Marmoraltar und die reich ausgestattete Gnadenkapelle.

2. Bozner Lauben: Ein Bummel durch mittelalterliche Laubengänge

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Entstanden:ab 12. Jhd.
Must-See:charakter. Erker
Must-See:„Madonna“-Apotheke

Die Bozner Lauben bilden seit seit dem späten 12. Jhd. das geschäftige Herz der Altstadt und gehören heute zu ihren beliebtesten Flanier- und Einkaufsmeilen. Beim Bummel unter den mittelalterlichen Arkadengängen entdeckt ihr eine Mischung aus traditionsreichen Geschäften und modernen Läden.

Dabei lohnt sich nicht nur der Blick in die Schaufenster, sondern auch nach oben: Besonders sehenswert sind die historischen Fassaden mit ihren charakteristischen Erkern. Daneben sind die beiden alten Apotheken „Madonna“ und „Schwarzer Adler“ einen Besuch wert. Erstere erinnert mit ihrer Sammlung aus Ölen, Essenzen, Tinkturen und Tees an ein kleines Museum.

3. Südtiroler Archäologiemuseum: Die Heimat von Gletschermumie Ötzi

Must-See:Gletschermumie Ötzi
Im Museum seit:1998
Ötzi entdeckt:1991

Die Dauerausstellung im Südtiroler Archäologiemuseum dreht sich um den weltberühmten „Eismann“: Mehr als 5.300 Jahre überdauerte Ötzi im Eis, bevor Bergsteiger die Gletschermumie 1991 in den Ötztaler Alpen entdeckten.

Seit 1998 könnt ihr den berühmten „Mann aus dem Eis“ im Südtiroler Archäologiemuseum bestaunen. Die Ausstellung erstreckt sich über drei Etagen und präsentiert neben der Mumie auch originale Kleidungs- und Ausrüstungsstücke aus der Kupferzeit. Ötzi selbst wird unter speziellen klimatischen Bedingungen in einer Kühlkammer aufbewahrt und ist durch ein kleines Fenster zu sehen. Daneben gibt es wechselnde Sonderausstellungen.

4. Schloss Runkelstein: Burg mit tollen Wandmalereien

©saiko3p

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Erbaut:ab 1237
Must-See:Fresken
Must-Do:Burgturm besteigen

Nördlich der Altstadt von Bozen, auf einem Felsen über der Talfer, thront Schloss Runkelstein, das ab 1237 errichtet wurde. Ihr erreicht es in rund 30 Minuten bei einem Spaziergang entlang der malerischen Talferpromenade.

Berühmt ist die Burg vor allem für ihre außergewöhnlich gut erhaltenen profanen Fresken aus dem Mittelalter. Sie zeigen unter anderem höfische Feste, Jagden und Turniere sowie Szenen aus „Tristan und Isolde“ und der Sagenwelt um König Artus. Die Burg könnt ihr auf eigene Faust oder bei einer Führung erkunden, mitsamt Badestube, Turniersaal und Burgturm mit Blick über Bozen.

5. Oberbozen: Mit der Rittner Seilbahn auf das Hochplateau am Ritten

Blick von der Rittner Seilbahn in Bozen
Blick auf Bozen aus der Seilbahn

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Abfahrt:Rittner Straße 12
Dauer:12 Min.
Abfahrstakt:alle 4-12 Min.

In nur 12 Min. bringt euch die Rittner Seilbahn von Bozen hinauf nach Oberbozen und überwindet dabei rund 950 Höhenmeter. Die 2009 eröffnete Seilbahn startet in der Rittner Straße 12 und verkehrt ohne festen Fahrplan.

Je nach Tageszeit verlässt alle 4 bis 12 Min. eine Gondel die Station. Schon während der Fahrt eröffnen sich schöne Ausblicke auf Bozen und die umliegende Bergwelt. Oben angekommen, könnt ihr auf dem Rittner Hochplateau wandern, mit der historischen Rittner Bahn weiterfahren oder einen Ausflug zu den markanten Erdpyramiden unternehmen.

6. Siegesplatz und Siegesdenkmal: Die politisch aufgeladene Seite von Bozen

©saiko3p
Denkmal errichtet:1926 – 1928
Must-See:Dauerausstellung
Thema:„Italianisierung“ Südtirols

Bozen hat auch eine politisch aufgeladene Seite, die ihr unmittelbar am Siegesplatz erleben könnt, nur 200 Meter von der Altstadt entfernt. Dort ließ das faschistische Regime zwischen 1926 und 1928 nach einem Entwurf von Marcello Piacentini das monumentale Siegesdenkmal errichten. Es wurde zum Symbol der „Italianisierung“ Südtirols und ist heute selbst Gegenstand kritischer Auseinandersetzung.

In seinem Untergeschoss veranschaulicht die 2014 eröffnete Dauerausstellung „BZ ’18–’45. Ein Denkmal, eine Stadt, zwei Diktaturen“ die Jahre 1918 bis 1945, den italienischen Faschismus, die nationalsozialistische Besatzung sowie die damalige Umgestaltung Bozens.

7. Schloss Maretsch: Von Weinbergen umgebenes Schloss

©U. Gernhoefer
Entstanden:ab 13. Jhd.
Must-See:Blick auf Rosengarten
Renaissancesitz seit:1549

Nur 800 m vom Waltherplatz entfernt erhebt sich Schloss Maretsch inmitten von Weinbergen. Mit seinen Türmen, den Reben und der Bergkulisse stellt es ein besonders schönes Fotomotiv dar. Die Anlage wurde 1273 erstmals erwähnt, über Jahrhunderte erweitert und 1549 von einer mittelalterlichen Burg zu einem repräsentativen Renaissancesitz umgestaltet. Aus dieser Epoche stammen auch sehenswerte Fresken in den Sälen und im Laubengang.

Heute dient Schloss Maretsch vor allem als Tagungs- und Kulturzentrum und ist Schauplatz von Ausstellungen und Veranstaltungen. Besonders schön ist bei klarer Sicht der Blick auf den Rosengarten.

8. Messner Mountain Museum Firmian: Museum auf Schloss Sigmundskron

©ManfredGrandis
Lage:6 km südl. v. Zentrum
Eröffnet:2006
Thema:Mensch und Berg

Auf Schloss Sigmundskron, gut 6 km südwestlich von Bozen, befindet sich das MMM Firmian, das Herzstück der von Reinhold Messner gegründeten Messner Mountain Museen.

Seit 2006 widmet sich die Ausstellung in der über 1.000 Jahre alten Burganlage der Beziehung zwischen Mensch und Berg. Dies reicht von ihrer spirituellen und kulturellen Bedeutung bis zu Alpinismus und Tourismus. Gleichzeitig erkundet ihr historische Mauern, Treppen, Türme und Gärten, in die Ausstellungsstücke integriert sind. Ebenso einzigartig ist die Lage, denn von Schloss Sigmundskron eröffnen sich weite Ausblicke über das Etschtal und Richtung Bozen.

9. Obstmarkt und Altstadtgassen: Einer der lebendigsten Orte in Bozen

Marktzeiten:tägl. außer So., 7-19 Uhr
Must-See:Neptunbrunnen
Must-Do:lebendiges Treiben beobachten

Der Obstmarkt ist das bunte Highlight eines Stadtbesuchs. Er findet montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr und samstags von 7 bis 13 Uhr auf dem Obstplatz in der Altstadt statt. An den geschäftigen Marktständen werden vor allem Obst und Gemüse angeboten, umgeben von Cafés und historischen Häusern.

Sehenswert ist der Neptunbrunnen an der Ecke zur Laubengasse, dessen mit Muscheln verzierte Bronzefigur auch „Gabelwirt“ genannt wird. Einen Blick lohnt außerdem die Fassade an der Ecke zur Museumstraße: Eine Inschrift erinnert an den ehemaligen Gasthof „Sonnenwirt“, wo im 18. Jahrhundert u. a. Goethe und Kaiser Joseph II. übernachteten.

Weitere Reisetipps in Südtirol

Schon gewusst? Südtirol ist offiziell mehrsprachig: Deutsch und Italienisch begegnen euch fast überall, in den ladinischen Tälern kommt Ladinisch hinzu. In Bozen überwiegt, anders als in weiten Teilen Südtirols, die italienische Sprachgruppe mit knapp 75 %. Aus Deutschland erreicht ihr Bozen nicht nur bequem mit dem Auto, sondern auch per Bahn, u. a. über München und Innsbruck. Vor Ort lohnt sich die Bolzano Bozen Card: Bei teilnehmenden Unterkünften ist die Gästekarte kostenlos im Zimmerpreis enthalten. Damit nutzt ihr während eures Aufenthalts die öffentlichen Verkehrsmittel in ganz Südtirol kostenfrei, darunter Regionalzüge, Busse und ausgewählte Seilbahnen sowie die Rittner Bahn. Je nach Kartenvariante kommen weitere Vorteile wie Stadtführungen oder Freizeitangebote hinzu.

Lage

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