Köln ist berühmt für den Dom, sein Bier und den Karneval. Das sind so die Klassiker unter den Sehenswürdigkeiten. Und was gibt es noch? Nun, zum Beispiel eine Fahrt über den Rhein mit der Seilbahn oder einen Besuch im Schokoladenmuseum. Moment, Schokoladenmuseum? Richtig! Alle Schokoholics können sich jetzt freuen, denn im Kölner Schokoladenmuseum heißt es nicht nur lernen, sondern auch probieren.

Ein Besuch im Kölner Schokoladenmuseum

Im Kölner Stadtteil Altstadt-Süd liegt auf einer Halbinsel im Rheinauhafen das Schokoladenmuseum, das Besucher sowohl über die Geschichte der Schokolade als auch über die moderne Schokoladenproduktion informiert. Das Museum zählt jährlich 650.000 Besucher, die an insgesamt 4.000 Führungen teilnehmen und ist damit eines der am meisten besuchten Museen der Republik. Aktuell feiert das Museum sein 25-jähriges Bestehen, da es im Jahr 1993 gegründet wurde.

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Instatipp: Für Schokoliebhaber gibt es nur einen einzigen Ort für das perfekte Insta-Bild: Der Schokoladenbrunnen. Noch besser ist es aber, selbst ein Gif zu erstellen, wie die dickflüssige Schokolade auf Dauerschleife über den knusprigen Keks läuft.

Anreise zum Kölner Schokoladenmuseum

Viele Wege führen nach … Köln in diesem Fall. Wer mit dem Zug am Kölner Hauptbahnhof ankommt, läuft einfach entlang der Rheinpromenade bis zum Schokoladenmuseum. Die Gehzeit sollte ungefähr 20 bis 30 Minuten betragen. Wer nicht zu Fuß gehen will, nimmt den Bus vom Hauptbahnhof mit der Linie 133 bis zur Haltestelle Schokoladenmuseum. Ein Besuch im Schokoladenmuseum lässt sich auch gut mit einer Panorama-Rundfahrt der Weissen Flotte Rhein verbinden.

Preise, Tickets & Öffnungszeiten

Erwachsene, die das Kölner Schokoladenmuseum besuchen möchten, zahlen 11,50 Euro Eintritt. Für Kinder und Schüler kostet der Besuch 7,50 Euro. Für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt frei. Wer den Besuch des Museums als Familienausflug plant, kann eine entsprechende Familienkarte für zwei Erwachsene und ein Kind bis 16 Jahre für 30 Euro kaufen. Aktuell ist das Museum von 10 bis 18 Uhr an Werktagen und am Wochenende von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Im November ist das Schokoladenmuseum montags geschlossen und ab 2019 gelten tägliche Öffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr.

Schokoladen-Verkostung mit Craft Bier

Zwar kann das Museum auch selbständig erkundet werden, trotzdem bietet es sich an, an einer der verschiedenen Führungen teilzunehmen. Diese gibt es in den Varianten 100 % Schokolade und 100 % Schokolade deluxe und kosten 3,50 bzw. 6,50 Euro Aufpreis. Für Familien mit Kindern werden speziale Führungen angeboten. Und für alle, denen jetzt schon längst das Wasser im Mund zusammengelaufen ist, ja, Verkostungen sind auch möglich. Diese bewegen sich im preislichen Namen von 28 Euro bis 75 Euro pro Person (inkl. Eintritt) und bieten interessante Kombinationen von Schokolade mit beispielsweise Craft Beer oder Rum.

Highlight: Der Schokoladenbrunnen

Ja, ich weiß, ich weiß, ich sollte jetzt eigentlich sagen: Das Highlight des Kölner Schokoladenmuseums ist das umfassende Wissen, das man von dort mit nach Hause nimmt. Aber ganz ehrlich, es gibt dort einen Schokoladenbrunnen und die Schokolade ist FLÜSSIG (!). Jeder Besucher bekommt dann eine Waffel in die Hand gedrückt und kann sie in die flüssige, warme Schokolade eintauchen. Da kann ich jetzt leider auch nichts dran machen, wenn dieser Anblick das eben erarbeitete Wissen um die Anbaubedingungen von Kakaobohnen wieder aus meinem Hirn verdrängt. Selbst schuld, liebes Schokoladenmuseum!

Fazit

Wahrscheinlich bin ich etwas vorbelastet, weil ich in der Schulzeit gefühlt jedes Jahr in das Museum geschleppt wurde… Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass sich ein Besuch lohnt, sofern man gerade in Köln ist. Extra für das Schokoladenmuseum anreisen, würde ich jetzt wohl eher nicht. Auch ist das Museum eher kompakt, eine Führung dauert beispielsweise eine Stunde, so dass es sich gut mit anderen Aktivitäten in Köln verbinden lässt. Dafür, dass der Aufenthalt in dem Museum aber eigentlich recht schnell geht (außer, man träumt ewig am Schokoladenbrunnen), erscheint mir der Eintrittspreis jedoch etwas ambitioniert.

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

Wer in Köln ankommt, kommt an diesem Giganten gar nicht vorbei, denn der Kölner Dom begrüßt jeden Besucher, der aus dem Hauptbahnhof tritt. Die gute Nachricht für Sparfüchse ist: Die Besichtigung des Monuments ist außerhalb der Gottesdienste frei. Zahlen muss nur, wer eine offizielle Führung mitmachen möchte. Wenn ihr nicht auf Massentourismus steht, empfehlen wir einen Besuch im Belgischen Viertel oder in Ehrenfeld. In den beiden Veedeln gibt es hippe Cafés und Shops. Bei der Gelegenheit lohnt auch ein Spaziergang zur neuen Moschee in Ehrenfeld.

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