Tromostovje: Die berühmten Drei Brücken von Ljubljana

Zwischen historischen Fassaden, dem ruhig dahinfließenden Fluss und belebten Plätzen wirkt die kleine slowenische Hauptstadt gleichzeitig entspannt und lebendig. Mitten im Zentrum von Ljubljana liegen die Drei Brücken, das berühmte Tromostovje. Wer ein Ausflugsziel für ein Wochenende in Slowenien sucht, sollte sich diesen zentralen Ort genauer anschauen. Ich erkunde die Innenstadt von Ljubljana, schlendere entlang der Ljubljanica und finde ein rustikales Restaurant mit deftiger slowenischer Küche.

Lohnt sich der Besuch der Drei Brücken von Ljubljana?

Die Drei Brücken (Tromostovje) gehören zu den bekanntesten Bauwerken der Stadt Lubljana in Slowenien, die mit nur knapp 300.000 Einwohnern eine sehr kleine europäische Hauptstadt darstellt. Die mittlere Steinbrücke entstand 1842 und ersetzte eine mittelalterliche Holzbrücke. An dieser Stelle verlief eine strategisch wichtige Verkehrsverbindung zwischen Nordwesteuropa und dem Balkan beziehungsweise Südosteuropa.

Zwischen 1929 und 1932 ergänzte der Architekt Jože Plečnik zwei seitliche Fußgängerbrücken. Die Drei Brücken liegen direkt im Zentrum von Ljubljana. Von hier lässt sich die Stadt mit ihren Restaurants und Sehenswürdigkeiten gut erkunden.

Fototipp: Vom Südufer lassen sich gute Bilder machen, dann bekommt man noch die rote Fassade der Mariä-Verkündigung-Kirche mit auf das Bild. Vom Boden aus ist es nicht ganz einfach, alle drei Brücken abzulichten. Mit der Weitwinkelfunktion des Smartphones und weit nach oben gestreckten Armen bekommt man die besten Ergebnisse.

Anreise nach Ljubljana

Lage:Ljubljana, Zentrum
Ursprünge:gehen zurück ins Mittelalter
Mittlere Brücke:wurde 1842 aus Stein gebaut
Architekt:Jože Plečnik
überquert den Fluss:Ljubljanica

Von München lässt sich Ljubljana in knapp 6 Stunden mit dem Zug erreichen, dafür ist nur ein Umstieg in Villach nötig. Vom Hauptbahnhof Ljubljana bis zu den Drei Brücken sind es nur 1.100 Meter zu Fuß.

Mit dem Auto sind es von München rund 5 Stunden. Zu beachten sind dann die Mautgebühren in Österreich, für den Karawankentunnel und in Slowenien. Das Mautsystem in Slowenien ist vollständig digital und kostet für Autos für 7 Tage 16 €.

Aufgrund seiner kompakten Innenstadt ist Ljubljana gut zu Fuß zu erkunden. Für weitere Strecken stehen Stadtbusse, Fahrräder und das öffentliche Fahrradverleihsystem BicikeLJ zur Verfügung. Der öffentliche Busverkehr ist mit 1,50 € pro Fahrt vergleichsweise günstig zu nutzen. Eine Fahrt mit der Urbana-Karte ermöglicht innerhalb von 90 Minuten auch kostenlose Umstiege.

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Lebhafte Innenstadt und interessante Architektur

Mein Hotel liegt am Rand von Ljubljana, wo die Stadt zunächst weniger herausgeputzt wirkt. Zwischen Wohnhäusern, Parkplätzen und Nebenstraßen findet man auch einige unscheinbare und etwas schmutzigere Ecken. Doch schon nach einem kurzen Spaziergang erreicht man das Zentrum. Hier verändert sich der Eindruck schnell:

Rund um den Fluss Ljubljanica gibt es viele Straßencafés, kleine Plätze und belebte Gassen. Es ist sehr verlockend, sich einfach gleich in ein Restaurant zu setzen und die malerische Stimmung direkt am Fluss zu genießen. Überall sitzen Menschen in Restaurants und Cafés, während Fußgänger und Radfahrer die Ufer entlang unterwegs sind. Es herrscht eine entspannte, aber lebhafte Atmosphäre.

Die Architektur ist ein Mix aus österreichisch-ungarischen und osteuropäischen Einflüssen. Im Zentrum stehen barocke und klassizistische Gebäude neben Häusern aus der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie. Dazu kommen schlichtere Wohnhäuser und moderne Gebäude.

Die Drei Brücken und das Abendessen danach

Die abendliche Stimmung direkt an den Drei Brücken ist einfach fantastisch. Warmes Licht fällt auf die Fassaden der umliegenden Gebäude, während Straßenmusiker für zusätzliche Atmosphäre sorgen. Natürlich ist hier immer etwas los. Schließlich möchten wohl die meisten Besucher das Tromostovje einmal gesehen haben. Direkt am Fluss lohnt es sich trotzdem, kurz innezuhalten und die Szenerie zwischen den historischen Gebäuden auf sich wirken zu lassen. Gleich daneben stehen das Denkmal des Dichters France Prešeren und die Franziskanerkirche Mariä Verkündigung. Über den Dächern ist außerdem die Burg von Ljubljana auf dem Burgberg zu sehen.

Zum Abendessen suche ich mir das rustikale Wirtshaus Gostilna Sokol aus, nur rund 200 Meter von den Drei Brücken entfernt. Hier gibt es typische, deftige slowenische Küche mit üppigen Portionen. Ein Geheimtipp ist das Restaurant sicher nicht, aber das Essen schmeckt und passt gut zu einem Abend in der Altstadt.

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Fazit

Ljubljana ist eine Stadt, die sich angenehm unkompliziert erkunden lässt. Die Innenstadt ist überschaubar und sehr schön, und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander. Die Drei Brücken liegen mitten im Zentrum und führen über die Ljubljanica. Dort gibt es vor allem am Abend eine besonders schöne Atmosphäre. Vieles lässt sich problemlos zu Fuß entdecken. Besonders schön ist es, sich zwischendurch in ein Café am Fluss zu setzen und das Treiben zu beobachten. Am Abend lohnt es sich außerdem, die deftige slowenische Küche zu probieren. Für einen kurzen Städtetrip ist Ljubljana damit ein abwechslungsreiches Reiseziel.

Wer mehr Zeit hat, sollte sich die Burg von Ljubljana, die auf einem Hügel mitten in der Stadt thront, anschauen. Vom Turm und von der Mauer (kostenlos) hat man einen der schönsten Blicke über die Stadt.

Lage

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