Spanien hat so seine typischen Klischees, die dem Land vorauseilen. Dazu gehören Flamenco, Stierkampf und eben auch Paella. Aber auch wenn der Stierkampf in immer schlechterem Licht darstellt und vielerorts bereits verboten wurde, hält sich die Paella hartnäckig – und das zurecht, denn sie ist köstlich. Und am besten ist man sie in Valencia, dem Ursprungsort der Paella Valenciana. Qué aproveche!

Einmal das Original „Paella Valenciana“ essen

Paella gibt es überall in Spanien und jede Region bereitet sie ein bisschen abgewandelt zu. Die Paella Valenciana erkennt man sofort an ihrem gelben Reis – früher dank Safran, heute wird ein bisschen mit Colorante, einem Lebensmittelfarbpulver auf Ringelblumenbasis, nachgeholfen. Eine typisch valencianische Paella enthält neben dem Reis helles Fleisch und Gemüse, manchmal auch Aal oder Schnecken sowie Artischoken. Hinzu kommen noch verschiedene Arten von Bohnen, Tomaten, Knoblauch und Rosmarin.

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Instatipp: Um das Ausmaß einer richtigen Paella aufs Motiv zu bekommen, muss die riesige Pfanne der Paella mit dazu. Am Besten die leuchtend gelbe Paella in der Pfanne direkt über den Feuer fotografieren für das echte Spanien-Gefühl.

Anreise nach Valencia

Lufthansa, Eurowings und Ryanair fliegen verhältnismäßig kostengünstig nach Valencia an der spanischen Ostküste. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt knapp 3 Stunden. Ein Schnäppchen gibt es auch oft bei der spanischen Billigairline Vueling. Alternativ ist die Anreise per Zug möglich. Valencia ist an das Hochgeschwindigkeits-Netz der spanischen Bahn angeschlossen und gut von Madrid oder Barcelona erreichbar. Zudem verkehrt ein Fähre regelmäßig zwischen Mallorca und Valencia.

Mein erster Eindruck von der Stadt

Sind viele spanische Städte, wie Donostia San Sebastián, Barcelona oder Madrid, völlig überlaufen von Touristen hat sich Valencia seine Ruhe und Beschaulichkeit bewahrt. Im historischen Stadtkern lasst man es sich beim Menu del dia gutgehen, das auch gerne etwas länger dauern kann. Am Wochenende geht es per Fahrrad oder Bus zum stadteigenen Strand. Was mir besonders angenehm war, man wurde nicht im Zentrum ständig angesprochen, ob man in dieses oder jenes Restaurant möchte, sondern man wird in Ruhe gelassen, um die Stadt auf die eigene, ganz persönliche Weise zu erleben.

Das beste Restaurant für Paella finden

Als Favorit der Einheimischen gilt das Restaurante Levante, abseits von den typischen Touristenplätzen in Valencia. Wer hier essen möchte, sollte allerdings vorher anrufen und seine Paella schon bestellen, anderenfalls kann es recht lange dauern, bis das Essen kommt. Diese Paella enthält übrigens typischerweise neben Bohnen auch Hühnchen und Kaninchen. Wer zum kulinarischen Hochgenuss auch noch Meerblick möchte, geht unweit des Playa la Malvarrosa ins La Pepica. Ich persönlich bevorzuge das Restaurant La Riuà wegen seiner familiären Atmosphäre.

Die spanische Kultur zelebrieren

Ich bin sowieso ein großer Liebhaber von spanischem Essen, doch eine Paella in Valencia zu essen hat fast etwas vom Zelebrieren der spanischen Kultur. Man denke sich kleine Tische auf der Straße, einen schönen Sommerabend und einen guten Wein dazu und fertig ist das süße Leben im spanischen Stil. Da macht es dann auch nichts, wenn die Paella auf sich warten lässt, weil sie frisch zubereitet werden muss.

Fazit

Es gibt sicher Food-Liebhaber, die für ein bestimmtes Gericht um die ganze Welt reisen, aber einzig für eine Paella wäre das wohl übertrieben. In Kombination mit ein paar Tagen in Valencia sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Wer in Valencia war, muss Paella gegessen haben – egal ob in der Landvariante mit Fleisch, der Meeresvariante mit Fisch oder eben vegetarisch. Ja, das gibt es auch mittlerweile. Denn obwohl die Paella spanienweit zu haben ist, ist die Paella Valenciana mit ihrem typischen gelben Reis eine ganz besondere Köstlichkeit.

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

Valencia ist bekannt für viele lokale qualitativ hochwertige Gerichte, aber mein persönlicher Favorit neben der Paella ist die Horchata, eine süße Milch aus Erdmandeln. Mein Lieblingsort dafür ist übrigens die Horchateria de Santa Catalina. Da gibt es dann zum süßen Getränk noch süßere Kuchen – nicht, dass das etwas Schlechtes wäre. Wer anschließend die Kalorien wieder abtrainieren will, steigt für ein paar wenige Euro auf den Turm der Kirche Santa Catalina, die sich direkt nebenan befindet und genießt die Aussicht über die Stadt.

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