Skigebiet Silvretta Montafon: Ski-Paradies für Freerider

Ich stehe am höchsten Punkt des Skigebiets. Um mich herum reihen sich verschneite Berggipfel auf und unter mir schlängeln sich präparierte Pisten durch die weiße Kulisse. 140 Pistenkilometer zählen zur Silvretta Montafon, dem Skigebiet mitten im Herzen Vorarlbergs. Am Hochjoch und im Nova-Gebiet wechseln sich lange Talabfahrten mit unberührten Tiefschneehängen ab. Das Skigebiet selbst wirbt mit dem Slogan des „sportlichen Skigebiets“. Ich mache den Test und will wissen, lohnt sich Skifahren in Silvretta Montafon wirklich?

Lohnt sich Skifahren im Skigebiet Silvretta Montafon?

Pistenkilometer:140
Höchster Punkt:2.430 m
Längste Piste:12 km (Hochjoch Totale)
Skipasspreis:ab 51 Euro*
Skisaison:Ende November – Mitte April
*dynamische Tagestickets

Das Skigebiet Silvretta Montafon liegt im Süden von Vorarlberg und erstreckt sich zwischen Schruns, St. Gallenkirch und Gaschurn. Dank mehrerer Talstationen lässt sich das Skigebiet von verschiedenen Orten aus bequem erreichen. Mit rund 140 Pistenkilometern und 35 Liftanlagen gehört es zu den größten Skigebieten Österreichs. Aufgeteilt ist es in die miteinander verbundenen Bereiche Hochjoch und Nova.

Die Silvretta Montafon zeichnet sich unter anderem durch ihren sportlichen Charakter aus. Mittelschwere rote Abfahrten, die sich über abwechslungsreiches Gelände erstrecken, machen einen Großteil des Gebiets aus. Aber auch anspruchsvollere Abschnitte fehlen nicht, darunter die berüchtigten Black Scorpions mit einem Gefälle von bis zu 67 Prozent. Am Hochjoch führt die Abfahrt durch den längsten Skitunnel der Welt. Bei einem Rekord bleibt es jedoch nicht, denn die Hochjoch Totale gilt zudem als die längste Abfahrt in Vorarlberg und führt vom höchsten Punkt bis ins Tal nach Schruns.

Ein weiterer Pluspunkt ist die vergleichsweise hohe Schneesicherheit. Die höchste Bergstation (Hochalpila) liegt auf 2.430 Metern, rund 87 Prozent der Pisten befinden sich oberhalb von 1.500 Metern und etwa 40 Prozent sogar über 2.000 Metern. Da rund 80 Prozent der Abfahrten technisch beschneit werden, bietet die Silvretta Montafon gute Voraussetzungen für eine lange Wintersaison. In der Regel hat das Skigebiet von Ende November bis April geöffnet.

Was ist die längste Piste der Silvretta Montafon?

Die Hochjoch Totale gilt mit einer Länge von rund 12 Kilometern als längste Talabfahrt Vorarlbergs. Sie beginnt am höchsten Punkt des Skigebiets auf 2.430 Metern und führt bis hinunter nach Schruns. Die schwarze Skiabfahrt verlangt am Ende eines langen Skitages einiges an Kondition.

Wie viele Pistenkilometer hat Silvretta Montafon?

Das Skigebiet Silvretta Montafon bietet rund 140 Pistenkilometer und 35 Liftanlagen. Die miteinander verbundenen Skigebiete Hochjoch und Nova gehören damit zu den größten Skigebieten Österreichs.

Wie schneesicher ist Silvretta Montafon?

Die Silvretta Montafon gilt als vergleichsweise schneesicher. Rund 87 Prozent der Pisten liegen oberhalb von 1.500 Metern, etwa 40 Prozent sogar über 2.000 Metern. Zusätzlich können rund 80 Prozent der Abfahrten technisch beschneit werden.

Fototipp: Eines der schönsten Panoramamotive der Silvretta Montafon erwartet euch an der Bergstation der Hochalpila-Bahn. Auf 2.430 Metern, dem höchsten Punkt des Skigebiets, eröffnet sich ein beeindruckender Rundumblick auf rund 200 umliegende Berggipfel. Darunter ist sogar der berühmte Piz Buin.

Anreise ins Skigebiet Silvretta Montafon

Von München aus erreicht ihr das Montafon mit dem Auto in etwa 3,5 Stunden. Eine mögliche Route ist die Strecke über die A96 nach Lindau. Anschließend geht es über Bregenz und Bludenz bis ins Montafon hinein. Schruns ist die erste Gemeinde mit Zugang zum Skigebiet, etwa 10 Minuten später erreicht ihr St. Gallenkirch. Parkmöglichkeiten findet ihr direkt an den verschiedenen Talstationen.

Besonders praktisch ist die große kostenpflichtige Tiefgarage am Silvretta Park Montafon in St. Gallenkirch, von der aus ihr trockenen Fußes zur Valisera-Bahn gelangt. Kostenfrei könnt ihr in Schruns an der Zamang-Bahn parken.

Auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt ihr ins Skigebiet, allerdings müsst ihr hier etwas mehr Zeit mitbringen. Von München aus reist ihr mit der Bahn beispielsweise über Lindau und Bregenz oder über Innsbruck und den Arlberg bis nach Bludenz. Dort steigt ihr in die Montafonerbahn um, die euch in rund 20 Minuten nach Schruns bringt. Vom Bahnhof sind es nur wenige Gehminuten bis zur Hochjoch-Bahn. Wer lieber in den Nova-Bereich möchte, nutzt die regelmäßig verkehrenden Skibusse nach St. Gallenkirch oder Gaschurn.

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Auf 2.430 Metern über dem Skigebiet

Das Hochjoch-Grasjoch gehört landschaftlich zu den schönsten Bereichen der Silvretta Montafon. Hier oben über Schruns und St. Gallenkirch liegt mein liebster Teil des Skigebiets. Die Gondel der Hochalpila-Bahn bringt mich auf 2.430 Meter und damit zum höchsten mit einer Seilbahn erreichbaren Punkt. Oben angekommen eröffnet sich bei klarer Sicht ein beeindruckendes Panorama auf rund 200 Berggipfel des Rätikons, der Verwallgruppe und der Silvretta. Auf dem kurzen Ziehweg zur nächsten Abfahrt lässt man sich daher gern etwas mehr Zeit, um die Aussicht zu genießen.

Gegenüber der Hochalpila liegt die Freda-Bahn, die den Eingang zum Snowpark Montafon markiert. Verschiedene Kicker, Rails und Boxen bieten sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Freestylern die Möglichkeit, sich auszuprobieren.

Die längste Talabfahrt in Vorarlberg

Direkt am höchsten Punkt der Silvretta Montafon startet die längste Talabfahrt in Vorarlberg. Liegt genügend Schnee, könnt ihr von hier oben direkt bis ins Tal nach Schruns fahren und das Skigebiet in seiner vollen Länge auskosten. Wie ihr die Abfahrt gestaltet, liegt dabei ganz bei euch. Ich wähle die schwarze Route vorbei an der Wormser Hütte und durch den Skitunnel. Auf roten und blauen Abfahrten geht es schließlich durch bewaldete Hänge bis zum Kropfen. Ich habe Glück und die schwarze Talabfahrt ist geöffnet. Besonders am Ende eines langen Skitages brennen hier die Oberschenkel, bis man an der Talstation der Hochjoch-Bahn ankommt.

Frühaufsteher können dank der Silvretta Montafon noch ein besonderes Erlebnis mitnehmen: Im Rahmen der geführten Sonnenaufgangsfahrt „HochjochTotale“ geht es bereits vor dem regulären Skibetrieb hinauf auf den Berg. Mit den ersten Sonnenstrahlen stehe ich auf der Piste und darf als eine der Ersten die frisch präparierten Pisten hinunterfahren. Anschließend wartet ein gemeinsames Bergfrühstück im Kapellrestaurant. Wenn ihr mich fragt, ein ziemlich guter Start in den Skitag!

Video-Tipp


Die 5 steilsten Pisten in Silvretta Montafon
Marius Quast zeigt euch die besten Skipisten und
Ski-Abfahrten im Skigebiet!

Der längste Skitunnel der Welt am Hochjoch

Ein weiteres Highlight der Silvretta Montafon versteckt sich mitten im Hochjoch-Gebiet: der längste Skitunnel der Welt! 476 Meter führen durch einen beleuchteten Tunnel direkt durch den Berg und verbinden das Seetal mit der Kapellseite oberhalb von Schruns. Erreichbar ist er über die rote Abfahrt 1a sowie die schwarzen Pisten 2a und 5. Statt wie gewohnt unter freiem Himmel seine Schwünge zu ziehen, geht es hier plötzlich hinein in den Fels. Nehmt vor dem Tunnel ordentlich Schwung mit, gerade für Snowboarder kann es etwas zäh werden.

Am anderen Ende angekommen eröffnet sich mir wieder der Blick auf das grandiose Panorama und die Abfahrt führt weiter in Richtung Kapell. Meine Lieblingsroute nach dem Skitunnel führt direkt an den Sennigrat. Der schwarze Bereich über dem Kapell zählt zu den Black Scorpions im Skigebiet.

Mein Hüttentipp: Seetalhüsli

Statt großer Bergrestaurants gehören für mich zu einem perfekten Skitag kleine, gemütliche Hütten. Das Seetalhüsli ist im Montafon definitiv eine andere Art Einkehrmöglichkeit, aber genau deswegen ein Muss. Die urige Jausenstation liegt mitten im Hochjoch-Gebiet, unweit des Skitunnels.

Statt einer umfangreichen Speisekarte gibt es kleine Snacks und Getränke. Besonders an sonnigen Tagen lässt es sich auf den Liegestühlen wunderbar entspannen und die Ruhe etwas abseits der Piste genießen. Und wenn es draußen ungemütlich ist, sitzt man in der kleinen Stube zusammen und genießt die Atmosphäre.

Adrenalinkick beim Nachtrodeln auf Garfrescha

Wer nach einem langen Skitag noch nicht genug vom Schnee hat, sollte unbedingt das Nachtrodeln auf Garfrescha ausprobieren. Von St. Gallenkirch geht es am Abend mit der Garfrescha-Bahn hinauf auf rund 1.500 Meter. 5,5 Kilometer führen durch verschneite Waldabschnitte und über breite Pisten ins Tal. Hier befindet ihr euch auf der längsten beleuchteten Nachtrodelbahn Vorarlbergs. Mit eurem Ticket könnt ihr so oft fahren, wie ihr wollt, und so ist eurem Adrenalinkick quasi keine Grenze gesetzt.

Gut zu wissen: Das Nachtrodeln findet bei entsprechender Schneelage dienstags, donnerstags und samstags ab 18 Uhr statt. (Unbedingt checken vorher) Schlitten könnt ihr direkt an der Talstation ausleihen. Allerdings müsst ihr für dieses Erlebnis ein separates Ticket kaufen, da reguläre Skipässe nicht gültig sind.

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Fazit

Die Silvretta Montafon hat für mich einen besonderen Platz in meinem Skifahrer-Herz. Vielleicht ist es die angenehme Größe des Skigebiets, bei der es nicht langweilig wird und die dennoch überschaubar ist. Vielleicht aber auch einfach das geniale Bergpanorama, das mich bei jeder Abfahrt begleitet. Mein persönlicher Favorit bleibt das Hochjoch-Grasjoch-Gebiet, das mit seinen weitläufigen Abfahrten und der traumhaften Aussicht kaum zu übertreffen ist. Mit der Skiroute „Montafon Totale“ könnt ihr einmal durchs gesamte Skigebiet fahren, ohne eine Piste zweimal nehmen zu müssen. Spätestens danach gehört die Silvretta Montafon wohl auch zu eurer Favoritenliste.

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