Mitten auf der ehemaligen Kokerei in Essen befindet sich ein Schwimmbad. Hier kann man zwischen atemberaubender Industriekultur seine Bahnen schwimmen und dabei sogar in zwei umgebaute Überseecontainer ins Wasser springen. Das Werksschwimmbad verbindet Kunst, Industriekultur und eine sommerliche Abkühlung auf ungewöhnliche Weise. Doch wie fühlt sich der Sprung ins Wasser wirklich an?
Lohnt sich ein Besuch beim Werksschwimmbad der Zeche Zollverein?





Das Werksschwimmbad der Zeche Zollverein gibt es bereits seit 2001. Entstanden ist es damals als Kunstprojekt der Frankfurter Künstler Dirk Paschke und Daniel Milohnić. Sie fertigten es im Rahmen des Kunstprojekts „Zeitgenössische Kunst und Kritik“ an. Während der gesamten Sommerferien in NRW öffnet damit jetzt auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen das Schwimmbad und wird für viele Kinder und Jugendliche zum Treffpunkt im Sommer.
Das Werksschwimmbad liegt an der ehemaligen Kokerei und besteht aus zwei aneinandergeschweißten Überseecontainern. Das 12 x 5 Meter große Becken ist 2,40 Meter tief und nur für Schwimmer geeignet. Nichtschwimmer dürfen auch mit Begleitung nicht hinein. Von 12:00 – 20:00 Uhr hat es geöffnet, es sei denn, es herrscht Unwetter, Gewitter oder Dauerregen.
Fototipp: Stelle dich nah an den Beckenrand und fotografiere hochkant und mit 0,5-fachem Weitwinkel. So bekommst du das Schwimmbecken und die Industriekulisse perfekt aufs Bild. Achte jedoch darauf, dass du nicht die Persönlichkeitsrechte der anderen Badegäste verletzt.
Anreise zum Werksschimmbad Zollverein in Essen
| Lage: | Essen, Ruhrgebiet |
| Öffnungszeiten: | Sommerferien in NRW |
| Eintritt: | kostenlos |
| Wassertiefe: | 2,40 Meter |
| Besonderheit: | Wasserbecken auf einer alten Zeche |
Das Schwimmbad befindet sich auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen, direkt an der ehemaligen Kokerei und ist trotz des weitläufigen Geländes der Zeche Zollverein einfach zu erreichen.
Wer mit dem PKW anreist, parkt am besten auf dem kostenlosen „Parkplatz C – Kokerei“ (Arendahls Wiese 176, 45141 Essen). Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, fährt bis zum Essener Hauptbahnhof und nimmt von dort die Straßenbahn 107 bis zur Haltestelle „Essen Zollverein“. Von dort aus sind es ca. 15 Minuten zu Fuß bis zum Schwimmbad.
Auf dem Gelände gibt es öffentliche Toiletten, die du auch zum Wechsel deiner Badekleidung nutzen kannst. Straßenschuhe sind im Schwimmbeckenbereich nicht gestattet. Diese kannst du am Eingangsbereich abstellen.
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Ein Schwimmbad versteckt inmitten von Industriekultur
Auf den ersten Blick ist das Schwimmbad gar nicht so leicht zu erkennen, sondern versteckt sich zwischen der Industrie der Zeche Zollverein. Erst beim Näherkommen tauchen die beiden Überseecontainer auf, die das Schwimmbecken ausmachen. Von dort führt eine kleine Holztreppe nach oben zur Plattform, auf der sich das Becken befindet.
Rundherum ragen Stahlkonstruktionen der ehemaligen Kokerei in die Höhe. Hier wird der Kontrast des sommerlichen Schwimmbeckens, freudigen Badegästen und der rauen Industriekulisse sichtbar. Die Intention des Kunstprojekts wird hier besonders deutlich: Es soll sinnbildhaft für den Strukturwandel im Ruhrgebiet stehen, und genau das gelingt an diesem ungewöhnlichen Ort.
Erfrischende Abkühlung zwischen Stahl und Wasser
Schon als Außenstehende ergibt der türkisfarbene Pool mit der rostigen Industrie im Hintergrund einen starken Kontrast. Noch deutlicher wird es allerdings, wenn man selbst Teil der Installation wird. Das Wasser ist relativ frisch und bietet eine angenehme Abkühlung, gerade an heißen Sommertagen.
Statt einer Kulisse wie in einem herkömmlichen Freibad blickt man hier auf hohe Stahltreppen im Hintergrund und den Turm der ehemaligen Kokerei. Wer gerne taucht, erlebt etwas besonders Spannendes: Durch eine Öffnung im Container können die Schwimmer von außen unter Wasser beobachtet werden.
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Fazit
Lohnt sich ein Besuch des Werksschwimmbads auf der Zeche Zollverein? Definitiv. Freibäder gibt es im Sommer en masse. Doch von einer Industriekulisse umgeben zu sein, während man seine Bahnen schwimmt, ist definitiv etwas Besonderes und ein absolutes Highlight im Ruhrgebiet. Wer sich danach stärken möchte, kann ins daneben gelegene Café und Restaurant „deinKult Kokerei“ gehen. Schaut euch aber auf jeden Fall noch den Rest von Zollverein an. Nicht umsonst ist das ganze Zechengelände UNESCO-Welterbe und beherbergt unter anderm die längste freistehende Rolltreppe Deutschlands!
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