Irland besteht aus mehr als nur Dublin, Guiness, St. Patrick’s Day-Paraden und endlosen Weideflächen mit grasenden Schafen. Für Naturliebhaber und Kulturinteressierte ist die grüne Insel ein beliebtes Reiseziel mit interessanten Orten und Attraktionen. Wir stellen euch die besten Sehenswürdigkeiten vor und geben Insider-Tipps für den nächsten Ausflug nach Irland.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Irland im Überblick

Schroffe Klippen, tosende Wellen, zahlreiche Burgen und Schlösser sowie die Heimat von Schriftstellern wie Oscar Wilde. Das ist Irland. Den größten Teil der irischen Insel nimmt die Republik Irland ein. Auf der anderen Seite der innerischen Grenze liegt Nordirland, das zum Vereinigten Königreich gehört. Insgesamt leben auf der drittgrößten Insel Europas über 6 Millionen Einwohner. Auf Besucher wartet eine Mischung aus riesigen Kanurevieren und Surfspots, Berglandschaften sowie zahlreichen Drehorten aus Game of Thrones, urigen Pubs und historischen Gebäuden.

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1. Cliffs of Moher: Die bekanntesten Steilklippen

© Cristi

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Höhe:bis 214 Meter
Must-Do:Doolin Cliff Walk
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

An der Südwestküste der Insel fallen die Cliffs of Moher nahezu senkrecht in Richtung Wasseroberfläche ab. An der höchsten Stelle ragen die Felswände bis zu 214 m aus dem atlantischen Ozean.

Auf dem Cliff Coastal Walk könnt ihr die Klippen zwischen Doolin und Liscannor auf einer Strecke von knapp 20 Kilometern ablaufen. Der Weg befindet sich zum Teil nur wenige Meter vom Klippenrand entfernt. Da die Naturattraktion bei Besuchern sehr beliebt ist, müsst ihr vor allem im Sommer mit einem hohen Andrang rechnen.

2. St. Patrick’s Cathedral in Dublin: Größte Kathedrale Irlands

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Entstehung:1191 – 1270
Must-Do: Führung
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Die St. Patrick’s Cathedral ist die größte Kirche Irlands und zählt zu den Top-Attraktion der irischen Hauptstadt. Mitten in Dublin gelegen befindet sich das mittelalterliche, sakrale Gebäude. Am bekanntesten ist das Grab des ehemaligen Dekans und Satirikers Jonathan Swift, dem Autor vor Gullivers Reisen. Um besonders viel zu erfahren, ist eine Führung empfehlenswert. Oder ihr besucht die Kathedrale anlässlich eines Gottesdienstes.

Die Entstehungsgeschichte der Kirche geht einer Legende zufolge auf das 5. Jahrhundert zurück. Damals wurde sie neben einer Quelle errichtet, an der der Heilige Patrick Gläubige getauft habe. Gebaut wurde die aus Stein geht schließlich ab dem Jahr 1191.

3. Mourne Mountains: Wilde Bergwelt im Norden der Insel

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Höchster Punkt:849 Meter
Must-See:Slieve Binnian
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

In Nordirland, zwischen Newry und Newcastle, befinden sich die Mourne Mountains. Rund um und über die mächtigen Granitgipfel gibt es zahlreiche Wander- und Radwege. Die höchste Erhebung ist der Slieve Donnard mit einer Höhe von 849 Metern.

Wenn ihr möglichst tief in die wilde Landschaft eintauchen möchtet, solltet ihr den Wanderwegen an der Mourne Wall entlang folgen. Die 35 km lange Mauer führt über 15 Gipfel und rahmt zwei Stauseen ein. Da die Stauseen zur Trinkwasserversorgung gedacht waren, sollten Tiere durch die Mauer ferngehalten werden, um das Wasser nicht zu verschmutzen.

4. The Dark Hedges: Uralte Buchenallee aus Game of Thrones

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Lage:ca. 1 h von Belfast
Must-Do:Causeway Coastal Route
Beste Reisezeit:April bis Oktober

The Dark Hedges hat vor allem durch die Serie Game of Thrones einiges an Bekanntheit gewonnen. Die Aufnahmen auf der Kingsroad, dem Königsweg, wurden zwischen den uralten Buchenstämmen verfilmt. Davon stehen dort übrigens rund 150. Und weil die Baumkronen wie ein Dach über die Straße ragen, sieht dieser Ort auch ohne Post-Produktion eines Hollywood-Studios richtig imposant aus.

Neben The Dark Hedges warten in Irland übrigens noch weitere Drehorte der berühmten Serie auf euch. Dazu zählen zum Beispiel die Cushendun Caves oder der Tollymore Forest Park.

5. Galway: Europas Kulturhauptstadt 2020

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Einwohner:ca. 80.000
Must-See:Regatta
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Die Galway Bay an der Westküste Irlands ist eine Bucht, die vor allem durch die Musik Bekanntheit erlangt hat. In vielen traditionellen irischen Liedern wird die Schönheit von Galway Bay besungen. Aber auch in „The Luck of the Irish“ von John Lennon und in „Darby O’Gill and the Little People“ von Sean Connory wird die Bucht des Atlantik thematisiert.

Besonders lohnenswert ist Galway für Segelliebhaber. Jährlich findet im Juni eine Regatta mit den traditionellen Galway Hookers statt. Anders als herkömmliche Fischerboote können die Hookers mit ihren zwei Vorsegeln gut durch die 10 km breite und 50 km lange Bucht manövrieren. Im Jahr 2020 ist Galway außerdem zu Europas Kulturhauptstadt gewählt worden.

6. Kylemore Abbey: Märchenhaftes Schloss in Irland

Erbauung:1867 – 1871
Must-Do:Spaziergang im Garten
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

In der Region Connemara, im Westen Irlands, steht Kylemore Abbey. Vormals als Schloss errichtet, ging es 1920 an Benediktinerinnen über. Seitdem diente es als Kloster und Mädcheninternat. Nach einem Brand wurde das Internat geschlossen. Die Benediktinerinnen leben allerdings noch immer hier.

Neben den restaurierten viktorianischen Räumen macht vor allem der Garten den Ort so besonders. Der sogenannten Walled Garden ist 1,6 km von Kylemore Abbey entfernt. Dort könnt ihr zu Fuß am Flüsschen entlang spazieren, an zwei der rekonstruierten Gewächshäuser anhalten und sowohl über die zahlreichen Kräuter im Kräutergarten als auch über den Blumengarten staunen.

7. Giant’s Causeway: 40.000 Basaltsäulen an der Küste

© Irland Tourismus

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Fläche:236 Hektar
Must-Do:Causeway Coastal Route
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Knapp 40.000 Basaltstelen stehen am Giant’s Causeway dicht an dicht. Teilweise sind sie bis zu 12 Meter hoch. Dabei bilden sie Tritte, als seien sie extra zum Spazierengehen angelegt worden. Wie über eine Treppe überwindet man Höhenunterschiede und kommt so dem Meer immer näher.

Der Ort zählt zu den meistbesuchten Touristenattraktionen Nordirlands. Trotzdem wirkt er wild und natürlich. Es ist nicht zugebaut. Der Wind pfeift, das Meer donnert vor den Füßen. Ein Besuch lohnt sich besonders im Morgengrauen und zur Abenddämmerung. Mit etwas Glück habt ihr den Giant’s Causeway, den Damm der Riesen, dann fast für euch allein.

8. Isle of Man: Eine Insel im Geschwindigkeitsrauch

© Henryk Sadura
Einwohner:ca. 84.000
Must-See:Spanish Head
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Die Isle of Man liegt in der Irischen See etwa auf der Hälfte zwischen der britischen und der irischen Insel. Bekannt ist sie als Austragungsort des gefährlichen Motorradrennens Isle of Man TT. Dazu kommen jährlich knapp 40.000 Rennsport-Enthusiasten auf die Insel. Da ist etwa die Hälfte der dort lebenden Bevölkerung.

Sehenswert sind das idyllische Örtchen Castletown mit dem Old House of Keys und Douglas, die größte Stadt der Insel. Zudem lohnt sich ein Abstecher zum Spanish Head mit seinen bis zu 100 m hohen Klippen. Wer mit dem Auto auf der Insel unterwegs ist, sollte sich vor Rasern in Acht nehmen. Auf vielen Straßen herrscht kein generelles Tempolimit.

9. The Temple Bar: Kultiger Pub in Dublin

© Leonhard Niederwimmer / Pixabay

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Standort:Dublin
Must-Do:Whisky Tasting
Beste Reisezeit:ganzjährig

Touristen und Einheimische lieben das Kulturviertel Temple Bar in Dublin. Kopfstein-gepflasterte, enge Gassen, neu gestaltete Plätze mit samstäglichem Food Market und zahlreiche Pubs und Restaurants machen die Gegend so beliebt. Auch das Irish Photography Center, das nationale Filmarchiv sowie die irische Zentralbank sind in Temple Bar ansässig.

Einer der berühmtesten Pubs in Irland ist übrigens The Temple Bar, der ebenfalls im gleichnamigen Viertel zu finden ist. Der Pub existiert seit 1840 und hat mit über 450 Sorten eine riesige Whisky-Auswahl zu bieten. Die auffällig rote Fassade wird außerdem immer wieder gerne fotografiert.

10. Ring of Kerry: Berühmte Panoramastraße in Irland

© Kevin Griffin
Länge:152 Kilometer
Must-See:Killarney National Park
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Beim Ring of Kerry handelt es sich um eine Panoramaküstenstraße im Südwesten der irischen Insel. Gestartet wird in Killarney. Dann führt die Tour vorbei an malerischen Sandstränden, idyllischen Orten, alten Burgen und Schlössern und spannenden Gebirgspässen.

Wenn ihr die Tour ohne Pause durchfahrt, müsst ihr ca. 3 Stunden einplanen. Es lohnt sich aber, mehr Zeit einzuplanen und hin und wieder anzuhalten. Wenn ihr noch ein bisschen Luft habt, könnt ihr am Ende den Killarney National Park mit einer Pferdekutsche erkunden.

Weitere Reisetipps für Irland

TOP 15 SEHENSWÜRDIGKEITEN
11. Slieve League Cliffs
12. Blarney Castle
13. Murder Hole Beach
14. Rock of Cashel
15. Ben Bulben

Die Liste der besten Sehenswürdigkeiten in Irland ist noch länger und wird regelmäßig aktualisiert. Ob es eine Attraktion in das Ranking schafft, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits beurteilen wir die Beliebtheit, andererseits finden sich auch Geheimtipps und trendige Instagram-Hotspots in der Auswahl. Eines haben alle Sehenswürdigkeiten gemeinsam: Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. 

Aber Vorsicht! Etwas ungewohnt ist der Linksverkehr auf der irischen Insel. Außerdem sind viele Straßen kleiner als wir es von den Straßen in Deutschland gewohnt sind. Da ist ein bisschen Vorsicht geboten. Lasst euch dabei auch nicht von den irischen Autofahrern stressen, die nach unserer Erfahrung eher flott auf den engen Gassen unterwegs sind und euch womöglich schon bald auf der Stoßstange hängen.

Wenn ihr in Richtung Nordirland fahrt, passiert ihr die inner-irische Grenze aktuell noch ohne Kontrolle. Was ihr allerdings beachten solltet ist, dass in Nordirland mit Pfund Sterling gezahlt wird, während ihr in der Republik Irland mit Euro zahlen könnt.

Lage

Praktische Links

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