Vulkane gehören zu den spannendsten Naturattraktionen unserer Welt. Besonders faszinierend sind Vulkane, die man besteigen kann. Solche beeindruckenden Reiseziele finden sich unter den Top-Sehenswürdigkeiten verschiedener Länder – von Island bis Neuseeland. Sie sind nicht nur beliebte Ausflugsziele für Reisende, sondern auch für Einheimische. Unser besonderer Reisetipp für euch: die 13 spektakulärsten Vulkane der Welt, die man besteigen kann.
Die schönsten besteigbaren Vulkane im Überblick
Fakt ist: Nicht alle Vulkane dürfen bestiegen werden. Ob dies möglich ist, hängt von vielen Faktoren ab – unter anderem davon, ob der Vulkan aktiv ist und Rauch oder Lava ausstößt. Daher sind die örtlichen Vorgaben zu beachten. Auch erloschene Vulkane stellen Bergsteiger oft vor Herausforderungen, je nach Höhe und Begehbarkeit. Etliche Vulkane dürfen sogar nur mit einem Guide oder zu bestimmten Jahreszeiten bestiegen werden.
Zu den bekanntesten besteigbaren Vulkanen Europas zählt der Ätna auf Italiens Mittelmeerinsel Sizilien. Kein anderes Land gerät so oft wegen feuerspeiender Vulkane in die Schlagzeilen wie Island, wo beispielsweise der Vulkan Hekla bestiegen werden kann. Doch besteigbare Vulkane findet ihr überall auf der Welt – etwa den Mount Bromo in Indonesien, Japans Wahrzeichen, den Mount Fuji, oder den Mount Tongariro in Neuseeland.
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#vulkanwanderung
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1. Mount Bromo, Indonesien: Hotspot für Sonnenaufgänge

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| Lage: | Ost-Java |
| Höhe: | 2.329 m |
| Besteigung: | ca. 45 Min. – 1 Std. |
Mount Bromo ist ein spektakulärer, aktiver Vulkan mit einer Höhe von 2.329 Metern im Bromo-Tengger-Semeru-Nationalpark auf der indonesischen Insel Ost-Java. Da er im Osten der Insel liegt, ist er bekannt für sein atemberaubendes Panorama bei Sonnenaufgang – das ihr vom Kraterrand aus erleben könnt, denn der Vulkan darf bestiegen werden.
Die relativ kurze Wanderung ist besonders in der Trockenzeit zwischen April und Oktober empfehlenswert. Vom Dorf Cemoro Lawang führt der Weg durch eine Sandwüste bis zum Fuß des Vulkans, von wo aus 245 Stufen hinauf zum Kraterrand führen.
2. Mount Nyiragongo, DR Kongo: Der größte Lavasee der Welt


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| Lage: | Virunga-Nationalpark |
| Höhe: | 3.470 m |
| Must-Do: | Übernachtung am Kraterrand |
Die Demokratische Republik Kongo ist kein typisches Reiseland, doch in ihrem Osten, im Virunga-Nationalpark nahe der Grenze zu Ruanda, thront der aktive Vulkan Mount Nyiragongo.
Er ist 3.470 Meter hoch und beherbergt den größten Lavasee der Welt. Am besten besteigt man ihn mit einem Guide ab dem Kibati Ranger Post auf 1.870 Metern Höhe. Bis zum Gipfel sind es 6,5 Kilometer. Für den Aufstieg solltet ihr 4 bis 6 Stunden einplanen. Eine Übernachtung am Kraterrand ist eine unvergessliche Erfahrung. Beste Reisezeit: zwischen Juni und September sowie Dezember und Februar.
3. Cotopaxi, Ecuador: Einer der weltweit höchsten aktiven Vulkane

| Lage: | 60 km von Quito |
| Höhe: | 5.897 m |
| Besonderheit: | Gletscherüberquerung |
Gut 60 Kilometer südlich von Ecuadors Hauptstadt Quito, im Cotopaxi-Nationalpark, erhebt sich der Vulkan Cotopaxi mit seinen spektakulären Gletscherlandschaften.
Mit 5.897 Metern gilt er als einer der höchsten aktiven Vulkane der Welt. Die Besteigung ist erlaubt, aber aufgrund der Höhe herausfordernd und nur mit einem Guide möglich. Der Aufstieg beginnt an der José-Ribas-Hütte auf etwa 4.800 Metern, von wo aus es bis zum Gipfel rund 6 bis 8 Stunden dauert. Dabei sind auch Gletscherquerungen zu bewältigen. Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit von Juni bis September sowie von Dezember bis Februar.
4. Mount Yasur, Vanuatu: Aktiver Vulkan mit Lavafontänen


| Lage: | Südpazifik |
| Höhe: | 361 m |
| Besonderheit: | mit Auto befahrbar |
Der Inselstaat Vanuatu im Südpazifik hat mehr zu bieten als Traumstrände – zum Beispiel den etwa 361 Meter hohen Vulkan Mount Yasur, der zu den aktivsten der Welt zählt. Er liegt im Osten der Insel Tanna. Die meisten Unterkünfte bieten Vulkan-Touren an, denn die regelmäßigen Lavafontänen muss man aus der Nähe erleben.
Der Zugang zum Berg erfolgt über eine etwa drei Kilometer lange Schotterstraße, die mit 4WD-Fahrzeugen befahrbar ist. Man kann bis zum Parkplatz unterhalb des Kraterrands fahren oder hinauflaufen. Vom Parkplatz sind es noch etwa 15 Minuten zu Fuß bis zum Gipfel.
5. Mount Etna, Italien: Der größte Vulkan Europas auf Sizilien



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| Lage: | Sizilien |
| Höhe: | ca. 3.320 m |
| Besteigung: | 2–6 Std. |
Der Ätna auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien gilt als Europas größter Vulkan – und als einer der aktivsten der Welt. Seine Höhe schwankt aufgrund ständiger Eruptionen und beträgt etwa 3.320 Meter.
Ihr könnt den Ätna von Catania aus erreichen, zum Beispiel per Bus zur Talstation Rifugio Sapienza auf rund 1.900 Metern. Von dort fährt eine Seilbahn bis auf 2.900 Meter, danach ist Wandern angesagt. Bis zum Gipfel solltet ihr je nach Route und Kondition 2 bis 6 Stunden einplanen – für den Kraterbereich ist offiziell ein Guide Pflicht.
6. Mount Fuji, Japan: Wahrzeichen Japans


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| Lage: | 150 km westl. von Tokio |
| Höhe: | 3.776 m |
| Besteigung: | Juli – Anfang Sept. |
Der Mount Fuji (Fujisan) ist mit 3.776 Metern Japans höchster Berg und nicht nur heilig, sondern auch das Wahrzeichen des Landes. Eine Besteigung ist möglich, allerdings unter strengen Auflagen: Sie ist generell nur von Juli bis Anfang September erlaubt.
Mehrere Wege führen zum Gipfel, am beliebtesten ist die Yoshida-Route. Sie startet auf etwa 2.300 Metern. Für den Aufstieg solltet ihr 5 bis 7 Stunden und für den Abstieg 3 bis 5 Stunden einplanen. Seit 2024 müssen sich Reisende für die Yoshida-Wanderung online anmelden und eine Gebühr entrichten.
7. Osorno, Chile: Der „Fujisan“ der Anden


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| Lage: | +1.000 km südl. von Santiago |
| Höhe: | 2.652 m |
| Besteigung: | 8–12 Stunden hin und rück |
Der Vulkan Osorno in Chile ist – genau wie Japans Fujisan – ein Kegelvulkan und 2.652 Meter hoch. Wer ihn besteigen möchte, startet meist an der Osorno-Skilodge auf rund 1.300 Metern.
Die Wanderung zum Gipfel und zurück dauert je nach Route und Bedingungen 8 bis 12 Stunden. Da unterwegs Gletscher zu queren sind, der Weg teils sehr steil ist und das Wetter schnell wechseln kann, solltet ihr mit einem Guide oder in einer Gruppe wandern. Die entsprechende Ausrüstung kann vor Ort ausgeliehen werden.
8. Villarrica, Chile: Spektakuläre Aussichten

| Lage: | +300 km nördl. des Osorno |
| Höhe: | 2.847 m |
| Besonderheit: | Gletscherüberquerungen |
Der Vulkan Villarrica in Chile liegt gut 300 Kilometer nördlich des Osorno und gilt als einer der aktivsten Vulkane des Landes. Er ist 2.847 Meter hoch und ebenfalls besteigbar, zum Beispiel ab der Basisstation unweit der Stadt Pucón.
Für den Aufstieg ist ein Guide empfehlenswert, da Steigeisen und Eispickel für die Überquerung von Gletschern und anderen anspruchsvollen Passagen erforderlich sind. Der Weg bis zum Gipfel dauert rund 4 bis 6 Stunden. Oben eröffnet sich ein spektakulärer Blick über die Seenlandschaften und in den Krater mit glühender Lava.
9. Mount Tongariro, Neuseeland: Vulkanlandschaft aus „Herr der Ringe“

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| Lage: | Nordinsel |
| Must-Do: | Tongariro Alpine Crossing |
| Strecke: | ca. 20 km |
„Herr der Ringe“-Fans aufgepasst: Sicher erinnert ihr euch an die surreale Vulkanlandschaft aus der Filmtrilogie. Die Szenen wurden am Mount Tongariro in Neuseeland gedreht, einem etwa 1.967 Meter hohen Vulkan.
Seine Besteigung ist Teil des Tongariro Alpine Crossing, einer der schönsten Tageswanderungen der Welt. Die rund 20 Kilometer lange Wanderung startet am Mangatepopo-Parkplatz und führt durch eine spektakuläre Vulkanlandschaft mit dampfenden Kratern und türkisfarbenen Seen. Dauer: etwa 8 Stunden. Die beste Reisezeit liegt zwischen Oktober und April, ein Guide ist nicht erforderlich.
10. Volcán de Fuego, Guatemala: Nächtliche Lava-Eruptionen


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| Lage: | bei Antigua |
| Must-See: | Blick vom Nachbargipfel |
| Höhe: | 3.763 m |
Der Volcán de Fuego in Guatemala ist ein aktiver Vulkan mit einer Höhe von 3.763 Metern. Genauer gesagt bildet er gemeinsam mit dem Acatenango einen Doppelvulkan – unweit der Stadt Antigua. Er zählt zu den aktivsten Vulkanen Zentralamerikas, weshalb eine direkte Besteigung zu gefährlich ist.
Ihr könnt dem „Feuervulkan“ jedoch auf sichere Weise nahekommen, indem ihr auf den benachbarten Acatenango steigt. Die Wanderung beginnt in der Nähe von Antigua und dauert etwa 6 bis 8 Stunden. Von dort aus könnt ihr in der Dunkelheit die spektakulären Lavaeruptionen beobachten.
11. Hekla, Island: Landschaft aus schwarzer Asche

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| Lage: | ca. 100 km von Reykjavik |
| Höhe: | 1.491 m |
| Besteigung: | 4-6 Std. |
Als das „Tor zur Hölle“ wird der Hekla bezeichnet – einer der aktivsten Vulkane Islands. Dennoch darf er bestiegen werden. Er ist 1.491 Meter hoch und umgeben von einer schwarzen Aschelandschaft im Süden Islands, nur rund 100 Kilometer von Reykjavík entfernt.
Für die Besteigung des Hekla fahrt ihr am besten zum Parkplatz Heklubraut, von wo aus markierte Wege bis zum Gipfel führen. Für den Hin- und Rückweg solltet ihr insgesamt 4 bis 6 Stunden einplanen. Besonders spektakulär ist an klaren Tagen der Blick von oben über die weite Lavalandschaft.
12. Mount St. Helens, USA: Ikonischer Vulkan mit Aschekappe

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| Lage: | Washington State |
| Höhe: | 2.549 m |
| Besonderheit: | Kletterpermit |
Im US-Bundesstaat Washington thront der Mount St. Helens, ein 2.549 Meter hoher, aktiver Vulkan, der zuletzt im Mai 1980 ausbrach. Heute gilt er als beliebtes Wanderziel.
Am besten besteigt ihr ihn ab dem sogenannten Climber’s Bivouac und solltet für die Gesamtstrecke je nach Wetterbedingungen 7 bis 12 Stunden einplanen. Der Vulkan kann auf eigene Faust erklommen werden, idealerweise zwischen Mai und Oktober. Allerdings ist dafür ganzjährig ein Kletterpermit erforderlich. Informationen dazu findet ihr auf der Homepage des Mount St. Helens Institute.
13. Stromboli, Italien: Der ständig aktive Riese


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| Lage: | Insel Stromboli |
| Must-Do: | Wanderung mit Guide |
| Höhe: | ca. 926 m |
Der Vulkan Stromboli auf der gleichnamigen Äolischen Insel, unweit von Sizilien, ist rund 926 Meter hoch. Der „Feurige“ sorgte erst 2024 für die höchste Alarmstufe, als er erneut ausbrach.
Falls er jedoch nicht zu stark ruckelt und speit, kann man auf den Vulkan wandern. Gut markierte Wege führen zum Beispiel von San Vincenzo zum Gipfel, was hin und zurück etwa 4 bis 6 Stunden dauert. Aber Achtung: Wenn ihr höher als 400 Meter hinaufmöchtet, ist ein Guide Pflicht, da der aktive Kraterbereich für Alleingänge zu gefährlich ist.
Weitere Reisetipps weltweit
Schon gewusst? Wie ihr gesehen habt, ist sogar die Besteigung vieler aktiver Vulkane möglich – jedoch sind Vulkane besonders unberechenbar. Deshalb gilt es, gerade in Regionen mit häufigen Ausbrüchen – wie in Italien oder auf Island – stets auf aktuelle Informationen zu achten, insbesondere wenn mit Eruptionen zu rechnen ist. Wie bei jeder Bergbesteigung solltet ihr auch für das Erklimmen eines Vulkans optimal vorbereitet sein, denn die Wetterbedingungen können sich schnell ändern. Je nach Vulkan gibt es zudem viele Höhenmeter zu überwinden.
Beachtet außerdem, dass manche Vulkane nur mit einer Genehmigung oder einem ausgebildeten Guide bestiegen werden dürfen. Das gilt besonders für anspruchsvolle Strecken, bei denen Gletscher gequert werden müssen oder Gefahr durch Gase, Steinschlag oder Lavafelder besteht.
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